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Iranische Impressionen

Impression 1 An iranian soldire in front of Azadi complex sport hit a girl who wants to enter for watching Iran and Costa Rica football in Tehran on Wednesday March, 1, 2006(Yalda
Moayeri/sarmayeh photo) Ich klaue normalerweise nicht von anderen Blogs. Aber in Ausnahmefällen tue ich das, natürlich unter Nennung der Quelle. Dieses
Bild-Zitat sagt mehr als 1000 Worte über den Umgang mit Frauen.
Impression 2
Danish brokeback
February 23, 2006 A prominent Iranian director said, "Forget movies about gay cowboys. I'm making a movie about gay Arab suicide bombers who find it difficult to blow themselves up in a bus full of naked Danish male dancers."
(Source) Impression 3
Nun etwas weniger erfreuliches: Erinnern Sie sich noch an Karl-Eduard Richard Arthur von Schnitzler? Auch Sudel-Ede genannt? Also den typischen Schreiberling, der als Hardliner immer und unter allen
Umständen gemäß den Vorgaben seiner Regierung treu und fest die offizielle Linie vertritt. Das Feindbild das Ede ständig in seiner Sendung der Schwarze Kanal seinen Hörer und Zuschauern zu vermitteln suchte, sofern sie micht schon bei der Erkennungsmelodie abschalteten, war immer das Gleiche: Der böse, böse Kapitalismus und die bösen,
bösen Amis. Kann man Ede toppen?
Nein, eigentlich nicht. Aber ich habe jemanden gefunden der es versucht ihm gleichzutun. Zwar hat er keine eigene Fernsehsendung und er wird vermutlich auch nie Schnitzlers Prominenz erreichen, aber sonst ist er ihm schon recht ähnlich. Auch er hasst dem Kapitalismus, den Westen und die Amerikaner. Dabei schreibt er unter dem Pseudonym
Ahmed Ibn Fahdlan. Ahmed Ibn Fahdlan ist eigentlich ein arabischer Edelmann und eine Figur aus dem Film The 13th Warrior (der 13.Krieger) mit Antonio Banderas. Der arabische Edelmann Ahmed Ibn Fahdlan wird wegen einer Affäre mit einer verheirateten Frau des Landes verwiesen. Auf Geheiß des Kalifen muß er fortan die
unbekannten und sagenumwobenen nordischen Länder erkunden. Auf seiner Reise stößt er auf eine Gruppe barbarischer Wikinger, die sich als Söldner verdingen und vom hünenhaften Krieger Buliwyf geführt werden. Na und so weiter im Film.
Unser Internetkrieger scheint in Wien zu sitzen und für ein dem Iran nahe stehendes Institut zu arbeiten. Offensichtlich ist er ein Deutscher oder Österreicher. Es deutet alles darauf hin, daß er zum Islam konvertiert ist und er hat, eigenen Angaben zufolge, mal 2 Jahre in Teheran gelebt. Seine Aufgabe ist eine Webseite
Hagheghat-e Eslam (Auf dem Weg Allahs) zu unterhalten und in uferlosen Artikeln die Sicht des Iran und seinen Präsidenten Ahmadinejad positiv darzustellen und zu loben. Er identifiziert sich völlig mit der offiziellen iranischen Linie und steht für Terror, den er natürlich Widerstand
nennt. Bush wird generell als Kriegsverbrecher tituliert und in jeder Zeile fühle ich mich an Sudel-Ede erinnert. Die Seite ist seit etwa 6 Monaten Online und hatte bisher um die 5000 Besucher. Die von „Ibn Fahdlan“ verfassten Artikel sind so ausufern, so lang, daß man allein um die, in schneller Abfolge erscheinenden, Updates zu lesen einen
halben Tag bräuchte. Als Blogger, und jemand der selbst eine Webseite gestaltet, weiß ich: Das geht über Freizeit hinaus, so was kann man nur Hauptberuflich machen. „Ibn Fahdlan“ ist also ein iranischer Vasall, der im Dienste des Iran antiwestliche Propaganda betreibt und die Internetwelt mit, in deutscher Sparche geschriebenen,
