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Robin Renitent,  19.  Oktober 2005

   

 

We seem to have overcome

Soviet fascism, though the heirs

of Nazi-fascism live; but the biggest threat

to freedom lies

in Islamic fascism.

 

  Freedom is not

self-evident. 

 

We are at war – and we have to defend ourselves. 

 For the sake of

our children.

 

   
 

Ich lese also blog ich nicht!

Bin im Lesefieber da letzte Woche ein großer Schwung neue Bücher eingetrudelt ist. Habe von Oriana am Wochenende "Die Kraft der Vernunft gelesen". Naja, was kann ich sagen, meine Verehrung wächst. Wünsche mir mehr Leute mit Courage. Und seit gestern abend in einem Zug durchgelesen "Ich klage an". Hirsi Ali, für die wir hier schon öfter um Solidarität gebeten haben ist eine ganz ungewöhnliche Frau. Würde ich die Gelegenheit haben Sie kennen lernen zu können, würde ich mit Weib und Kind in den nächsten Flieger steigen. Ich lese auch regelmäßig ihren Blog und kann ihn nur empfehlen:

http://www.ayaanhirsiali.web-log.nl/

 

Ich klage an unterscheidet sich stark von den in Mode gekommenen Schicksalsschinken mißhandelter Frauen und ergreifender Erlebnisse die bei Montanus stapelweise in der Folge von Betty Mahmoody's "Nicht ohne meine Tochter" angeboten werden. Hirsi Ali schildert zwar auch themenbezogene Episoden aus ihrem Leben, aber darüber hinaus ist das Buch eine Analyse der Migranten und ihrer sozialen Strukturen in unseren westlichen Gesellschaften. Ihre Bindung an die Religion, Allahs Vorschriften und die für uns völlig unverständliche Schamkultur, sowie der durch Abschottung durch die Familie einhergehende Mangel an Bildung werden eindrucksvoll dargestellt. Darüber hinaus ist das Buch auch eine Kampfschrift und ein Aufruf nicht in Multikulti-Sentimentalitäten zu verfallen. sondern Gesetze und Verordnungen, sowie demokratische Spielregeln anzuwenden und durchzusetzen. Das Buch kann man ergänzen mit Ali's Interview von gestern in der WELT wo sie die europäischen Regierungen zu mehr Konsequenz im Umgang mit dem Islam auffordert. http://www.welt.de/data/2005/10/17/789959.html

 

Für mich eine der, wenn nicht die beeindruckenste Frau unserer Zeit (neben Oriana Fallaci). Hoffentlich kommen mal einige Multikultifreaks und Schönschwätzer zur Besinnung und zeigen Solidarität. Wenn sie, ja wenn sie Hirsi Ali gelesen haben.....

Mehr zu Ayaan Hirsi Ali unter Rebellog "My favorites" oder direkt im "Rebellog-Libertarian Cabinet"

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Es ist allerdings unfaßbar was es auf anderen Blogs für Comments zu Hirsi Ali gibt. Zum Beispiel diesen:
Daniel / Website (18.10.05 01:43)
Na toll, eine rechtsliberale "Frauenrechtlerin". Ihr benutzt auch jede Nutte zum Untermauern eurer kranken Ideologie, oder?
-----------------------------------------------

Wenn ich mich darüber hinaus seit Monaten mit der Problematik des Beitritts der Türkei in die EU beschäftige kann ich für meine Person nur ganz klar zu der Erkenntnis kommen: Ein Beitritt ist, trotz des offiziellen Laizismus in der Türkei, absolut nicht wünschenswert. Ich bin zutiefst davon überzeugt, daß der Beitritt der Türkei von den EU-Regierungen wieder am Willen der meisten EU-Bürger vorbei entschieden wird, wie das auch schon bei der Einführung des Euro der Fall war. (Gibt eine Petition gegen den Beitritt die man hier unterzeichnen kann.

 http://www.voiceforeurope.org/index.php?option=com_

content&task=blogcategory&id=14&Itemid=24&lang=GER

______________________________________

 

"Der Staat muß mehr verlangen"
Wie die niederländische Parlamentarierin Ayaan Hirsi Ali den radikalen Islamismus bekämpft
von Andrea Seibel

Auszüge aus der WELT http://www.welt.de/data/2005/10/17/789959.html

Die WELT: Letzte Woche erhielten Sie eine Morddrohung. Erhalten Sie solche Drohungen regelmäßig?

Ayaan Hirsi Ali: Ja, und es sind sehr junge Leute und manchmal auch Mädchen, oft auch Niederländerinnen, die konvertiert sind zum Islam. Derzeit läuft ein Prozeß gegen die sogenannte Hofstadt-Gruppe. Ich sehe all dies in einem größeren historischen Rahmen und glaube, da müssen wir durch.

