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Deutsche Politiker bekifft?
Ich
machs jetzt auch mal so wie es Teile unserer Presse machen, sie
wissen schon BILD oder BZ, aber auch so genannte „seriöse“
Blätter: Ich stelle eine Vermutung als Überschrift in den Raum.
Dieses „Könnte-Vielleicht“ hat was, denn es ist, bei genauer
Betrachtung, nicht ausgeschlossen, dass die Überschrift einen
Wahrheitsgehalt zwischen 0 und 100 Prozent hat. Das ist sehr genau
eingegrenzt und entspricht etwa den Genauigkeitsvorgaben der
Boulevardpresse.
Schauen wir uns
dann die Äußerungen der Politiker genauer an, sagen wir mal von
Herrn Müntefering,
Herrn Lafontaine oder Herrn Beck,
Kurt Beck meine ich jetzt, (Volker Beck scheidet hier aus, denn
das der bekifft ist, da gibt’s gar keinen Zweifel…) dann kann
einem schon der Verdacht kommen, dass den Herren die
Cannabispflanze so vertraut ist wie mir das Frühstücksbrötchen.
Warum sollte es nun ausgerechnet bei deutschen Politikern anders
sein, als bei ihren italienischen Kollegen? Würden wir darauf
bestehen, dass es anders wäre, könnte man uns das als deutschen
Hochmut ankreiden und das will ja auch keiner. Also fassen wir
zusammen, da italienische Parlamentarier kiffen, kiffen auch
Deutsche. Schließlich sind wir in einer Union und da gleicht man
nicht nur die Erbsengrößen an, sondern auch die Dummheit der
Vorschläge, Erlasse, Verordnungen und eben auch des persönlichen
Verhaltens.
Rausgekommen ist
das bei uns nur noch nicht deshalb, weil unsere Politiker in den
Fernsehräten sitzen und die Pressefritzen mit ihnen die Schulbank
gedrückt haben. Und da hackt man sich nicht das Auge aus und den
Hanfstängel um. 
Ach übrigens:
Herr Grass kifft auch, aber der darf, der sitz ja nicht im
Parlament...
Worum geht's. Ah
ja, hier:
Jeder 3.
Parlamentarier nimmt Drogen
Ein TV-Sender führte unter einem Vorwand Drogenschnelltests durch
- mit überraschenden Ergebnissen. Die Sendung wurde verboten.
Rom – Für die bekannte Satire-Show "La Lene" des
Berlusconi-Senders Italia Uno hatten die Fernsehleute 50
Parlamentariern Make-up aufgetragen; unter dem Vorwand, sie
sollten an einer TV-Debatte über die Haushaltspolitik teilnehmen.
Das Make-up enthielt Chemikalien, die die Präsenz von Drogen im
menschlichen Schweiß aufspüren können. Laut Sender kann damit
festgestellt werden, ob die betreffende Person in den letzten 36
Stunden Drogen genommen habe. Das überraschende Ergebnis: Zwölf
Personen (24 Prozent) haben Cannabis und vier Personen (zwölf
Prozent) Kokain genommen. Beide Drogen sind in Italien verboten.

Die Behörde zum Schutz der bürgerlichen Freiheiten untersagte am
Dienstag die für den Abend geplante Ausstrahlung der
Fernsehsendung, in der 16 Parlamentsabgeordnete heimlich des
Rauschgiftkonsums überführt wurden. Der Vorfall löste eine hitzige
politische Debatte aus. Die Behörde verbot die Nutzung der bei dem
heimlichen Drogentest gesammelten persönlichen Daten. Es handele
sich um die "illegale Erhebung sensibler Daten aus dem
Gesundheitsbereich", so die Begründung. Italia Uno protestierte:
In der Sendung hätten die Namen der betroffenen Politiker nicht
genannt werden sollen, betonte Moderator Davide Parenti.
Die im April abgewählte Regierung von Silvio Berlusconi hatte
Anfang dieses Jahres ein neues strenges Drogengesetz
verabschiedet. Das Gesetz bestraft nicht nur die Produktion und
den Handel, sondern auch den Besitz von Suchtgift für den
Eigengebrauch. Hinzu wurde die bisherige Unterscheidung zwischen
"harten" und "weichen" Drogen aufgehoben.
Artikel vom 10.10.2006
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