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Schöner
Denken
Es ist nicht so einfach
für mich an deutsche Bücher zu kommen. Natürlich schaffe ich es doch
immer irgendwie. Weil mir aber die Portokosten einfach zu hoch sind
warte ich bis sie mir jemand mitbringt. Das kann dazu führen, dass ich
die Bücher mit erheblicher Verspätung erhalte. Aber es stört mich
nicht. Ich wähle meine Bücher nach Empfehlung aus, nach eigener
Recherche, nach den mich interessierenden Themen und nach dem Autor.
Das mit der Auswahl nach dem Autor ist in etwa wie mit der Filmauswahl
nach Schauspielern. Wo Julia Roberts draufsteht ist auch Julia Roberts
drin, und Kevin Kostner ist halt derselbe. Wenn ich also höre das
Broder ein neues Buch herausgibt bestelle ich es, beispielsweise, und
selbst wenn es nachher schwach erscheinen sollte (was bei ihm nie der
Fall war), ist es immer noch mehr wert zu lesen, als irgendein Unfug
eines Laberers.
Was ich aber nicht
gelesen habe kann ich nicht besprechen. Das muss ich nachreichen.
Dennoch habe ich gerade bestellt und deshalb zitiere ich die
Verlagsankündigung:
»Wenn in Deutschland
einer einen guten politischen Witz macht, sitzt die halbe Nation auf
dem Sofa und nimmt übel.« Kurt Tucholskys Beobachtung über die
politische Kultur hierzulande gilt immer noch, nur heißt sie jetzt
»political correctness«. Wie ein Grauschleier legt sie sich über alle
Diskussionen, verhindert klare und präzise Benennungen. Wer könnte
besser dagegen angehen als Josef Joffe, dessen Leitartikel in der
»Zeit« Pflichtlektüre für alle unabhängigen Köpfe sind, die
Bestsellerautoren Michael Miersch und Dirk Maxeiner (»Lexikon der
Öko-Irrtümer«), die den Gutmenschen so gerne ihr Spiel verderben, oder
Henryk M. Broder, der Ruhestörer vom Dienst beim »Spiegel«?
Na denn, wer sich nicht
unter den Grauschleier der PC ducken möchte sollte das Buch vielleicht
lesen!
Amazon
Schöner Denken. Wie
man politisch unkorrekt ist
von Josef Joffe
(Autor), Henryk M. Broder (Autor), Dirk Maxeiner (Autor), Michael
Miersch (Autor)
Preis: EUR 14,90
Verlag: Piper
ISBN-10: 3492050166
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