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Sympathie-Antipathie
Es gibt Menschen die
sind mir sehr sympathisch. Ich meine jetzt nicht die, die ich
mir als Freunde ausgesucht habe. Familienmitglieder kann
man sich ja nicht aussuchen. Die bekommt man mit. Ob man sie haben
will oder nicht. Ich meine Menschen die ich selbst noch nie,
oder vielleicht nur einmal gesehen habe. Und deren Ausstrahlung via
Medien, via Email, so überzeugend ist, dass sie einem, jedenfalls
mir, das Herz öffnen und mich für sie einnehmen. Ich denke mal an
Henryk M.
Broder oder
Fritz
Wunderlich oder
Ludwig van Mises
oder Michael
Landon. Broder lebt und was er denkt kann man lesen.
Wunderlich ist tot, aber seine Stimme kann man hören, Mises
und seine Ideen sind täglich präsent, und Michael Landon
ist zwar auch nicht mehr, aber von dem freundlichen Wesen eines
Charles Ingalls kann er soweit nicht entfernt gewesen sein. All
das sind willkürliche Beispiele und die Liste ließe sich deutlich
verlängern. In der Politik finde ich wenige wirklich sympathische
Figuren. Und wenn ich mich dann mal entschieden habe eine wirklich
überzeugend zu finden, wartet, so die Erfahrung, die Enttäuschung
schon, noch bevor die Legislaturperiode um ist. Sie holt mich ein und
der Glaube an eine aufrichtige Persönlichkeit schmilzt
schneller als der Schnee im Frühling. Wirklich enttäuscht hat mich in
der Politik eigentlich nur
Richard
von Weizsäcker nicht. Aber ich habe ihn auch aus den Augen
verloren und weiß nicht mal mehr was er heute so macht.
Man wir also
vorsichtiger. Hier in Nordamerika ist mein derzeitiger Favorit
Ron Paul. Aber –
wie gesagt, die Erfahrung lehrt einen in jedem Fall ein Hintertürchen
offen zu behalten.
Die Liste derer die ich
zum Kotzen finde ist ungleich länger. Und, obwohl ich jeglicher
kirchlichen und religiösen Bindung seit Jahren entsage, habe ich meine
christliche Erziehung natürlich nicht vergessen. So verkneife
ich mir mal das Wort Hass, weil die urkindlichen und direkten,
unverfälschten Gefühle ja zugeschüttet und verbogen wurden um den
Heranwachsenden, den erwachsenen Menschen mitmenschenkompatibel
und sozialverträglich zu machen. Dennoch, Hass wäre, wenn er nicht
durch Erziehung und die Abgeklärtheit der Jahre gemildert, das was die
Steigerung, dürfte ich mich ihm hingeben, des latenten
Antipathiegefühls wäre.
Antipathie empfinde
ich, trotz eines gewissen sanguinischen Naturells, deutlich
häufiger. Übrigens, mit zunehmendem Alter auch intensiver.
Claudia Roth oder
Volker Beck lösen da was ganz intensives aus.
Christian Klar verursacht geradezu Brechreiz.
Oskar Lafontaine
löst in mir Gewaltfantasien aus à la „dem möchte ich mal im Dunkeln
begegnen.“ Und bei
Hugo Chavez
und
Mahmoud Ahmadinejad revoltiert, obwohl ein Ozean dazwischen,
der Magen. Komisch? Finde ich nicht: Ich find es natürlich.

Was hat heute meinen
Magen revoltieren, mein Herz in Raserei versetzt, mir die Kehle vor
Ekel zugeschnürt und meine innere 48iger nachladen lassen?
· PETA,
meine Hass, Abscheu und Ekelorganisation NR. 1. Schon wenn ich
den Namen höre sehe ich rot. Und wenn sich ein Schauspieler als
„Petaist“ outet und da publikumswirksam sein wehleidiges Herz
aufklappt ist er bei mir unten durch: Heute
Pamela
Anderson mit ihrer Anti-KFC-Kampagne. Die muß ihren Busen
gleich auch noch in die
Anti-Barenmützenkamapgne stecken. Wie auch
Sir Roger Moore. Der will
das die Palastwachen am Buckinghampalast auf ihre
Bärenmützen verzichten und plötzlich Imitate tragen. Na, toll.
Dabei mochte ich Sir Roger mal. Damals als meine Eltern ihren
ersten Fernseher bekamen.
· Oder
wenn ich die Berufsbezeichnung
Friedensforscher höre. Dann wird mir so schlecht, das ich das
Fenster aufreiße und frische Luft reinlassen muss. Ich denke
dann an Roland
Baader, den ich so sehr schätze, und an sein Buch „totgedacht.
Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören“. Und tatsächlich, wer
braucht diese aus Staatsknete hoch bezahlten Friedensforscher, wer
ihre Ergebnisse? Jedenfalls, wer diese Menge an Forschern am
Frieden? Quatsch- und Laberfächer, die offensichtlich einzig dazu da
sind sich in einer elitären Clique Gleichgesinnter wichtig zu
fühlen und selbst Bedeutung zu empfinden. Die, die sie nicht
täglich wahrnehmen, also wir tumben, sollen aber durch
veröffentlichte Appelle gelegentlich an ihre Besorgnis, ihre
Bedenken und damit an ihre Bedeutung erinnert werden.
