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Wie man sich unbeliebt macht
Ein absolut sicherer Führer in die Isolation.
Man kann sich auf verschiedene Weise unbeliebt machen. Man kann zum Beispiel seine Freude und Nachbarn beim Grillen fragen ob sie ein Freiheits-T-Shirt von Rebellog haben wollen. Nicht das sie eins kaufen müssen, aber fragen kann man ja mal. Antwort unserer besten Freundin:
"These make a good point Robin, but not something we would wear, no offense."
Na super, als ob Freiheit beleidigen könnte.
Wenn man schon vorher, also zur Kaffeezeit, für Verstimmung sorgen will kann man zum Beispiel einfließen lassen, daß man seit 2 Jahren kein Fernsehprogramm mehr empfangen kann. Da kann man sogar Zustimmung bekommen, allerdings sollte man die Frage mit dem Kuchen verschlucken ob der Gast einem auf diesem Wege folgen
will. Will er nicht, weil er nämlich Baseball sehen MUSS. Dagegen hat man nichts und man gönnt es ihm, allerdings hat die Frage in ihm den Verdacht geweckt, daß die Tatsache, das man sich gegen TV entschieden
hat etwas elitäres ist und ihn zu einem TV-Deppen degradiert. Dabei hatte man das gar nicht sagen wollen, man hatte nur erzählt, daß man für SICH so entschieden hat. Auch wenn man, weil es zwangsläufig irgendwann um Kindererziehung geht, einfließen lässt das man fast alles Spielzeug für die Kinder
selbst gebaut hat und den pädagogischen Vorteil einer aktiven Beteiligung der Kinder erwähnt, folgt der ersten opportunistischen Zustimmung ein böser Blick. Menschen mögen es nicht, wenn man ihnen ein schlechtes Gewissen einredet. Dabei bräuchten sie gar
keins haben…
Es gibt aber weitere Tricks sich schnell ins Abseits zu befördern. Wenn man zum Beispiel sagt, daß es ein Umweltverbrechen ist die Kinder am Schulbus 20 Minuten die Autoabgase einatmen zu lassen und „ob wir nicht alle die Motoren ausstellen könnten…“. Da
kommt, statt der Zustimmung, die bitterneidische Bemerkung: „Dein Auto ist nicht so kalt, Du hast eine Garage…“ Natürlich sollte man vermeiden zu sagen, daß das kein Grund ist die Kinder zu vergiften. Um nun dem Eindruck zu begegnen, daß man ein grüner Ökofuzzi ist sagt man, natürlich ohne provozieren
zu wollen, aber zur gerade herumgereichten kalten Platte passend, daß man Gengemüse bevorzugt, weil man es für gesünder hält. Jetzt bricht die Hölle los. Keiner kennt zwar irgendwelche Argumente, geschweige sucht eine Auseinandersetzung über die letzten Forschungsergebnisse, aber man muss froh
sein, wenn einem die kalte Platte nicht aus der Hand geschlagen wird. Das Thema Stammzellenforschung, die Abwanderung deutscher Akademiker ins Ausland etc.pp. schneiden wir nur an, wenn wir die, eigentlich für Mitternacht vorgesehene, Abschiedszeremonie auf den frühen Nachmittag
vorverlegen wollen.
Man kann sich auch, wie ich, einen Aufkleber ans Auto machen „Support our Troops“. Wenn das in Verbindung mit einer amerikanischen Flagge geschieht, muss man um sein Auto fürchten. Auch ein Israelaufkleber ist natürlich ein Ding der Unmöglichkeit. Na jedenfalls
in Deutschland. Und das, wo wir doch alle Gründe hätten Israel zu unterstützen. Aber es gibt Steigerungen und es fallen mir gleich noch einige Möglichkeiten ein. Man kann in seinem Blog posten, daß man es gut findet, daß Israel U-Boote hat und noch
welche dazu geliefert bekommt. Aus Deutschland. Und es nett wäre die, zwecks Abschreckung, mit Missels zu bestücken. Dann ist man völlig unten durch.
Man kann das weiter steigern. Man kann zum Beispiel sagen, daß Guantanamo einen nicht so aufregt wie die Geheimdienstzellen des iranischen oder chinesischen Geheimdienstes oder die Todeslager in Nordkorea. Und das die Gefangenen
durchschnittlich 3 kg zunehmen und frische Datteln eingeflogen werden. Das ist die Methode wie man ganz schnell Gäste loswird und man sich auf die übrig gebliebenen kalten Platten stürzen kann. Sehr zum Kummer meiner Süßen habe ich das drauf und wende diese Technik an wenn ich hungrig bin. Dabei hatte ich ihr
Sylvester versprochen abzunehmen. Aber das Jahr ist schon wieder 3 Monate alt und die Vorsätze etwas geschrumpft. Überhaupt ist Guantanamo der absolute Partykracher. Gleicht einem Sprengstoffgürtel. Ich habe es schon ausprobiert. Es ist die Methode selbst langjährige Freunde so zu verschrecken, daß sie frühestens nach
einem Jahr wieder anrufen. Wenn überhaupt. |
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