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Der Comical Ali vom Rhein
Der Mann heißt Friedel Frechen und er ist es. Ein nachrangiger
C-Class-Politiker, Pressesprecher der Stadt Bonn. Er ist unwichtig,
sein Posten weit gehend überflüssig, und würde ich auf Papier
schreiben wäre es zu schade es zu verbrauchen. Aber wir schreiben
virtuell und da kostet’s nix. Da kann man ihn als Beispiel nehmen, als
Beispiel für die Arroganz der Macht, der herrschenden politischen
Klasse in Deutschland. Demokratie ist der zur Worthülse verkommene
Selbstbedienungsladen zur Absicherung der eigenen kläglichen Existenz
und die unaufgeräumte und verschlammte Spielwiese multikultiverliebter
Sozialträumer.
Frechen schreibt an PI
unseren konservativen Partnerblock eine Email. Er fragt den
Blogbetreiber ob er „das rechtpopulistische Gesabbel der Kommentatoren
nicht auch zum Kotzen finde.“ Mit dieser Frage, die ja keine
Einschränkungen, Anregungen oder Differenzierungen enthält stellt er
den gesamten Blog in Frage und erklärt die Kommentatoren zu
unmündigen, weil sabbernden Idioten. Nun kann man sicherlich über die
Qualität mancher Kommentare unterschiedlicher Meinung sein. In den
Kommentarspalten eines Blogs muss nicht alles druckreif sein. Ein Blog
mit Kommentarfunktion ist eine virtuelle Schnellkommunikation
vergleichbar dem Gespräch einer Diskussionsrunde.
Also schreibe ich eine Mail an Frechen:
Sehr geehrter Herr Frechen,
ich habe Ihre Email an Herrn Herre auf PI gelesen. Ich lebe im Ausland
und verfolge sehr genau wie Deutschland sich verändert. Es ist nicht
mehr das Deutschland in dem ich aufgewachsen bin, mit dem ich mich
identifizierte und für das ich jahrelang motiviert war zu arbeiten. Da
ich zwei schulpflichtige Kinder habe, 11 und 7, sehe ich eine Zukunft
für meine Familie und meine Kinder auch weiterhin nicht in
Deutschland.
Das dazu Politiker oder politische Amtsträger wie Sie beitragen,
möchte ich Ihnen hier nachdrücklich schreiben. Menschen wie Sie werden
aus Mitteln bezahlt, die von der arbeitenden Bevölkerung
erwirtschaftet wurden. Es darf deshalb zu Recht erwartet werden, dass
Sie, als Pressesprecher der Stadt Bonn, den Interessen und
Perspektiven aller Sie unterhaltenden Bevölkerungsgrupppen mit
Aufgeschlossenheit und Verständnis begegnen. Ein Ausgrenzung von
Menschen mit anderen politischen Sichten steht Ihnen nicht zu.
Es fällt auf, dass alle politischen Perspektiven, die nicht der
offiziellen „Marschrichtung“ der herrschenden politischen Klasse
entsprechen, automatisch als „rechts“ benannt werden. Dieses
Schubladendenken und Argumentieren wider besseres Wissen kommt auch in
Ihrer Email an Herrn Herre zum Ausdruck. Es mag sein, dass nicht alle
Kommentare auf PI druckwürdig sind oder politisch korrekt redigiert
oder lektoriert wurden. Aber die Kommentare sind eine berechtigte
Ausdrucksform des Unbehagens. Der Blog selbst macht genau das, was
Politiker in ihren Sonntagsreden immer einfordern: Er beteiligt sich
an der politischen Willens- und Meinungsbildung. Und er fasst das
zusammen, was in den Mainstreammedien unterschlagen wird. Ich darf
Ihnen versichern, es gibt mehr „linkspopulistische“ als
„rechtspopulistische“ Blogs. Bitte weisen mir nach, wann Sie sich zum
letzten Mal über „linkspopulistisches“ Gesabbel beschwert haben.
Ich habe in den letzten Jahren zahlreiche Deutsche zur Ausreise
bewegen können. Das es sich dabei um Angehörige des Mittelstandes und
finanziell etablierte Familien handelte sollte Ihnen eigentlich zu
denken geben. Aus eigener Erfahrung darf ich Ihnen berichten, dass in
den Aufnahmeländern von Migranten eine Integration geradezu erwartet
wird, bzw, ein Aufenthalt ohne eigene nachweisbare
Integrationsbemühungen gar nicht gewährt wird. Sprachkenntnisse sind
bereits mitzubringen und eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben
ist Standard.
Diese Forderungen zusammenzufassen und auf einem Blog zu
veröffentlichen ist nicht „rechts“, sondern entspricht einem Weltbild,
wo Menschen noch etwas für sich selbst tun müssen, ihr Schicksal
mitgestalten, ohne in Ablehnung und Passivität auf Alimentierung zu
warten.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Ihre Email so kurzsichtig ist,
wie die Politik an der Sie mitwirken. Sie ist entlarvend.
Mit freundlichen Grüssen R.R.
Natürlich antwortet er nicht.Anderen schreibt er
freche Emails. Gekränkt bin ich deshalb aber nicht. Eher erleichtert.
Denn es beweist mir, dass der freche Frechen als grenzdebiler
Pressesprecher zu inhaltlicher Auseinandersetzung nicht fähig ist.
Und an die Adresse der Frau Diekmann: Sage mir mit wem Du Dich
umgibst. Und ich sage Dir wer Du bist.
Sich als Bonner OB einen Frechen als Pressesprecher zu wählen ist
in etwa so clever wie die Entscheidung Saddams für Comical Ali.
PI # 1
PI#2
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