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Wir nennen dieses Jahrhundert auch das Jahrhundert des Geistes und des Fortschrittes. Wir nehmen für uns in Anspruch uns weiterentwickelt zu haben, aufgeklärter und unabhängiger zu sein als die Menschen in den früheren Jahrzehnten oder
Jahrhunderten. Trifft das wirklich zu? Sind nicht immer noch Gewalt, Tod und Unfriede die beherrschenden Themen unserer Zeit. Wird unser Auge nicht immer noch beleidigt, unser Geist in Anspruch genommen von Bildern der Zerstörung, des Leids und des Ekels. Wir können und dürfen uns dieser Bilder und Eindrücke nicht verschließen, weil wir mitleidlos
würden und unempfindsam für die Probleme und Leiden unserer Nächsten. Aber brauchen wir nicht auch Erholung, Erfrischung, Abwechslung? Ja – unbedingt. Denn nur dann ist es möglich Kräfte zu sammeln für die Herausforderungen die die Zeit an uns stellt. Und es gibt –
trotz alledem – immer noch viel Schönes und Anmutiges. Gehen wir in die Natur und erfreuen wir uns an den Farben, lassen wir unsere Blicke über Seen und Wälder schweifen. Oder erfreuen wir uns am Anblick des menschlichen Körpers. Ein Blick auf ihn, von Moralaposteln und religiösen Fanatikern auch heute noch ungern gesehen oder verstellt, bringt uns das
zurück was wir vermissen. Der unverstellt Blick auf das was wir lieben, das was wir genießen wollen, dem was wir offen oder heimlich huldigen – dem was sich im Gott Eros manifestiert. Die Nähe und Zweisamkeit die uns in den Momenten des privaten Miteinander die Erholung gibt, nach der unsere geschundene Seele dürstet.
Bedienen wir uns der Kunst um unsere Seele zu reinigen oder abzulenken oder aufzufrischen. Nur die Seele, nur der Geist? Warum darf der Körper nicht mittun. Ist die Trennung von Geist und Körper Voraussetzung um Kunst als Kunst zu akzeptieren, zu verstehen, oder dürfen wir
den Körper, unser Verlangen, unser Begehren mitnehmen auf unsere Suche. Müssen wir uns schämen wenn wir Kunst als geil, als stimulierend empfinden? Haben wir ein Recht Kunst auch körperlich zu genießen? Darf das dann auch profane Gebrauchskunst sein, oder nur "richtige" Kunst, oder künstlerischer Ausdruck oder überhaupt nur Ausdruck ohne den hehren
Kunstansprüchen zu genügen? Der Künstler ist vermutlich nicht unglücklich wenn seine Kunst gebraucht wird. Aber können wir unsre heimlichen Gelüste die Sucht nach Bild und Schönheit und geistigem plus körperlichem Verlangen auch öffentlich vertreten. Uns dazu bekennen? |
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Dali, Salvator, geboren in Figuera (Katalonien, Spanien) am 11. Mai 1904, gestorben ebendort am 23. Januar 1989, spanischer Maler. - 1924-34 Mitglied der Surrealistengruppe in Paris, 1940-48 in den USA, lebte in Port-Lligat (= Cadaqués; Costa Brava). Seine in einer
virtuos-akademischen Technik ausgeführten, von einer surrealistischen Irrationalität getragenen Bildphantasien sind assoziative Darstellungen von traumähnlichen Situationen.Die aus bewußt nachvollzogenen, paranoiden Vorgängen gewonnenen Einzelbilder setzte Dali mittels seiner "paranoisch-kritischen" Methode des simulierten Wahnsinns in
Simultanbilder um. Er bevorzugte monarchistische, religiöse und sexuelle Themen. Zahlreiche exzentrische und exibitionistische Auftritte. Dali hat Anteil an Bunuels Filmen "Der andalusische Hund" und "L'age d'or", zahlreiche Schriften. (Meyers Konversations Lexikon)
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Es ist üblich geworden sich zu outen. Aber vermutlich ist es schon einfacher zuzugeben, daß man als Bürgermeister schwul ist, daß man als Gouverneur, verheiratet und homosexuell ist, als zu bekennen das einen die bildliche Darstellung des menschlichen Körpers anmacht.
Empfindungen nicht nur im Kopf auslöst. Klar, der Kunstfreund will sein Intellekt beteiligt wissen, aber darüber hinaus. Unterhalb des Kopfes? Das Herz, ach ja das fühlt und bei manchem Anblick dessen was wir schön empfinden wird uns dann ja auch sprichwörtlich "warm ums Herz". Aber noch tiefer, weiter, ja da, unterhalb der Gürtellinie?
