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Mutige
Leute!
Wir haben in Deutschland viele mutige
Menschen. Das beeindruckt. Besonders sie selbst. Natürlich ist das ein
kontrollierter Mut. Ein genau abgewogener Mut. Ein Mut der zu keinem
Verwicklungen führt und nicht schadet. Am wenigsten dem Mutigen
selbst.
Johannes B. Kerner ist so ein
mutiger Mann. Und Senta Berger ist eine mutige Frau,
jedenfalls im Zeitgeist, ich weiß das, schließlich hat sie mal mit meinem Vater im gleichen
Film gespielt…, und Margarete Schreinemakers war schon immer
ungewöhnlich mutig. Besonders im Studio und mit impertinenten Fragen.
Also alles
Vorzeigedeutsche, Menschen auf die wir Stolz sein können. Ja,
und der hessische Wirtschaftsminister Alois Rhiel ist ein ganz
besonders ehrbarer Deutscher. Deutsche also, die man seinen Kinder als
Vorbild zeigen kann.
Kann man? Werde ich dennoch nicht machen.
Das Eva Herman daneben liegt habe
ich ja schon nachgewiesen. Das Familienbild der Nazi’s war
nicht so, wie Frau Herman es darstellt. Es gibt genug Zeugnisse,
Bücher, Ratgeber und Aussagen, die das Gegenteil belegen. Wer
da lernen will, kann es tun, und sich sachkundig machen. Das
Familienbild der Nazi’s war verlogen, es war ein
sozialistisches Familienbild, und der Staat mischte mächtig mit
und feilte an den Jungen Menschen in der HJ und im BDM
in ganz schrecklicher und indoktrinativer Weise herum. Aufrechte
Hitlerjungen haben ihre Väter denunziert, BDM-Mädchen waren glühende
Hitler-Verehrerinnen. Familienidylle?
Es gibt eben Dummansichten, gepflegte Märchen, die nicht auszurotten
sind. Auch die Mär von den Autobahnen gehört dazu.
Dennoch, die Empörung über Eva Herman ist die reinste Heuchelei.
Ekel erregend wie durchsichtig und berechnend sie der eigenen
Profilierung als Gutmensch dienen muss. Abstoßend wie die Medien
sich, wieder einmal, instrumentalisieren lassen. Endlich eine blonde
(es würde die Lust noch steigern, wenn sie Zöpfe oder einen Dutt
hätte) Deutsche, der man Nazisympathien nachweisen kann.
Nachweisen? Eva Herman hat ja das Nazisystem gar nicht verteidigt,
sondern unbedarft über Familie gefaselt. Wie Reichsfrauenratgeberinnen
vor ihr.
Heuchelei ist die Empörung deshalb, weil auch Frau von der Leyen
staatlicher Erziehung den Vorzug gibt. Weil in linken Kreisen laut
über eine Intensivierung der Staatsfürsorge nachgedacht wird.
Weil es keinen nachhaltigen Protest mehr hervorruft wenn bereits
Kleinkinder von Staatserzieherinnen geformt werden sollen. Die
Ähnlichkeiten zwischen einer nationalsozialistischen Erziehung und
einer sozialistischen Erziehung im Deutschland von heute immer
offensichtlicher zu Tage treten.
Mutig , oder mutiger, wäre es gewesen wenn Kerner
Kardinal Meissner wegen seiner "entarteten Kunst" tausgeschmissen
hätte. Oder Herrn Mixa. Aber das sind Männer. Da hackt man doch lieber
zu viert auf einer Frau rum. Es gab mal ne Zeit, da war es Männern
verboten die Hände in der Hosentasche zu haben. Als Teenager hatte ich
das manchmal. Mein Vater sagte dann: "Nimm die Häönde aus den Taschen.
10 gegen 1 ist feige!" Daran muß ich gerade denken.
Mutig wäre es gewesen wenn einer, nur einer mal
harsche Kritik an Frau Leyen, an Renate Künast oder
allen, die sich an der Zerstörung der heutigen Familie beteiligen,
geübt hätte. Mutig wäre es gewesen wenn man den
rotlackierten Nazi Oskar Lafontaine mal rausgeschmissen hätte.
(Aber Eva Herman?)
So deutlich, dass den Verantwortlichen
im „Fernsehen“ die Luft weggeblieben wäre.
Einen Rauswurf, eine fristlose Kündigung, hätte dennoch niemand zu
befürchten gehabt.
Wirklich mutige Leute. Beeindruckend! |
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