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Robin Renitent, 19. Januar 2006

   

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Mohammed für Kunstliebhaber

Artikel 5 Abs. 3 unseres Grundgesetzes gewährleistet die Kunstfreiheit. Ich kenne die dänische Verfassung nicht genau, es ist aber zu vermuten, daß sie einen ganz ähnlichen Artikel enthält. Auch die Religionsfreiheit ist in unseren westlichen Demokratien gewährleistet. Das was in einer Religion erlaubt ist und praktiziert wird kann in einer anderen Religion verboten sein.

 

Die beiden scheinbar weit von einander entfernten verfassungsmäßigen Rechte ergänzen sich auf ganz treffliche Weise. In einer säkularisierten Gesellschaft, die unter ihrem Dach allen religiösen und nichtreligiösen Bürgern die gleichen Rechte einräumt, könnte es bei Anwendung dieser beiden Grundrechte eigentlich keine Konflikte geben. Das setzt voraus, das sich keine Religion anmaßt allein vertretend zu sein. Hier ergibt sich das erste Konfliktfeld mit dem Islam. Seine Anmaßung Nichtmoslems als Ungläubige und nicht als Andersgläubige zu verstehen macht es schwierig ihn in westliche Demokratien zu integrieren. Es bleibt also die Frage, egal ob bei uns oder in Dänemark, ob die Parlamentarier, die Integrationsbeauftragten, die Multikultifunktionäre der letzten Jahrzehnte überhaupt gewusst haben worüber sie entschieden und abgestimmt haben.

 

Was ich von einem Politiker der sich in meinem Wahlkreis zur Wahl stellt erwarten kann ist, daß er sich, zumindest zu seinen Schwerpunktthemen sachkundig macht und seine Ansichten nicht nur aus den Massenmedien abkupfert. Hier haben sie alle versagt, hier wurde es einmal offensichtlich, bei anderen Schwerpunktthemen wird späteres Aufwachen erst kommen, oder aber nicht, und wir finden uns plötzlich in einer gesetzmäßig verabschiedeten Situation die schlecht umkehrbar ist. Jedenfalls wurden unnötig künstliche Minderheitenprobleme geschaffen und niemand wusste mal wieder Bescheid.

 

Nun ist die erste Konfrontation da. Ein Land, besonders berühmt wegen seiner Toleranz und Großzügigkeit wird international vorgeführt, verleumdet und angegriffen. Gut das es einen Ministerpräsidenten mit Rückrat hat, der die Anmaßungen islamischer Organisationen und Funktionäre zurückweist.

 

“Ich bin sprachlos, dass dieselben Leute, denen wir es aufgrund ihrer freien Entscheidung ermöglicht haben in Dänemark dauerhaft zu leben, nun durch arabische Länder reisen und dort eine Antipathie gegenüber Dänemark und das dänische Volk schüren.”

Gegenstimme, ein Blog den ich übrigens auch sehr schätze hat die ganze Geschichte mal aufgelistet und ausführlich kommentiert. Deshalb lassen wir mal den Aspekt des Missbrauches der Religionsfreiheit beiseite und konzentriere uns auf das Verhältnis des Islam zur Kunst:


Da alle Aussagen des Propheten Mohammed im Koran niedergeschrieben sind und somit der Koran das Buch der Bücher im Islam ist, versuchten sich alle arabisch-islamischen Künstler an der Ausgestaltung dieses Buches. Zunächst konzentrierte man sich auf Ornamente und Schriftverfeinerungen die schließlich eine hoch entwickelte Kalligrafie entstehen ließ. Der Grundriss von Mohammeds Haus wurde in die Welt der Architektur übernommen und bildete die Grundlage für künftige Moscheen.

Besonders auf dem Gebiet der Architektur entwickelte der Islam eine hohe Kunst. Römische, byzantinische und frühchristliche Stile beeinflussten die islamische Architektur, aber auch aus China flossen stilbildende Elemente ein. Die islamische Architektur entwickelte eine ganz eigene Formensprache, Kuppelbauten, Rundbögen, Spitztürme, durchbrochene Ornamente und Keramiken sind von wundervoller Schönheit und zeugen von hohem handwerklichem Können.
Insbesondere in der Keramik, im Brennen von Fliesen, der Glaskunst, der Bronze- und Silberbearbeitung und in der Stoff- Lederverarbeitung entwickelten islamische Künstler ihre hohen handwerklichen Fertigkeiten. Die Enge Bindung an den Koran ist auch hier sichtbar. Die wohl im Westen bekannteste und häufigst genutzte Ausdrucksform islamischer Kunst ist der „Orientteppich“ der sich bis heute einer „Blüte“ und hoher Beliebtheit erfreut.

Die islamische Malerei ist im Prinzip Buchmalerei. Es handelt sich überwiegend um Miniaturen, die der Illustration wissenschaftlicher Texte dienten, die in die arabische Sprache übertragen wurden. Dies sind die Fabeln des Bidpai (um 300) und das Makamen von Hamidi (1054-1122), in dem von den Abenteuern eines Reisenden erzählt wird. Erstaunlicherweise hat das islamische Verbot Menschen und Tiere abzubilden in der Buchmalerei keine Gültigkeit.