Lügen vollmüllt. Man kann kommentieren, was aber äußerst selten stattfindet. Kommentiert man, antwortet unser „Ibn Fahdlan“ und postet gleich soviel neue Artikel, daß der Kommentar schnellsten aus der Bandeleiste wieder verschwindet. Hier ein Beispiel eines Artikels, meines Kommentars und seiner Antwort. (Der Artikel ist aber so umfangreich,
daß ich mich auf einen Auszug beschränke. Wer sich alles antun will findet unter dem Link)
Ibn Fahdlan schreibt:
"Nun gab und gibt es immer einzelne Idealisten in den Systemen aller Welt, die man getrost als „Spinner“ abtun konnte, und der Einzelne, der dem Modediktat des Raubtierkapitalismus nicht folgte, war deshalb noch keine Gefahr für das System. Aber hier „wütet“ ein Präsident, der nicht nur seine Kleidung in
Richtung Bescheidenheit lenkt! Auch sein Präsidentenpalast ist umgezogen. Nach der Islamischen Revolution hatte der damalige Präsident eine alte Villa des Schah bezogen. Im Laufe der Zeit wurde jenes Gebäude nicht unbedingt schöner, und daher beschloss der vorletzte Präsident, Rafsandschani, den Präsidentenpalast neu zu bauen, um in einer
„repräsentativen Villa“ zu residieren. Der letzt Präsident Khatami nahm jenen Neubau gerne an. Ahmedinejad aber ist wieder zurückgezogen in die alte Schah-Villa inmitten der Stadt, gar nicht mehr privilegiert im Norden angesiedelt (wie z.B. das luxuriöse Gästehaus des Außenministeriums), sondern inmitten des Volkes in durchaus
renovierungsbedürftigen „Gemächern“.
Diese neue Bescheidenheit, nach der das Volk Jahre lang gedürstet hat, hat eine solch immense Wirkung unter den Bürgern, dass überall Aufbruchstimmung herrscht, nicht nur bei den einfachen Bürgern und den Anhängen der Revolution sondern auch bei denen, die unter Korruption gelitten haben oder mit Neid auf die „Oberen“ schauten. War bisher
lediglich Imam Khamene´i der Inbegriff von Bescheidenheit im Lebensstil und Integrität, so ist es jetzt der Präsident auch, und mit ihm sein Kabinett. Nach und nach pflanzt sich diese Bescheidenheit auf allen Ebenen fort. Und jeder, der das Land dieser Tage bereist, kann es förmlich knistern hören, wie das Eis einer „routinierten“ Revolution
nunmehr seinen zweiten Frühling erlebt!
Das Land besinnt sich seiner eigener Werte und Möglichkeiten. Es gibt schon lange keine Slums mehr und die sehr unterschiedlichen teils staatlichen, teils nichtstaatlichen Hilfsorganisationen haben ganze Arbeit geleistet. Sehr guter Indikator dafür ist das Mausoleum von Imam Khomeini. Zu Imam Khomeini durfte jederzeit jeder hinein und auch
bei ihm schlafen. Wer vor 15 Jahren dort zu Besuch war, sah an den Außenseiten Hunderte (wenn nicht gar Tausende) Menschen schlafen und es war nicht immer klar, wer einfach nur beim Imam ruhte und wer obdachlos war. Wer heute zu Imam Khomeini geht wird wenige Dutzende finden, die dort übernachten, obwohl das Mausoleum durchgehen geöffnet und
im inter beheizt und im Sommer gekühlt ist.
Ahmedinejad verkörpert im Iran eine lebendige Kultur des Islam, der sich u.a. auch in seiner extrem kämpferischen Haltung gegen den Raubtierkapitalismus auszeichnet. Plötzlich sind wieder die Geschichten in aller Munde, wie Imam Khomeini zu Lebzeiten die Toiletten für seine Gäste eigenhändig geputzt hat. Kann das die westliche Welt verstehen?
