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Kirschwasser? - nix Wasser!
(Link: Originalbeitrag mit
Bildern)
Für diesen Text
habe ich etwas die Hilfe meines Vaters in Anspruch genommen, denn ich
kann zwar die deutsche Sprache perfekt sprechen, aber beim Schreiben
haperts noch gewaltig. Also habe ich ihm diktiert was ich so
ausdrücken will und er hat’s getippt. Den englischen Text schreibe ich
in den nächsten Tagen selbst. (Alexander, 11 Jahre)
Im Juli 2006 haben wir, auf der Rückreise von
Rom (Soccer
Finale
here), in der
Schweiz eine
Kirschwasserfabrik
besucht. Meine Eltern haben gesagt, sie hören schon wie einige
Leute das verrückt finden werden, mit Kindern eine „Schnapsbude“ zu
besuchen. Dazu muss man wissen, da wir schon Erfahrung haben. Wir
haben bereits die
Thomas Jefferson Winery in Charlottesville, Virginia und
andere amerikanische Weingüter besucht. Auch in Frankreich waren wir
auf kleinen Weingütern nahe Avignon. Meine kleine Schwester und ich
machen das gern mit, denn ersten ist es spannend durch all die Keller
zu gehen und die großen Fässer oder Behälter zusehen. Und außerdem ist
hinterher immer Weinprobe. Die dürfen wir zwar nicht richtig
mitmachen, aber den Finger ins Glas halten und ihn anschließend
ablecken, um einen Eindruck zu bekommen, dürfen wir schon. Ich gebe
aber offen zu, es schmeckt uns nicht. Mir gefällt Kirschsaft besser.
Da war das
Probieren
in einer Käsefabrik besser. Meine Eltern legen aber großen
Wert darauf uns die Produktionstechniken zu zeigen. Deshalb
besichtigen wir auch oft Fabriken, Weinereien oder andere sonst kaum
zugängliche Produktionsstätten.
So weiß ich jetzt mehr über Weine, Anbau und Herstellung als alle
meine Alterskameraden. Der Besuch einer Kirschwasserfabrik dagegen war
neu. Er war nicht geplant und wir haben bei einem Spaziergang das
Hinweisschild eher zufällig entdeckt. Es war Sonnabend und trotzdem
hat der nette Chef eine Sondertour nur für uns gemacht. Es hat mir
sehr gefallen. Alte riesige und kalte Keller, in einen Berg
geschlagen, haben mich besonders beeindruckt. Auch wie viele
verschiedene Sorten Kirschwasser man aus Kirschen machen kann und
welche Mengen Kirschen man braucht um eine gute Qualität zu erreichen.
Die Kirsche ist überhaupt eine interessante Frucht. Selbst die
Kirschkerne kann man noch verwerten. Hier fallen bei der Herstellung
so viele an, das die Firma gar nicht mehr weiß was sie damit machen
soll.
Im Schauraum der Firma sind anschaulich die Produktionsweisen
dargestellt. Diese Firma ist sehr modern, aber klein und
übersichtlich. Einige Destillierapparate wurde extra für die Firma
Dettling produziert. Es gibt die Firma bereits seit 1867. Sie wurde
gegründet von Franz-Xaver Dettling, sozusagen der Vater des
Kirschwassers. Er hat das Schweizer Kirschwasser weltberühmt gemacht.
Es steht für die Qualität Schweizer Produkte, wie auch Uhren und
Taschenmesser. (Übrigens war ich am Tag vorher bei
Victorinox, wo mein
Taschenmesser hergestellt wurde. Da war aber keine Tour möglich und
ich habe nur ein Bild von außen machen können. Echt Schade, da eine
Tour hätte mich sehr interessiert.)
Am Ende haben meine Eltern verschiedene Sorten probiert. Das ist aber
scharf und wirklich nichts für Kinder. Man kann schon eine
Winzigflasche für 10 Franken bekommen, meistens liegt der Preis aber
um die 70 Franken. Es gibt auch Sonderabfüllungen die einige Hundert
Franken kosten.
Übrigens: Kirschen machen natürlich auch blau-rote Flecke. Die Hände
und Arme eines Arbeiters waren ganz blau.
Mehr Bilder auf
meiner eigenen Webseite
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