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Einfache Wahrheiten 2
Das jeder Mensch die
freie Wahl der Lebensgestaltung haben sollte ist eine
Selbstverständlichkeit, die in einer freien Gesellschaft nicht mehr
diskutiert werden muss. Es gehört z.B. zu den ungeheueren
Fortschritten der Selbstbestimmung seinen Beruf wählen zu
können, seinen Wünschen und Neigungen entsprechend. Die Grenzen dieser
Entscheidungsfreiheit dürfen nur von den Umständen gesetzt werden,
nicht von gesetzlichen Auflagen oder Planungsverordnungen eines
Staates. Das heißt ganz klar, wer seinen Neigungsberuf gegen den
Markt, also gegen die voraussehbaren Möglichkeiten einer späteren
Beschäftigungsfindung wählt, hat die Konsequenzen dieser
Entscheidung auch selbst zu tragen. Er kann wählen, aber er kann
für seine Fehlentscheidung nicht die Gesellschaft verantwortlich
machen und sie zur Kasse bitten. Mit anderen Worten: Eine
Alimentierung per Umverteilung einer individuellen Fehlentscheidung
sollte ausgeschlossen sein.
Auch, um ein weiteres
Beispiel zu wählen, die sexuelle Orientierung und die Wahl der
partnerschaftlichen Lebensgestaltung steht nicht zur Disposition. Wer
mit wem lebt, ob jemand sich für oder gegen Kinder entscheidet
ist seine Privatangelegenheit. So sehr ich Kinder liebe und ich bin
glücklich mich in verschiedenen Ehen dafür entschieden zu haben, habe
ich andererseits genug Fantasie mir auch vorstellen zu können wie
ich ein Leben ohne Kinder gestaltet hätte. Ja, obwohl ich immer
auf Frauen scharf war, und meine sexuelle Orientierung 150 Prozent
Hetero ist, könnte ich mir durchaus eine Männerfreundschaft
vorstellen, in der Küche und Wohnzimmer geteilt wird. Um es also ganz
klar zu sagen: Das
Volker Beck schwul ist, stört mich nicht die Bohne. Auch
seinen Krempel soll er gerne seinem gleichgeschlechtlichen
Lebenspartner vererben dürfen.
Es stört mich auch
nicht, dass
Claudia Roth keine Kinder hat. Es war ihre Entscheidung und
die ist von jedermann zu respektieren. Das ich gerade Beck und Roth
als Beispiele wähle, obwohl sie mir zum Halse raushängen, soll
zeigen, dass Grundüberzeugungen nichts mit Sympathie oder Antipathie
zu tun haben.
Meine Verärgerung ist
denn auch eine ganz andere: Wie kommen eigentlich Leute wie Beck und
Roth dazu, die Gesellschaft per Umlage zur Kasse zu bitten? Was
ist es für eine Anmaßung sich über die
klaren
Worte eines konservativen Bundestagsabgeordneten zu erregen,
der sie, und zu Recht, in deutlicher Markierung ihrer Beteiligung am
Ausbau des Umverteilungssystems, Multi-Kulti-Schwuchteln
genannt hat. Diese Verteilung erfolgt ganz wesentlich in Richtung
beschäftigungslose Migranten und kinderlose „gleichgeschlechtliche
Lebensgemeinschaften“.

Henry Nietzsche, ein
Beispiel, den ich ja bereits unter Einfache
Wahrheiten 1 beschrieben habe und den ich nicht kenne, dessen
Webseite
ich aber entnehme, dass er 4 Kinder hat, hat mit der
Entscheidung für diese 4 Kinder auch ganz wesentlich zu seiner
eigenen Altersversicherung beigetragen. Nach klassischer Lesart,
würde das Einkommen von 4 Kindern durchaus reichen, einen gealterten
Vater, in diesem Fall Nietzsche, durch das Alter zu bringen. Es wäre
eine Fortschreibung des Familienversorgungsprinzips, das
Jahrtausende gegolten hat und soziale Fürsorge individualisierte.
Wer bezahlt nun die
(fetten) Pensionen von Beck, Roth und Co.? Ihre respektierte
Lebensentscheidung ohne Kinder durchs Leben zu gehen, kann doch
folgerichtig nur dann akzeptiert werden, wenn sie sich um ihr Alter
selber kümmern. Also: Die Rücklagen, Ersparnisse etc. müssen
vorsorgend hoch genug sein um einen Lebensabend zu finanzieren. Dass
die Gesellschaft derer, die ihr Alter durch Konsumverzicht in jungen
Jahren, aber mit der kostenintensiven Entscheidung für Kinder, ihr
Leben planten, nicht zusätzlich in Anspruch genommen wird,
sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

Das diese
Selbstverständlichkeiten mit den Vokabeln soziale Verantwortung und
Solidargemeinschaft verkleistert werden, ihres
ursprünglichen Sinnes beraubt, zu einer hemmungslosen Umverteilung
und zu einem Diebstahl an erarbeitetem Volksvermögen führen ist
täglich ablesbar. Nietzsche und alle die sich für Kinder entschieden
haben werden enteignet zu Gunsten hedonistischer Schwuchteln und
kleptomaner Singles. Wenn Beck, Roth und Konsorten den Anstand
hätten sich um ihre eigenen Belange zu kümmern und ihre Vorratskammern
mit Selbsterarbeitetem zu füllen ohne aus dem Umverteilungstopf
zu stehlen, können sie so lange, und dann respektiert, schwul,
allein oder sonstwas sein, wie sie wollen.
Nietzsche ist nicht
libertär, und ich bin sicher ihm ist die Idee der libertären
Eigenverantwortung gar nicht geläufig. Aber er hat etwas, wenn man es
patriotisch formulieren will, für die die Gemeinschaft in der er lebt
getan, einen Beitrag zu ihrem Fortbestand geleistet. Beck und
Roth haben das nicht.
Das ist solange in
Ordnung, solange sie diese Gemeinschaft nicht für sich bezahlen
lassen.
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