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Lang lebe Genosse Mohammed
Erinnern Sie sich noch der Schilder an
der Autobahn, wenn Sie vor der Wende auf Berlin zufuhren? Bestimmt 20
Mal gab es das Schild: BERLIN – Hauptstadt der DDR. Als ob man
nicht ohnehin gewusst hätte, dass Berlin die von der SED erklärte
„Hauptstadt der DDR“ war, naja, jedenfalls Ost-Berlin. Es war die
offizielle Bezeichnung der DDR für den sowjetischen Sektor. Es war
eine einseitige Maßnahme, die sich über die Absprachen der Alliierten
hinwegsetzte. Die hatten beiden Berlins, also Ost-Berlin und
West-Berlin den Hauptstadtstatus abgesprochen.
Die ständige Wiederholung der Unrechtmäßigkeit sollte einen
Gewöhnungseffekt in Gang setzen, Fakten schaffen, Normalität
vorgaukeln. Es verriet nichts weiter als die tiefen Komplexe dieses
Unrechtsregimes. Die offenbarten sich auch jedem Leser des Neuen
Deutschland, des Propagandaorgans der SED, wie auch allen anderen
Zeitungen der DDR. Hier wurde, bei der seitenlangen, zensierten und im
Parteisinne veröffentlichten Berichterstattung über Honecker, bei
jeder sich wiederholenden Passage, der volle Titelumfang des
Amtsinhabers aufgeführt. Auch wenn es in einem Artikel war, bei jeder
neuen Namensnennung. Das las sich dann jedes Mal so: „Genosse Erich
Honecker, Staatsratsvorsitzender und Generalsekretär des
Zentralkomitees der SED und Vorsitzender des Politbüros der SED hat
erklärt, hat besucht, hat eröffnet…“
Sie haben über Jahrzehnte ihre Leser für blöd gehalten, unnötiges
Papier verschwendet und ihre tiefen Komplexe ausgelebt. Selbst ein
Leseanfänger hatte ja bereits beim ersten mal begriffen welche
Funktionen Honecker oder seine Vorgänger innehatten. Das mangelnde
Interesse der Bevölkerung, die Verlautbarungen tatsächlich zu lesen,
mag auch, nicht nur, mit den ermüdenden Wiederholungen zu tun gehabt
haben. Wer lässt sich schon gern wie unmündig behandeln?
An diese Zusammenhänge muss ich denken, wenn ich, egal ob in deutscher
oder englischer Sprache, Artikel lese die von Muslimen zu Allah oder
Mohammed veröffentlicht werden. „Allah der Erhabene“ ist noch
verständlich. Auch Christen sprechen von „Gott dem Allmächtigen“.
Aber warum Mohammed ständig, und in jeder Satzeinleitung, als „und
Mohammed ist sein Prophet“ angekündigt werden muss erschließt sich
mir nicht. Ich hab’s ja BEGRIFFEN: Mohammed ist der Prophet Allahs,
des Erhabenen. Und wenn ich es begriffen habe, als Nichtmuslim,
dann sollten es auch die 1 Milliarde
Musels
Muslime begriffen haben, denen das ja schon mit der Muttermilch
eingetrichtert wurde, gelle?
Ich frage ja nur, in aller Vorsicht natürlich, man will ja schließlich
niemanden, der leicht erregbar ist, beleidigen: „Kann es sein, dass
sich die Anhänger des Propheten seiner Rolle doch nicht so sicher
sind?“ Schließlich ist er ja schon eine Weile tot und die
Überlieferungen in etwa genauso ungenau wie bei Jesus Christus.
Jedenfalls wirkt diese ständige Wiederholung „Es gibt keinen Gott
außer Allah und Muhammad ist sein Prophet“ ähnlich ermüdenden wie
die Aufzählung der Ämter des großen Genossen Honecker seinerzeit
wirkte.
Wenn man sich dann weiter in die, 5 Mal am Tag abzuspulenden, Gebete
vertieft, merkt auch der Unbedarfte schnell, dass da nicht viel mit
Tiefe ist. Außer dem oben genannten Stereotyp kommt nämlich nur noch
die 1. Sure, die da lautet:
"Lob und Preis Allah dem Weltenherr, dem Allerbarmer, der da herrschet
am Tage des Gerichts. Dir wollen wir dienen, und zur dir wollen wir
flehen, auf dass du uns führest den rechten Weg, den Weg derer, die
deiner Gnade sich freuen, und nicht den Weg derer, über welche du
zürnest und nicht den der Irrenden."
Das war’s auch schon. Varianten, Ergänzungen kommen nicht vor. Da war
jedes Parteibekenntnis abwechslungsreicher. Und so komme ich nicht
umhin, Parallelen festzustellen, zwischen der Gehirnwäsche,
die staatlich beauftragte Wäscher in einer Diktatur, wie wir am
Beispiel der DDR gesehen haben, dem PI-Gebot, also der in unseren
Breiten opportunen Political Correctness, die man allerdings
(noch) bewusst und geschickt unterlaufen kann und dem ermüdenden, alle
Gehirnwindungen verstopfenden, abspulen von Mohammeds Funktion und
der 1. Sure zu erkennen.
Lang lebe Genosse Kim Jong-il, lang lebe Genosse Mohammed! |
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