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Robin Renitent,  25. Oktober  2005

   

 

We seem to have overcome

Soviet fascism, though the heirs

of Nazi-fascism live; but the biggest threat

to freedom lies

in Islamic fascism.

 

  Freedom is not

self-evident. 

 

We are at war – and we have to defend ourselves. 

 For the sake of

our children.

 

   
 

Armer Diktator - habt doch endlich Mitgefühl!

Es gibt ja nicht blöderes als blöde Journalisten. Wenn meine Bäckereiverkäuferin blöde ist, überlebe ich das zur Not und lasse mich demnächst von einer anderen Verkäuferin bedienen. Und wenn „Würstchen Hotte“ mal wieder seine unqualifizierten antisemitischen Kommentare absondert, reg ich mich schon gar nicht mehr auf. Bei dem ist sowieso Hopfen und Malz verloren. Aber wenn man in die Berliner Zeitung schaut und man liest diesen Schwachsinn, dann bedauere ich zutiefst, daß die Verfasserin mir nicht gegenüber sitzt. Weil ich doch zu gerne mal meine Contenance verlieren und ihr den Kaffee ins Gesicht schütten würde.

 

Zitat: „Doch wird er (Assad) dazu kaum noch Zeit haben. Denn die USA werden diese wunderbare Gelegenheit nicht verstreichen lassen. Im Irak zerschellt gerade das nahöstliche Demokratisierungsprojekt. Der israelisch-palästinensische Friedensprozess existiert nicht mehr. Eine Intervention in Iran hätte derzeit nur Nachteile. Irgendein Domino aber muss jetzt fallen: Dieser Part ist dem armen Syrien mit seinem schwachen Präsidenten, seiner katastrophalen Wirtschaftslage und seiner maroden Armee zugedacht.“

 

Oh, je Frau Doering Ihr Antiamerikanismus tropft aus jeder Zeile:

 

„Der Bericht bietet die Chance, das Assad-Regime zu Fall zu bringen. Daran arbeiten US-Politiker - mehr oder weniger intensiv - schon eine ganze Weile. Sie schlugen alle Gesprächsangebote aus Damaskus aus, sie verhängten Sanktionen, sie bombardierten Syrien mit Drohungen, unsinnigen Vorwürfen sowie absurden Forderungen wie zum Beispiel der, seine Grenze zu Irak für Aufständische abzuriegeln: was die hochgerüsteten Amerikaner von der anderen Seite nicht können, wozu Syrien technologisch wegen des Embargos gar nicht fähig ist.“

 

Was ist das für eine Journalistengeneration, geformt, nein abgerichtet vom 68er Meinungsdiktat, überzogen und selbstgefällig. Nicht den Mut habend und nicht in der Lage eine andere Perspektive zu sehen und stattdessen lieber in die Zeitgeisttröte blasend. Sich schuldig machend jungen Menschen ein schräges, einseitiges Weltbild zu vermitteln. Ist es wirklich schon an der Zeit mit Diktatoren Mitleid zu empfinden, sie in ein sympathisches Licht zu rücken und dafür lieber auf einem Land rumzuhacken was immerhin die freiheitsgarantierende Constitution als Basis hat? Wer sich das Frühstück versauen will bitte hier http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/meinung/494216.html

*Martina Doering
geboren 1954 in Bitterfeld/Sachsen-Anhalt. Studium der Afrika- und Nahostwissenschaften an der Karl-Marx-Universität Leipzig, danach Redakteurin bei der Jungen Welt. Seit 1989 bei der Berliner Zeitung, außenpolitische Redakteurin; Spezialgebiet Naher und Mittlerer Osten. laut Berliner Zeitung:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung-jubilaeum/die_redaktion/449110.html

 

 

Berliner Zeitung

Analyse

Armes Syrien
Nach Veröffentlichung des Hariri-Berichts verstärken die USA den Druck auf Assad: Das Regime soll fallen
Martina Doering

