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Niemals!
Littleton. Ja, das war
schrecklich. Erfurt war ein Schock. Emsdetten war ein erneutes
Desaster. Für die Betroffenen. Die sind in ihren Reaktionen
entschuldigt, auch für Überreaktionen.
Ihnen gilt unser
Mitgefühl. (Auch so eine schöne, allseits anwendbare und von
Politikern aller Colour abgespulte Standardformel…)
Diejenigen die weiter
entfernt sind und keinen Angehörigen zu beklagen haben, sollten einen
kühleren Kopf bewahren und sich nicht kirre machen lassen.
Populistische Forderungen kommen zwar beim unbedarften
Bildzeitungsleser gut an, aber entsprechen nicht der Wahrheit.
Zitierte Statistiken kann man, je nach politischem Willen und
Zielrichtung interpretieren, aus den Zusammenhang reißen oder
verstümmeln.
Die
Grundsatzüberlegungen die ein Mensch als Fundament seiner Existenz
hat, (sofern er überhaupt welche hat, sich dazu Gedanken machte und
sie abschließend für sich formulierte) können von dem politischen
Tagesgeschrei, der Aufgeregtheit des Augenblicks und der
verständlichen Empörung nicht erfasst werden. Sonst wären es keine
Grundsätze und Überzeugungen, sie wären so oft austauschbar wie die
BILD erscheint: Also täglich!
Wir glauben an das
Grundrecht auf Bewegungsfreiheit. (Das war es übrigens wofür ganze 170 000
Demonstranten (!) von 17 Millionen Deutschen vor der Wende auf die
Straße gingen….) Es wäre absurd, angesichts der Verkehrsunfälle, der
Zahl der Toten im Straßenverkehr, dem Blödsinn den Menschen in
Einzelfällen mit ihrem Auto anstellen, allen Menschen das Werkzeug der
Bewegung, also das Auto zu verbieten. Und weil wir weder der
Zuverlässigkeit der BAHN, der Flugzeuge etc. vertrauen können,
transportieren wir uns selbst.

Warum sollte es bei der
Verteidigung anders sein? Warum sollten wir staatlich lizenzierten
Killern, egal ob sie den Namen Polizei, BND, KGB, Stasi, oder FBI
tragen, vertrauen? Unser Leben ihrer Unvollkommenheit, ihrer
Abhängigkeit vom Wollen ihres Arbeitgebers anvertrauen? Gerade die
letzten Ereignisse sprechen nicht gerade für die Zuverlässigkeit der
Exekutivorgane.
Deshalb halten wir das
Recht auf eine eigene Waffe auch in der Nach-Michael-Moore-Ära, nach
Littleton, Erfurt und Emsdetten, für ein Grundrecht, auf das wir nie
verzichten können. Wir müssen Waffen nicht benutzen. Und wir sollten
dem Schicksal dankbar sein, wenn wir nicht in die Verlegenheit kommen
uns ihrer bedienen zu müssen.
Aber das Recht auf
Waffenbesitz aufgeben? Niemals!
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