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Robin Renitent,    21. April 2006

   

mail 

We seem to have overcome

Soviet fascism, though the heirs

of Nazi-fascism live; but the biggest threat

to freedom lies

in Islamic fascism.

 

  Freedom is not

self-evident. 

 

We are at war – and we have to defend ourselves. 

 For the sake of

our children.

 

   
 

Das verletzte religiöse Gefühl und die Religion als Herrschaftsform.
Gedanken zum Streit um die Mohammedkarikaturen

Heute (18.02.06) las ich in der Tageszeitung, Günther Grass sei zu der bemerkenswerten Erkenntnis gekommen, dass die Mohammed-Karikaturen in der konservativen Tageszeitung Jyllands-Posten ihn "an die berühmte Zeitung der Nazi-Zeit, den Stürmer", erinnern. Dort, meint er, "wurden antisemitische Karikaturen desselben Stils veröffentlicht"
Nun sind aber die Karikaturen im Jyland-Posten alles andere als antisemitisch, wie ich in meinem Artikel zeige. Sie denunzieren vielmehr eine schlechte, marode Herrschaftsform, die in islamischen Ländern verbreitet ist und sich religiös legitimiert. Diese marode Herrschaft, deren Führer einst mit Nazis paktierten, - nicht die dänische Zeitung - produziert in den von ihr kontrollierten arabischen Medien Tag für Tag antisemitische Hetzkarikaturen, wie sie im Stürmer üblich waren (s. mein Artikel), ohne dass Grass in schlechter deutscher Tradition je ein Wort darüber verloren hätte. Die dänische Tageszeitung dagegen denunziert mit ihren Karikaturen diese üble Herrschaftspraxis und ihre willigen religiösen Helfer. Aber das mag der deutsche Verstand einfach nicht begreifen. Er und sein Fürsprecher Grass können nicht davon lassen, die Juden, heute insbesondere den Judenstaat, für das Übel der Welt zu erklären und jene, die sie und ihn mit Stürmerkarikaturen, Kamikazekriegsführung und demnächst mit dem nuklearen Holocaust bedrohen, vor jeder und gegen jede Erfahrung für Gutmenschen zu halten. Weil Grass sich selbst für "moralisch gut" und die Deutschen, die 1945 in der Dresdner Bombennacht und auf der Wilhelm Gustloff umkamen, für unschuldige Opfer des alliierten Terrors hält, müsssen die Anderen böse Täter gewesen sein. Weil das Böseste für die postfaschistischen deutschen Ideologen von heute die Nazis sind, von denen sie sich um ihrer Akzeptabilität willen auf's Entschiedenste distanzieren müssen, die Deutschen aber gut, müssen nach der verqueren deutschen Psycho-Logik die Amerikaner die "eigentlichen Nazis" (gewesen) sein und die Deutschen als deren unschuldige Opfer die "eigentlichen Juden". Und die Juden, die von Deutschen ermordet wurden, oder die wenigen, die entronnen waren und mit der amerikanischen Armee als Sieger nach Deutschland zurückkamen oder aber in das Land zurückgekehrt waren, aus dem ihre Vorväter einst unter schrecklichen Umständen vertrieben worden waren, und sie sich dort ihrer Haut zu wehren wussten? Nun, sie müssen nach dieser deutschen Psycho-Logilk ebenfalls "eigentliche Nazis" sein. Auf diese Weise werden dann zwangsläufig auch der Mufti von Jerusalem, der mit den Nazis zusammenarbeitete und sich mit großem Engagement an deren Vernichtung beteiligte, seine ideologischen Erben, die den Judenmord zum Programm erhoben haben, und politischen Regime, die dieses Programm fördern, zu "eigentlichen Juden " und die konservative dänische Tageszeitung, die die schlechte Herrschaft dieser "Eliten" denunziert, umgekehrt zum "Nazi-Stürmer." Das ist deutsche Psycho-Logik.