Amerikanische Spitzenpolitiker marschierten fast im Stundentakt vor die Fernsehkameras, nachdem am Freitag der UN-Bericht zum Mord an Rafik Hariri veröffentlicht worden war. Der libanesische Premier war am 14. Februar in Beirut bei einem Attentat umgekommen. Seine Ermordung hätte vermutlich nicht ohne Mitwirkung ranghoher syrischer Geheimagenten und ihrer libanesischen Kollegen ausgeführt werden können, lautete das Fazit der Ermittlungen. Präsident Bush zeigte sich darob "tief beunruhigt" und verlangte ein "hartes Vorgehen gegen Syrien." UN-Botschafter John Bolton plädierte für strenge Sanktionen gegen das syrische Regime. "Es gehe nicht, dass ein Staat an der Tötung eines früheren Regierungschefs in einem anderen Land beteiligt sei," erklärte Außenministerin Condoleezza Rice in Alabama und forderte - assistiert von ihrem britischen Kollegen Jack Straw, dass der UN-Sicherheitsrat umgehend aktiv werden müsse.

Der Bericht bietet die Chance, das Assad-Regime zu Fall zu bringen. Daran arbeiten US-Politiker - mehr oder weniger intensiv - schon eine ganze Weile. Sie schlugen alle Gesprächsangebote aus Damaskus aus, sie verhängten Sanktionen, sie bombardierten Syrien mit Drohungen, unsinnigen Vorwürfen sowie absurden Forderungen wie zum Beispiel der, seine Grenze zu Irak für Aufständische abzuriegeln: was die hochgerüsteten Amerikaner von der anderen Seite nicht können, wozu Syrien technologisch wegen des Embargos gar nicht fähig ist.

War die Situation schon bisher nicht einfach für Syrien und Baschar Al Assad - nun brechen wirklich harte Zeiten an. Zumal ein Zeuge zitiert wird, der einen Bruder und einen Schwager des Präsidenten belastet. Die Schlussfolgerung, dass der Mord im Auftrag der syrischen Führung und also des Präsidenten erfolgte, liegt nahe. Nur: Diese kompakte Führung gibt es nicht mehr. Sie hat sich seit dem Tod von Hafez al Assad in rivalisierende Machtzentren aufgelöst. Der junge und politisch völlig unerfahrene Sohn und Nachfolger Baschar aber konnte kein Interesse an der absehbaren Verschlechterung seiner misslichen Lage haben.

Baschar Al Assad hat in atemberaubendem Tempo das Erbe seines Vaters verspielt. International verprellte er langjährige Partner wie Frankreich und die Europäische Union. Innenpolitisch reihte sich ein Fehler an den anderen. Erste Reformen verliefen im Sande. Er konnte sich weder der alten Garde entledigen, noch rivalisierende Mitglieder aus seinem Familienclan disziplinieren. Ein Putsch gegen ihn lohnte sich nicht, er war nützlich: als Adressat für amerikanische Kritik. Das änderte sich, als die syrische Besatzung in Libanon zunehmend schwieriger wurde und Assad durch internationalen Druck und libanesischen Widerstand gezwungen, in dieser Frage zu lavieren begann. Für einige Assad-Verwandte, Geheimdienstler, Politiker und deren libanesische Partner stand viel auf dem Spiel: Sie verdienten am Schmuggel und an den syrischen Gastarbeitern im Libanon, sie fürchteten um ihre Posten. Der Mord an Hariri sollte den Abzug verzögern - aber das Gegenteil trat ein. Vielleicht sollte auch Assad geschadet werden, der sich aber nun - dank des Berichts - einiger Widersacher entledigen könnte.

Doch wird er dazu kaum noch Zeit haben. Denn die USA werden diese wunderbare Gelegenheit nicht verstreichen lassen. Im Irak zerschellt gerade das nahöstliche Demokratisierungsprojekt. Der israelisch-palästinensische Friedensprozess existiert nicht mehr. Eine Intervention in Iran hätte derzeit nur Nachteile. Irgendein Domino aber muss jetzt fallen: Dieser Part ist dem armen Syrien mit seinem schwachen Präsidenten, seiner katastrophalen Wirtschaftslage und seiner maroden Armee zugedacht.
http://www.BerlinOnline.de/berliner-zeitung/meinung/494216.html
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