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Michael Naumann - die Virenschleuder
Es gibt Viren. Es gibt relativ harmlose Viren, Viren die Erkältungen auslösen, dann bösartige, wie den Aidsvirus. Mit allen diesen Viren müssen unsere Körper fertig werden, wir versuchen uns zu immunisieren. Das klappt manchmal nicht, dann kann es tödlich enden. Aber ganz überwiegend ist unsere moderne Medizin
in der Lage die schlimmsten Auswirkungen zu bekämpfen.
Dann kennen wir seit einigen Jahren noch Computerviren. Wie wir wissen werden die meistens von irgendwelchen unterbelichteten Jugendlichen gebastelt die sich unter der Welt ihre Wichtigkeit beweisen wollen. Dagegen gibt es Filter, notfalls formatiert man seine Platte neu.
Die gefährlichsten Viren aber sind die geistigen Viren. Sie befallen häufig zuerst Intellektuelle und verbreiten sich dann langsam „abwärts“ in weniger gebildete Schichten. So was kann schon mal eine Generation dauern, dann aber sind große Teile der Bevölkerung gründlich verseucht.
Wir hatten das vor etwa 70 Jahren, als der Braunvirus das deutsche Volk ins Verderben führte und Millionen dahinraffte. Mit Hilfe amerikanischer Medizintechnik und unter Beihilfe der armierten Hilfe benachbarter Völker konnte der Gröwa-Virus gerade noch gestoppt werden bevor auch der letzte Jude vergast und der letzte deutsche Volkssturmmann
gefallen war.
Seit Ende der 60iger Jahre grassiert ein neuer Virus. Dieser Virus heißt „Linlib“ (Mediziner haben diesen Kobinationsvirus aus Links und Liberal verifizieren können) und hat zunächst stürmisch, dann aber heimtückisch schleichend das deutsche Volk erneut infiziert. Bedauerlichweise hat dieser Virus aber in Zeiten einer erhöhten
Mobilität auch Nachbarvölker und Teile der gesamten westlichen Welt pandemisch erfasst. Der Virus ist rezidiv und vorerst offensichtlich nicht auszurotten. Im Gegenteil der Virus ist zu einem Kombinationsvirus mutiert und hat sich mit dem „Antam“-Virus aufs innigste verbunden.
Wieder hatte es zuerst die Intellektuellen erfasst. Aber in den letzten 40 Jahren konnte er über Kindergärten und Schulen eine ungeahnte Breitenwirkung auch in nichtakademischen Kreisen entfalten und so gibt es heute kaum Bevölkerungsteile die resistent sind.
Jüngstes Beispiel eines hochgradig Infizierten ist der frühere Kulturstaatsminister Michael Naumann. Inzwischen Herausgeber des Linlib-Bazillenträgers ZEIT räsoniert er in der jüngsten Ausgabe über den Folterstaat Amerika. Gut das es ich es in einer Onlineausgabe sehe und mich nicht physisch an dem Blatt infizieren kann.
Habe aber durch Erfahrungsimpfung vorgesorgt.
Naumann nimmt natürlich nicht zur Folter in China, im Iran, Irak, in Syrien, Nordkorea oder Tschetschenien Stellung, Ländern also, wo Folterungen an der Tagesordnung sind. Naumann ist so infiziert, daß er in der mit der Erkrankung einhergehenden Sichtverengung, (ähnlich wie nach starkem Alkoholgenuss) auf eines der freiesten Länder der
westlichen Welt also auf Amerika abhebt. Dabei ist ihm kein Griff in die Virenkiste zu albern um seine antiamerikanische Stimmungsmache zu untermauern. Naumann:
„In Ländern, in denen heute noch mit Kneifzangen und chirurgischem Besteck ermittelt wird, in solchen mittelalterlichen Polizei-Milieus hoffen Washingtons Agenten ganz offenkundig durch einheimische „Kräfte“ schneller zu erfahren, was sie durch die eigenen, womöglich weniger brutale Methoden nicht zu hören bekommen. Dabei zählen zu den
zehn offiziellen, genehmigten „innovativen Verhörmethoden“ (CIA-Chef Porter Goss) bekannte totalitäre Schreckenstechniken, zum Beispiel Schlafentzug (eine der üblichen bolschewistischen Foltermethoden, wie Solschenizyns „Archipel Gulag“ bezeugt), ohrenbetäubende Beschallung durch Heavy Metal-Musik, Unterkühlung und schließlich auch
„submarino“ – berüchtigt nach Erzählungen von Überlebenden aus Verliesen südamerikanischer Diktaturen. Der Gefangene wird auf einem Brett festgeschnallt. Dann wird er kopfüber in einen Wasserbottich getunkt, bis er glaubt zu ertrinken. Die Prozedur, inzwischen „waterboarding“ genannt, wird so lange wiederholt, bis der Gefangene aus Todesangst
gesteht, was von ihm verlangt wird.“
Was uns Naumann hier nicht verrät ist, daß es sich bei den so Verhörten nicht um Ehebrecher, Kaufhausdiebe oder Autoklauer handelt, sondern um Terroristen oder zumindest Terrorunterstützer die ohne logistischen Hintergrund kaum operieren können. Intensive Befragung ist denn auch nicht Selbstzweck, sondern die Aufgabe an die Hintermänner zu
gelangen um weiteren Anschlägen auf Einrichtungen nicht nur in Amerika zuvorzukommen. Freiheit muss verteidigt werden, das Erdulden mörderischer Anschläge ist weder Amerika noch anderen Zivilgesellschaften zuzumuten. Selbstverständlich gilt der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit der Mittel auch in der Abwehr potenzieller Attentäter. Allerdings
muss präventive Abwehr ein erlaubtes Mittel sein. Tote können sich nicht mehr verteidigen.