Heute war mal wieder
eine solche Gruppe beisammen. Als Mitglieder einer Organisation die
ebenfalls bei mir eine trockene Kehle hervorruft.
IPPNW, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die
Verhütung des Atomkrieges. (Eine Organisation bei der schon
mein
Vater, als Arzt, als er noch lebte, regelmäßig die Augen
rollte und die Kollegen politisch richtig einzuordnen wusste…).
Die haben einen Brief an die EU-Ratspräsidentin und Frau Merkel
geschrieben, ihre Bedenken geäußert und flehentlich darum gebeten
selbige mögen alles in ihrer Macht stehende tun, einen Krieg gegen
den Iran zu verhindern. Unterschrieben haben alles schrecklich
wichtige Leute, alle dekoriert mit einem Prof. vor dem Namen.
Damit haben sie ihr Gewissen beruhigt. Gezeigt, dass der Staat
zurecht ihre fetten Professorengehälter und den sie
unterhaltenden Apparat finanziert, sich und der Welt ihrer politischen
Glaubensbrüder Aktionismus und ihre Wichtigkeit einmal mehr vor
Augen geführt. Wahrscheinlich sind zahllose unbedarfte Gemüter
beeindruckt. Ich nicht.
Mich hätte es beeindruckt (naja, nicht wirklich…) , wenn diese
Petition auch an Herrn Ahmadinejad geschickt worden wäre. Oder
noch besser, wenn ein nachhaltiger Protest dieser deutschen
Betroffenheitselite verfasst worden wäre angesichts der
Holocaust-Konferenz. Oder aber, und das enttäuscht, aber
wahrscheinlich nur wieder mich, wo blieb der Protest, der öffentliche
Aufschrei dieser verlogenen Professorengilde als Ahmadinejad
versprach Israel von der Landkarte zu putzen?
Haben Sie eine Petition gesehen?

Eine Unterschrift der
Herren Prof. Dr. Mohssen Massarrat (Politikwissenschaftler,
Osnabrück), Prof. Dr. Andreas Buro (Friedensforscher, Grävenwiesbach),
Prof. Dr. Werner Ruf (Politikwissenschaftler, Kassel), Dr. Peter
Strutynski (Friedensforscher, Kassel).
Die Mitunterzeichner des Briefes sind: Hans-Christof Graf von Sponeck
(ehem. UN-Beauftragter im Irak für das Projekt Öl gegen
Nahrungsmittel), Prof. Dr. h.c. Karlheinz Koppe (Friedensforscher,
Bonn), Prof. Dr. Ekkehart Krippendorf (Politikwissenschaftler,
Berlin), Friedrich Schorlemmer (Bürgerrechtler, Lutherstadt
Wittenberg), Prof. Dr. Oskar Negt (Soziologe, Hannover), Prof. Dr.
Christine Morgenroth (Psychotherapeutin, Hannover), Prof. Dr. Peter
Grottian (Politikwissenschaftler, Berlin), Dr. Gerald Mader
(Friedensforscher, Stadtschleining,Österreich), Dr. Angelika Claußen
(Vorsitzende der deutschen IPPNW, Bielefeld), Prof. Dr. Ulrich
Gottstein (Vorstand der deutschen IPPNW, Frankfurt/M.), Prof. Dr.
Hans-Peter Dürr (Kernphysiker, München)
Ich nicht!
Apropos Christian
Klar. Da ist ja nun schon alles hoch und runter ventiliert worden.
Einen Gedanken aber hab ich nicht gefunden. Der
Claus Peymann
hat dem Klar doch ganz klar einen Ausbildungsplatz als
Bühnentechniker versprochen. Wenn er denn begnadigt werden würde.
(Da stehe hoffentlich unser Bundespräsident vor…) Nun hat unser, wie
der Stern schreibt, „debiler,
aber ungefährlicher Terrorist“,
oder wie Herr Beckstein sagt, „unverbesserlicher
terroristischen Verbrecher“
eine freundliche Grußbotschaft an die
Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin verfasst, die in ihrer
Klarheit entlarvend ist. Nicht ganz klar, sondern in einem etwas
schrägen verquasten RAF-Deutsch spricht sich Klar gegen das Kapital,
wie gehabt, aus.
Dabei ist es das Kapital, das Menschen in Lohn und Brot bringt die
Steuern zu erwirtschaften die das
Berliner
Ensemble, Herrn Peymann und falls es so weit kommen würde,
auch Christian Klar per Zuschuss der Kultur-Senatsverwaltung über
Wasser halten würde. So weit würde man das Kapital noch brauchen,
alles daneben aber gehört wirklich abgeschafft. Oder würde Sie glauben
das Christian Klar, dort auf seine Ausbildungsplatzvergütung
verzichten würde
„um
(für sich)
die Tür für eine andere
Zukunft aufzumachen?“
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