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"den Adolf machen"
Mir gehen ja immer die Schürsenkel auf wenn ich Statements höre,
Kommentare lese oder Webpages finde die die Existenz Israels in Frage stellen. Dass sich auf diesem eigentlich rechten Terrain besonders viele Linke tummeln erstaunt nur auf den ersten Blick. Ich habe denn ja auch verschiedentlich hier schon meine „besonderen Freunde“ besprochen, also genau die Typen bei denen ich mich immer vorsehen muss,
daß ich nicht doch mal versehentlich mein Keyboard vollkotze. Dieser Superkünstler Arendt, sein Freud/in Krienen, der linke Vorzeigejude
T.I. Steinberg und unsere Knödeler vom Dienst Christian Anders oder Konstantin Wecker.
Nun gibt da offensichtlich noch viel mehr Bastler, die die Landkarte nach deutschen Vorstellungen im Nahen Osten neu gestalten möchten. Liest man u.a. die regelmäßigen Berichte bei Henryk M. Broder ist man, auch wenn man weit weg wohnt, schon ansatzweise
informiert wohin bei einigen Leuten die gedanklichen Neuordnungen so gehen. So hatte ich mir mit meinen Lieblingsprogramm Content-Saver auch Broders Beitrag auf „Der Achse des Guten“ gespeichert. Wie gut, denn heute las ich in der Welt, das gerade die, die sonst kräftig austeilen, sich auf ihren Schwanz getreten fühlen wenn sie sich in
flapsigen, aber zutreffenden Formulierungen bei anderen wieder finden.
So findet am kommenden Donnerstag um 12.15 Uhr vor der Pressekammer des Landgerichts Frankfurt eine Termin statt wo Broder gegen eine einstweilige Verfügung Einspruch erheben wird die ihm folgende Äußerungen untersagt:
"Mein Freund Abraham (Abi) Melzer hat da eine Lücke entdeckt, die er fleißig mit braunem Dreck füllt. Letzten Montag trat er zusammen mit seinem besten Pferd im Stall, dem Berufsüberlebenden Hajo Meyer, an der Leipziger Uni auf ... Ich hatte vor, mir diese beiden Kapazitäten für angewandte Judäophobie
aus der Nähe anzusehen, mußte leider wegen eines Malheurs kurzfristig umdisponieren."
Ja und auch "den Adolf machen", "Lücke",
"brauner Dreck" und "angewandte Judäophobie" soll er im Zusammenhang mit den Klägern Abraham Melzer und Hajo Meyer nicht mehr sagen dürfen. Es ist der Versuch politische Korrektheit auch im
verbalen Bereich zu erzwingen. Mich beeindruckt ja immer wie man ein einmal geschriebenes Wort per Gerichtsurteil wieder „rückgängig“ machen will. Es gab ja schon oft Versuche Auflagen von Büchern, Zeitschriften etc, zurückzurufen und einzustampfen. Aber – das Internet ist da trickreicher: Es lagert Texte in Caches, in Suchmaschinen und in
Programmen wie Content-Saver. So ist das Begehren vielleicht de jure in Form eines Titels umsetzbar. Aber die Worte sind entfleucht, der Text gespeichert – es gibt in der Lebenswirklichkeit kein zurück. Und so fallen solche albernen Verfügungen und Prozesse auf den Hansel zurück und geben ihn der Lächerlichkeit anheim. Hätte er doch souverän
geschwiegen! Aber wer die Größe Israels nicht vertragen kann, hat eben auch nicht die Größe über einigen flapsigen Bemerkungen zu stehen.
Das wirklich interessanet an dem Fall ist aber, ob ein Schriftsteller, in diesem Fall selbst Jude, einen anderen Juden lächerlich machen und mit diesem literarischen Stilmittel kritisieren darf. Es drängt sich der Verdacht auf, daß das Unbehagen an der Kritik der Auslöser für die Verfügung ist. Aber Kritik, ob flapsig oder nicht, konnte mit
Gerichtsurteilen noch nie aus der Welt geschafft werden.
Zu Hajo Meyer kann ich nichts sagen, weil ich noch nie was von ihm gelesen habe und auf Drittinformationen angewiesen bin. Abraham Melzer aber, der sich in etlichen Briefen die im Internet kursieren ausgekotzt hat, verrät sich selbst. Da ist wieder so ein Zwergrehpinscher der in der Meute
der Kläffer, siehe seine Freunde oben, einer Bulldogge versucht an die Wade zu pinkeln.
Ich drücke Henryk M. Broder die Daumen, daß er am Donnerstag die Anmaßungen der Kläger zurückweisen kann und die Kläger mit ihrer eigenen Dummheit vorführt.
Bericht in der Welt von Hannes Stein. "Wer ist Antsemit" Artikel auf
Achse des Guten "Holo mit Hajo" Leon de Winter:
Verrückt nach Folklore Update 12.01.2006: Ein stolzer Jude, der Israel liebt |
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