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Psychologen
vertrauen?
Nun hat wieder einer geballert. Und es
kommt, wie es kommen muss in diesen Fällen: Es gibt sofort den Ruf
nach verschärften Regeln, Gesetzen und Vorschriften. Und natürlich
nach mehr Psychologen. Und derartige Forderungen und
opportunistischen Rufe werden auch sofort mit entsprechenden
Statistiken untermauert. So kommen angeblich in Russland auf 1000
Schüler 1 Psychologe, in Deutschland auf 12 500 Kinder nur einer. Was
wollen uns politische Opportunisten und Wählerfischer, unter
Zuhilfenahme ihrer Kumpels von der Mainstreammedienfront, damit sagen?
Sie haben den Dreh gefunden, der mehrere Fliegen mit einer Klappe
schlägt. Einerseits erhöhen sie die Zahl der ihnen ideologisch nahe
stehenden Genossen und bringen sie sicher in Lohn und Brot. Außerdem
müssen ja die Studienabgänger solcher Modefächer irgendwo unterbracht
werden; und der freie Markt wäre dann doch
wirklich zu hart. Man kann also bereits zweimal,
den Eltern (denen der Studenten und denen der Schüler), also der
Öffentlichkeit, versichern und verkaufen, dass „etwas getan“ wurde.
Aus unserer Sicht gibt es bereits zu viele Psychologen und verwandte
Berufe. Es ist wie mit dem gedruckten Gelde: Der Umlauf wird erhöht,
aber nicht der Wert. Mit anderen Worten: Die inflationäre Ausweitung
staatsbezahlter Berufe bringt nicht bessere, sondern schlechtere
Ergebnisse. Eltern, die einem immer höheren Druck ausgesetzt sind
die Steuern zu erwirtschaften mit denen diese, via Enteignung
bezahlten, Unproduktivkräfte unterhalten werden können, haben eben
weniger Zeit sich um ihre Kinder zu kümmern. So werden
Abhängigkeiten geschaffen. Abhängig werden die Psychologen, die
Eltern, die Kinder und natürlich alle Wähler.
Eine Erziehung zur Autonomie, zur Selbstständigkeit, zur Verantwortung
findet nicht statt. Man drückt sich um die Erkenntnis, dass, wer
Kinder hat, und hoffentlich haben wollte, für sie
verantwortlich ist. Die Eltern also, sich dieser Aufgabe zu
stellen haben und sie als solche erkennen und annehmen sollen. Es ist
ein Trugschluss, entspricht aber sozialdemokratischem und grünem
Weltbild, dass man diese Aufgaben delegieren kann. Es ist ja
wohl nicht zu erwarten, dass Psychologen, selbst wenn wir in
Einzelfällen Engagement unterstellen, in ihrem, zur Berufsroutine
verkommenen Alltag, die Zuwendung von Eltern ersetzen und
Fehlentwicklungen verhindern können. Kleine Teilerfolge werden hier zu
tollen Statistiken erhoben. Dabei verkennt man, dass nur der direkte,
begleitende und kommunikative Umgang, das vorbildhafte Vorleben der
Eltern wirklich prägend für Heranwachsende sein kann.
Vorbildhaftes Vorleben heißt auch: Nicht auf jede Hype aufspringen,
jeden Modetrend mitmachen, sich einem gesellschaftlichen Wettbewerbs-
und Besitzdruck zu beugen. Kinder können ruhig lernen, dass
Verzicht auch den Geruch des Besonderen haben kann. Bewusstes
Steuern des Konsum- und Freizeitverhaltens und Verzicht auf
„was-gerade-in-ist“ kann unter dem Label
Individualismus, durchaus motivierend,
als etwas Besonderes gerade Kindern angeboten und gemeinsam umgesetzt
werden. Dazu müssen Eltern natürlich selbst mal ihren Arsch aus dem
Sessel schrauben und auf eine Staffel von Big Brother oder die nächste
Generation Playstation verzichten.

Es ist natürlich eine immer wieder beliebte und bei passender
Gelegenheit durchgekaute Mär, das der Umgang mit Waffen Gewalt und
unkontrolliertes Handeln begünstige. Aus meiner Sicht ist solche
Argumentation kontraproduktiv. Die Lebenserfahrung lehrt einen, dass das
Beherrschen einer Materie zu einem überlegten und sicheren Umgang mit
ihr führt. Kindheit ist die beste Lernphase. Wer jetzt lernt, dass
der Umgang mit der Waffe Selbstkontrolle, Disziplin und Verantwortung
bedeuten, was Sicherheitsregeln sind und dass ein einziger Fehler
tödlich sein kann, wird diesen hohen Anspruch an Umsichtigkeit auch
auf andere Gebiete übertragen können. Und – wer töten will
der tötet. Ob mit oder ohne Waffengesetz, ob mit oder ohne
Psychologen. Die nächste Dachlatte, das Küchenmesser reicht.
Es geht also um ein Erlernen der Kontrollmechanismen. Dafür
brauchen wir nicht mehr Psychologen, mehr Gesetze, mehr staatliche
Kontrolle. Statt sich also an die schwierigere politische Aufgabe zu
machen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern, die
staatlichen Eingriffe zurückzuschrauben, und die
Bürger aus dem Lokalen- und Euroregelwerk zu befreien, ist es
leichter mit frisch gedrucktem Geld
Arbeitsplätze für Psychologen zu schaffen. Wir brauchen Politiker die
Eltern Freiräume ermöglichen und die Erziehung staatsfern organisieren
lassen. Wir brauchen verantwortungsbewusste Politiker,
lebenserfahren, ideologiefrei, die nicht opportunistisch
argumentieren und über den Tag hinausdenken.
Kinder, die aus einer anspruchsvollen,
elternorientierten Erziehung hervorgehen, deren Selbstbewussten
früh geprägt wurde, denen Eltern bereits vorgelebt haben nicht auf
Verheissung reinzufallen, jede Blödsinn
mitzumachen, werden weniger Probleme haben.
Eltern die Waffen, Computer, Erotik, ja auch
Ballerspiele, alles was Kindern interessant erscheint, als
begleitende Alternative kontrolliert anbieten, befriedigen
gesunde Neugier und weisen diesen Themen die rechte Position zu:
Als nur eine kleine, von vielen
anderen Bildungs- und Erfahrungsvarianten.
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Natürlich, zu
erwarten
SPIEGEL und
hier
und
hier und hier der doofe
STERN
Schon besser:
Die unnützen
Reflexe überforderter Politiker
Typischer
ZEIT
- Kommentar
Und als oller
Berliner, hier
Der Tagesspiegel: Ha,ha: Jürgen Rüttgers
(CDU) lobte bei einem Besuch vor Ort die Arbeit der Einsatzkräfte.
Nachtrag: Habe
gerade via Skype mit einem Freund hier in Nordamerika und einem in
Moskau (Polizeioffizier) gesprochen. Beide, verheiratet, jeweils 2
Kinder im Alter unserer Kinder, spielen manchmal Ballerspiele. Und
ihre Kinder auch. Soweit ich sehen kann besteht da keine Gefahr. Also,
es wird wieder einmal, das Pferd von der falschen Seite aufgezäumt. |
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