Könnte man es hier verstehen, wenn der oberste Repräsentant des Volkes die Toiletten für 100 Gäste putzt (und sei es nur ein Mal), ohne eine Wette bei „Wetten Das“ verloren zu haben? Und könnten man verstehen, wenn der Kanzler bzw. die Kanzlerin einen etwas preisgünstigeren Anzug tragen würde, dem man das auch ansehen kann, dass er nicht so
teuer ist? Würde nicht die gesamte Presse über sie oder ihn herziehen? Gibt es hier nicht Veröffentlichungen über den bestgekleideten Abgeordneten bis hin zu Miss-Bundestag. Würde man letztgenanntes im Iran dem „Mann auf der Straße“ erzählen, würde er das nicht glauben, und davon ausgehen, dass der Erzähler gegen Deutschland übertrieben
hetzten will (selbst wenn der Zuhörer Deutschland nicht mag)!
Um zurück auf die Eingangsfrage zu kommen: Nein, die westlich Welt kann Herrn Dr. Ahmedinejad nicht verstehen, denn er meint was er sagt, und das kennt man ist Jahrzehnten nicht mehr von westlichen Politikern. Wenn z.B. Ahmedinejad sagt, dass er sich dafür einsetzen will, dass das heutige israelische System genau so vernichtet werden soll,
wie einstmals das südafrikanische Apartheidssystem, dann ist die westliche Verlegenheitsantwort, dass man auf der Seite der Besatzer steht und vom Besetzten verlangt, jeglichen Widerstand aufzugeben, damit der Besatzer geschützt wird! Und wenn Herr Ahmedinejads die westliche Welt für die Verbrechen in Guantanamo und anderenorts anklagt, dann
erhält er die Verlegenheitsantwort, dass es auch an anderen Orten Menschenrechtsverletzungen gibt und dass die westliche Welt das Monopol zu Verteidigung von Menschenrechten hat. Und wenn Herr Dr. Ahmedinejad darauf besteht, sein ihm vertraglich zugesichertes Recht im Atomwaffensperrvertrag einzufordern mit Nebenverweis auf Israels
Atomsperrignoration, dann ist die westliche Antwort, dass Israel alles darf, aber Iran vorher die Erlaubnis Israels einholen muss. Und wenn Herr Ahmedinejad darauf hinweist, dass Deutschland aufgrund seiner derzeit extrem aggressiven Politik gegen den Iran sich seine eigenen Geschäftsbeziehungen verspielt, dann glaubt man es ihm nicht, bis
die Gas-Verträge unterschrieben sind und deutsche Unternehmen leer ausgehen!
Wir glauben inzwischen ernsthaft, dass es diesen Kampf der Kulturen gibt und sogar geben muss! Es ist aber kein Kampf an der Frontlinie „westliche Welt“ gegen „Islam“. Vielmehr verläuft die Frontlinie auch mitten durch die westliche Welt hindurch, denn es ist die Frontlinie: Unterdrückung gegen Gerechtigkeit, Besatzung gegen Besetzte,
Raubtierkapitalismus gegen Menschlichkeit, Modediktat gegen innere Werte. Und in diesem Kampf gibt es von vornherein nur einen einzigen Gewinner, auch wenn es noch Jahre, Jahrzehnte oder Jahrhunderte dauern sollte!
Imam Khamene´i hat es unmissverständlich ausgedrückt: Einen Friedensvertrag Imam Hassans mit Muawiya wird es nicht mehr geben, wenn es sein muss, gibt es ein neues Kerbela. Zugegeben, diese Aussage können die meisten westlichen Politiker und Journalisten und auch viele Islam-Experten nicht verstehen, aber vielleicht finden sie ja einen
Übersetzer."