Selbstverständlich und ganz konsequent wird am Ende der Assoziationskette - und Ideologen dieser Fasson sind immer "ganz konsequent", sie sagen A nur, damit sie das gewünschte B als unausweichliche Konsequenz ausgeben können - der Staat der Juden zum eigentlichen Bösewicht, sprich "Nazi.Staat" von heute. Das kann nicht anders sein, weil aus Sicht der "guten Deutschen", deren "kollektives Unbewußtes" Grass die passenden Worte gibt, sie selbst und ihre "Mitstreiter", die ideologischen Erben des Mufti, die " unschuldigen Opfer" der Bomben der Alliierten und der israelischen Juden sind und also die "eigentlichen Juden". Am Ende sind die wirklichen Stürmer-Karikaturen in der arabischen Welt, die die Mentalität des Vernichtungsantisemitismus propagieren, Karikaturen, die der Bewahrung des Weltfriedens dienen. (So dachte im übrigen schon Hitler von seinem antimemitischen Kampf) Denn wer kann schon dagegen sein, dass man "Nazis" (=israelische Juden) auch mit solchen Karikaturen, wie ich sie in meinem Artikel zu Ihrer Information wiedergebe, bekämpft? Mindestens aber sind solche arabischen Karikaturen als Bestandteil der "kulturellen Identität der islamischen Länder" zu achten, die dänischen Karikaturen aber als angebliche Kulturlosigkeit zu verwerfen.
Es ist wirklich alles verkehrt in der Deutschen Welt des Günter Grass. Eines aber bleibt bei aller Verkehrtheit stets konstant: die Identifikation mit Deutschland und seinem "guten" deutschen Geist. "Du bist Deutschland" ist bei ihm wahr geworden, noch bevor es die entsprechende Medienkampagne gab Es ist gerade dieser kollektive Narzissmus und die immer noch nicht verwundene Kränkung dieses Narzsissmus durch den Sieg der Alliierten, die ihm zum Sprachrohr des ressentimentgeladenen "kollektiven Unbewußten" der Deutschen macht, als das er von ihnen geliebt wird. Weil der Sieg der Alliierten die Befreiung der Juden bedeutete und die wenigen, die Nazi-Deutschland entrinnen konnten, auf Seiten der Sieger kämpften, zählen sie im "kollektiven Unbewußten" der Deutschen wieder einmal, wie eh und je, zu den Schuldigen, denen die Kränkung heimzuzahlen ist. Man gönnt den israelischen Juden darum insgeheim auch nicht, dass sie denen, die den Staat Israel vernichten wollen, standhalten und Sieger bleiben.

Ideologie ist, so Marx, verkehrtes Bewusstsein, das gerade in seiner Verkehrtheit falsche Verhältnisse affirmiert. Die deutsche Ideologie und der "deutsche Sozialismus" ist eine der übelsten, reaktionärsten, ideologischen Formationen überhaupt. Sie verhökert das Beste, den Menschen und das Menschenrecht für's Schlechteste. In ihr wird das Menschenrecht als völkisches Recht oder "Völkerrecht" zu jener Ideologie, die Entmenschlichung als Erlösung propagiert oder aber der entmenschlichenden Herrschaft zu Kreuze kriecht.
Wie sehr Grass Unrecht hat, wie verdreht und verkehrt seine deutsche Welt ist, auch das möchte ich mit dem Artilkel "Das verletzte religiöse Gefühl. Die Religion als Herrschaftsform" zeigen .....


Im September 2005 veröffentlichte die dänische Zeitung Jyllands Posten zwölf satirische Zeichnungen, die den Propheten Muhammad zeigen. Darunter sind einige Karikaturen, die nun nach vielen Monaten, in denen gar nichts geschah, in der islamischen Welt Pogromstimmung erzeugen.


Ich zeige im Folgenden jene drei Karikaturen, auf die mit besonderer Heftigkeit reagiert wurde und kommentiere sie kurz:
Mullah auf einer Wolke, der - Petrus vergleichbar - den Eingang zum himmlischen Paradies bewacht. Er ruft den gerade dahingegangenen Selbstmordattentätern, die Einlass ins himmlische Paradies begehren und denen zum Lohn für ihre Taten bekanntlich zweiundsiebzig himmlische Jungfrauen versprochen sind, zu: „Stopp, uns sind die Jungfrauen ausgegangen". Ich finde die Karikatur witzig, gar nicht „unappetitlich" und erst recht nicht skandalös, wie in den Medien häufig behauptet wird. Sie stellt mit den Mitteln der Karikatur eine verächtliche Praxis heraus und gibt auf humorvolle Weise zu verstehen, was von dem religiösen Versprechen zu halten ist und wer der Dumme der religiösen Herrschaftspraxis ist, die mit solchen Versprechen arbeitet. Es ist „die Herde", die sich nun auf der Strasse austobt. Es sind diejenigen, die sich opfern und bereit sind, in den Tod zu gehen, um anderen den „real holocaust" zu bereiten, wie er zur Zeit Europa auf der Strasse angedroht wird. Die Karikatur trägt dazu bei, den streng religiösen Moslem zu enttäuschen, damit ,er denke und handle wie ein zu Verstande gekommener Mensch' (Marx). Die Karikatur sagt mit ihren Mitteln, was Marx so sagt: Die Religion „ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt."1


Skandalös ist nicht die Karikatur, sondern die schlechte Praxis, die sie denunziert. Skandalös ist, dass man diese schlechte Praxis in der westlichen Welt zunächst Jahrzehnte verschwieg oder ins Gegenteil verkehrte, indem man sie zur „legitimen Reaktion" von Arabern auf den Judenstaat und auf seine Selbstverteidigung gegen diejenigen, die ihm mit Vernichtung drohen und mit dem Willen zur Vernichtung angreifen, erklärte. Skandalös ist, dass nach all dem, was Juden in Deutschland schon angetan wurde, diese grauenhafte Herrschaftspraxis sogar noch mit Preisen belobigt wird, indem man einen Film, „paradise now", der derartige Herrschaftspraktiken als „moralischen Krieg" gegenüber dem (unmoralischen) Israel rechtfertigt, und eben diesen „moralischen Krieg" an der Seite Ahamadinedschads propagiert, auf der Berlinade preiskrönte. Es ist unbegreiflich, unfassbar, gleichwohl aber Wirklichkeit in Deutschland, in dem der Tod ein Meister ist.