Was passiert da, muß der dieser Bereich bei der Kunstbetrachtung ausgespart bleiben oder dürfen wir uns offen dazu bekennen Wärme durch erhöhte Blutzirkulation zu empfinden. Kunst also als Stimulans? Oder ist es dann schon Pornographie? Wer gibt schon zu das er nackte Mädchen, kopulierende Paare, erregte und erregende Körper im Internet
sucht und anschaut. Das Bekenntnis rückt einen für immer in die Ecke des verklemmten Lustmolchs, des heimlich wichsenden Users, des zu sozialen Kontakten Unfähigen. Doch versuchen wir zunächst eine Klärung der Begriffe. Was nun genau ist eigentlich Kunst? Kunst, wie ich sie
verstehe ist eine ästethische Aussage die zunächst nicht einer Zweckbindung unterliegt. Also nicht notwendigerweise schon mit Absichten belegt ist. Absichten wie zum Beispiel Nutzen, Gebrauchswert oder kommerzieller Erfolg.
Kunst als ästethische Ausdrucksform ist schon ein Wert an sich. Auch wird m.E. Kunst nicht schon durch die Anfertigungstechnik oder die Meisterschaft des Künstlers in den Kunstrang erhoben, sondern ist zunächst davon unabhängig. Kunst kann dann weitere Aufgaben zugewiesen
bekommen, zum Beispiel durch ergänzende sinnvolle Funktionen wie im Design gefordert. Kunst setzt Wissen voraus und Absicht. Und Kunst ist Ausdruck und Teil einer bestimmten Kultur.
Kunst ist das Ergebnis eines Schöpfungsaktes. Ausdruck des Willens und Materie gewordener Ausfluß menschlicher Kreativität. Da jeder Schöpfer eines Kunstwerkes seine inneren Vorstellungen umsetzt kann zur Bewertung nur eine gesellschaftliche Übereinkunft angestrebt werden. Das muß wiederum keine gesamtgesellschaftliche
Anerkennung sein, sondern kann auch auf Teilbereiche beschränkt bleiben. (Zirkel) Aber auch wenn eine übergreifender Beurteilungskonsens nicht erzielt wird kann es sich um Kunst handeln, dann wenn der Künstler provozieren will und bewußt den Bruch zur Gesellschaft oder Tradition anstrebt. Das Ergebnis künstlerischer Schöpfung ist das Kunstwerk. Kunst
teilt sich in verschiedene Disziplinen auf, die miteinander verzahnt sein können. Wir unterscheiden in der Kunst folgende Disziplinen: Musik, Literatur, Bildende Kunst, und Darstellende Kunst. Zur Bildenden Kunst gehören Architektur, Bildhauerei, Fotografie, Graphik, Malerei und Kunstgewerbe. Die Darstellende Kunst teilt sich in Film, Theater und Tanz
auf.
Kunst wird zur Kunst wenn der Künstler es will. Es kann ihm die Anerkennung versagt bleiben, aber die Interpretation ist zunächst seine. Alle folgenden Interpretationen sind subjektiv und erfolgen aus der Perspektive des Betrachters. Kunst ist frei. Diese Freiheit ist auch gesetzlich geschützt. Der Staat hat kein Recht
auf Produktion, Inhalt und Aussage eines Kunstwerkes Einfluß zu nehmen. Konfliktsituationen ergeben sich dort wo Kunst politisch wird oder die Ehre oder Persönlichkeitsrechte von lebenden Personen tangiert. Offene Gesellschaften schaffen es die Freiheit der Kunst zu garantieren und auch unbequeme Kunst zu ertragen. Dennoch finden immer wieder
Angriffe auf die Kunstfreiheit, den Künstler und sein Werk statt. Oft kommen diese Angriffe von kirchlicher Seite oder aus politisch konservativen Kreisen.
Kunst ist also durch die Kunstfreiheit geschützt. Kunst kann und darf nicht mit moralischen Vorstellungen gemessen werden. Der schnelle Vorwurf, die Denunziation an die Adresse der Kunst sie sei pornographisch, politisch tendenziös, unsittlich, einseitig, jugendverderbend oder was der Adjektive mehr sind, ist schnell, je
nach Interessenlage erhoben.
