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Gilad
Schalit
גלעד שליט
Es ist ein ganz
normaler Sonnabend. Wir sind zu Hause, die Kinder schauen
TinTin, morgen wollen wir den Weihnachtsbaum abschmücken.
Draußen regnet es in Strippen, seid Stunden. Eben ein ganz
normaler Tag. Für uns.
Nicht für die Familie von
Gilad
Schalit, dem jungen israelischen Korporal, der im Juni
2006 entführt wurde. Denn allen diplomatischen Offensiven und
Befreiungsversuchen zum Trotz ist er immer noch in der Hand des
Feindes. Der junge Mann ist 21. Jahre alt, in der
hoffnungsvollsten Phase seines Lebens. Sicherlich ist seine
Berufsausbildung noch nicht abgeschlossen. Ich bin nur
gelegentlich sentimental. Aber meine Gedanken sind bei ihm und
seiner Familie. Und in meinem Bauch kocht die Wut. Die
Wut darüber, dass wir, die Steuerzahler, durch die EU
vergewaltigt werden gegen unser Gewissen die Palästinenser zu
unterhalten. Sie heben es nicht verdient. Hilfe sollte nur dem
angeboten werden, der sie zur Selbsthilfe nutzt und sich damit
ihrer als Würdig erweist. Nichts, gar nichts rechtfertigt die
Zahlungen an die palästinensischen Organisationen. Nichts aber
gar nichts wird getan um Gilad Schalit den Händen seiner
Peiniger und Entführer zu entreißen. Jeder einzelne leitende
EU-Politiker ist persönlich dafür verantwortlich.
Wir denken an ihn und seine Familie.
Auch
an Donald Klein
denken wir. Auch hier kocht in uns die Wut. Hier
zeigt sich die ganze Hilflosigkeit, die Zahnlosigkeit deutscher
Politiker. Und ihre Rückgradlosigkeit wird einmal mehr
offensichtlich. Klein’s Ehefrau hat ganz recht.
Handelsbeziehungen sind allemal wichtiger als ein
Einzelschicksal. Nehmen wir, die wir uns als Weltmeister des
Reisen fühlen, das als Warnung. Deutschland, seine Regierung,
gesetzlich verpflichtet für einen Bürger einzustehen, wird Sie
im Zweigfelsfall im Stich lassen. Jedenfalls nicht dann, wenn
wir „gute“ Handelsbeziehungen unterhalten. Dabei sollten wir
unser Verhältnis zum Iran ohnehin überdenken. Wer den Holocaust
leugnet, die Vernichtung Israels als Staatsziel festschreibt hat
an unserer Seite nichts verloren. Auch nicht als Handelspartner.
Mich stört allgemein der erhobene moralische deutsche
Zeigefinger. Wenn er von linker Seite kommt ist er verlogen,
unaufrichtig, ideologisch zurechtgebogen. Aber in diesem Falle
ist keine Frage der Moral, es ist eine Frage des Anstandes.
Es ist also ein ganz normaler Sonnabend. Für uns. Nicht für
die Schalit’s und Klein’s. Wir jedenfalls denken an sie. Und
daran, wie wir uns noch besser gegen unsere regierenden
Waschlappen, unsere Enteigner und Steuerabpresser zur Wehr
setzen können. Denn nur weil wir, Sie und Sie da drüben, Steuern
zahlen, ist es diesen
Defraudanten überhaupt möglich sich
behaglich in ihre Sessel zurückzulehnen.
Staatsverrat und Grundgesetzverstoß
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