Besonders große Empörung hat auch die folgende Mohammedkarikatur ausgelöst. Sie zeigt Mohammed mit einem Turban, der eine Bombe ist. Auch an dieser Karikatur ist nichts „Unappetitliches" und Skandalöses.Vielmehr ist es auch hier so, dass sie einen real existierenden Sachverhalt treffend ins Bild setzt. Es ist wahr, dass unter Berufung auf Allahs Wort, den Koran, gemordet und viele Tausende von Juden schon hingeschlachtet worden sind. Es ist wahr, dass der Anschlag auf die Twin Towers in New York Juden und Christen galt. Sie sollten im Namen Allahs ausgerottet werden. Es ist wahr, dass es viele terroristische islamische Gruppen gibt, deren einziges Ziel darin besteht, ihren angeblichen existentiellen Feind, „den Juden", und an zweiter Stelle, die Christen zu vernichten. AI Kaida ist nur eine von ihnen. Hier ist der Islam in der Tat zum Sprengstoff, zur Bombe geworden, und Erlösung wird als Vernichtung propagiert. Treffend ist auch, dass die Bombe auf dem Kopf sitzt. Denn in der Tat ist hier der Kopf selbst, das Glaubenssystem, ein überstrenges zwangsneurotisches Über-Ich, das zur Bombe geworden ist. Das illustriert der Turban als Bombe sehr richtig. Skandalös ist auch hier nicht die Karikatur, sondern skandalös ist, dass die Verhältnisse in der „islamischen Welt" so sind, dass die Bombe nicht entschärft werden kann, sondern die Bombenträger weithin in Schutz genommen und gedeckt werden. Skandalös ist, dass sich der Karikaturist, der die unangenehme Wahrheit ins Bild setzt, entschuldigen soll, die Bombe aber scharf bleibt. Wegen der nachfolgenden Karikatur verlangen Moslems in aller Welt Sanktionen gegen die Zeichner und jene Zeitungen, die sie veröffentlicht haben. In Frankreich ist daraufhin bereits ein Mitarbeiter einer bekannten französischen Zeitung entlassen worden. Er hatte die Zivilcourage, die Zeichnungen, darunter auch diese, zu veröffentlichen
Karl Marx, Zur Kritik der Hegeischen Rechtsphilosophie, in: MEW 1, S. 378

Die Karikatur zeigt einen Prediger in der Moschee, der mit seiner rechten Hand heranstürmende Krieger mit Krummsäbeln, zurückhält. Die Predigt soll nicht gestört werden. Das kann so verstanden werden, als sei der Prediger letztlich mit der Gewalt einverstanden, die die Krummsäbel ausüben, und als seien seine Worte nur die Tünche über der Gewalt, der schöne Schein, der nur notdürftig verdeckt, was vor sich geht. Es muss aber nicht so verstanden werden. Vielleicht glaubt der Prediger auch selbst, was er sagt. Aber gleichwohl bleibt auch dann bestehen: Er wendet sich den Krummsäbeln nicht zu und weist sie zurecht. Er setzt sich nicht mit ihnen auseinander und streitet für eine bessere, menschenfreundlichere, dem weltweiten Zusammenleben der Menschen auf dieser einen Erde zuträglicheren Interpretation des Korans, sondern er hält sie nur für die Dauer seiner Predigt zurück. So kann man der Gewalt nicht Herr werden. Auch das ist ein Doppelspiel, selbst wenn der Prediger an das glauben sollte, was er sagt: den friedlichen Islam.


Ich denke, solche Karikaturen müssen erlaubt sein. Viele, viel zu viele Anzeichen sprechen dafür, dass es sich in vielen islamischen Ländern so verhält, dass auch mitten in Europa in islamischen Gemeinden dieses Doppelspiel existiert und bei weitem nicht mit jener Entschiedenheit, die notwendig ist, für die Freiheit der Religionsausübung, die immer die Freiheit des Andersdenkenden ist, die Freiheit der Juden, der Christen, der Buddhisten und vieler anderer, gestritten wird.