Wenden wir uns also der erotischen Kunst zu. Hier wird besonders schnell geurteilt und zwar nicht über das Kunstobjekt an sich oder die Ambition des Künstlers, sonder zuvorderst über den moralischen Wert. Bei erotischer Kunst und bei politischer Kunst fühlen sich auch diejenigen zur ungefragten Stellungnahme
aufgerufen, die sonst mit Kunst wenig am Hut haben. Es ist halt leicht auf der Welle vermeintlich berechtigter oder unberechtigter öffentlicher Empörung Meinung zu machen und nach Zensur zu schreien. Da es besonders bei erotischer Kunst die anerzogenen, emotionalen und regionalen und oft auch religiösen "Gefühle" von Kunstlaien sind die sich lautstark
zu Wort melden, und eine sachliche Auseinandersetzungg erschweren macht die Sache nicht einfacher und entschuldigt den Protestierer nicht. Der einfachste und in den Augen bigotter Kunstschänder wirksamste Schlachtruf ist der Vorwurf der Pornographie. Versuchen wir auch hier zuerst eine Klärung des Begriffes: |
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Baudry, Paul - French Painter
La Roche-sur-Yon, 1828 - Paris, 1886
Tho toilet of Venus |
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Pornographie kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus 2 Worten zusammen: "Porno" steht für Prostituierte und "graphos" heißt schreiben. Heute ist der Begriff festgelegt auf sexuelle Darstellungen in Wort und Bild die ein sexuelles Verlangen hervorrufen oder steigern sollen. Dabei bedient sich
der Produzent pornographischer Äußerungen zeitgemäß neben Bücher und Magazinen, und nach einer Vorstufe in Form von Video-Kassetten heute hauptsächlich digitaler Datenträger und des Internet. Dabei ist zugegebenermaßen ein Zugriff auf erotisierendes, pornographisches Material heute leichter als früher. Man kann das auch eine Demokratisierung der
Pornographie nennen, denn sie bleibt nun nicht mehr nur zahlungskräftigen Eliten oder einer privilegierten Upper-Class vorbehalten sondern erreicht auch den weniger betuchten Konsumenten. Pornographie wird von vielen Seiten bekämpft. Viele Feministen behaupten das die Frau in pornographischen Darstellungen degradiert werde. Andere Feministinnen
wiederum fordern gerade auch ein Recht der Frau auf Konsum pornographischer Produkte. Der Ruf nach Zensur ist hier jedenfalls besonders laut und wird sie wird gerade von denen gefordert deren Lebenssituation sie ohnehin nicht mit Pornographie konfrontiert.
Werfen wir nun noch einen Blick auf die rechtliche Situation: Das First Amendment, also der erste Verfassungszusatz zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika schützt erfreulicherweise auch pornographische Ausdrucksform und Material. Es gibt allerdings eine Ausnahme. Das material darf nicht obszön sein. Was
aber ist obszön? Die Beurteilung dessen hängt nun ganz überwiegend von den Standards ab die in einer geographischen Region herrschen. Beispiel: Die USA sind in der Öffentlichkeit prüder als die Europäer, aber aufgeschlossener als die Araber. Andrerseits ist das Recht auf freie Meinungsäußerung von der amerikanischen Verfassung besser geschützt als vom
deutschen Grundgesetz. Ein regionübergreifender Konsens besteht heute wohl nur in Bezug auf Kinderpornographie die inzwischen weltweit geächtet ist, allerdings immer als Hebel herhalten muß um auch ganz andere (pornographische) Bereiche und auch Bereiche der Kunst einzuschränken. Allen Initiativen zur Beschränkung des Gebrauchs von Pornographie, wie
auch der Einschränkung der Kunstfreiheit, ist gemein, daß ihre Vertreter von der Materie wenig Sachkenntnis haben und besonders das Internet immer noch von vielen, vor allem denen die es eben nicht beherrschen, als ein Werkzeug des Teufels empfunden wird.