Die der Bushregierung angelastete Härte übersieht die Tatsache, daß auch jeder andere amerikanische Präsident präventiv und mit Härte hätte reagieren müssen.
Naumann: „Das außenpolitische Gewicht der Bundesrepublik ist zu gering, um die Vereinigten Staaten erfolgreich zu drängen, von Folter und Rechtlosigkeit abzulassen.“
Erfreulicherweise hat deutsche Großmannssucht noch nicht wieder den Umfang erreicht, der uns in die Lage versetzen würde anderen Ländern Vorschriften zu machen. Vermutlich werden wir machtpolitisch Impotenten diese Stärke, diesen Einfluss vorläufig auch nicht zurückgewinnen.
Naumann: „Die Regierung ist allerdings aufgefordert, dem Parlament und der Öffentlichkeit zu erklären, seit wann deutsche Nachrichtendienste von der amerikanischen Praxis der Gefangenen-„Verfrachtung“ über deutschen Boden wissen – und ob sie gar an Verhören im Ausland teilgenommen haben.“
Naumann geht hier, wider besseres Wissen davon aus, das die unterstellten Verdächtigungen Tatsachen sind. Doch bisher gibt es keinerlei Beweise.
CIA-Gefängnisse in Kosovo, Polen, Rumänien, Afghanistan, Libanon, Marokko, Pakistan? Keine Beweise! CIA-Flüge über Deutschland, Europa? Keine Beweise! Sassen Gefangene darin? Und wie viele? Keine Beweise. Sassen Folteropfer darin? Wie viele? Keine Beweise.
Womit haben wir es zu tun? Wir haben also ein Bündel losgetretener Vermutungen, Verdächtigungen, die typische europäische Empörung, aber wir haben keine Fakten. All das ist Herrn Naumann bekannt. Als Journalist sollte sauberstes Recherchieren zu seinem Handwerk gehören, Tatsachen die Basis seiner Arbeit sein. Dennoch bedient er geschickt und
in bester ND-Manier antiamerikanische Ressentiments. Er unterscheidet sich nicht in seinen Ausführungen von der Suggestivtechnik eines Karl-Eduard von Schnitzler. Dessen anti-amerikanische Hetzsendungen, der Schwarze Kanal, sind mir, als Berliner, noch in zu guter Erinnerung. Naumann selbst schreibt:
„Der Hauptverbündete der Nato, der wichtigste Handelspartner Europas, die einzig verbleibende Weltmacht, die Vereinigten Staaten von Amerika sollen auf dem Boden der alten Welt illegal Gefangene gemacht oder transportiert, mehr noch, sie sollen in Polen und Rumänien geheime CIA-Verhörzentren betrieben haben, in denen
Gefangene des „war on terrorism“ befragt und womöglich auch gefoltert worden seien.“
Auch Herr Naumann bemüht also (vermutlich zähneknirschend) den Konjunktiv, fährt aber fort:
„Selbst der stereotype Antiamerikanismus-Vorwurf gegen alle Versuche, diese Fremdheit beim Namen zu nennen, ist „im alten Europa“ verstummt.“
Nein, Herr Naumann, ist er nicht. Er war nie stereotyp, er wurde nur von Ihnen und Ihren linken Freunden so benannt, denn Ihre Aussage: „Denn Amerika ist ein Folterstaat geworden.“ ist Glaubensinhalt einer ganzen Generation.
Unbestritten Folter ist abzulehnen. Folter ist unserer Zeit unwürdig und wir können im Westen nicht mit zweierlei Maß messen. Wir können sicherlich nicht die Folterungen in Drittweltländern und Diktaturen brandmarken und unsere Behörden selbst foltern lassen. Aber das ist das unbestrittene Eine.
