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Die Wut und der Stolz
Heute Dauerregen. Die Kinder spielen, die Frau arbeitet an einem ihrer Projekte. Zeit also zum Lesen. Bücher die mir gefallen lese ich zweimal. 3 Monate oder mehr dazwischen können den Blickwinkel ändern - oder auch nicht. Was wurde dieses Buch geschmäht, was haben sich die Gutmenschen ausgekotzt. Die Fallaci
zur Rassistin oder für sklerotisch erklärt, für rechts und für verbittert. Nichts ist wahr. Oh, gäbe es doch mehr Menschen, ach was, Schreiber ihres Schlages, (Aufwachen Herr Grass), mehr Menschen die Stolz haben und Wut empfingen können. Mehr Menschen die geradlinig und aufrichtig sind. Mut haben sich unbeliebt zu machen und
sich den Teufel um die öffentliche und veröffentlichte Meinung scheren.
In diesem Buch erkenne ich mich wieder, sehe Parallelen zu meiner Vita (ohne der Fallaci auch nur im Geringsten das Wasser reichen zu können), sehe ich meine eigenen Motivationen, spüre den Rotz und den Ekel, den die empfindet und fühle mich bestätigt und unterstützt wenn ich mit meinen törichten (erwachsenen,
europäischen) Kindern, meinen gleichgültigen kanadischen Nachbarn, meinen verbohrten überall Bekannten und meinen deutschen "intellektuellen" Freunden kämpfe und argumentiere. Nicht mal lesen wollen sie das Buch, diese Ignoranten!!! Auf der verzweifelten Suche nach Persönlichkeiten, in dieser an Persönlichkeiten so armen Zeit, (ach es gibt ja
so viele wichtige Menschen, alle soooo wichtig, aber Persönlichkeiten?) rangiert die Fallaci in meiner Werteskala ganz oben. Mehr in der Rebellog-Rubrik "My favorites" oder direkt im
"Rebellog libertarian Cabinet" |
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