Wenn wir nun Kunst, also in unserem Falle erotische Kunst und Pornographie anschauen, dann sind die Übergänge fließend. Erotische Kunst mag einigen Betrachter pornographisch erscheinen, andererseits gibt es auch in der Pornographie oft künstlerische Elemente und besonders in der Vergangenheit eine künstlerische
Tradition. Die Freude (auf Seiten des Künstlers) an der Darstellung und die Lust des Betrachters, oder Konsumenten, am Genuß des nackten menschlichen Körpers gehört zur menschlichen Natur und ist seit den ersten Höhlenzeichnungen bis heute ungebrochen. Der Künstler ist frei von jeder Scham, gelegentlich versteckt sich einer hinter einem Pseudomym,
sonst würde er sein Kunstwerk nicht produzieren. Der Betrachter und bekennende Freund erotischer Kunst hat es schon schwerer und wird schnell aller möglichen Eigenschaften verdächtigt. Begibt er sich mit seiner Begeisterung auf reines Kunstterrain, möglicherweise im Kreise gleichgesinnter, kann er die Einordnung "Kunst" gewissermaßen als Feigenblatt
benutzen, bewegt er sich mehr in den profanen, eher pornographischen Bereich hinein, wird er nicht umhinkommen seiner Begeisterung eher heimlich zu frönen. Dabei scheiden sich auch hier die Geister, bzw. sind die Toleranzschwellen unterschiedlich. Handelt es sich um eine Malerei, Grafik oder Skulptur kann er eher mit Verständnis rechnen, als wenn es um
Photographie oder Film geht. In der Photographie teilt es sich dann erneut auf. Puristen akzeptieren den weiblichen Akt, allenfalls mit Schattenspiel, ohne Blick des Modells in die Kamera, und natürlich auf keinen Fall Pinkshots (sichtbares Genital). Lockerere Zeitgenossen bringen durchaus künstlerische Arbeiten zustande die sich bewußt über
diese Einschränkungen hinwegsetzen.
Der Versuch erotische Kunst, (und gut gemachte Pornographie gehört für mich einfach dazu) mit moralischen Maßstäben zu erfassen taugt also nicht. Allenfalls handwerkliche Beurteilung kann versuchen Qualitätsstufen festzulegen. Das ist dann aber eine Aussage zur Qualität des Werkes aber es ist keine
abschließende Beurteilung ob und in welchem Umfang es Kunst ist. Ein Anfänger, auch ein Künstler darf ja mal anfangen, hat durchaus die Ambition ein (erotisches) Kunstwerk zu schaffen. Es kann sein, daß es ihm nicht perfekt gelingt. Das an sich entwertet weder das Vorhaben noch das Kunstobjekt. Weder der Grad der Beliebtheit noch der kommerzielle
Erfolg können die Arbeit abschließend werten. Anders verhält es sich wenn ein pornographisches Werk von vorneherein lediglich zum Konsum, zum alsbaldigen Verzehr hergestellt wird. dann unterscheidet es sich nicht von einem Paar Schuhe, einem Löffel oder einem Brot. Es ist dazu da Bedürfnisse zu befriedigen und dort durchaus seine Berechtigung. Hier
steht es dem Konsumenten frei sich aus dem Angebot seine Verbrauchsware zu wählen. Pornographie zum Zwecke des Konsums hergestellt und zum Erlangen eines entspannten Zustandes genutzt hat seine Berechtigung und ist Privatsache des Verbrauchers.
Doch bleiben wir bei unserer Eingangsfrage: Darf Kunst anmachen, also sexuell erregen? Mit dieser Absicht produziert werden, oder, aus Betrachtersicht, so genossen oder genutzt werden.
Nehmen wir als erstes Beispiel eines meiner Lieblingsbilder: |
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  Henri Gervex (1852-1929) -- French painter (1878)
Rolla
Musée des Beaux-Arts de Bordeaux Oil on fabric 173 x 220 cm
nach einem Gedicht von Alfred de Musset (1810-1857) |
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Er hatte es nach einem Gedicht von Musset aus dem Jahre 1833 gemalt. Ist Henry Gervex Bild "Rolla" nun obszön? Vielleicht weil das Mädchen, Marion war ihr Name und sie war eine Pariser Courtisane, für die Rolla, der Mann, bezahlt
hatte, viel bezahlt hatte, breitbeinig liegt und jeder ihr Genital sehen kann? Ist sie wirklich eingeschlafen oder schließt sie nur die Augen und genießt die Blicke des Mannes und des Malers. Die Pariser Gesellschaft war geschockt. Aber was sagt das? Zeitgenossen urteilen über Zeitgenossen. Im Sinne des Zeitgeistes. War das Modell obszön? Zumindest war
