|
 |
|
|
|
Vom Verlust der Verantwortlichkeit oder die inhalierte Lüge
Es gab eine Zeit da wurde Kindern in den öffentlichen Schulen beigebracht, daß es eherenvoll sei fürs Vaterland zu sterben. Und tatsächlich liebte die Bevölkerung ihren Kaiser so sehr, daß sie den Verlust eines Kindes im Feld als zwar tragischen Schicksalsschlag empfand, aber die Notwendigkeit der Liebe an das Vaterland nicht in Frage
stellte. Das Vaterland, das war das kaiserliche (oder zaristische – Russland, oder königliche – England, etc.) Deutschland also das politische System des Obrigkeitsstaates.
Aus den Erinnerungen meiner Großtante Hanna Haupt:
Als er (Söhnchen, 9 Jahre) im Frühjahr in Magdeburg war, hatte er denn auch gesagt: Tante ich halte unseren Kaiser für so gut, daß ich glaube, er ist ohne Sünde.
Was ist denn Sünde, hat Berta gefragt. „Wenn man gegen das Gebot handelt, wenn man zaubert, lügt oder trügt. Es ist wahr, er liebte den Kaiser über alle Maßen und betete auch immer am Abend für ihn wie für Sophiechen (seine große
Schwester, meine Urgroßmutter). Im Frühjahr war Theodor mit ihm nach der großen Frühjahrsparade in die Friedrich Straße gegangen, um die hohen Herrschaften durchfahren zu sehen und wie hatte das den Jungen beglückt!
Nicht lange danach gebar die Welt zwei Führer die die Liebe zu sich zur Doktrin erhoben. Der geliebte Führer tätschelte gerne kleinen Kindern die Wangen oder strich ihnen übers Haupt. Und Väterchen Stalin wurde so geliebt, daß die Nation fast ins Koma fiel und sich fragte wie es denn weitergehen solle ohne ihn. Aber, dass die Liebe zum Führer
auch einer Liebe zum System gleichkam, dafür hatten jeweils Heere von subalternen Parteigängern, Bürokraten, Lehrern und Unterstützern gesorgt. Alle diese am Tropf des Systems hängenden Lügner und Tatsachenverdreher, die um der eigenen kleinen Sicherheit willen es nicht verurteilenswert fanden jungen Menschen die Köpfe zu verdrehen und zu
unkritischen neuen Handlangern des Systems auszubilden. Eine Bildung zur Freiheit, zur Freiheit durch Wissen war das nie und auch und gerade die DDR setzte diese Tradition der Vernebelung menschlicher Gehirne fort. Die DDR war insofern ein gutes Anschauungsobjekt, als sie fast unter Laborbedingungen den Menschen umformen konnte und wer
außerhalb des Labors wohnte hatte, sofern er wollte, einen guten Einblick. Die Folgen dieser Umformung sind bis heute nicht überwunden, die Folgen der nationalsozialistischen Vergiftung haben sich weitgehend biologisch gelöst. In der ehemaligen UDSSR gibt es noch einige die Stalin erlebten und in der Verklärung ihrer Jugendzeit, die Verklärung
Stalins dauerhaft mit einschließen.
Waren Nazideutschland, die Sowjetunion oder die DDR noch geschlossene Systeme, wirklich alternative Gedankenaufnahme nur eingeschränkt, unter Gefahren und grenznah möglich, ist die Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg in den westlichen Industrienationen eine ganz andere gewesen. Hier wurde zunächst mit Elan und einem Gefühl der Dankbarkeit die
Diktaturen überwunden zu haben, eine „indoktrinationsfreie“ Erziehung angestrebt. Neutralität. Das Aufzeigen pluralistischer Alternativen bei gleichzeitigem Erlernen demokratischer Spielregeln war allgemeiner Konsens. Viele Altlehrer, also diejenigen die den Wahnsinn und die Anmaßung der Diktaturen erkannt hatten,
versuchten sich jetzt vorbildlich in der Rolle der Wegweiser zu einem demokratischen Staatsverständnis. Junge Lehrer, hatten als Kinder die Entbehrungen der letzten Kriegsjahre erlebt und erfreuten sich selbst an den Möglichkeiten die ihnen die freien Demokratien boten.
Ich erinnere mich selbst wie einfühlsam und doch nachdrücklich unsere demokratische Erziehung war, weitgehend ohne ideologische Indoktrination und Gegenpositionen durchaus respektierend.

