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Rebellog
is consistent
against the joining of the Turkey to the EU

Ich beobachte gerne
Kinder. An ihren Umgangsformen und Reaktionen kann man eine
Ursprünglichkeit studieren die noch nicht von Regularien und
politischen Korrektheitsüberlegungen geformt und verbogen wurde.
Beispiel: Gestern wollten sie verstecken spielen in unserem
Abenteuerwald. Ein neues Kind stieß zu der Gruppe. Nach kurzer
Zeit fing es an zu maulen und versuchte die Gruppe zu dominieren.
Das ließen sich meine Kinder und die engeren Freunde nicht lange
gefallen, ließen den Jungen stehen und spielten ohne ihn weiter.
Ihm wurde, kindlich, aber ganz klar signalisiert, dass er sich den
Gruppenregeln anzupassen habe. Oder er hätte die Konsequenzen
zu tragen und könne nicht mitspielen.
Die Türkei will
einer Gruppe von Spielern beitreten. Die Mehrheit dieser Gruppe
hat sich bereits ihre Regeln gegeben, nicht gestern, sondern schon
vor langer Zeit. Sie hat ihre Traditionen in Kunst, Kultur und
Wissenschaft. Im Umgang, in der Erziehung, in der
Familienorganisation. Bisher hat die Türkei nicht gezeigt, dass
sie willens und fähig ist die Regeln der Gruppe zu akzeptieren und
nicht versuchen wird die Gruppe zu dominieren.
So einfach ist
das.
Es gibt für die
Zukunft zwei Möglichkeiten: Die Türkei fährt weiter ihren
Konfrontationskurs und unsere Beschwichtiger und Kompromisshampels
öffnen ihr die Tür und lassen sie als Dauernörgler in die Gruppe.
Dann haben wir 2050 weder „Leda mit dem Schwan“ noch „Susanna im
Bade“ oder eben die obige Version von
Delacroix in
unseren Museen und Kunstbüchern.
Oder wir besinnen
uns auf unsere Spielregeln und erwarten von einem Neumitglied
deren Akzeptanz. Dann wird die Türkei, und das zurecht, draußen
bleiben.
Aus unserer
Sicht wäre das kein Verlust.
SPIEGEL
Journal
of Turkish Weekly |