sie eine teure Courtisane und diesen Status zu erreichen bedurfte es Geist, Charme und Kultur. Paris war voll von gewöhnlichen Huren. War der Maler obszön? Würde Gervex die Beine heute, sozusagen zeitgemäß, mehr öffnen, sie weiter anwinkeln, den Liebhaber vielleicht am Ende des Bettes malen, um ihm mehr intimen Einblick gewähren? Ist der Betrachter des
Bildes nicht überhaupt in der Rolle des Voyeurs, der voller Genugtuung und Sehnsucht sich in die Rolle des Mannes wünscht und denkt? Ist die Anordnung des 1878 gewagt gewesenen Bildes, also zeitgemäß gewagt und würde heute die Komposition vielleicht noch direkter ausfallen? Immerhin mußte Gervex das Bild aus der Ausstellung entfernen, stellte es
aber ins Schaufenster des Möbelladens gegenüber und provozierte so erneut die Zeitgenossen. Anders gefragt, würde Henry Gervex heute – als Ausdrucksmittel dieser Zeit - zur Kamera greifen und sein Modell in
dieser Pose ablichten? Würde er das Bild auf einer Webpage plazieren, wäre das dann Pornographie, also nicht jugendfrei? Wäre es eine „Adultpage“ die nur alterskontrollierten Zugang gewähren würde oder dürfte? Oder wäre es, wenn er Claudia Schiffer malen und nicht photographieren würde dann wieder Kunst. Oder wenn es Cicciolina wäre, wäre es
Kunst oder Kommerz oder beides. War Jeff Koons Cicciolina-Skulptur nur Kommerz? Aber was wäre daran schlimm? Salieri beispielsweise hat die meisten Kompositionen als Auftragsarbeiten erstellt. Jeder einigermaßen erfolgreiche Porträtmaler war ein Kommerzkünstler. Henry Gervex Landsmann Dahmane
Benanteur photographiert Frauen, vorzugsweise seine Frau, in härtesten Hardcoreposen. Wie wir am Beispiel unten sehen ist die umgesetzte Lust, die Sehnsucht nach dem weiblichen Geheimnissen ähnlich wie bei Gervex. |
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Gervex hat in seinem Bild ein romantisches Gedicht umgesetzt. Aber die Zeit war romantisch und natürlich romantisiert er seine Courtisane. Dahmanes Bilder sind nicht romantisch im literarischen Sinne, im Sinne einer vergangenen Gedichtwelt, sie
sind härter, zeitgemäß direkter, sie bedienen sich der Kamera als Ausdruckswerkzeug. Und das Modell ist seine Frau und keine Prostituierte. Dennoch sind sie nicht unromantisch. Erinnern wir an die Puristen die behaupten das ein Aktfoto pornographisch wird wenn das Modell in die Kamera schaut. Aber sind es nicht gerade die Augen die hier
faszinieren. Der direkte Blick? Dahmane beherrscht seine Kamera meisterhaft, gar kein Zweifel und er erzählt eine Geschichte. Aber es ist Pornographie höre ich die Schreihälse. Nicht mehr und nicht weniger als Henry Gervex. Und wir bleiben im Musée des Beaux-Arts de Bordeaux vor Gervex' Bild mit unseren Kindern stehen, ehrfürchtig natürlich.
Andererseits weren wir Dahmane's Bücher nur gegen Altersnachweis herausrücken. |
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Uns schauen hier 5 Frauen an. Beginnen wir mit Lady Agnew derFrau eines schottischen Lords. Reduziert man ihr Bild lediglich auf das Gesicht und konzentriert sich auf den Ausdruck ihrer Augen bleibt für mich der Eindruck einer selbstsicheren etwas spöttischen und überlegenen Frau. Nicole Kidmann photographiert von
Vogue im Stil eines Bildes von Sargent blickt eher mit einem Ausdruck als wollte sie sagen "na Kleiner was willst Du denn nun?" Dann kommen die Augen von Veronika Zemanova einem tschechischen Sexmodell, die für mich konzentriert und intelligent in die Kamera schaut, Claudia Schiffer als "anständiges Modell" blickt herausfordernd, fröhlich, kess. Und
Cloe, Dahmanes Modell schaut sehr ruhig und abgeklärt. |
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alle vergrößerbar |
John Singer Sargent -- American painter
1892-93 Lady Agnew of Lochnaw
National Gallery of Scotland Oil on canvas
124.5 x 99.7 cm click on the face of Lady Agnew to see the whole picture |
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Also ist das Bild, nur weil es schon 1878 gemalt, jetzt anständig, gar jugendfrei und durch den (Fort)-Gang der Zeit, schon Kunst, sozusagen zeitlich geweiht? Oder ist es Kunst dank seiner
meisterlichen Ausführung und Komposition? Darf also die Entscheidung darüber was obszön, was Kunst, was Pornographie ist, wirklich von solchen Faktoren abhängig gemacht werden wie Erziehung, religiöse Einstellung oder gar geographische Region? Ein Betrachter aus Nordamerika wird Gervex ganz anders einordnen als ein Franzose. Eine Ausstellung mit