Erst die 68. Generation, also die Generation der Nachkriegs- oder Spätgeborenen meinte in der Infragestellung aller Autorität eine Zukunftsperspektive gefunden zu haben. Gerade die erstmals umfassend gewährten demokratischen Artikulierungsfreiheiten wurde genutzt, oder besser missbraucht um, neben der sicherlich notwendigen Aufarbeitung
historischer Schuld, also der Schuld und Verstrickung der Elterngeneration, sämtliche Werte in Frage zu stellen. Das es durchaus einige konservative und überholungsbedürftige Positionen gab, die eine Neuorientierung oder Bewertung sinnvoll erscheinen ließen, ist unbestritten. Aber die völlige Umkehr aller Wertmaßstäbe bei gleichzeitigem
Etablieren einer neuen Ideologie war die verhängnisvolle Entwicklung, eine Entwicklung die bis heute anhält und in ihrer Eigendynamik ständig zunimmt.
Basis aller Umformung war und ist ein staatliches Schulsystem, das zur Propagandaplattform neosozialistischer Experiementeure genutzt wird. Deutschland hat mit etwa 5% einen deutlich
niedrigeren Anteil an Privatschulen als unsere westlichen Nachbarländer. Insofern kann systemkonformes, staatliches Gedankengut ungefiltert in die Köpfe junger Menschen transportiert werden. Nach der Überwindung der verschiedenen Sozialismen, deren gedankliche Grundlage bereits im 19. Jahrhundert gelegt wurde und nicht von den Gallionsfiguren
(Hitler, Stalin, Mao etc.) „erfunden“ wurde, und die sich in ihrer Auswirkung so ähnlich, weil freiheitsfeindlich sind, sind nun bereits 38 Jahre linke Pädagogen und Bürokraten dabei post-softsozialistische Werte als gesellschaftlichen Konsens zu etablieren. Als beste Propagandisten, frei von jedem Zweifel, wirken sie im Sinne ihres
Auftraggebers und Arbeitgebers. Es wäre fatal für ihr Sicherheitsbedürfnis wenn sie jungen Menschen ein Wissen vermitteln würden, daß zu anderen und unabhängigeren Schlüssen verleitet, etwa zu mehr Staatsferne, Eigenverantwortung, Freiheit in Selbstbestimmung.
Die Generation Fischer hat es verstanden ein Vokabelkorsett potemkinscher Worte zu errichten. Gesellschaftskritik, Selbstverwirklichung, Emanzipation, Multikulti, Gender-Mainstreaming, Ökobewusstsein, Begriffe die hohl sind wie Luftballons und die Gehirne Heranwachsender vernebeln. Der jugendliche Optimismus und Idealismus erfährt, orientiert
an diesen Worthülsen, nicht die wahren Inhalte durchaus nachdenkwerter Probleme. Ideologisch vorgestanzte Begrifflichkeit, sozialistische Beliebigkeit, staatlich abgesegnete Curricula, einseitige Infoschriften und die Gegenposition verschweigende Lehrbücher führen den Suchenden in die Irre. So lernt man nicht denken, so erfährt man nicht was
Freiheit ist und Verantwortung bedeutet.

Die Halbwahrheiten und bewusst, um politischer Mehrheitsbeschaffung willen, produzierten Lügen, weit entfernt davon wirklich WISSEN zu bedeuten, sichern der politischen Kaste das Überleben und führen ihr „frisches Blut“ zu. Die versprochene Progressivität und der pseudoliberale Gleichheitskult der das WIR-Gefühl verbreitenden
Turnschuhgeneration findet sehr schnell ein Ende wenn Widerspruch gegen die Gutmenschendoktrin erfolgt. Sofort erfolgt ein pawlowscher Reflex der den Aufmüpfer in die rechte Ecke, in die Nähe zum Faschismus stellt, ihn brandmarkt als untauglich für die Fortschrittsgesellschaft der sozialen Zuwendung, der Absicherung und der Rundumfürsorge.
Globalisierungsbefürworter, Free-Market-Anhänger, Ordoliberale, Libertäre und wirklich staatskritische Denker werden ebenso ausgegrenzt wie Unternehmer und Kapitalisten geschmäht werden. Der Zusammenbruch aller Sozialismen hat erstaunlicherweise nicht dazu geführt ihn endgültig einzumotten. Im Gegenteil: Es war immer der falsche Sozialismus
und gar bald wird der wahre Sozialismus endlich die Menschheit beglücken. Dabei wird übersehen, daß wir längst in einem staatshörigen Sozialismus leben und ihn täglich vertiefen. Das, das jungen Menschen, die aufwachsen in einem Umverteilungssystem der Rundumversorgung, nicht bewusst ist, kann man ihnen nicht vorwerfen.
Das es ihnen nicht bewusst gemacht wird ist Systemimmanent. Wer würde sich und seine staatsgarantierten Pfründen selbst in Frage stellen?