Ein wütender Mob, Massen, die von ihren religiösen und staatlichen Führern aufgehetzt wurden, toben im Bündnis mit einer „Elite" antiintellektueller Intellektueller durch die Strassen und fühlen sich in ihrem falschen religiösen Gefühl, ihrem angeheizten „kollektiven Narzissmus", gekränkt. Mittlerweile sind die ersten Botschaften gestürmt. Dänische Waren werden boykottiert. Es brennen europäische Einrichtungen und dänische und andere Nationalfahnen. Man benutzt sie auch als Fußabtreter, um deutlich zu machen, was man von Menschen hält, die es wagen, die schlechte Herrschaftspraxis muslimischer „geistlicher" und „weltlicher Führer" beim Namen zu nennen oder ins Bild zu setzen. Gewalt, Mord und Totschlag wird all denen angedroht, die die angebliche Kränkung der „religiösen Gefühle" nicht zurücknehmen und sich in aller Form bei den religiösen und politischen Führern des Islam entschuldigen. Europa wird der „real holocaust" angedroht und unisono skandiert man auf den Strassen „Freiheit, fahr zur Hölle", „Rotte diejenigen aus, die den Islam beleidigen", „Europa, lerne durch den 11./9." etc. etc. Das sind Parolen der nazi-faschistischen Propaganda. Sie propagieren unverhohlen Erlösung des Islam durch Vernichtung, Erlösung durch den zweiten Holocaust.
 
 
     

     


Frauen demonstrieren am Mittwoch, dem 15.02. 2006, in Islamabad gegen die Mohammed-Karikaturen, die nach Günther Grass „antisemitische Karikaturen desselben Stils"sind, wie sie im Nazi-„Stürmer" veröffentlicht wurden. Es bleibt deswegen völlig unverständlich, was die Frauen mit ihrem Plakat sagen wollen.


Der Holocaust wird freilich nicht nur den Juden, sondern auch dem „verjudeten Europa" und vor allem dem „verjudeten Amerika" angedroht, es sei denn, das „verjudete Europa" unterwirft sich noch rechtzeitig den Forderungen der „einzig wahren Religion" und ihrer selbsternannten Vollstrecker. Die nukleare Bombe, die die Drohung mit dem realen weltweiten Holocaust wahr machen kann, ist in Arbeit. Die Raketen, die sie tragen werden, sind entwickelt.


Die Parolen des aufgehetzten Mobs sind klar und deutlich als faschistische Propaganda zu erkennen. Sie bringen in prägnanter Form den Geist jener „Elite" zur Sprache, die sie aufhetzt und für ihre dunklen Zwecke der Aufrechterhaltung einer ganz und gar überflüssig gewordenen, dem Glück der Menschheit im Wege stehenden, verrotteten Herrschaftsform missbraucht. Dieser Geist ist von derselben Art wie jener deutsche Geist, der 1933 in Deutschland „die Macht ergriff", nachdem er zuvor die kulturelle Hegemonie erreicht hatte. Es ist derselbe böse Geist im islamischen Schafsfell. Gleichwohl will diesen deutschen Geist ausgerechnet in Deutschland, von dem der Vernichtungsterror der Nazis ausging und in dem Parolen vom „Krebsgeschwür der Welt", von der „Ausrottung" des Nicht-Identischen und von der verdammten „Freiheit der Judenrepublik", die zur Hölle fahren soll, doch bekannt sein müssten, kaum einer als solchen erkennen. Nichts sehen und nichts wissen wollen vor allem jene, die sich „links" nennen: Ströbele, die TAZ, die Junge Welt und das Neue Deutschland, im Verein mit jenen Gutmenschen, die den Einsatz für das Gute und Christlich-Soziale zum Bombengeschäft gemacht habe, die Blüms und Neudecks. Wie immer leiten sie auch diesen Protest wieder auf ihre populistischen Mühlen und mahlen damit ihr schwarzes Mehl des Antiamerikanismus und Antizionismus, mit dem sie ihre Herde füttern und sich als weise Hirten in Szene setzen, die sich, koste es, was es wolle, darin gefällt, die Alternative im schlechten Bestehenden zu sein, diesmal sogar mit freundlicher Unterstützung der katholischen und Teilen der preußisch-protestantischen Kirche, die beide in ihrer gesamten Geschichte immer gegen die politische Emanzipation des Staates von der Religion gestritten und sie dann nur widerwillig hingenommen haben. Es verwundert darum nicht, dass sie heute auch ein großes Verständnis für den muslimischen „Protest" aufbringen.

Die Reaktionen der europäischen Presse und der europäischen Staatsführer auf die Forderungen nach Entschuldigung für die Kränkung der religiösen Gefühle der Anhänger der „einzig wahren Religion", sind im Großen und Ganzen ein Trauerspiel und zum Lachen, stünde nicht so viel auf dem Spiel. Die norwegische Presse überschlug und überschlägt sich darin, sich zu distanzieren und die dänische Zeitung den guten Umgang mit den „moralischen Kriegern" zu lehren. Die Norwegische Regierung bedauerte den Vorfall zutiefst. Auf keinen Fall, meint sie, dürfe gezeigt werde, was die hehren Krieger beleidigen oder kränken könnte, und was das ist, das haben selbstverständlich die Krieger selbst zu bestimmen. Da hält sich „der Norweger" raus. Die Parole heißt: Schweigen, sich nur ja nicht den Mund verbrennen, gute Geschäfte machen und nichts sehen und hören - und das als höhere Moral verkaufen. Ähnlich reagierte die englische und schwedische Presse: kein Abdruck der Karikaturen, kein Kommentar. Etwas anders ist die Lage in Deutschland und Frankreich. Hier haben es, soweit ich weiss, einige Zeitungen - in Deutschland „die Welt" und „die Zeit" - gewagt, einige Karikaturen zu veröffentlichen und die Diskussion um die Karikaturen und die Auseinandersetzung um die Veröffentlichung eröffnet. In Frankreich freilich ist daraufhin einer der verantwortlichen Redakteure sofort entlassen worden, ohne dass sich nennenswerter Widerstand dagegen regte. Die deutsche Regierungschefin verurteilt zwar die gewalttätigen Ausschreitungen von aufgebrachten Moslems, äußert aber zugleich tiefes Verständnis für die Kränkung der religiösen Gefühle der Moslems und findet es richtig, dass die dänische Zeitung sich für die Veröffentlichung der Karikaturen entschuldigt.