Arbeiten von Dahmane mit Sicherheit möglich - aber, und das sagt etwas aus über die Kriterien der Beurteilung die beeinflußt sind von unserer Region und der dort herrschenden Erziehung, eben nicht in Nordamerika. Diese fundamentalistische Vorzensur ist ein Angriff auf die Freiheit der Kunst und die Entscheidungs- und Urteilsfindung des mündigen
Bürgers. Wenn der Künstler also ein Mann ist, muß er sich sofort des Vorwurfs erwehren er degradiere das Objekt seiner
künstlerischen Begierde. Schließlich sei sein Modell ein Subjekt und, wie heißt es zeitgemäß, natürlich selbstbestimmt. Aber solange das Modell sich die Freiheit gibt Modell zu sein und solange wir in jedem Loch etwas schmutziges oder etwas heiliges entdecken können, rauben wir dem Weib nicht seine Selbstbestimmtheit und aus dem Loch darf jeder machen
was ihm beliebt. Phantasie ist nicht zu rahmen, die Gedanken sind frei. Das was der Eine als entwürdigend empfindet, ist für den Nächsten die größte Freiheit. Maßen wir uns nicht an zu urteilen. Nicht vom häuslichen Sessel und nicht ohne die Motive zu kennen. Die Motive den Altar des Eros immer von neuem zu bedienen und die Motive sich auf ihm als
Modell zu „opfern“. Und vor allem versehen wir die Kunst, als die aktive Form eines bewußten, empfundenen Ausdrucks nicht mit Restriktionen. Also ignorieren wir die Restriktionen und Verbote. Wir haben das Recht auf eine eigene Moral. – Bedarf der Künstler, sein Werk, sein Modell überhaupt einer solchen Kategorisierung? Wer hat diese Moral festgeschrieben und für wen? Brauchen wir sie?
Wer maßt sich an uns in seine Vorstellungen und Werte zu zwängen? Eros und Kunst sind zunächst ja wertfrei und entziehen sich jeder Kategorisierung.
Bleiben wir noch bei Dahmane und nehmen zum Vergleich Helmut Newton. Auch ihm hat man den Vorwurf des Sexismus gemacht. Meistens waren das Feministinnen, humorlose Feministinnen, die nie den Anflug von Ironie im Werk Newtons erkannt haben. Er unbestritten ist und er hat es selbst gesagt, daß ihn Frauen, ihre
Ausstrahlung, die Atmosphäre, ihre Schönheit und ihre Rundungen immer fasziniert haben. Schon als Jugendlicher hatten es ihm die Mädchen angetan. Was ist schlimm daran das er seine Obsession weiterentwickelt hat, sie in seine eigene Kunstform gebracht hat. Ich habe nie gehört oder gelesen, daß sich eines seiner Modelle beschwert hätte, unterdrückt oder
entwürdigt gefühlt hätte. Auch seine Frau nicht die auch am Anfang für ihn Modell gestanden hatte.Eher das Gegenteil war der Fall, durch das Auge Helmut Newtons wurden sie unsterblich, können sie sich ihres eigenen Leibes noch mit 80 erfreuen. Newton war zweifellos berühmter als Dahmane. Wenn man sich aber seine Arbeiten betrachtet haben auch
sie ihren eigen, widererkennbaren Stil. Klar, sie sind "offenherziger" (ich bin mir nicht sicher ob herzig das richtige Wort ist, öffnen tun sich die Frauen für ihn allemal. Dahmane hat nie eine Hehl daraus gemacht, daß er Pornographie macht, aber er hat sie mit dem Wort Art verknüpft. Zurecht wie ich meine. Das Dahmane nur eingeweiteren Kreisen
bekannt ist liegt eben auch daran, daß seine Arbeiten nicht so öffentlich gemacht werden können. Dabei ist eins klar, auch eine Ausstellung der Arbeiten Helmut Newtons ist nicht überall möglich. |
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Das was Newton von Dahmane unterscheidet ist nicht das Spiel mit Licht und Schatten, das Ambiente oder die Qualität =Ausstrahlungder Modelle. Es ist die Tatsache das er ihre Muschi zeigt. Beide Künstler erzählen Geschichten. Und Beide Künstler können und
wollen mit ihren Arbeiten den Betrachter sexuell erregen. Und das nacht man nicht. Da wendet sich die Hausfrau mit grausen. |
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Kennen wir die Motive von da Vinci als er die Mona Lisa malte? Wissen wir ob er die Ehefrau des Patriziers Francesco del Giocondo, Mona del Giocondo, wirklich nur so und nicht heimlich auch anders malte? Vielleicht hat er die
