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Höllenhunde
Es gibt natürlich gute Journalisten.
Mit „gut“ meine ich interessant. Und kompetent. Und
flottem Schreibstil. Es gibt sogar einige Journalisten die
schreiben, daß es mich
neidi…, aber lassen wir das, Neid ist mir ja eigentlich fremd.
Broder
ist so einer oder Daniel Pipes
oder die, von mir unvergessene
Anna
Politkovskaya. Doch die sind rar, so selten wie eine Nadel im
Heuhaufen. Die ganz überwiegende Mehrheit sind Nudelpfeifen die
weder Esprit, noch Charakter, noch wirkliche innere Unabhängigkeit
haben.
So einer war seit Tagen hinter uns her. Namen sind Schall und Rauch,
ich glaube er hieß Stefan Knickeeier.
Da er immer anrief wenn ich außer Haus war hatte ich schon den
Verdacht er sei auf
meine Frau
scharf. Na, schließlich haben wir uns breitschlagen lassen und einen
Termin ausgemacht. Gestern nun war er da. Klar, wir haben uns fein
gemacht. Ich im Anzug mit Krawatte, meine Frau ihr kleines
Schwarzes, nicht das
ganz Kurze,
nein das andere, das eine Handbreit über dem Knie endet.
Victoria Secret
hatte sie auch an, aber das war albern, er ist zwar
Enthüllungsjournalist aber er hat natürlich keine Röntgenaugen.
Die Kinder hatten ihre Haare manierlich gemacht und
ausnahmsweise die Zähne und die Schuhe geputzt.
Dann kam er, 20 Minuten zu spät, - natürlich -, und fragte uns Löcher
in den Bauch. Wir antworteten auch brav. Für die Kinder war es eher
langweilig. Es waren die üblichen Fragen:
-
Warum wir Libertäre sind
-
Wie lange schon
-
Wer uns inspiriert hat
-
Warum wir den Staat für einen
stationären Banditen halten
-
Warum wir zur Steuerhinterziehung
aufrufen
-
Ob wir das alles nur sagen oder auch
leben
Meine Frau antwortete. Es wurde
langweilig. Ich sagte ihm, das hätte er alles auf unserer Webseite
lesen können, dafür hätte er nicht nach Nordamerika kommen müssen, es
wäre einfacher gewesen – für ihn. Er schielte derweil auf die Knie
meiner Frau.
Dann die entscheidende Frage ob ich, eines Tages den „Himmel
oder die Hölle“
bevorzugen würde. Nun kam erstmals ich dazu etwas zu sagen:
„Die Hölle!“
Stefan Knickeeier, entsetzt: „Aber warum
denn?“
Robin Renitent: „Im Himmel sind zu viel Gutmenschen, das ist
langweilig. In der Hölle schmoren einige Böslinge wie ich. Da fühle
ich mich wohler.“
S.K., meine Frau anschauend, nicht mich: „Wieso sind Sie denn
böse?“
R.R.: „Ich bin ein rassistischer Mob. Ich klicke täglich
auf P.I. und
Fakten und Fiktionen,
Eussner und
Gegenstimme. Auch die
Achse des Guten
klicke ich an.“
S.K. mäßig intelligent blickend, „Häh? Ja aber warum denn?
Sagen Ihnen SPIEGEL,
WELT,
FAZ,
Frankfurter
Rundschau und
Süddeutsche nicht genug?“
R.R.: „Nee, ich bin
Islamophob.
Sie wissen schon. Von Angst durchschüttelt vor den Musels.“
S.K.: „Das ist wahr, dann kommen Sie in die Hölle. Da sind Sie
dann ja nicht allein.“
R.R. „Nee, da sitzen auch andere
Verbrecher.
Leute die Pelz tragen
und Bratwurst essen. Ich freue mich schon drauf. Wir können
alle zusammen bechern. Zur Not ertrage ich da auch die Raucher, in der
Hölle ist es eh schön warm…“
S.K. „In der Hölle ist es heiß…“
R.R. „Kann gar nicht heiß genug sein. Wenn es nicht reicht
drehen wir die Heizung höher,
Al Gore zum Trotz.!“
S.K. irritiert: „Aber in der Hölle schmort doch auch…..ääh,
Hitler?“
R.R.: „Na und? Ich habe schon mal reingeschaut. Der sitz im
Nebenraum und streitet mit
Stalin.“
S.K., dämlich, neugierig: „Streiten? Worüber denn?“
R.R.: „ Über die
Autobahn.