Und so leben denn alle in und mit der Lüge und die Jungen wachsen in die Lüge hinein. Weil sie es nicht anders kennen gelernt haben halten sie den Sozialismus für selbstverständlich, wollen möglichst teil seiner umverteilten Rundumversorgung werden und halten die Mitarbeit in einer NGO bereits für Widerspruch. Das das kein Widerspruch ist,
sondern die NGO’s Teil des Systems wird nicht durchschaut.
Der Rückzug in den Etatismus birgt den Verlust der Verantwortlichkeit. Wenn die Antwort lautet „Ich kann da nix machen, mein Herr, es ist das System“, „ich bin nicht schuld, es war die Behörde“ ist man entlastet, freigestellt von persönlicher Verantwortung. Das ist bequem und man muss schon goldene Löffel klauen um die Grenze zwischen
Diebstahl durch Umverteilung und Diebstahl an Privateigentum tatsächlich zu erfahren. Das kriminelle Handeln im Staatsauftrag ist Rechtskonsens, straffrei, und durch gesellschaftlich etabliertes Klima abgesegnet. Wehe wer sich da zu wehren wagt.
Wer stiehlt, wer an der Enteignung, an der Verteilung von Halbwissen und von Pseudowahrheiten beteiligt ist, wer in den Prozess der Umformung der Gesellschaft integriert ist, wird sein Handeln nicht als kriminell empfinden. Im Gegenteil, „gesellschaftliche Fortschritte“ auf dem Wege zu einer Gleichheitsgesellschaft
werden individuell als Bestätigung des Daseins empfunden, Rückschläge wieder dem System angelastet. Dieser Verlust der Verantwortlichkeit hat uns entfernt von der tatsächlichen Zuwendung an unseren Mitmenschen und uns jeden Gefühls beraubt zu empfinden was wirkliche Freiheit ist.
Das Leben in Lüge ist nach 38 Jahren so tief verwurzelt, wurde so tief inhaliert, daß eine Umkehr schwer vorstellbar ist. Im Gegenteil. Da wir auf einen Nachfolgesozialismus der untergegangenen UDSSR in Form eines allumspannenden EU-Sozialismus zusteuern, der uns mit freien Reisemöglichkeiten und einer Einheitswährung Freiheiten vorgaukelt,
die weit davon entfernt sind den Bürger wirklich erfahren zu lassen was Freiheit in Verantwortung bedeutet, wird auch die nächste Generation diese Pseudofreiheiten akzeptieren. Da Wissen nicht vermittelt werden wird, humanistische Bildung in Verruf geraten ist und pseudointellektuelles Fachidiotentum vorgezogen und staatlich gefördert wird,
hat die junge Generation keine Gelegenheit das Wissen zu erwerben was nötig ist um Freiheit mit Sinn und Verantwortung zu erfüllen.
Das Leben in Lüge und die Aufgabe der Verantwortlichkeit sind der Nährboden für die Gehirngifte der Linken, der Systemparasiten und Freiheitsfeinde. Es bleibt Aufgabe der Eltern ihre Kinder dieser Indoktrination zu entziehen und ihnen das zu vermitteln was wichtig ist um eine Zukunft gestalten zu können die diesen Namen auch verdient, WISSEN!
Links: Friedrich Naumann Stiftung
http://www.fnst.de/webcom/show_article.php/_c-686/_nr-40/_p-1/i.html
http://www.fnst.de/webcom/show_publikationen.php/_c-468/_k-5/i.html Official Journal of the European Union
http://europa.eu.int/eur-lex/lex/JOMonth.do?year=2004&month=12 DIE WELT
http://www.welt.de/data/2006/01/23/835159.html |
|
|
|
 Antisemitismus ist nicht nur rechts...
Broder nicht zu lesen ist pure Ignoranz Amazon-Link
 Eine der ganz wenigen Politikerinnen die mich beeindrucken
Amazon-Link
 Schein und Wirklichkeit
des
Sozialstaates Amazon-Link 
Eine der beeindruckensten Frauen unserer Zeit
Amazon-Link 
Hervorragend. Fragezeichen weglassen!
Amazon-Link
 Nicht nur für
Menschen mit Kindern Amazon-Link

Sie sollten sich die Freiheit nehmen dieses Buch zu lesen
Amazon-Link
 Ebenfalls ein Lesemuß der Fallaci
Amazon-Link
 Wenn man verstehen will warum der Linlib-Antam-Virus unsere Freiheit bedroht Baader lesen
Amazon-Link
 Wer hoffnungsvoll in neue Jahr schauen will, hier findet er Unterstützung
Amazon-Link |
|