Es überwiegt der Konformismus, der seinen Frieden mit den Brandstiftern macht, indem er verleugnet, dass sie Brandstifter sind. Obwohl die gewalttätigen Reaktionen auf die angeprangerten Karikaturen voll und ganz bestätigen, was die Karikaturen durch Überzeichnung pointiert herausstellen, sollen die Karikaturisten nach nahezu einhelliger Meinung der europäischen Staatsführer und Presse widerrufen und „Jylland Posten" sich entschuldigen. Sind der Widerruf und die Entschuldigung erfolgt, ist die Kränkung aus der Welt. Darin sind sich nahezu alle einig. Auch darin sind sich die meisten einig: Gewalt und Gewaltandrohungen können nicht akzeptiert werden. Das Monopol legitimer Gewaltanwendung gehört dem Staat. Man nimmt um guter Geschäftsbeziehungen seit langem hin, dass der islamische Staat im Bereich seiner Souveränität im Vollzug seines Gewaltmonopols Menschen und Presseorgane, die an der herrschenden Religion und ihrer gewalttätigen Praxis Kritik üben, aufs Härteste verfolgt. Man vermeidet jede Kritik an dieser üblen Praxis und will im Gegenzug dazu einhandeln, dass dieser Staat und seine religiösen Wächter die geltende Ordnung hier anerkennen und sich in die „inneren Angelegenheiten" hier nicht einmischen.


Genau das, nichts anderes haben die in „Jylland Posten" veröffentlichten Karikaturen getan. Sie haben die Herrschaftspraxis an den Pranger gestellt. Einige tun das mit Witz und Humor. Es sind gelungene, scharfsinnige Karikaturen. Gewiss überzeichnen sie. Doch ist ihnen daraus kein Vorwurf zu machen. Denn es ist Sinn der Karikatur durch die Übertreibung das, was unter den Teppich gekehrt werden soll, in aller Schärfe ans Licht zu bringen. Ihre Wahrheit liegt in der gelungenen, treffsicheren Übertreibung. In diesem Sinne haben einige der veröffentlichten Karikaturen in „Jylland Posten" gute Arbeit geleistet. Sie haben für ihre Kritik der Religion als schlechter Herrschaftspraxis Beistand, Respekt und Achtung verdient. Davon aber ist in der veröffentlichten Meinung vor allem in den skandinavischen Ländern wenig zu spüren. Stattdessen wurde „Jylland Posten" bedrängt, sich für die Veröffentlichung der Karikaturen zu entschuldigen, und hat diesem Druck schließlich nachgegeben. Welch ein Sieg für den autoritären Charakter, der grundsätzlich nur die Macht akzeptiert, die Fakt ist. So hat er es sich doch immer schon vorgestellt: Er braucht nur mit den Faust auf den Tisch zu schlagen, mit Boykott zu drohen und den aufgehetzten Mob loszuschicken und schon