(......)

Hirsi Ali: Ich komme aus einem sehr armen Land, Somalia, und kannte die Meinungsfreiheit nicht. Für mich ist das immer noch elektrisierend, sagen zu dürfen, was ich denke und empfinde. Und daß mich meine Regierung beschützt, gibt mir Kraft. In einem muslimischen Land würde man mir den Kopf abhacken für das, was ich sage: in Somalia, in Pakistan, in Saudi-Arabien, aber auch Jordanien.

Die WELT: Sie sprechen immer wieder von Kampf.

Hirsi Ali: Mein Leben hat sich zu etwas wie einer Mission entwickelt. Ich bin wahrscheinlich die erste muslimische Frau meiner Generation, der man Dinge wie Klitorisbeschneidung und Zwangsverheiratung angetan hat, und die sich in einer medial vernetzten Welt öffentlich artikuliert.

Die WELT: Warum verachten besonders Muslime unsere westliche Kultur?

Hirsi Ali: In Amerika ist man von Anbeginn an Amerikaner. In Europa wollten die Migranten immer zurückgehen, und so wurden sie auch von der Gesellschaft behandelt, als "Gäste". Wenn man in Amerika nicht für sich selbst aufkommt, kein eigenes Geld verdient, geht man sprichwörtlich zugrunde, man fällt durch den Rost. In Europa hat der Sozialstaat mit warmen Händen verteilt und so bleiben die Einwanderer passiv. Ihr Anderssein wurde und wird durch einen importierten klerikalen Islam angefacht, der ihnen predigt, mit den Nichtgläubigen verbinde sie nichts.

Die WELT: Was kommt nach dem Multikulturalismus?

Hirsi Ali: Wir müssen endlich mit den Einwanderern wie mit richtigen Staatsbürgern umgehen. Der Staat muß viel klarer agieren, auch härter, muß mehr verlangen. Nehmen Sie die Ehrenmorde an türkischen Frauen, auch ein Problem hier in den Niederlanden. Nicht nur der Mörder muß unter Strafe gestellt werden, sondern die gesamte Familie, selbst die Frau, die den Tee bringt, während der Familienrat tagt, um eine solche Bluttat vorzubereiten. Alle werden registriert, um ihnen zu signalisieren: Ihr kommt nicht durch damit. Auch im Falle der Klitorisbeschneidung brauchen wir ein Kontrollsystem, das in den Niederlanden vorerst auf freiwilliger Basis operiert. Aber immerhin ein Anfang.

Die WELT: Warum schaffen es unsere Gesellschaften nicht, kraftvoller gegen offensichtliches Unrecht und die Unterdrückung von muslimischen Frauen vorzugehen?

Hirsi Ali: Wenn wir in türkische Gemeinden gehen und über Werte und Verhaltenskodices reden, die nicht kompatibel sind mit Freiheit und Demokratie, dann höre ich oft: In Europa hat man die Juden umgebracht, und das wollt ihr mit uns machen, ihr wollt uns kulturell vernichten. Das sind Totschlagargumente, die jeden Europäer paralysieren. Ich als leidenschaftliche neue Europäerin sage Ihnen: Lassen Sie sich nicht an der Nase herumführen. Diese Leute meinen einzig: Laßt uns in Ruhe weiter unsere Frauen unterdrücken. Keine Zivilgesellschaft darf das akzeptieren, kein Staat darf das akzeptieren.

Die WELT: Ordnung und Unterwerfung funktionieren als geschlossene Systeme besser als die offene, demokratische Gesellschaft. Freiheit fördert den Zweifel.
 

(....)


Die WELT: Was heißt das für die Europäische Union? Soll sie die Türkei aufnehmen?

Hirsi Ali: Die Position der "privilegierten Partnerschaft" halte ich für tapfer und mutig. Prinzipiell glaube ich, daß die Türkei mehr Probleme mit dem Beitritt hat, als zugegeben. Es geht nicht nur um die Zypern-Frage. Die Türkei will nicht die Gleichstellung von Mann und Frau, man würde sich auf Dauer unwohl fühlen. Zudem geschieht diese Frage zu einem Zeitpunkt, an dem das ganze EU-Unterfangen durch die Referenden und den Beitritt der zehn neuen Länder in einer Krise der Neubesinnung ist. Es ist derzeit nicht klug, mit einem neuen, umstrittenen Mitglied zu spielen. Gäbe es ein Gesamtreferendum, ich bin mir sicher, die Europäer wollten keine Türkei als Mitglied. Das wissen wir, und weil wir Demokratien sind, sollten wir auf unsere Bevölkerungen hören.


Artikel erschienen am Mo, 17. Oktober 2005

 

Fette Hervorhebungen von mir.

 
   

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