Eine Malerei, wie wir sie kennen und wie seit Jahrhunderten überliefert ist, gibt es im Islam nicht. So kann man festhalten, daß die Völker des Islam nicht nur in ihrer wissenschaftlichen und technologischen Entwicklung vor etwa 400 Jahren „stehen geblieben“ sind, sonder auch in ihren künstlerischen Ausdrucksformen. Das was wir in den arabischen Staaten an atemberaubender moderner Architektur sehen und was mit dem Geld der Ölscheichs und unter Zuhilfenahme oft westlicher Architekten und Statiker realisiert wurde ist eine Variante „islamischer Postmoderne“ also ein an zeitgemäße Bedürfnisse angepasster islamischer Dekorationsstil.

Auch vor den Zeiten einer neuen islamisch-fundamentalistischen Welle blieben weltliche Ausdrucksformen auf die Architektur und Ornamentik beschränkt. Alle künstlerisch-technischen Entwicklungen wie Fotografie oder Filmkunst fanden in die islamische Welt keinen Eingang.

Es ist eine Frage der Auslegung ob zum Beispiel westliche Cartoonkunst, also Karikaturen, nicht in den Bereich der Buchmalerei gehören. Wo bitte sollten Cartoons sonst einen endgültigen Platz finden wenn nicht in Büchern oder flüchtigen Büchern, also Zeitschriften. Vermutlich ist das aber für Fundamentalisten die typisch spitzfindige Auslegung eines ohnehin Ungläubigen.

Von mir aus können sich islamische Länder die Welt der Malerei, der Fotografie, der Cartoons, des Films vorenthalten. Aber ihre Einflussnahme auf die Auslegungen und die mühsam errungenen Freiheiten der Rede, der Kunst und der Pressefreiheit müssen aufs Schärftse und beizeiten, also jetzt, zurückgewiesen werden.

Der Däne Rasmussen hat hier Vorbildfunktion. Es bleibt zu hoffen, dass sich seine Amtskollegen mit ihm dauerhaft solidarisieren.

 

Mehr Rebellog Cartoons


Links:

Jyllands Posten: http://www.jp.dk/arkiv:soegning=1:section=Morgenavisen:fritekst=islam%20karikaturer

 

Mohammed Image Archive

 

Bilkent University

http://www.ee.bilkent.edu.tr/~history/ottoman33.html

University Californien:

http://www.faculty.ucr.edu/~andrew/western/slide_showm5.htm

Gegenstimme

http://www.gegenstimme.net/2006/01/17/rasmussen-ist-angepisst

Fakten Fiktionen

http://www.myblog.de/kewil/art/2613819

http://www.myblog.de/kewil/art/2182790

Other

Danish Muslims Divided over Cartoon Affair

Scandinavian Update- Israeli Boycott, Muslim Cartoons

Danish Prime Minister Shocked at Lies

http://www.brusselsjournal.com/node/606

 

Rebellog Gallerie

 

 

 

 

Bildzitate:

Bild 1 und 4 Beispiele verkleinert, dänischer Karikaturisten

entnommen der Webseite http://www.faithfreedom.org/Gallery/28.htm die auch andere Karikaturen bereithält.

 

Bild 2 und 3 Beispiele der Bilkent University

Bild 2:

Shaykh Baha'al-Din Veled preaching in Balkh

Jami' al-Siyar, 1600.
Hazine 1230, folio 112a

Bild 3:

Prophet Muhammad appearing at the Ka'ba to rid the populace of an unwanted dragon
Siyer-i Nebi: The Life of the Prophet.
Nakkas Osman, 1595.
Hazine 1222, folio 123a

   

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Broder nicht zu lesen ist pure Ignoranz

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Nachtrag, 26.01.2006

Solidaritätsaktion der Blogger

http://www.brusselsjournal.com/node/704

Die Gegenstimme
Gudrun Eussner

Roncesvalles
Antibürokratieteam
Fakten & Fiktionen

Islamistische Verdrehungen und Fälschungen. "Cartoon-Affäre" in Dänemark schlägt weiterhin hohe Wellen (Darin drei möglicherweise von den Muslimen gefälschte und hinzugefügte Exemplare) Politically Incorrect, 18. Januar 2006
http://www.myblog.de/politicallyincorrect/art/2710689

Rasmussen ist angepisst (Darin drei möglicherweise von den Muslimen gefälschte und hinzugefügte Exemplare). Jürgen Krafzik, Gegenstimme, 17. Januar 2006
http://www.gegenstimme.net/2006/01/17/rasmussen-ist-angepiss t

Thou Shalt Not Draw! By Robert Spencer. Frontpage Magazine, December 21, 2005
http://www.frontpagemag.com/Articles/ReadArticle.asp?ID=2062 2

UN to Investigate Jyllands Posten ´Racism´. Hans Henrik Lichtenberg, Newspaperindex.com, December 10, 2005
http://www.newspaperindex.com/blog/2005/12/10/un-to-investig ate-jyllands-posten-racism/

European Appeasement Reinforces Muslim Extremism. Paul Belien, Brussels Journal, January 24, 2006
http://www.brusselsjournal.com/node/704

Brussels Journal
http://www.brusselsjournal.com/

Jyllands Posten. Hier standen sie mal, die Karikaturen!
http://pics.jp.dk/nybillede/default.asp?id=2253&pixid=31801


 

   
                     
 

     

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Sept., 11th  2001

 

 

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