entschuldigt man sich bei ihm und sorgt für gutes Einvernehmen. Staatsmann Biedermann und Chefin Mustermann spielen das böse Spiel mit, das von faschistischen Führern in religiösem Gewand gespielt wird, indem sie so tun, als seien die gewaltsamen Ausschreitungen gegen europäische und jüdische Einrichtungen Monate nach den Veröffentlichungen wirklich ein „spontaner Aufstand" gekränkter Massen, während die Kränkung und die Ausschreitungen in Wahrheit ein inszeniertes Massenspektakel sind, um die entrechteten, erniedrigten und beleidigten Massen bei der Stange und eine schlechte, marode Herrschaftsform aufrecht zu erhalten. Sie bekräftigen den falschen Anspruch der Propagandachefs und Aufpeitscher, indem sie ihre Kränkung und Empörung als „berechtigt" deklarieren und die Gekränkten falsch zu friedliebenden Gläubigen ohne jeden Herrschaftsanspruch erklären, die selbstverständlich nicht aufpeitschen, brandstiften und blutige Massenspektakel inszenieren. Die autoritären Führer und ihr Mob erfahren das als Schwäche. Sie werden es deshalb wieder tun. Sie werden es wieder tun, weil ihnen kein Einhalt geboten wird und die autoritären Führer den falschen inszenierten Protest als Herrschaftsmittel, als Mittel zur Abfuhr von Frustration, Verzweiflung und Wut der erniedrigten und beleidigten Massen brauchen, deren Erniedrigung, Ausbeutung, Ohnmacht und Angst die Basis ihrer Herrschaft ist. Der angeheizte, falsche Protest gibt den Massen die Gelegenheit, ihre Frustration und ihre Wut, die sich gegen ihre veraltete, marode, überflüssige, der Freiheit und dem individuellen Glück der Menschen nur noch im Wege stehende Herrschaft richten müsste und dann auch berechtigt wäre, am falschen Objekt abzureagieren und sich, indem sie mit ihr im Bunde auf andere einzuschlägt, mit der Macht, die sie schlägt, zugleich aktiv zu identifizieren. Weil die hauptsächlich auf Bodenrente basierende Macht der autoritären Führer den Massen kaum etwas zu bieten hat und sich als zunehmend unfähig erweist, mit der kapitalistischen Entwicklung Schritt zu halten geschweige denn, darüber hinaus zu kommen, muss sie ihrer Gefolgschaft solch „lustvolle" Gelegenheiten zur destruktiven Identifikation als Ersatzbefriedigungen für das Versagte und als Mittel permanenter Täuschung anbieten, die verhindert, dass die von ihnen unterdrückten und ausgenommenen Menschen zu handeln beginnen wie enttäuschte und durch die Enttäuschung zu Verstand gekommene Menschen.


Religiöse Gefühle sind nicht als Gegebenheiten hinzunehmen. Das wäre schlechter Positivismus, über den schon der kritische Rationalismus von Popper und Albert hinaus gekommen ist. Religiöse Gefühle sind Bestandteile mehr oder weniger komplexer Einstellungs- und Glaubenssysteme, die eine kognitive, motivationale und affektive Komponente haben, wobei die Kognitionen deskriptive, präskriptive, wertende und erklärende Aussagen enthalten. Die affektive Komponente, das so genannte religiöse Gefühl, ist von den Kognitionen nicht trennbar. Diese Kognitionen aber sind einer rationalen Diskussion zugänglich und kritisch diskutierbar. Sie können falsch sein und haben sich deshalb an Gegenargumenten und an der geschichtlichen Erfahrung zu bewähren. Auch die Setzung, diese oder jenes „Wort" sei unmittelbar von Gott offenbart, z. B. das Wort ,dass die Frau dem Manne Untertan sein müsse' oder ,das Judentum und Christentum gegenüber dem Islam mindere Schriftreligionen' seien, kann falsch sein. Erweisen sich solche Aussagen als falsch, so können sie nicht von Gott offenbart gewesen sein. Es muss also andere Gründe dafür geben, dass sie in die Schrift hineingekommen sind. Die Schrift wäre folglich einer historischen Kritik zu unterziehen. Ändern sich die Kognitionen und Wertungen infolge der kritischen Diskussion, ändern sich auch die religiösen Affekte.


Religiöse Gefühle sind aber nicht nur, was ihre Geltung bzw. die Geltung der Kognitionen, mit denen die Gefühle verbunden sind, angeht, nicht als Gegebenheiten hinzunehmen. Sie sind ebenso wenig, was ihre Genese angeht, einfach nur hinzunehmen, sondern ihre Genese zu untersuchen unter der Frage: „Was hat man dir, du armes Kind, angetan?" Denn religiöse

Gefühle können in ihrer Sozial- und Psychogenese mit verinnerlichten Herrschaftsansprüchen, mit verinnerlichter Gewalt, mit Angst-, Ohnmachts- und introjizierten Schuldgefühlen ohne Realitätsgehalt zu tun haben. Sie können mit einem aufoktroyierten strengen Über-Ich zu tun haben, das die religiös legitimierte Herrschaftsform und die erzwungene „freiwillige" Selbstunterstellung des Subjekts garantiert und garantieren soll. Solche religiösen Gefühle sollen das Fragen an der richtigen Stelle verhindern. Sie haben die Funktion, die Einhaltung des Gebotes „Du sollst nicht merken, was Dir geschah" zu garantieren. Die Berufung auf solche Gefühle ist deshalb auf keinen Fall hinzunehmen. Erst recht ist nicht zu billigen, dass solche Gefühle manipuliert werden, um schlechte Herrschaftsverhältnisse für sakrosankt zu erklären. Vielmehr ist über die Sozio- und Psychogenese solcher Gefühle aufzuklären, damit die Menschheit von der kollektiven Zwangsneurose frei wird und Religion, wenn es sie dann noch gibt, ihr anderes Gesicht zeigen und diese andere Möglichkeit voll entfalten kann.


