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Robin Renitent, 30. Dezember 2006 

   

 

We seem to have overcome

Soviet fascism, though the heirs

of Nazi-fascism live; but the biggest threat

to freedom lies

in Islamic fascism.

 

  Freedom is not

self-evident. 

 

We are at war – and we have to defend ourselves. 

 For the sake of

our children.

 

   
 

Knebeldemokratie -

oder der verlorene Wille zur Mitgestaltung 2. Teil

Wie wir gesehen haben sind die Versprecher mit uns, dem Volk unzufrieden. Die repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des stern brachte ans Licht, wie groß die Kluft zwischen Politikern und Bürgern tatsächlich ist: 82 Prozent aller Deutschen und sogar 90 Prozent der Ostdeutschen glauben, dass "auf die Interessen des Volkes keine Rücksicht" genommen wird.


Mit anderen Worten, die Menschen verabschieden sich mental aus der Politik und nur ganze 18 Prozent nehmen noch aktiv am politischen Geschehen teil. In welchem Umfang steht noch einmal auf einem anderen Blatt.

Glauben sie jetzt nicht den schwachen Protesten der Politiker, ihren betroffen bestürzten Gesichtern oder den geschminkten Medienknitterfalten à la Sabine Christiansen. Das Bedauern oder Entsetzen, je nach schauspielerischem Vermögen hält sich in Grenzen. Schließlich wäre es fatal, wenn wir mitreden könnten. Joschka Fischer, der deutschen liebster Expolitiker, hat gerade, stellvertretend für viele aktive Politiker zu erkennen gegeben was er von der Mitsprache der Bevölkerung hält: NICHTS. Die Herrschaft des Volkes eine zum Machterhalt ventilierte Fiktion, eine Sprechblase.

Fischer hatte am Rande des jüngsten EU-Außenministerrates kürzlich erklärt, dass "der EU-Beitrittsantrag der Türkei keine Frage sei, die dem deutschen Volke zur Entscheidung vorgelegt werden müsse." (Quelle)

 

Widersprüche werden als fremdenfeindlich, als rechts, als rückwärts gewand oder unzivilisiert (Michael Kretschmer, MdB) gebrandmarkt. Hier besteht Konsens zwischen Politikern aller Parteien.und des Volkes Hoffnung auf wirkliche Unterschiede im Angebot an Alternativen ist kaum wahrnehmbar. In der Frage des Türkeibeitritts oder der Begrenzung islamischen Einflusses auf traditionell nichtislamische Bevölkerungen ist man sich der Meinung der Bevölkerung trotz aller Gehirnwäsche nicht sicher und hat eigens eine europäische Überwachungsbehörde installiert. Tatsächlich gibt es keine Unterschiede. Die CDU versucht seit langem die SPD links zu überholen, was allenfalls fahrtechnisch geschickt ist. Ansonsten ist sie eingespannt in den Rahmen gutmenschlicher Beschwichtigung und verwendet das gleiche Vokabular.


Wenn Dinge beim Namen genannt werden, wenn Aufrufe zur Verweigerung erfolgen, dann meist bei rechten Dumpfbackenparteien. Oder bei überwiegend virtuellen Initiativen die sich einen Rest von Unabhängigkeit bewahrt haben. Des Volkes Hinwendung zur ersten Gruppe ist nach unseren geschichtlichen Erfahrungen erschütternd und die aus dem Volke kommenden Internetinitiativen werden belächelt oder bekämpft. Schnell kann auch in einer Demokratie die Festplattenuntersuchung, also der Zugriff staatlicher Behörden auf den Bürger-PC, unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung, als virtuelle Hausdurchsuchung als Recht verankert werden.

 

So bleibt des Volkes Mitwirkung und Teilhabe gewünscht beschränkt. Das das ermüdend wirkt verwundert nicht. Schuld daran ist auch das Aufstiegssystem innerhalb der Parteien. Wie wir gerade am Beispiel der CSU-Landrätin Pauli sehen oder an dem nachdrücklichen Ordnungsruf in Richtung des Abgeordneten Henry Nietzsche sind bereits Abweichungen von der Parteilinie, also der Position des Parteivorsitzenden, unerwünscht. Aber auch der Gestaltungsrahmen nationaler Politiker wird zunehmend eingeschränkt. EU ist überall und wer will sich schon seine Absicherungschancen verbauen. Fette EU-Altersversorgungen, die ja möglicherweise noch winken, unterdrücken jedes Aufbegehren.