Und welcher Sozialismus der beschissenere war, der rote oder
der braune.“
S.K., empört: „Na das ist doch keine Nachbarschaft!“
R.R.: „Finde ich auch. Aber man kann sich seine Nachbarn
nicht aussuchen, ich werde kein Geld für ewige Prozesse ausgeben.
Immerhin muss ich Claudia Roth,
Renate Künast,
Lafontaine
und
Volker Beck nicht sehen…“
S.K. mit weicher Stimme: „Sie haben doch wohl nichts
gegen Schwule?“
R.R.: „Im Prinzip nicht. Die mögen’s zwar warm aber sie
lehnen ab das wir dort Waffen tragen.“
S.K., fassungslos: „Waffen in der Hölle?“
R.R.: „Klar doch,
freie
Waffen für freie Höllenhunde. Es könnte ja eine Invasion von
der EU kommen. Und dort EU-Recht ein führen wollen.
Da müssen wir uns verteidigen.“
S.K.: „Aber den
Euro, den haben Sie doch dort auch, oder?“
R.R.: „Sie Naivling. Natürlich zahlen wir mit
Gold. In
der Hölle gilt der
Goldstandard. Alles klar?“
S.K. harmlos: „Schmilzt das nicht?“
R.R.: „Der Schmelzpunkt liegt bei 1064,18 Grad Celsius.
Sooo heiß ist die Hölle nicht. Sie verstehen?
S.K.: „Aber was können Sie denn da kaufen, in der Hölle meine
ich?“
R.R.: „Pornos
zum Beispiel, die sind im Himmel verboten.“
S.K. fassungslos, schaut meine Frau an: „Was sagen Sie dazu?“
Frau Renitent: „Sie Chauvinist. Glauben Sie etwa ich
schaue keine Pornos? Natürlich begleite ich meinen Mann;
nicht wahr Kinder?“
Kinder Renitent: „Wir kommen auch mit. Da gibt es
Homeschooling und die achten darauf das keine Ethnie die
Majorität stellt. Und im Unterricht gibt es ganz heiße Themen!“
S.K., triumphierend: „Aber das ist doch nicht Eure Sprache….“
Kinder Renitent: „Wir sprechen 3 Sprachen, wie viel
sprechen Sie denn?“
S.K., beleidigt: „Ääh, kommen wir nochmal zurück zum Kaufen.
Was kann man noch mit Gold machen?“
R.R.: „Mein lieber Herr Knickeeier,
die ganze Hölle ist privat
organisiert. Wenn sie was wollen müssen Sie dafür bezahlen.
Umsonst gibt’s da gar nichts. Wenn es Ihnen zu teuer ist fragen
Sie einen anderen Höllenhund. Leistung und Gegenleistung.
Alimentierung von Faulheit, von Terror usw. gibt’s nur im Himmel.
Enteignet und umverteilt wird da nicht. Auch für die Höllenrestjahre
müssen Sie da selber sorgen. Das ist also schon mal nichts für
sie…“
S.K.: „Sie meinen Stalin zahlt hier in bar?“
R.R.: „Der sitzt mit Adolf im Nebenraum und sie zehren vom
Nazigold.
Mahmud Ahmadinedschad hat sich einen Platz reservieren lassen.
Saddam ist auch da. Wir reden nicht mit ihnen. Wir sind ja,
obwohl in der Hölle, nicht alle
gleichgeschaltet…“
S.K.blöde: „Aaaaah…verstehe….“
R.R.: „Ich glaube nicht!“
S.K.: „Kommen wir zur Abschlussfrage. Was macht Sie so sicher,
Herr Renitent, dass Sie…, dass man Sie da auch wirklich
reinlässt?
Robin Renitent.: „Im Prinzip ist es
einfach. Wir machen immer genau das Gegenteil von dem was uns die
Mehrheit der
Gutmenschen als Türöffner für den Himmel verkaufen will. So
wird es schon klappen.“
Stefan Knickeeier.erleichtert:
„Danke für das Gespräch!“
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Ähnlichkeiten mit
Lebenden und Toten sind zufällig beabsichtigt. Hitzeschäden beim Autor
infolge eines Testurlaubs in der Hölle möglich aber bisher nicht
nachgewiesen! Jede außerhöllische Verantwortung wird abgelehnt! |
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