Gegen die Veröffentlichung der Karikaturen wird der Einwand erhoben, die Veröffentlichung diskriminiere eine Minderheit und schüre Xenophobie bzw. Islamophobie. Der erste Teil dieses Einwandes ist nicht besonders ernst zu nehmen. Denn der Islam gehört zu den größten Weltreligionen, und Muslime sind weit davon entfernt, auf der Welt eine Minderheit zu sein. Die Proteste gegen die in Dänemark veröffentlichten Karikaturen, die bis nach Indonesien reichen, machen das deutlich. Der zweite Teil dieses Einwandes dagegen ist sehr ernst zu nehmen. Denn ohne Zweifel gibt es Fremdenfeindlichkeit in Dänemark, Deutschland und anderswo in Europa. Die Karikaturen könnten von jenen, die solche Einstellungen haben, benutzt werden, mit Harne über Muslime herzuziehen und sich bestätigt zu fühlen, also eine durch karikierende Überzeichnung herausgestellte Wahrheit zur Rationalisierung von Voreingenommenheiten zu nutzen. Man kann auch mit der Wahrheit lügen. Das ist wahr. Aber wahr ist auch, dass mit dem Verweis darauf auch der Unterdrückung unangenehmer Wahrheiten das Wort geredet werden kann. Beides ist falsch. Richtig ist dagegen, die unangenehme, manchmal auch kränkende Wahrheit zu sagen und mit dieser, nicht durch ihr Verschweigen, gegen Lüge und schlechte Rationalisierungen zu streiten. Es gibt keine Emanzipation ohne das Streben nach Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Es gibt auch keine Gerechtigkeit ohne Wahrheit, und der Wahrheit kommt man nur durch die unablässige Kritik der Verhältnisse näher. Dazu ist die Freiheit der Kritik eine unabdingbare Voraussetzung. Zu der Kritik der Verhältnisse aber gehört die Kritik der Religion unabdingbar dazu, nicht weil die Religion ein besonders denkwürdiges Objekt ist, sondern weil durch die Kritik der Religion die geistlosen und elenden Verhältnisse getroffen werden können, deren geistiges Aroma die Religion ist und die der Religion als "Opium des Volkes" (Marx) bedürfen. „Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung die Illusion über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist." Wer diese Kritik, ob sie nun mit Worten oder in der Form von Karikaturen geschieht, unterdrückt oder jenen, die die Religion gegen ihre Kritik unter Berufung auf ihre „religiösen Gefühle" immunisieren wollen, Unterstützung gewährt, verrät die Forderung nach dem wirklichen Glück. Er verrät den kategorischen Imperativ, „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches menschliches Wesen ist."3 Dasselbe tut, wer die Kritik benutzt, nicht um den Menschen zu verhelfen sich zu emanzipieren, sondern sie herabzusetzen und Ressentiments gegen Minderheiten zu schüren.


2 Karl Marx, Zur Kritik der hegelschen Rechtsphilosophie, MEW 1, 379
3 ders, a.a.O., 385

In den Mohammedkarikaturen wird eine schlechte islamische Herrschaftspraxis - manchmal mit Witz - im Großen und Ganzen zutreffend karikiert. Viele, viel zu viele Anzeichen sprechen dafür, dass es sich in vielen islamischen Ländern so verhält, wie es in den Karikaturen herausgestellt wurde, und dass auch mitten in Europa in islamischen Gemeinden das Doppelspiel existiert, von dem ich oben sprach, und bei weitem nicht mit jener Entschiedenheit, die notwendig ist, für die Freiheit der Religionsausübung, die immer die Freiheit des Andersdenkenden ist, die Freiheit der Juden, der Christen, der Buddhisten und vieler anderer, gestritten wird.
Darauf aber kommt es an, meine islamischen Freunde. Wir können einig sein im Unterschied, indem wir uns vereint gegen diejenigen wenden, die den Unterschied nicht ertragen können, für die Unterschied immer mit Rangordnung verbunden ist und deshalb, weil sie nichts neben sich dulden und mit niemandem in seiner Verschiedenheit kommunizieren können, zum Krieg gegen Juden (und Christen), unbotmäßige Frauen und wer weiß gegen wen sonst noch aufrufen und nicht ruhen und rasten, bis die „richtige Rangordnung", in der sie oben und die anderen unten sind, wieder hergestellt ist. Lasst uns gemeinsam gegen die kämpfen, die meinen, ohne „die einzig richtige Rangordnung" nicht leben zu können - für ein Leben ohne diese Rangordnung. Dann sind wir einig im Unterschied.

