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Burmesische Wünsche,
die Rückkehr der Blockwarte
und Aufforderung zur Denunziantion
Heribert Seifert ist freier Journalist bei der
NZZ. Da darf er
seine
Ansichten veröffentlichen. Und weil er einen gewissen Bekanntheitsgrad
hat kann er das auch noch in anderen Medien. So, wie es aussieht, lebt
er davon. Und seine Position erscheint besser als die eines
angestellten Lohnschreibers. Nur, frei in dem was er schreibt ist er
nicht. Denn, würde ihm eine „Entgleisung“ wie
Eva Herman passieren,
wäre er weg vom Fenster. Also achtet er sorgfältig darauf was er
schreibt um immer noch möglichst viele zustimmende Kommentare zu
erhalten. Und die erhält er, denn das Volk ist gespalten und für jede
Position gibt es (mindestens) eine Gegenposition. Er kann also, weil
er so radikal nicht denkt, sicher sein auch weiter publizieren zu
dürfen. Denn er lebt vom Schreiben.

Für ihn ist das ein Vorteil. Für die Wahrheit ist das ein Nachteil.
Denn er muss Kompromisse schließen. Und aufpassen, dass ihm niemand in
die Suppe spuckt. Richtig frei wäre er nur, wenn er schreiben könnte
ohne davon zu leben. Denn dann könnte ihn niemand feuern. Aber da wäre
immer noch das Internet. Und da wären immer noch Leute die sich
radikaler Ausdrücken würden als er es je könnte. Denn die, die
Bösewichte da, die im Internet, die kann niemand feuern.
Also nutzt man erstmal die markierende Vokabel die brandmarken soll
„Stammtisch“. Das ist eine allseits beliebter Ausdruck, angewendet auf
alle mit etwas bodenständiger oder abweichender oder radikalerer
Meinung, jedenfalls einer Meinung die sich im gutmenschlichen
Mainstream nicht finden lässt. Nach Wikipedia mangelt
es denen, die dieses Niveau haben an Bildung. Zum Beispiel. Das auch
und gerade Akademiker zu deckungsgleichen Ansichten kommen wird
unterschlagen. Nach Heribert Seifert wäre zum Beispiel
Hans-Hermann Hoppe „Stammtisch“. Dabei hat nie jemand überprüft ob
die, die sich unangepasst äußern überhaupt jemals an einem Stammtisch
gesessen haben. Auf mich trifft es, zum Beispiel, nicht zu. So haben
alle die, die sich in ihrer Ausdrucksweise, ihrer Einstellung und
ihren Vorgehensvorschlägen in den Kommentarspalten nicht an die
Vorgaben des Mainstream und des Common Sense halten, Stammtischniveau.
Da Tische so um die 80 cm hoch sind, warum sollte das bei einem
Stammtisch anders sein, bewegen sich also die Kommentatoren auf sehr
niedrigem Niveau, sie erreichen niemals die abgehobenen Höhen der
festen oder freien Lohnschreiber. Denen ja schon während ihrer
Ausbildung beigebracht wurde vor allem so zu schreiben das die
politische Korrektheit nicht leidet.
Natürlich haben solche Schreiber sich einer Armee von Hilfswilligen
versichert. Die können, wenn sie die Ansichten des Autors teilen und
etwas stammtischartiges entdeckt haben eine Taste drücken und „Report
this Comment“ auslösen. Mit dieser wunderbaren Einrichtung wird jeder
treue Leser zum Aufpasser ernannt und darf nach Herzenslust
denunzieren. Jeder ein kleiner Blockwart eben.
Die nächste Stufe ist der Ärger über Blockbetreiber. Auf die
einzudreschen ist schon Pflicht, jedenfalls dann, wenn sie Meinungen
ein Forum geben die in den Mainstreammedien nicht zu finden sind.
PI
ist ein solches Beispiel. Aus dem empörten Ärger über die unbotmäßige
Themenwahl und das Spektrum der Kommentatoren dort klingt auch die
Sorge um die Vormachtstellung der eigenen Onlineausgaben der
Zeitschriften durch. Wo kommen wir denn hin, wenn plötzlich
Sportlehrer, pensionierte Beamte, ehemalige oder aktive Unternehmer
sich politisch äußern und auch publizieren können. Es kotzt die
Seiferts,k Leichts,
Preuß an. Und es ist lesbar: Sie wünschen sich burmesische
Verhältnisse. Wo man das Internet einfach abstellen kann. Dabei
erstaunt, mich nicht, dass zum Beispiel PI gebrandmarkt wird und von
Stammtischniveau geschrieben wird. Aber zum Beispiel ein
Watchblog
einer gewissen Bigberta, deren Lebensaufgabe es sein zu scheint sich
über PI zu ereifern und den Islam lang un d breit zu verteidigen
(wogegen eigentlich?) ist natürlich über jede Niederung erhaben. Ich
habe noch nie gesehen, dass dieser Gutmenschenblog kritisiert wurde.
Dabei sind, sowohl die Beiträge, als auch die Kommentare absolut
verachtend. Ein aktuelles Beispiel ist die Häme über Hirsi Ali.
Dabei ist dort bestens ablesbar wie Faschismus und Islam Kongruenzen
aufweisen.
„Großes Publikum bedarf vor Veröffentlichung seiner Meinung vernünftig
abwägender Beratung unter Anleitung verantwortlicher Meinungsführer.“
Schreibt Seifert.
Ein solcher zensierender Meinungsführer
ist wer? Natürlich er!
(gefunden bei
Gudrun
Eussner) |
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