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Robin Renitent 15. Mai 2007

   

 

We seem to have overcome

Soviet fascism, though the heirs

of Nazi-fascism live; but the biggest threat

to freedom lies

in Islamic fascism.

 

  Freedom is not

self-evident. 

 

We are at war – and we have to defend ourselves. 

 For the sake of

our children.

 

   
 

Linke Herrschaftssicherung 1

Der Wähler hat gesprochen. Für mich wie zu erwarten. Denn so souverän wie man es ihm unterstellt ist er nicht. Bremen ist zwar nur klein, aber in diesem Mikrokosmos deutsche Politik ist das ablesbar was Deutschland insgesamt eigen ist. Die Hoffnung das der Sozialismus es schon richten wird. Und natürlich hat man, wie schon seit 150 Jahren, wieder einmal den Versprechungen der Sozialisten geglaubt. Diesmal heißen die Glücksbringer Bisky und Lafontaine (Der rotlackierte Nazi) und Börnsen hat ganz recht wenn er sagt: Es sei ein "zusammen gewürfelten Haufen", der in seiner Stadt sein Unwesen treibt. Der habe das "Protestpotenzial eingesammelt", Arbeitslose und "Menschen in schwieriger Situation", die deshalb "anfällig sind für leichte Versprechen". Gespräche mit so einer Truppe kämen aus politischen Gründen prinzipiell nicht in Betracht…(Spiegel) Recht hat er, aber glauben tue ich ihm nicht. Tatsächlich ist, weil Deutsche nicht lernfähig und mein Glaube daran, dass man aus der Geschichte lernen kann eh zerstört, es ein Türöffner für Deutschlands Politik. "Die Linke ist auf dem Weg, auch im Westen eine verlässliche Größe zu werden", sagt Geschäftsführer Dietmar Bartsch. 2008 werde man in weitere westdeutsche Landtage einziehen. (Spiegel). Ich glaube es sofort.  

 

Diese Unfähigkeit aus der Geschichte zu lernen macht es, dass Deutschland nicht aus der  Hüfte kommt. Das man glaubt das Linke sozialer seien und Sozialismus für die Menschen ist. Das Gegenteil ist der Fall. Er entmündigt. Werfen wir mal einen Blick zurück in die Geschichte. Denn Politik wird im Wesentlichen mit Versprechungen gemacht. Diese Versprechungen müssen finanziert werden. Und weil Politiker einerseits in Steuerzahlern ihre Zuarbeiter sehen und deren Steuern ihre Handlungsmittel sind und sie für andererseits Verschuldungen und immer mehr Schuldanhäufungen nicht zur Verantwortung gezogen werden können kommt es zu einer wundersamen Geldvermehrung. Diese ist in keiner Weise durch Gegenwerte gedeckt. Und weder Herr Lafontaine noch einer der anderen linken Parvenüs wird einen Zusammenbruch der Finanzsysteme aufhalten können. Das zu sagen trauen sie sich nicht, denn es würde den unmittelbaren Verlust an Macht bedeuten. Die Gewerkschaften, als Brüder der linken Parteien, treten denn auch nicht für soziale Fortschritte ein sondern sind an Besitzstandswahrung interessiert. Die zu wahren ist eine Machtfrage und eine Überlebensgarantie für die Bosse. Dabei ist nichts zu konservieren. In einem wirtschaftlichen Zusammenbruch wird alles hinweggespült werden, was man als sicher versprochen hat. Das Aufwachen der „kleinen Leute“ wird denn auch reichlich unsanft werden.

 

Ich erlaube mir dazu einige Zitate die das wunderbar auf den Punkt bringen:

 

"Was die Ökonomen - und mit ihnen möglichst viele Bürger -einsehen sollten, ist l) die Tatsache, daß eine von außen, von außerhalb des Marktes kommende (und durchaus an ehrbaren, aber illusorischen Zielen wie der "Preisniveaustabilität" orientierte) Steuerung der Geldmenge nicht möglich ist; und 2) daß man dem Herrschaftsgebilde Staat niemals die Hoheit über das Geld einräumen sollte, weil es sich in diesem Fall vom harmlosen Tauschmittel zum wirksamsten und gefährlichsten aller Macht- und Herrschaftsinstrumente wandelt.

