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Krienen de Criptana Wir haben noch nie einen anderen Blog besprochen und werden das in Zukunft auch nur in Ausnahmefällen tun. Wenn man weiß wie viel
Engagement und Zeit im Gestalten eines pünktlichen, gut gemachten Blog steckt, kann man sich seine Meinung bilden und bei Nichtgefallen weitersurfen und den Bookmark löschen. Aber diesmal eine Ausnahme: Durch einen Artikel von Henry M. Broder
bin ich auf eine Internetseite "CAMPO de Criptana" aufmerksam geworden, die ich bin vor einigen Tagen noch gar nicht kannte. Nachdem ich auch in anderen Blogs alle möglichen Für und Wider gelesen hatte und sogar Emails erhielt die mich darüber unterrichteten das Campo umgehend aus dem Blogroll der entsprechenden Seite entfernt wurde, wollte ich mir
ein eigenes Bild machen und las einige Tage die Beiträge auf der Webpage und auf der zugehörenden Blogpage.
Also der Eingangsbereich erzählt mir was von Don Quijote, dann kommt ein Zeitungsausschnitt über denselbigen, für alle die noch nicht wissen wer dieser Ritter war, natürlich verfasst von Tanja Krienen, der Gestalterin von Campo. Aha, nun kommt "Campo in den Medien". Weil ich gerade in Kanada wohne lese
ich zuerst einen Beitrag in der Deutschen Rundschau aus Kanada. Alles Zeitungsausschnitte, gleichsam als Beweis, daß der Artikel es über die Webpage hinaus schon in ein klassisches Medium geschafft hat. In weiteren Zeitungsausschnitten, als jpg.files, eingestellt lese ich über Pro-Amerikanismus und
Anti-Kommunismus, Aktionen gegen Nazis und für Schwule. Soweit alles noch nicht weiter aufregend. Und jemand wie ich kann sich zumindest für die ersten 3 Themen stark und für das letzte Thema seufzend notgedrungen schwach engagieren.
Dann kommen ein paar Bilder von der aktuellen Ausgabe und älteren Ausgaben und dann der Blog. Ich lese eine Weile aber alles klingt irgendwie konfus. Da scheint jemand in permanenter Verteidigungsstellung, beißt um sich wie ein Zwergrehpinscher dem man auf den Schwanz trat. Angriff, Verteidigung, Angriff – ja aber nicht wegen der oben genannten
Themen. Nö, es geht schnöde und fast ausschließlich um, na (?) Tanya Krienen, die Herausgeberin. Offensichtlich ein Dauerkrieg, ein weiterer weltbewegender Kriegsschauplatz der persönlich Eitelkeiten und gekränkten Webseitenbetreiberin. Zur Sache muss man sich in der Wortflut jeweils durchkämpfen. Aber da es Schlachten sind
gehört der Kampf ja dazu.
Richtig imponierend wird es dann auf der Mitarbeiter, Autoren und Interviewpartnerseite. Mensch, da kann man ja beinahe neidisch werden. Fast wie in der "Jungen Freiheit", da tummeln sich auch viele respektable Namen und man duckt sich vor Ehrfurcht hinter seinen Monitor. Kann es
sein, daß Frau Krienen ein Selbstbewusstseinsproblem hat? Ich kannte mal eine kleine Elektrofirma, die neben einer großen Firma der chemischen Industrie angesiedelt war. In der Hausmittelung des Elektromannes wurden akribisch alle Manager des Pillendrehers und die Manager der Zulieferer aufgeführt die dort jemals eine
Glühbirne gekauft hatten. Na jedenfalls bin ich mittelschwer beeindruckt, was für Namen: Von Sarah Wagenknecht bis Prof. Wolffsohn. Mein sehr geschätzter Henryk M. Broder ist auch dabei, obwohl er darum gebeten hatte ihn zu entfernen.
Nun noch schnell die Biografie von "uns Tanya". Und, naja, da hätten wir dann das nicht so ganz, aber heute eben doch schon wieder Übliche. Sich umbauen zu lassen ist ja eigentlich Privatsache und absolut nichts Besonderes mehr, kann
man natürlich auch öffentlich machen – outen ist in. Mehr gibt mir dieser Lebenslauf zu denken: Erst DKP-Mann und nun Antikommunist. Mir ist es doch noch nie vergönnt gewesen mal jemanden zu finden (von den alten Stasi-Säcken und ein paar übrig gebliebenen Nazi’s mal abgesehen) der von seiner Schulzeit an eine glasklare politische Perspektive
hatte. Horst Maler z.B., erst RAF nun Nazi, Joschka Fischer, erst Steinewerfer jetzt Außenminister, Gregor Gysi, Manfred Stolpe, erst Informanten, jetzt in Amt und Würden. Naja das kann man fortsetzen. Wieso nur war ich schon als Schülerzeitungsredakteur für die Amis und Israel und heute auch noch. Wieso habe ich den Sozialismus schon mit 15
gehasst und hasse ihn immer noch. Ich weiß: es fand einfach keine persönliche Reifung, keine Weiterentwicklung statt. Tanja Krienen hat sich da, wie viele andere auch, mächtig entwickelt. Und wenn wir auch in den genannten Punkten einen ähnlichen Ansatz haben, gefällt mir doch die weinerliche Dauerangriffs-Verteidigungshaltung nicht. Sie ist
einfach zu sehr mit sich selbst beschäftigt und nicht mit der Sache der sie vorgibt zu dienen. Insofern ist der Informationsgehalt der Webseiten dann wieder dürftig.
Übrigens: Den zitierten Pädophilenartikel, durch den ich erst auf Campo gekommen bin, habe ich mal mit Content-Saver gespeichert. Auf Campowebpage habe ich ihn nicht gefunden. Aber auch nicht so intensiv gesucht. Als Vater von 2 großen und 2 kleinen Kindern reagiere ich nämlich
empfindlich auf diesen Schwachsinn und meine grundliberale Einstellung ist vorübergehend im Freezer..
Fazit: Es gibt interessantere Blogs, lesens- und täglich anklickenswert, die weniger Wind machen. Der Herausgeberin fehlt die nötige gelassene Souveränität die Qualität ausmacht. Bookmarken lohnt nicht und eine Plattform für Pädophile wollen wir durch Verlinkung nicht unterstützen. |
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