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Leugner
Unsre Haltung ist nach über 900
Beiträgen auf diesem Blog hinlänglich bekannt. Wir sind
pro-amerikanisch und pro-israelisch. Und wir erziehen unsere
Kinder in diesem Sinne.
Und deshalb halten wir die Behauptung es gab keinen Holocaust
für Irrsinn, für eine verbale Verlängerung eines der größten
Verbrechen der Menschheitsgeschichte. Wer so was sagt und
verbreitet, diskreditieren sich selbst. Macht sich erkennbar als
Lügner, Schuft und vorsätzlich Böswilliger. Außerdem outet er sich als
Antisemit. Wenn dieser so inflationierte
Vorwurf des Antisemitismus noch einen
unterlegten Sinn haben soll, dann hier.
Nun hat ausgerechnet ein Neo-Nazi sich auf die
Meinungsfreiheit berufen und erreicht, das die Leugnung des
Holocaust nicht mehr strafbewehrt ist. In Spanien. Also in der EU.
Wie geht man damit um, wie gehen wir damit um? Wir sind generell
gegen Verbote aller Art. Erkenntnisse und Haltung werden
durch Wissen gewonnen, durch Charakterschulung, Gefühl
für Achtung und Humanes auch. Das kann man mitbekommen, sich
selbst aneignen, daran kann man arbeiten. Wer sich auf der
Gegenseite positioniert und diese Pflege seines ICH’s
vernachlässigt, die Metastasen des Hasses nicht selbst
therapiert, dem ist auch mit Verboten nicht beizukommen.
Mit Verboten erreicht man gar nichts. Die machen nur neugierig.
Neulich war auf YouTube der Film "Jud Süss", mein ganzes
Leben hatte ich davon gehört, ihn aber nie gesehen. Jetzt, mit 58
Jahren schaute ich ihn mir erstmals an.
Meine Tochter, 8, setzte sich zu mir und meinte: "Das sind aber schöne
Kostüme..." Ich denke, wir haben beide keinen
Schaden genommen.
Das Gleiche mit "Mein Kampf". Es war ein Krampf. Jahrzehntelang
hörte ich von diesem Buch und sollte etwas ablehnen ohne es zu
kennen. Irgendwann habe ich es mir komplett aus dem Internet
geladen und gelesen. Es war wie mit dem
Interview von Horst Mahler: Abstrus und langweilig.
Eine Lesequal. Der Erguss eines Verblendeten.
Wer den Holocaust leugnet tut das in einer bestimmten Absicht.
Damit macht er sich erkennbar als Irrer. Lasst uns die Irren
erkennen, bevor sie Unheil anrichten.
Henryk Broder berichtet immer über einen Moshe Friedman
, einen jüdischen Antisemiten. Einen Holocaustleugner der im
Moment im Iran rumreist. Glaubt irgendjemand das dieser Moshe
irgendwas bewegt, was nicht ohnehin in negativer Bewegung wäre?
Oder etwa Herr Mahler?
Gestern las ich, das Kinder aus "Nazihaushalten", also von Eltern die
sie mit judenfeindlichem oder nationalsozialistischem Gedankengut
prägen, wieder Nazi's werden. Das werden sie dann wohl. Ob
mit oder ohne Verbot!
So werden wir den Holocaust-Leugnern entgegentreten.
Entgegentreten müssen. Um unserer Kinder Zukunft und der Zukunft
der Juden willen. Ohne uns auf staatliche Verbote zu berufen.
Und auf den Völkermord der Türken an den Kurden
hinweisen. Oder Stalin: Während seiner Regierungszeit wurden
vermeintliche und tatsächliche politische Gegner sowie Millionen
weiterer Sowjetbürger und ganze Volksgruppen besetzter Gebiete in
Gulag-Strafarbeitslager deportiert und zu großen Teilen ermordet.
Und dann daran erinnern, dass der Sozialismus über 100 Millionen
Menschen tötete.
Das Menschen, die diese Verbrechen leugnen, von Neuauflagen
träumen, sie verbal vorbereiten und das Töten fortsetzen.
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