Anhang:
Karikaturen aus muslimischen Staaten:
Über die Art und Weise, wie Herrschaftsformen und Herrschaftspraktiken unter dem Gesichtspunkt der Möglichkeit der individuellen und gesellschaftlichen Emanzipation von Herrschaft einzuschätzen sind, und wie ernst es demjenigen, der sich auf seine „religiösen Gefühle" beruft, mit dem Respekt vor den religiösen Gefühlen anderer ist, darüber gibt getreu dem Diktum von Rosa Luxemburg, dass Freiheit immer die Freiheit Andersdenkender ist, die Art und Weise Auskunft, wie diejenigen, die sich so empört zeigen, dass „Europa" die religiösen Gefühle der Moslems verletzt habe, selbst mit denen umgehen, die sie als „anders" wahrnehmen, und mit welchen Respekt sie dort, wo sie in der Mehrheit sind und über alle Macht und alle Medien verfügen, dem Andersdenkenden, vor allem der weltweiten Minderheit der Juden, begegnen. Damit Sie sich selbst ein Bild davon machen können, veröffentliche ich im Folgenden einige Karikaturen aus islamischen Ländern (aus Hagallil).
Der iranische Präsident Ahamadinedschad, der kürzlich wiederholt die Massenvernichtung der Juden in Europa zum Mythos erklärt und angekündigt hat, er werde Israel vernichten, wenn er die Mittel dazu hat, hält solche Karikaturen für die Wahrheit. Darin, dass sie in Europa bislang nicht veröffentlicht worden sind, sieht er einen Beweis dafür, dass die europäische Presse nicht frei ist. Er ließ verlauten: „Wenn Eure Zeitungen frei sind, warum veröffentlichen sie dann nichts über die Unschuld der Palästinenser und protestieren nicht gegen die Verbrechen der Zionisten."4 Man ahnt nach dieser Äußerung, wer nach Ahamadinedschad die europäische Press gängelt und mit seinen dunklen Machenschaften erreicht hat, dass die Mohammedkarikaturen veröffentlicht wurden. Dass Europa sich von jenen, die er, Ahamadinedschad der Große, in seinem Wahn zum auszurottenden „existentiellen Feind" der moslemischen Menschheit bestimmt hat, so sehr gängeln lässt, kränkt ihn gewaltig. Er hat deshalb auch prompt mit Sanktionen reagiert. Müssen die Europäer sich wirklich auch noch wegen diese „Kränkung" entschuldigen oder muss nicht klargestellt werden, dass der Kränkung eine pathische Projektion zugrunde liegt?


1.
Akhbar al-Khalij, January 29, 2006 (Bahrain)
As the Islamic world reacted with anger to caricatures of Muhammad in a Danish
newspaper, this cartoon claimed the controversy was a result of "The Penetration of
Kerstin Gehmlich, Europa erneut das Ziel des Hasses. Westfalenblatt, 07/02/2005. S. 4Zionism to Denmark." The cheese, shaped like a Star of David, is labeled "Danish pducts." The text on the far left reads, "Boycott it!"

 


2.
Ash-Sharq, January 17, 2006 (Qatar)
A stereotypical, hook-nosed Jew points toward "Iran's nuclear project."

 


3.
4. Star of David superimposed on the Third Reich flag. AI-Yawm (Saudi Arabia), November 30, 2005

 



6. Ar-Rai, November 5, 2005
"The Future of the Relationship Between The Palestinian Authority and the Hammas," AI-Ahram, July 27, 2005

 


7. AI-Yawm, December 4, 2005

 


14, 2005


10. Al-Watan, OctoberQ, 2005
11. The Jew is saying: "Now to our topic -1 will fast and this is my meal to break the
fast," while eating chicken on which is written: "Palestine."

 


12
The cartoon above, clearly depicting the railroad to the death camp at Auschwitz-Birkenau - but with Israeli flags replacing the Nazi ones - is from the Jordanian newspaper Ad-Dustur (October 19, 2003). The sign in Arabic reads: "Gaza Strip or the Israeli Annihilation Camp." This accentuates the widespread libel that Israel's policies towards the Palestinians have been comparable to Nazi actions towards Jews. Jordan is supposedly a moderate country at peace with Israel.

 


Af-Watxn (Qatar) S-23-02
In this cartoon, from Al-Watan newspaper in Qatar (June 23, 2002), Ariel Sharon is shown watching on the sidelines äs an Israeli plane crashes into New York's World Trade Center. The Arabic words alongside the Twin Towers are "The Peace." This cartoon restates the widely held myth in the Arab world that Israel and the Jews were responsible for the 9/11 attacks which were in fact carried out by al-Qaeda.

 


The cartoon above, from Arab News (April 10, 2002), shows Ariel Sharon wielding

 


13
a swastika-shaped axe to chop up Palestinian children. Arab News is a Saudi-based English language daily which is supposedly one of the Arab world's more moderate papers.


 

Dies ist ein  Gastbeitrag von Prof. Heinz Gess.  Wir bedanken uns bei Prof. Gess für diesen Beitrag, machen aber ausdrücklich darauf aufmerksam, daß unsere Auffassung in Einzelpunkten von der Auffassung von Prof. Gess abweichen kann. Veröffentlicht mit seiner freundlichen Genehmigung und im Original ebenfalls nachzulesen auf  der Webpage von Prof. Gess http://www.kritiknetz.de . Das Copyright liegt bei Heinz Gess/ kritiknetz.de

 
   

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