Das Diktat der politisch-korrekten Sichtweise auf unser aller Zukunft lautetet denn auch nach wie vor:

• Europa, Europa, Europa
• Der Euro ist, bis zu seinem hoffentlichen Zusammenbruch als ideologische Zwangswährung nicht verhandelbar
• Die Türkei soll, auch gegen den erklärten Volkswillen, Mitglied werden
• Kritik an der Raumnahme islamischer Minderheiten ist rechts und ausländerfeindlich
• Die soziale Rundumfürsorge wird, trotz besseren Wissens, nicht in Frage gestellt im Gegenteil: Soziale Alimentierung und Absicherung wird als Allgemeinwohldiktat weiterhin allen versprochen.
• Eine politische Täterclique aus grünen Ideologen und kryptokommunistischen Marktfeinden wird auch künftig das Heil in einem neuen Sozialismus sehen.


Natürlich sind Volkswirtschaften in einer Größe von 80 Millionen Teilnehmern schwer in einer Legislaturperiode in eine effiziente, erfolgsorientierte, am Leistungsprinzip ausgerichtete Richtung zu dirigieren. Das nicht nur politisch zu wollen, sondern auch umzusetzen, würde alle sozialistischen Heilsversprecher entbehrlich machen. Wir könnten sie in der Besenkammer abstellen.

Wie also kann politische Mitarbeit wieder attraktiv werden? Wie können Menschen motiviert werden an der Gestaltung ihrer Zukunft teilzunehmen und sich aus der passiven Erwartungshaltung lösen?

Hans-Hermann Hoppe, der viel belächelte und ausgegrenzte Libertäre hat die Richtung im Grunde vorgegeben. Menschen brauchen überschaubare Einheiten, sie möchten Politiker für ihre Handlungen zur Verantwortung ziehen können, Bürgerkontrolle und Bürgerbeteiligung kann in einer Größe von 80 Millionen nicht wirklich funktionieren, geschweige denn in einem nur politisch gewollten und nicht wirklich legitimierten Kunstgebilde wie der EU. Es gibt aber Ansätze zur Verwirklichung sezessionistischer Gebietsorganisation und mir zumindest erscheint sie äußerst attraktiv.

"Nach orthodoxer Sichtweise ist Zentralisierung generell eine »gute« und fortschrittliche Entwicklung wohingegen Zerfall und Sezession, auch wenn manchmal unvermeidbar, einen Anachronismus darstellen. Es wird angenommen, dass größere politische Einheiten - und letztendlich eine einheitliche Weltregierung - größere Märkte und daher erhöhten Wohlstand bedeuten.Als Beweis hierfür wird darauf hingewiesen, dass der wirtschaftliche Wohlstand mit zunehmender Zentralisierung enorm zugenommen hat. Anstatt jedoch irgendeine Wahrheit wiederzugeben, ist diese orthodoxe Sichtweise eher ein Zeichen für die Tatsache, das Geschichte normalerweise von den Siegern geschrieben wird. Korrelation oder zeitliche Übereinstimmung beweist keinen kausalen Zusammenhang. Tatsächlich ist die Beziehung von wirtschaftlichem Wohlstand und Zentralisierung ganz anders, ja beinah gegensätzlich im Vergleich zu dem, was die Orthodoxie behauptet." (Hans-Hermann Hoppe, Demokratie - Der Gott, der keiner ist, Seite 226)
 

Es bliebe also eine Aufgabe: Politik auf kleiner Ebene überschaubar und Politiker kontrollierbar zu machen. Es würde dem Bürger seinen Willen zur Mitgestaltung zurückgeben und gleichzeitig die Möglichkeit eröffnen einer Enteignerklasse von Politkern näher auf die Pelle zu rücken. Im Zweifelsfall auch auf die Finger zu hauen.

Ein Sezession führt nicht zwangsläufig ins Abseits. Auch aus der Separation heraus ist eine zeitgemäße Vertragsgestaltung möglich. Das deswegen weder Globalisierung noch bi- oder multilaterale Erleichterungen, Wertsteigerungen, Handelsvorteile oder Schutzabkommen unmöglich würden müsste erst mal bewiesen werden.

 

Dem Bürger aber bleibt die Kontrolle über sein Gebiet, seine Zukunftsgestaltung, seine Unabhängigkeit und natürlich die Kontrolle über die Form und das Ausmaß der Zuwanderung.

 
   

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