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Ein
(Dreckskerl)
Lügner weniger
Wenn jemand stirbt den
wir kennen und den wir mochten empfinden wir Trauer. Wenn wir
den Sterbenden kannten aber nicht mochten gehen wir darüber hinweg.
Warum sollten wir uns mit ihm aufhalten. Was empfinden wir, wenn
jemand von uns geht den wir verachten? Keine Ahnung was Sie da
empfinden. Aber ich gebe es frank und frei zu: Ich empfinde Freude.
Warum auch nicht? Nicht das Gefühl ist ja von der Öffentlichkeit
einsehbar, aber die Öffentlichmachung der Freude ist unüblich.
Imam Abu
Laban starb am 1. Februar in einem Krankenhaus in Kopenhagen.
Das hat mich gefreut. Obwohl er der Vater von 7 Kindern war. Sie
wissen nicht wer das war? Nun, es war der dänische Imam der durch das
Hinzufügen dreier pornografischer Ergänzungskarikaturen die
ursprünglich
12
Mohammedkarikaturen auf 15 eigenmächtig erweitert und damit
den Karikaturenstreit erst richtig angefacht hatte. Mit allen
bekannten Folgen an weltweiten Gewaltausbrüchen und einer
unsäglichen Meinungsfreiheitsdebatte in der westlichen Welt.
Einer Debatte die heute noch Wut und Scham in mir auslöst. Wut,
nicht über die ungebildeten Faustschwinger und Fahnenanzünder in den
arabischen Ländern, die man angestachelt hatte und die in den
wenigsten Fällen überhaupt wussten worum es ging. Nein, Wut über Teile
unserer intellektuellen Eliten, die plötzlich den nicht
verhandelbaren Grundwert Meinungsfreiheit in Frage stellten und
zig Entschuldigungsgründe für den Mob fanden. Und Scham über
die mangelnde Solidarität der europäischen Freunde Dänemarks in
der
EU. 60 Jahre nachdem Europa aus dem chaotischen Dunkel, der
Unterdrückung, der Zeit der Bücherverbrennungen wieder auferstanden
war, waren es vor allem Intellektuelle und Politiker die Dänemark und
der Meinungsfreiheit in den Rücken fielen. Die Namen dieser
Verräter sind aktenkundig und unvergessen. Wer sich zu ihnen bekennt,
sie vorbildhaft nennt, macht sich gemein mit ihren Ansichten und weiß
selbst die Meinungsfreiheit nicht zu schätzen. Das es besonders häufig
gerade Linke waren die „Verständnis“ für die künstliche,
angeheizte Wut aufbrachten, ja sogar nach gesetzlichen Regelungen
riefen, erstaunt nur denjenigen, der sich der Schnittmengen
zwischen linker und rechter Meinungsunterdrückung nicht bewusst
ist.
Imam Abu Laban war ein Lügner und Fälscher, ein Aufwiegler und
Provokateur. 23 Jahre genoss er die Gastfreundschaft dieses kleinen
Landes Dänemark, mit gerademal 5 Mio. Einwohnern, weniger als manche
Kapitale heute hat. Er hat nie dänisch gelernt. Er hatte 23 Jahre ein
Aufenthaltsgenehmigung als Flüchtling und immer noch seinen
palästinensischen Pass. Er hätte in einem palästinensischen
Krankenhaus sterben sollen und nicht den dänischen Steuerzahler
belasten.
Könnte Imam Abu Laban letztlich doch für uns und unsere
Wertgemeinschaften, die wir bürgerliche Freiheiten zu schätzen
wissen (nicht alle), die Meinungsfreiheit schätzen (nicht alle)
noch etwas Gutes haben? Nur dann wenn wir erkennen, das er unsere
Toleranz und unsere Großzügigkeit grob ausgenutzt hat und der
Gesellschaft die ihn aufnahm nichts zurückgab. Daraus folgt, dass wir
(die Politik) künftig handeln wir
Ayaan Hirsi Ali es vorschlägt und wie wir es auf diesem Blog
zig mal geschrieben haben:

„Die Staatsangehörigkeit muss
künftig ein gesellschaftlicher Vertrag sein: Sie stimmen unseren
Werten zu, sie sind politisch loyal - dann sagen sie das auch. Im
gegenteiligen Fall gibt es keine Staatsangehörigkeit. Und so bald sie
beginnen, unser System auszuhöhlen, werden sie abgeschoben.“ (Ayaan
Hirsi Ali)
Wir leben selbst als Ausländer im Ausland. Es ist eine
Selbstverständlichkeit unseren Gastgebern gegenüber, dass wir, obwohl
wir gerade ihnen gegenüber in vielen Punkten besonders kritisch
sind, die Grundwerte dieser Gesellschaft achten und sie nicht
torpedieren.
Wenn jetzt dem Imam Abu Laban noch
Hassan
Nazrallah (Hisbollah-Führer),
Ayman
al-Zawahiri (Al Kaida-Führer),
Ali
Rafsanjani, früherer iranischer President, oder
Mahmoud
Ahmadinejad auf dem Wege ins Paradies folgen
sollte es mich
wirklich freuen. |
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