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Narnia für Mütter und Väter Es gibt Mitmenschen
die wollen keine Kinder. Das ist unpopulär und gerade jetzt in der politischen Diskussion. Angesichts des westlichen Bevölkerungsschwundes und des drohenden und garantiert kommenden Kollapses unseres Rentensystems (nicht nur unseres…) ist der kollektive Druck, „Kinder zu machen“ durchaus da und nimmt wieder zu. Das bei aller Einsicht in die
Notwendigkeit die westlichen Individualgesellschaften vor einem Islamofaschismus durch mehr „Kinderproduktion“ zu schützen, die Freiheit sich für oder gegen Kinder zu entscheiden nicht zur Disposition stehen darf, leuchtet einigen Politstrategen nicht mehr ein. Sicher, wir sind (noch) nicht an dem Punkt wo mit staatlichem Zwang in die
Familienplanung eingegriffen wird, aber eine mediale Ächtung kinderloser Ehepaare ist bereits unfairer Usus.
Diejenigen aber, die sich für Kinder entschieden haben, (Haben sie das wirklich alle bewusst getan? Mein Eindruck ist eher „nein“…) haben sich ja, so ist zu hoffen, vorher Gedanken gemacht wie und in welchem Geist, mit welchen Aktivitäten und welchen Anregungen, sie ihre Kinder aufwachsen lassen wollen. Also, in aller Bescheidenheit, ich habe
mir Gedanken gemacht, mehr als einmal, und auch Fantasien entwickelt, wo ich mir vorstellte was ich so mit meinen Kindern, solange sie Kinder sind, machen werde. Zum Beispiel Märchen vorlesen. Und Sagen und Fabeln. Dabei
habe ich natürlich völlig unberücksichtigt gelassen, daß meine Worte, meine, noch so anschaulichen und ausmalenden Schilderungen, niemals das Bild, die Visualisierung einer Story, via DVD, ersetzen können. Mein Märchen, kann noch so lebendig erzählt oder vorgetragen sein, gibt es die Möglichkeit eine blöde „Skoopy-Doo“ DVD zu erhaschen oder
„Power-Paws“ oder einen „Beethoven Film“ 5.Folge, dann steh ich da wie „Butter an der Sonne“. Wobei ich gegen einen Beethoven-Film ja gar nichts hätte, aber leider entpupt sich Beethoven nicht als Komponist sondern als schlabbernder Großköter der über die Mattscheibe springt. Ich bin nur froh, daß er sich nicht auf unserem Teppich wälzt und
meine Hosen voll sabbert, sondern schön im Fernseher bleibt.
Es ist also nicht einfach gegen Hollywood, Disney und Pixar anzukommen. Als Vater, mit dem Buch in der Hand, bist Du „out“. Jedenfalls solange nicht irgendeine Silberscheibe zur Verfügung steht. Nur, wenn gar nichts greifbar, keine DVD, kein VHS, kein Game-Boy, nix mit Knöppen und Tasten, dann hast Du als Vater oder Mutter eine Chance, deine
Geschichte, ----- äh, loszuwerden. Vorgestern war es mal wieder so. Die
Kinder spielen LEGO, was ich sehr unterstütze, ist es doch kreativ und sie haben sich inzwischen auch weit von den vorgegebenen Konstruktionen
entfernt. Ich komme also mit einer Ausgabe der „Deutschen Heldensagen“. Ganz ergriffen bin ich, ist das Buch doch meinem Vater 1940 von seinem Onkel Bob zum 13. Geburtstag geschenkt worden. Ich freue mich also auch darauf von Siegfried und Krimhild, von Gunter, Gernot, Giselher und von Hagen von Tronje vorlesen zu können. Wie sich Siegfried
im Drachenblute wälzt. Wie Hagen ihm die Lanze zwischen die Schulterblätter sticht. Ich meine, das ist doch aufregend, da kann doch die Fantasie abgehen, oder nicht? Mir ging sie durch in dem Alter, besonders habe ich mir vorgestellt Hagens Trankappe zu besitzen und für meine Umwelt unsichtbar zu sein. Die Kinder bauen also, ich lese. Ich bin
gerade an der Stelle, wo Siegfried die Jungfrau Krimhild zum ersten Mal sieht, und ich nun selber, nach über 40 Jahren gespannt bin wie es, im Einzelnen, weitergeht….da kommt meine Frau nach hause:

„Kinder“, sagt sie, „wisst ihr was? Heute ist „Narnia“ auf DVD rausgekommen. Erster Tag, ich habe gleich an Euch gedacht und eine mitgebracht. Morgen will Blockbuster sie zurück, wir könnten sie also zweimal sehen….“ Die Kinder sind „Feuer und Flamme“ und kaum zu halten.
„Krimhild“, sage ich vorsichtig und versuche im Text fortzufahren: „Da ging die minnigliche Jungfrau Krimhild wie das Morgenrot, das aus trüben Wolken scheint und von ihren Kleidern leuchtete mancher helle Edelstein. Wie der lichte Mond vor den Sternen steht und ihren Glanz verdunkelt, so stand Krimhild vor…“

Ich schaue auf, keiner hört mir zu. Ich klappe das Buch zu. Na gut, dann eben „The Chronicles of Narnia”. Und ich gebe es zu: Wunderschön, spannend, eine opulente Farbkaskade, ein digitales Meisterwerk, irre was die so machen in Hollywood, faszinierend für Kinder und Mütter und Väter. Ein Familienfilm eben. Nach 2 Stunden ist der Spaß vorbei.
Die Nibelungen hätten einige Wochen gedauert.

Ich kapituliere. Narnia ist auch Sage, auch nicht von dieser Welt. In Konkurrenz zu den Nibelungen hat nicht Narnia, aber die “Erzählform“ Superfilm auf DVD gewonnen. Aber ich habe einen langen Atem. Irgendwann, irgendwann werde ich wohl weiterlesen wie Siegfried nun endlich zu seiner Krimhild kam.
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Die Chroniken von Narnia "Die Chroniken von Narnia sind eine sieben Bücher umfassende Serie von Fantasy-Romanen, die zwischen 1950 und 1956 vom britischen Schriftsteller C. S. Lewis geschrieben und veröffentlicht wurden
und sein mit Abstand bekanntestes Werk darstellen. Mehr als 95 Millionen Ausgaben der Bücher wurden in 41 Sprachen verkauft und in Radio, Fernsehen, Theater und Kino umgesetzt. Die Chroniken thematisieren christliche Motive, enthalten aber auch Anleihen aus der griechischen und römischen Mythologie sowie traditionellen englischen und irischen
Märchen. Die Bücher sind überdies für ihre von Pauline Baynes angefertigten Illustrationen bekannt und veranschaulichen verschiedene Aspekte gesellschaftlicher Wertvorstellungen auf eine Weise, die diese auch für Kinder zugänglich macht.
Die Chroniken erzählen die Abenteuer verschiedener Kinder, die eine zentrale Rolle in der magischen Welt Narnia spielen." http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Chroniken_von_Narnia
Die Nibelungen "Das Nibelungenlied ist ein mittelalterliches Heldenepos. Es entstand im 13. Jahrhundert
und wurde in der damaligen Volkssprache Mittelhochdeutsch aufgeschrieben. Der Titel, unter dem es seit seiner Wiederentdeckung Mitte des 18. Jahrhunderts bekannt ist, leitet sich von der Schlusszeile in einer der beiden Haupttextfassungen ab: hie hât daz mære ein ende: daz ist der Nibelunge liet ("hier ist die Geschichte zu Ende: das ist das
'Lied von den Nibelungen'"). Allerdings muss man beachten, dass "liet" im Mittelhochdeutschen nicht als "Lied" in unserem Sinne zu verstehen ist, sondern "Strophen" oder "Epos" bedeuten kann. Angehängt an das Nibelungenlied ist in den mittelalterlichen Handschriften eine formal eigenständige Erzählung, die das Geschehen fortzusetzen und zu
rekapitulieren scheint, die 'Klage'. Das Nibelungenlied ist die hochmittelalterliche deutsche Ausformung der Nibelungensage, deren Ursprünge bis in das heroische Zeitalter der germanischen Völkerwanderungen zurückreichen. Ein historischer Kern der Sage ist die Zerschlagung des Burgundenreiches im Raum von Worms in der Spätantike (um 436)
durch den römischen Heermeister Aëtius mit Hilfe hunnischer Hilfstruppen. Weitere historische Ereignisse, die hier vermutlich eine Rolle spielen, sind der Streit im Haus der Merowinger zwischen Brunichild und Fredegunde sowie die Hochzeit zwischen Attila und der burgundischen Prinzessin Ildikó (453). Vgl. dazu den Artikel Nibelungensage."
http://de.wikipedia.org/wiki/Nibelungen |
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