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Lustig ist das Studentenleben
Zugegeben nicht
immer.....
Wenn man nach langer Zeit so
masochistisch ist mal wieder den
MORGEN anzusurfen,
der vollmundig verspricht sich Gedanken „um die Zukunft zu machen“
und „liberal“ zu sein, wird man, wie zu erwarten gewesen,
enttäuscht. Nicht, dass man die Hoffnung hätte einen unkonventionellen
oder originellen Beitrag zu finden, aber doch in der Erwartung auf
einen, vielleicht aus Lebenserfahrung geborenen, neuen Gedankenansatz.
Aber da is nix. Frech ist der Morgen nur, wenn es in der
Bewertung um, ihm nicht gefährlich werden könnende, Andere geht.
Liberal ist er so wenig, wie ein Lahmer sportlich und die Gedanken
sind im zeitgeisttypischen Hier und Jetzt. Von Zukunft keine Spur.
Diesmal erregt sich Dr. Dean, dessen Dr. so zweifelhaft ist wie
die virtuelle Wirklichkeit von
lonelygirl15,
über Studiengebühren. Das ist eine olle Kamelle, die vorgeblich von
denen gern ventiliert wird, denen jede Erfahrung mit einem bezahlten
und selbst erarbeiteten Studium abgeht. Nicht nur die vorgegebene und
zu erwarten gewesene politische Ausrichtung auf das Thema ist so
sicher wie das Amen in der Kirche, auch der rein theoretische Ansatz
verrät, neben der ideologischen Ausrichtung, den Mangel an Erfahrung.
Wenn man sich mal aus dem Wolkenkuckucksheim herauswagen würde, könnte
man, ich glaube es allerdings nicht ernsthaft, denn lernresistente
Menschen scheuen auch eigene Erfahrungen, selbst die Erfahrung machen,
welchen positiven erzieherischen Effekt es hat sein Studium selbst
bezahlen zu d ü r f e n, nicht müssen. Zahlreiche meiner
ehemaligen Klassenkameraden haben zeitgeisttypische Neigungsfächer
gewählt, jahrelang studiert, in einem Fall
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Semester, auf Kosten der Allgemeinheit. Der haben sie nichts
gebracht, denn, überwiegend in unproduktiven Laberfächern ausgebildet,
haben sie den erhalten Bonus an die Gemeinschaft der Zahler nicht
zurückgegeben. Im Gegenteil: via Umverteilung kostet dieser
staatsbeschäftigte Durchschnitt heute noch. Täglich! Im günstigeren
Fall sind sie arbeitslos, da kosten sie die Gemeinschaft weniger, im,
für die arbeitende und steuerzahlende Bevölkerung, ungünstigeren Fall
sitzen sie vielleicht heute als hoch bezahlte Beamte bei der EU und
denken sich neue Schikanen aus.
Hier in Nordamerika werden deutsche Studenten als Weicheier belächelt,
ihr Durchschnittsalter liegt, mit 26, auch deutlich über den hier
üblichen 22 Jahren. Meines Nachbarn Sohn, ein Chemieprofessor an einer
bekannten Uni, spricht auch deutlich von der Verspieltheit und der
Unernsthaftigkeit deutscher Studenten. Nur in wenigen Fällen würden
sie direkt aufs Ziel zuarbeiten. Ich muss diese Aussage nicht
anzweifeln. Für das Studium muss man hier echt was tun, es muss, im
Sinne des Wortes, erarbeitet werden. Das fängt schon damit an, dass es
kein BAföG gibt und der Student, wenn er denn wirklich will,
mit Nebenjobs ergänzend für den Lebensunterhalt sorgen muss. Selbst
betuchte Eltern sponsern ihre Sprösslinge nur in Ausnahmefällen mit
einen „alles“ abdeckenden Scheck. Zu lernen sich selbst um seinen
Belange zu kümmern hat hier Tradition und führt zu einer gesunden
Auslese. Das schult und macht fit fürs Leben, eine weit verbreitete
Auffassung.
Ich bewege mich nicht im luftleeren Raum. Wir haben hier bisher, z.B.
für das Studium meiner Frau, zehntausende von Dollar selbst bezahlt.
Das das Geld nicht im Lotto gewonnen wurde, darf ich, bitte, erwähnen.
Wirklich Begabte können eine Scholarship beantragen und
erhalten sie auch. Dafür ist ein Leistungsnachweis erforderlich der
sehr erzieherisch ist und ein hervorragender Motivationsanreiz.
Ich kenne die Argumente die meine Position als sozialdarwinistisch zu
markieren versuchen. Die meisten Einwände sind jedoch bekannt und so
durchgekaut wie der Kaugummi eines nicht in die Hufe kommenden
Altstudenten. Es entspricht nicht den Vorstellungen linker Umverteiler
Wege zu beschreiten die eine Egalisierung auf niedrigem Niveau
verhindern und Leistung wieder attraktiv machen. Dennoch: Im
internationalen Wettbewerb trennt sich langsam die Spreu vom Weizen.
Wen auch immer ich frage, im Freundeskreis, im Kreis meiner Bekannten:
Alle wollen ihre Kinder im Ausland studieren lassen. Selbst wenn
das erhebliche finanzielle Opfer erfordert.
Der Stolz, der einen Menschen erfüllt, wenn er auf ein selbst
erarbeitetes und finanziertes Studium verweisen kann, ist eben um
vieles größer, als wenn das Studium per Umverteilung ersessen wurde.
Dann kommt man eventuell auch zu anderen Einsichten als den bekannten
linksliberalen, bei deren Verkündung man sich des Beifalls
durchschnittlicher Claqueure sicher sein kann.
Wenn man sich also wirklich Gedanken
zur Zukunft machen würde, sollte man dem Leistungsprinzip, als
geschichtlich gewachsenem Überlebenselixier den Vorrang geben.
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