Darauf meine Antwort:
"Zitat: „Für einen erfolgreichen Populisten braucht es soziale Versprechen ohne Punkt und Komma, eine stramme Ideologie als Heilsversprechen und ein Persönlichkeitsprofil, das ihn vom Establishment abhebt. Jemand, der ob zu Recht oder nicht, als Außenseiter gesehen werden kann, der nicht aus reichem Hause
stammt, der nicht als Intellektueller auftritt. Ein glaubhafter Anwalt der kleinen Leute. All das vereinigt Mahmoud Ahmadinejad in sich.“ (JAN KEETMAN (Die Presse) 27.06.2005)
Ist dem noch irgendetwas hinzuzufügen? Mahmoud Ahmadinejad ist nicht dumm! Er hat das Talent von vielen Vorgängern abzuschauen.
Keine Sorge Herr Fahdlan. Wir haben genug "Intellektuelle" die ein tiefes verständnis für M.A. haben. Sie tappen genau in die Faszinationsfalle in die sie auch schon früher getappt sind. Dabei werfen sie schnell das über Bord, wofür europäische Emanzipation steht. Günter Grass ist ein Beispiel für solche Landserfaszination. Das Gefühl für
Freiheit geht ihm genau in dem Maß verloren wie die vermeintliche Freiheit auf seinem Royalty-Konto wächst. Er sollte nach Teheran umsiedeln und nicht nach Spanien.
Die suffisante Art wie Sie "iranische Auslandsintellektuelle" belächeln erinnert fatal an die Schreibe regierungstreuer Nazis die über Feuchtwanger u.a. emigrierte Intellektuelle herzogen. Erfreulicherweise kenne ich etliche und bin ihnen freundschaftlich verbunden. In ihrer distinguierten Art und kultivierten Form des Ausdrucks unterscheiden
sie sich erfreulich und beispielgebend von einem Parvenue wie Ahmedinejad. Die Tatsache das er "promovierter Ingenieur" ist beeindruckt doch gar nicht. Frau Ceausescu liebte es auch ihre Visistenkarte mit Titeln zu schmücken. Da gibt es noch mehr Beispiele.
Ich habe immer ein großes Interesse am Iran gehabt und ich trenne den Iran innerlich deutlich von arabischen Ländern. Es bedrückt zutiefst, daß eine so geschichts- und kulturreiche Nation den Weg ins Dunkel angetreten hat wie vordem die SU oder Nazideutschland. Wenn man die Bilder des modernen Tehran sieht, die Blogs von Iranern liest, mit
Iranern spricht, kann man verzweifeln angesichts dieser Entwicklung. Der einzige Trost der bleibt ist, das es iranische Menschen gibt denen der Wert der Freiheit etwas bedeutet, die ihren Kindern eine säkulare Zukunft sichern und sie vor diesem Dunkel bewahren wollen. Sie, werden diesen Weg nicht mitgehen, denn Sie haben sich ja bereits
existenziell entschieden Vasall eines Unrechtssystems zu sein."
Darauf Ibn Fahdlan:
"Da Sie ihre "Auslandsiraner" so sehr lieben und die natürlich den Durchblick haben ist ja alles geritzt.Wahrscheinlich sind das die selben "Auslandsintellektuellen" die sich dann sogar freuen wenn der Iran von durchgeknallten Imperialisten bombardiert wird.Wenn das Blut vom westlichen Bomben zerfetzter
Iraner den Boden tränkt dann ist es ein Feiertag für Sie und ihre "iranischen Freunde".Vielleicht hoffen ihre Freunde bei einem Umsturz wieder ans Ruder zu kommen wie sie es schon unter dem Massenmörder Schah waren.Das seltsame an solchen "Auslandsiranern" ist ja das sie Gegner der Regierung der "Islamischen Revolution" sind und aber
gleichzeitig Schah Anhänger sind.Irgendwie Pervers solch eine Haltung.
Und mit ihrem "Nazideutschland"-Vergleich fallen sie auf die selbe Kriegstreiber-Propaganda hinein wie viele Ihrer Gesinnungsgenossen.
Und sie irren sich. Das einzige Unrechtssystem ist das was Sie westliche Demokratie nennen."
Den letzten Satz muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. So und ähnlich ist der Tenor in allen Artikeln. Der Mann sitzt nicht Teheran. Er sitzt in Wien. Ein Maulwurf, ein Feind der an unseren Stühlen sägt!" |
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