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Die
gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug
und wie
EU-Idioten Umsicht und Verantwortung von Eltern mit
bürokratischen Vorgaben glauben ersetzen zu können...
Als ich mir
Kinder „anschaffte“ war ich mir darüber klar, dass ich nun
umsichtiger und weniger verträumt den Alltag meistern müsse als im
vorhergehenden reinen Eheleben oder der Junggesellenlotterzeit
davor. Und da ich/wir uns für Kinder bewusst entschieden haben
und nicht von einer Niederkunft wie einer Tsunamiwelle überrascht
wurden, haben wir uns auch vorher darüber Gedanken gemacht, wie
wir mit den Kindern umgehen, welche Erziehungsziele wir haben und
wie wir sie umsetzen.
Auch über
die Aufgabenverteilung haben wir nachgedacht und bis heute, also
bereits 15 Jahre lang, einen Modus gefunden der uns alle zufrieden
stellt. So war das übrigens auch in meiner ersten Ehe mit meinen
ersten Kindern – darüber gab es keinen Dissens.
Umsichtig
wollten wir sein, unsere Kinder vor Schlimmem und auch vor
Unfällen bewahren. Das wir diese Umsichtigkeit, die wir für uns
selbst als notwendig erkannten, auch an unsere Kinder weitergeben
wollten war uns immer klar. An unsere Kinder weitergeben, das
hieß und heißt bis auf den heutigen Tag, sie sind jetzt 10 und 7,
ihnen Gefahren aufzuzeigen, sie auch mal an Gefahren heranzuführen
und selbst Erfahrungen, kontrollierte Erfahrungen machen zu
lassen. Der Lerneffekt einer kontrolliert herbeigeführten
Gefahrensituation ist überwältigend, beeindruckend und nachhaltig.
Und er ersetzt jede Ermahnung, jeden Aufkleber, jeden
Sicherheitsverschluss.

Und trotz
aller Kindersicherungen, Schutzkappen an Lichtschaltern,
Verschlusskappen an Pillenschachteln wo selbst mir die Fingernägel
brechen, knallroten Hinweisschildern en masse, etc. schaffen es
Kinder immer wieder diese zu umgehen und ihre Neugier zu
befriedigen. Ich halte das für ein Zeichen von Intelligenz und
für ein noch größeres Zeichen von Intelligenz halte ich es, wenn
dann im Kind die Alarmglocke angeht und das zuvor einmal praktisch
im Versuch mit den Eltern Erlernte umgesetzt, angewendet und der
Rückzug angetreten wird.
Nun gibt
es aber Menschen denen es an wirklicher beruflicher
Herausforderung fehlt. Die ihren lieben langen, langweiligen
Arbeitstag damit verbringen sich Regeln, Regelwerke, Verordnungen
und Verfahren auszudenken, die den Bürger immer weiter von seiner
persönlichen Verantwortung entfernen und von seiner Umsichtigkeit
und seinem Nachdenken befreien sollen. Gleichzeitig weisen diese
Menschen damit ihre enorme Wichtigkeit nach und wie unverzichtbar
sie sind. Diese Menschen arbeiten bei der EU, nennen sich Beamte
und denken auch so. Sie arbeiten ständig an der Infantilisierung
und Entmündigung des EU-Menschen, arbeiten daran, dass er
letztlich nur noch in der Lage ist EU-genormte Artikel zu bedienen
und des Nachdenkens über Improvisation, unkonventionelle
Problemlösungen und die Verantwortung im Erziehungsprozess seiner
Kinder enthoben zu sein. Zugleich sichern sie sich ihre
Arbeitsplätze auf Jahrzehnte, sollte jemals der Anschein einer
Überflüssigkeit ihres Jobs auftauchen werden sie schnell ein neues
Kontrollverfahren, eine neue Verordnung initiieren.
Jüngstes
Beispiel ist eine Kindersicherung an Feuerzeugen. Erstens sollen
Kinder weniger rauchen, besonders die unter 4 Jahren, weshalb man
Feuerzeuge für diese Gruppe anwendungsunfreundlicher machen will.
Zweitens will man Eltern Gelegenheit geben mehr Zeit außer Haus
zu verbringen, etwa wie Paulinchen’s Eltern: „Paulinchen war
allein zu Haus, die Eltern waren beide aus…“ Da reicht nicht eine
Empfehlung an Hersteller und Importeure. Nein da muss ein Gesetz
her, welches das jeweilige nationale Parlament entsprechend der
EU-Vorgabe zwingend zu verabschieden hat. Und da müssen Tester her. Nicht
irgendwelche: Jeweils 100 Kinder sollen testen, in 5 Prüfgruppen,
genau aufgeschlüsselt nach Alter, aber nicht älter als 51 Monate,
zum Test in Räume verbracht die ihnen zunächst vertraut gemacht
werden müssen. Und natürlich müssen aus Steuermitteln bezahlte
Beobachter genaue Berichte schreiben, auswerten, das muss
übersetzt werden, dann….na und so weiter.
Wirklich,
sie brauchen ihre Kinder nicht mehr beaufsichtigen, kehren sie zu
ihrem Lotterleben zurück. Bringen sie ihren Kindern auch nicht bei
wie sie Gefahren erkennen und ausweichen können. Und bringen sie
ihnen auch nicht bei zu denken. Lehren sie ihre Kinder nur
anonymen EU-Bamten zu vertrauen. Das reicht, dann sie gewappnet,
jedenfalls für ein Leben in der EU.
Hatte ich
da nicht noch einen Wunsch frei? Welche Idioten denken sich so was
aus? Zu gern würde ich mal einen dieser Masturbanten kennen
lernen. Und ihm in die ungeschützten Eier treten. Aber vermutlich
haben EU-Beamte vorgesorgt und tragen, man kann ja nie wissen,
einen aufwendig getesteten Hodenschutz.
Die WELT
FAZ
TAGESSPIEGEL
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