Etwas anderes ist die Darstellung der Dimensionen. Empören Sie sich zunächst einmal über China. Dessen Tötungsrate liegt bei 3400, andere Schätzungen gehen bis zu 10 000 Gefangene die hingerichtet worden sind. Da hält selbst der Iran mit 159 Hingerichteten nicht so schnell mit. Es folgt Vietnam mit 65. (Nach Angaben von AI). Die USA haben in
2004 „nur“ 59 Menschen durch die Giftspritze hingerichtet. Diese Tötungen erfolgten als Höchststrafe infolge ergangener Urteile unabhängiger Gerichte.
Man kann sicherlich zu der Todesstrafe unterschiedlicher Auffassung sein. Aber man muss die Dimensionen auf sich wirken lassen. Angesichts des Verhaltens anderer Staaten ohne demokratisch verfasste Gesellschaftssysteme ist die Bezeichnung Folterstaat für die USA geradezu absurd und grenzt an Feindpropaganda.
Auf das Konto Deutschlands gehen, in Folge des II. Weltkrieges ungefähr 55 Millionen Tote. 5 Millionen Juden wurde davon von Deutschen vergast. Im Bewusstsein dessen sollten auch die Folgegenerationen in ihrer Kritik sachlich, fair und ausgewogen sein. Einen Staat dessen Soldaten uns von einem Diktator und Unrechtssystem befreit haben, dessen
Bürger und Steuerzahler unser heutiges Wohlergehen mitfinanziert haben in (erneuter) ideologischer Verblendung und aus populistischem Kalkül Folterstaat zu nennen ist eine Sauerei.
Herr Naumann Sie sind verseucht. Der Linlib-Antam-Virus hat Sie voll im Griff. Das bedauerliche ist, daß Ihnen via ZEIT unter anderer linlib-antam-infizierter Propagandablätter die Möglichkeit gegeben ist als „Spreader“ zu agieren und Ihren Virus in die Köpfe und Herzen junger Menschen zu pflanzen. Herr Naumann, Sie sind ohne
Charakter und unterscheiden sich in gar keiner Weise von den Propagandaknechten der Vergangenheit. Sie haben bekannte Vorbilder in der Zeit des Nationalsozialismus wie auch in der Zeit des Stalinismus. Sie sind ein kalter Krieger.
http://zeus.zeit.de/text/2005/48/Menschenrechte
_____________________________ Information von Wikipedia:
Michael Naumann (* 8. Dezember 1941 in Köthen/Anhalt) ist ein deutscher Politiker, Journalist und Publizist.
Nach dem Studium der Politik, Geschichte und Philosophie in Marburg und München arbeitete er für „Die Zeit“ und den „Spiegel“. 1985 übernahm Naumann die Verlagsleitung der Rowohlt Verlage. 1995 ging er nach New York, um dort zunächst den Verlag Metropolitan Books und dann Henry Holt zu leiten. Im Oktober 1998 berief ihn Bundeskanzler Gerhard
Schröder als Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien, bald darauf - nach Änderung des Gesetzes über die Rechtsstellung der Parlamentarischen Staatssekretäre, die notwendig wurde, da Michael Naumann nicht Mitglied des Deutschen Bundestages war - zum Staatsminister für Kultur und Medien beim Bundeskanzler.
Er wurde damit der erste Bundeskulturpolitiker als Mitglied einer Bundesregierung. In seine Amtszeit fielen insbesondere die abschließende Diskussion und Bundestagsentscheidung zur Errichtung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas (Holocaust-Mahnmal) in Berlin.
Im Januar 2001 wechselte Michael Naumann als Herausgeber zur Wochenzeitung „Die Zeit“ nach Hamburg, deren Chefredakteur er zugleich bis zum 15. August 2004 war, gemeinsam mit Josef Joffe. Ihr Nachfolger als Chefredakteur der „Zeit“ ist Giovanni di Lorenzo.
2004 wurde Naumann wegen Beleidigung des Staatsanwalts Karge zu einer Geldstrafe von 9.000 Euro verurteilt. Am 22. Juni 2003 hatte Naumann in einer Sendung des Senders n-tv zum Skandal um Michel Friedman den ermittelnden Staatsanwalt als "durchgeknallt" bezeichnet.
Michael Naumann hat über Karl Kraus promoviert („Der Abbau der verkehrten Welt“), seine Habilitation über den „Strukturwandel des Heroismus“ geschrieben und zuletzt (2001) eine Sammlung von Essays unter dem Titel „Die schönste Form der Freiheit“ herausgegeben. |
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