Kladden vernichtet. Wegen des Ehemanns, wegen Mona, wegen eines prüden Zeitgeistes. Ist das, was wir es heute hinter Panzerglas aufbewahren, das einzig Übriggebliebene, vielleicht war das Erregende ihres göttlichen Lächelns bereits Erotik genug? Für da Vinci, für den Ehemann Francesco und für Mona? Vielleicht aber auch nicht. Kennen wir heute die
erotischen Gefühle da Vinci für sein Modell? War er dabei als sie sich zurecht machte? In welche Stimmung hat er sich versetzt als er sie malte? Nehmen wir also z.B. Nicole Kidman oder Claudia Schiffer und lassen sie im
Stil von Gervex malen. Stellen wir dann das Bild in ein Internetforum mit dem Aufmerksamkeit erscheischenden Titel „Nicole Kidman nackt“, wie viele Klicks wird es geben nur in der Hoffnung mehr als ihr Gesicht zu sehen, wie wird die Enttäuschung der Mehrheit sein wenn es ein gemaltes Bild und nicht ein Photo ist und wie würde man sich in einem
Kunstforum erhaben und professionell ereifern und austauschen wenn es ein Gemälde wäre. Ist nun das Interesse am erotischen Bild von Kunstinteressen geprägt oder von Sehnsüchten, oder von Beidem? Oder wäre ein unbekanntes Mädchen, also das Mädchen von nebenan “ertragbar“ in dieser Pose, die Kidmann allerdings doch nur in der Pose sagen wir von Edouard
Manets „Olympia“? |
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 Olympia Edouard Manet -- French Painter
1863 Paris, Musee d'Orsay Oil on canvas
130.5 x 190 cm
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Tatsache wäre, daß das Bild, als Foto oder als Gemälde in einem europäischen Magazin gezeigt werden könnte, ja. zumindest in der Pose der Olympia - sogar auf dem Cover. In Nordamerika aber nicht. Wie wir wieder sehen bleibt der Maßstab der Beurteilung dessen was Kunst und somit „sittsam“ und dem was „sexuell stimulierend“, also
ungeeignet für die Öffentlichkeit und das prüde Auge des Betrachters, ja absolut ungeeignet für „unsere“ Jugend, ist abhängig von der Erziehung, der Religion und der Region in der wir leben.
Aber bleiben wir noch bei Manet. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Kunst ja überwiegend für höfische, besonders aber für kirchliche Auftraggeber gefertigt. Jetzt wandelte sich die Situation und zunehmend waren Kunsthandel und Museen, besonders aber der Pariser Salon Orte bevorzugter Ausstellung. Veranstaltet
wurden die Ausstellungen von der Academie Royal. Dieser Salon repräsentierte allerdings die offizielle, die etablierte Kunst und hatte für Aussteller die nicht Mitglieder der Academie waren harte Regeln. Alle Bilder mußten von einer Jury abgenommen werden. Diejenigen die keine Aufnahme fanden stellten in einem Cafè aus. Hier war auch Manet mit seinem
"Le D'jeuner sur l'Herbe" vertreten.
Die dargestellte Dame, die so entspannt zwischen den zwei (noch) bekleideten Herrn sitzt, aber den Betrachter der Szene anschaut, war eine bekannte Pariserin die als Berufsmodell arbeitete. Ihr Name war Victorine Meurant. Auch dieses Bild war ein Skandal, die Kaiserin war zutiefst empört. Als bekannt wurde das der eine
Herr der Bruder des Malers sei und der andere Herr ein bekannter Bildhauer mit dessen Schwester Suzanne Manet ein (uneheliches!) Kind gezeugt war die Pariser Gesellschaft von dem Mangel an Moral und Sittlichkeit Manets überzeugt. Die Tatsache, daß er eine "normale" bürgerliche Gruppe auswählte und die erotische Aussage nicht mythologisierte und z.B.
antike Götter gemalt hatte, erregte seine Zeitgenossen besonders. Jeder der Besucher der Ausstellung konnte sich in der Szene wiedererkennen und sich auch sündhaft hineindenken. Es ist stark zu vermuten das dieses Bild neben der Abscheu die es öffentlich zu bekunden galt, vor allem heimliche Sehnsüchte weckte. Ich bin mir sicher, daß der anmachende
Effekt des Bildes gewollt war. Die Tatsache das die beiden Herren bekleidet dargestellt sind und nicht ebenfalls nackt posieren erhöht den Reit erheblich. Diese Thematik wurde bis heute in der Kunst und besonders in der Werbung inner wieder aufgegriffen und es bleibt ein Geheimnis der menschlichen Psyche warum das so viele Assoziationen und
Wunschvorstellungen auslöst. Das beginnt bei den leicht bekleideten Playboyhäschen Wer heute ins Internet geht und unter "Public Nudity" sucht findet zahlreiche Seiten und Foren diese Wünsche thematisieren und mit entsprechendem Bildmaterial bedienen.
