| |
Amerikaner
intelligenter als ihre Regierung
Tatsächlich, der
„Durchschnittsamerikaner“ hat, im Gegensatz zur europäischen
Einschätzung von ihm, längst wahrgenommen, dass Amerika im Ausland
als arrogant wahrgenommen wird. Das Amerikaner derlei Attitude nur
in seltenen Fällen zur Schau tragen, wird in Europa
geflissentlich, weil nicht ins Bild passend, übersehen. Ich habe
jedenfalls im Ausland mehr arrogante Deutsche kennen gelernt, als
arrogante Amerikaner.
Aber natürlich, und
da liegen die Ami’s in der Einschätzung ihrer eigenen Regierung
sicher richtig, Amerika’s Regierung kann man, selbst wenn man
gutwillig ist, als arrogant wahrnehmen. Und über etliche
Entscheidungen der letzten Jahre kann man unterschiedlicher
Auffassung sein. Ob das Bedrohungsszenario übertrieben dargestellt
wird? Ich glaube nicht. Amerika ist und bleibt das Target Nr. 1.
Dieses Ziel wird
Amerika auch bleiben, denn es repräsentiert das, was wir alle
wollen, eine Fortsetzung unseres westlichen Lebensstils. Bei aller
Unzufriedenheit mit einzelnen Entscheidungen, ja dem Sehen der
Fehlentscheidungen, der sichtbaren Arroganz einer abgehobenen und
sich vom Mehrheitswillen der Bevölkerung entfernenden Regierung:
Unserer Sympathien sollten die Amerikaner auch weiter sicher sein.
Es gibt ja auch,
emotionslos betrachtet, keine Alternative. Es sei denn man
vertraut auf einen Wandlungswillen eines aggressiven Islam und
dessen Verzicht auf die Scharisierung und geistige Landnahme
unserer Gesellschaften. Und man vertraut auf die Einsicht und den
Gewaltverzicht noch durchgeknallterer Potentaten.
Die Hoffnung auf
einen Gesundungsprozess Amerika’s ist da noch größer. Zum Einen
gibt es immer noch mutige Richter, die, wenn auch verspätet,
paranoides Ausufern bremsen und auf den Boden der
Rechtsstaatlichkeit zurückholen. Zum Anderen kann man davon
ausgehen, dass selbst nach dem erfolgten Supergau des kollabierten
US-Dollarsystems, Amerikaner stark genug sind sich selbst zu
regenerieren. Dann vielleicht mit einer weniger arroganten
Regierung. |
|