 

Haben der Staat und seine politischen Eliten das Geldmonopol einmal in der Hand, muß jeder Versuch, ihre Herrschaftsausübung zu beschränken oder zu disziplinieren, vergeblich bleiben. "Reformen", wie sie immer wiedergefordert und angekündigt werden, wenn die politischen Aktivitäten schwere finanzielle und sozioökonomische Schäden angerichtet haben, können niemals im erforderlichen Umfang und dauerhaft gelingen, solange das Reformobjekt - Staat und Regierung - über das Geldmonopol verfugt. Ein kurzer "machtphilosophischer" Ausflug möge das verdeutlichen:

 

Es gibt im menschlichen und gesellschaftlichen Leben Phänomene, welche über die Jahrhunderte und Jahrtausende hindurch unveränderlich bleiben, und es gibt solche, die sich durch menschliche Bemühungen verändern lassen. Zu den unveränderlichen Phänomenen gehören die Mechanismen der Macht - genauer: die Mechanismen der Herrschaft. Ebenso unveränderlich - oder nur langfristig und nur in bescheidenem Ausmaß veränderbar - ist der Mensch mit seinen Trieben und Ängsten, Sehnsüchten und Hoffnungen, seinen Emotionen  und Denkgewohnheiten, seinen Grundbedürfnissen und Verhaltensweisen.

 

In der modernen Massendemokratie - also außerhalb despotischer Herrschaftsformen, die sich auf rohe Gewalt und Verbreitung von Furcht und Schrecken stützen -, kann man die Frage: „Wie kommt man zur Herrschaft und wie bleibt man an den Hebeln der Herrschaftsmacht?" mit der Benennung von drei hauptsächlichen Strategien beantworten:

 

 l)Man verspreche den Leuten Sicherheit und nehme ihnen die Angst vor der Zukunft (genauer: man tue so als könne man das);

 

2) Man verspreche und gewähre den machtstrategisch wichtigsten (und lautesten Wühlergruppen Sondervorteile und sage ihnen, dies und das sei für sie "kostenlos";

 

3) Man befriedige die Neid- und Minderwertigkeitskomplexe der Menschen, am besten unter dem Vorwand der Sorge für "Gerechtigkeit" (damit die hässliche Fratze des Neides eine edle Maske tragen kann)

 

Diese drei strategischen Komponenten der Herrschaft lassen sich natürlich in unzählige Varianten und spezifische Taktiken gliedern, aber im Wesentlichen sind sie im Verlauf der Menschheitsgeschichte dieselben geblieben. Daß die Menschen darauf (unveränderlich) positiv reagieren versteht sich von selbst – sonst wären diese Strategien des Machtgewinns nicht so erfolgreich und "ewig“ gültig. Sie entsprechen den elementaren Bedürfnissen, Sehnsüchten und Trieben."

 

(Zitat aus dem wundervollen "Buch Geld, Gold und Gottspieler" von Roland Bader. Dieses Buch ist ein Lesemuß.)

 

Bremen ist ein Lehrbeispiel dafür. Als Kinder lehrte man uns: Unwissenheit schütz vor Strafe nicht. Dieser Satz gilt unverändert. Wer statt einen Blick in die Geschichte zu werfen lieber Soapoperas schaut, BILD-Zeitung liest und sich beim Bier am „Stammtisch“ aufregt, aber nicht in die Tiefe geht, darf sich später nicht wundern. Das die Mainstreammedien die schlechteste Hilfestellung bei dem Prozess der Meinungsbildung geben sollte jedem klar sein. Ist es aber nicht. So wird denn auch standhaft unterschlagen, daß die neue Partei „Bürger in Wut“ überhaupt teilnahm und einen Bürgerschaftsitz errang. Und weil es der herrschenden politischen Klasse nicht gefällt das es neben der Mitte noch etwas anderes als „links“ gibt, unterschlägt die verbandelte Kaste der Journalisten solche Nachrichten oder befördert alles in die unsortierte Schublade „rechts“. Die Teilnahme an der Demokratie ist nicht leicht. Jedenfalls dann nicht wenn man den politischen Gegner etikettiert, aber gleichzeitig das Etikett "Links“ als einzige Zukunftsverheißung begreift, verkauft und zur Herrschaftssicherung nutzt.

 
   

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