Olympia war das zwei Jahre später, 1865, ausgestellte Werk. Niemanden, der Manet kannte überraschte, daß es wieder zu einem Skandal kam. Es mußte es von bewaffneten Polizisten bewacht werden. Manet wurde von seinen Zeitgenossen gehaßt, verpönt und lächerlich gemacht. Es gab kaum eine namhafte Stimme die ihn verteidigte.
Er hatte wieder Victorine Meurant gemalt. Natürlich war die Zeit nicht reif für eine Darstellung wie diese, die
nicht in irgendeiner Form der Religion huldigte. Aber warum hat er seine Zeitgenossen so erregt. Ich bin sicher die größte Ablehnung erfuhr er von Frauen. Die bürgerliche Frau dieser Zeit war eine kultivierte, häusliche und nicht ungebildete Dame. In jedem Fall war sie anständig. Andererseits gab es neue Literatur, z.B. Emilie Zolas "Nana". Die
Gedanken des strebsamen und häuslichen, in ein gesellschaftliches Korsett gezwängtes Bürgers, beschäftigen sich zunehmend mit ungezwungnen und ungebundenen Frauen, Schauspielerinnen, Tänzerinnen, Sängerinnen. Wer es sich leisten kann, geht zu einer Kokotte, deren es zunehmend mehr gibt und die, neben einem verführerischen Charme und dem Geruch der
Halbwelt Wünsche erfüllen die ihm, dem "anständigen, rechtschaffenden" Bürger zu hause versagt bleiben. Diese Damen der Halbwelt bildeten bald eine besondere Klasse und es wurden ihrer mehr. |
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 Le D'jeuner sur l'Herbe Edouard Manet -- French Painter
(1863) Musee d'Orsay, Paris Oil on canvas
214 x 269 cm
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3 Beispiele für Nackt unter Angezogenen
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Vermutlich hat sich Manet von klassischen Vorgängern inspirieren lassen. Tizian's Venus könnte eine Quelle der Inspiration gewesen sein. Sie ist ebenfalls splitternackt, hat aber die Gemüter der Zeit nicht bewegt. Die Venus war eine Auftragsarbeit des Herzogs
von Urbino für sein Schlafzimmer im Jahre 1538. Ein zeitgemäßer Porno also der heimlich, außerhalb der Öffentlichkeit genossen wurde. Das Bild kam erst 1631 in ein Museum und da erregte es die Zeitgenossen nicht sehr, weil sie weder den Herzog, noch das Modell kannten. Außerdem war es auuch dort nur einem kleinen Kreis von Kunstkennern
zugänglich, denn die Uffizien wurden erst Mitte des 19. Jahrhun derts für die Öffentlichkeit zugänglich. Ich bin mir sicher, daß auch hier das lockende in den Augen, der direkte Blick auf den Betrachter die eigentliche Stimulation ausmacht. Die den Schambereich verdeckende Hand liegt so locker, daß man meint sie würde jeden Augenblickj
herunterrutschen. Das erregende bleibt die Kombination oder Komposition des sichtbaren Gesicht mit den Augen und der Möglichkeit den dazu gehörenden Körper, einschließlich der Brüste und der Scham zu betrachten. |
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| Ähnlich angelegt ist auch das Bild von |
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Doch waren die Genießer der oberen Klassen mit diesen Darstellungen zufrieden oder bedurften auch sie noch stärkerer Stimulans? Offensichtlich. Schauen wir uns die Zeichnungen von Giulio Pipi, einem
italienischen Künstler der etwa um 1520 folgende Bilder entwarf. Es ist nicht überliefert für wen er sie entwarf, doch es zu vermuten, daß sie nicht für ihn selbst bestimmt waren, schließlich ließ er sie bei Marcantonio Raimondi stechen der dafür prompt ins Gefängnis kam. Um 1527 wurden die Stiche zusammen mit Gedichten veröffentlicht unter dem Titel
"Lustvolle Sonnette". Es ist keine Ausgabe mehr erhalten, aber Baron Friedrich von Waldeck hatte Unterlagen oder Skizzen gefunden die er behauptete kopiert zu haben und veröffentlichte. Aber erst eine französische Ausgabe von 1892, die in wenigen hundert Exemplaren gedruckt wurde, hat überlebt und läßt gestattet uns heute einen weiteren Blick in die
erotische, bzw. pornographische Vergangenheit. |
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