| |
Kriegserklärung endlich annehmen! London/Kairo - "Unsere Botschaft ist klar. Was ihr in New York und Washington gesehen habt, was ihr jetzt im Irak und Afghanistan
seht, all das ist nichts im Vergleich zu dem, was ihr als nächstes erleben werdet", sagte Sawahiri in einer heute vom arabischen Fernsehsender al-Dschasira veröffentlichten Videobotschaft an die Adresse Londons und Washingtons mit erhobenem Zeigefinger. Den USA drohten "schlimmere Katastrophen als in Vietnam", fügte der ägyptische Arzt hinzu.
Qaida-Botschaft: Sawahiri droht mit unzähligen Toten - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
Es gibt „Versteher“ und „Entschuldiger“ in unseren Reihen. (z.B. Günter Grass) Autoritäten, Menschen auf die man bedauerlicherweise hört, die ihre verbalen Absonderungen schon in den Zeitungen finden, bevor sie ganz ausgesprochen wurden. Psychoanalytiker (z.B. Horst Eberhard Richter) die alles und jedes erklären können,
besonders die Gründe für den islamischen Widerstand. Widerstand? Widerstand / Resistance hat in meinem Bewusstsein einen hohen Stellenwert. Der Widerstand gegen Adolf Hitler war gerechtfertigt. Heutige islamische Terrorakte in das Wortmäntelchen Widerstand zu kleiden ist eine bewusste Vernebelung und Verdrehung, eine Inflationierung eines hehren
Wortes - und eine Entwürdigung der Opfer. Politikern sind vielleicht noch teilentschuldigt, wenn sie sich um klare Aussagen drücken, sprachlich herumeiern, nicht auf den Punkt kommen. Schriftsteller sollten entweder eine literarische Aufarbeitung im nächsten Essay versuchen, Psychoanalytiker eine medizinische Ursachenforschung im nächsten Fachblatt
veröffentlichen, sich aber in jedem Fall ihres Einflusses auf unbedarftere gesellschaftliche Gruppen bewusst sein und entsprechend zurückhalten.
Es ist juristisch völlig belanglos ob es sich bei den Attentaten vom 11.9., von Madrid oder London um eine völkerrechtlich verbindliche Kriegserklärung handelt oder nicht. Die Taten an sich sind Kampfhandlungen gegen Nationen und deren Zivilbevölkerungen. Und die wiederholten Aussagen der radikalen islamischen Führer
waren und sind de facto eine Kriegserklärung. Wann werden die Regierungen der westlichen Staaten aber auch der Staaten der arabischen Welt und Asiens endlich begreifen, daß ein Reagieren nach den Taten und ein jeweiliges Erhöhen der Sicherheitsstufe nicht (mehr) ausreicht. Krieg ist eine Zwei- oder Mehrparteienangelegenheit. Der Verzicht einer
Partei auf Kampfhandlungen signalisiert Schwäche und verstärkt die Kampfhandlungen des Angreifers. Dafür gibt es zahlreiche historische Beispiele. Erst ein massiver Gegendruck, die Demonstration von Stärke, das Zurückschlagen in gleichem Maße, oder besser überlegener Form hat Kriege beenden können. Hiroschima, deren 60. Jahrestag wir gerade
(würdevoll?) begehen ist ein markantes Beispiel dafür. Ob die Amerikaner einer Fehleinschätzung erlagen oder nicht, ob der Einsatz gerechtfertigt war, in anderer Form, an anderer Stelle, oder zu einem anderen Zeitpunk hätte erfolgen müssen ist ein akademisches Problem. Fakt ist: Die Bombe hat den Krieg schlagartig beendet, die Japaner haben
kapituliert. Auch Deutschland hat nur kapituliert als es über keine Ressourcen mehr verfügte.
Wenn wir unsere über Jahrhunderte gewachsenen und entwickelten westlichen Werte erhalten wollen, wenn das Sterben der tausende von Toten in der französischen Revolution, im amerikanischen Bürgerkrieg, der in zahlreichen Freiheitskriegen Gefallenen, in sowjetischen Gulags Ermordeten nachträglich als notwendig in Kampf um Freiheit, Individualität und
Menschenrechte gerechtfertigt ist oder wenigstens „Sinn“ machen soll, dann müssen wir den Kampf annehmen und zurückschlagen. Da hilft kein Schöngerede und kein Gutmenschentum, kein Lamentieren und Taktieren.
Wer auf Demonstrationen zum Steinewerfer wird und auf politische Gegner einprügelt hat den Wert verbaler Argumentation nicht begriffen und gehört eingelocht. Wer gewaltsam und ohne Legitimation unseren Zivilgesellschaften den Krieg erklärt, sie angreift und sinnlos Menschenleben opfert um eines utopischen und falsch interpretierten
Religionsgedankens oder persönlichen Heilserlebnisses willen, gehört nicht psychoanlysiert sondern eliminiert. Umgehend und ohne Wenn und Aber. Es ist einer mit Bombenterror angegriffenen Zivilgesellschaft, der einseitig der Krieg erklärt wurde und die zahllose Opfer zu beklagen hat, hat nicht zuzumuten überführte und sich bekennende Rucksackträger
jahrzehntelang durchzufüttern und zu therapieren.
Auch folgende Überlegung muss man anstellen dürfen: Unsere Regierungen, deren Repräsentanten aus Steuern ihrer jeweiligen Bevölkerung unterhalten und aufwendig pensioniert werden, sollten endlich, die an sie abgetretenen Selbstverteidigungsinteressen des einzelnen Bürgers wahrnehmen und aufwendig, mindestens auf gleicher Augenhöhe, zurückschlagen.
Wenn sie diese Aufgabe nicht endlich annehmen und umsetzen werden sie ihr nicht gerecht und es wird zu überlegen sein, ob der Bürger nicht andere Formen der Selbstverteidigung finden und realisieren darf. Eine „Fremdenlegion“ oder zeitgemäßer eine privat finanzierte Schutz- und Kampftruppe kann mit Sicherheit flexibler, schneller und wesentlich
preiswerter operieren. (Sicherheit ist privatisierbar im Sinne von David Friedman.)
Wir haben als Zwangsbesteuerte einen Anspruch darauf, daß mit unseren Mitteln eine angemessene Verteidigung aufgebaut wird. Wer diesen Anspruch auf Sicherheit durch Gegenkampf nicht auch prophylaktisch umsetzt hat seinen Auftrag nicht verstanden.
Al-Qaeda 'blames Blair for bombs'
Osama Bin Laden's lieutenant Ayman al-Zawahri has warned London will face more attacks because of Tony Blair's foreign policy decisions.
His comments were made in a videotape which was broadcast on Arab satellite channel al-Jazeera.
The al-Qaeda deputy said: "Blair has brought you destruction to the heart of London, and he will bring more destruction, God willing."
Mr Blair denies his policies provoked the 7 July bombs, which killed 56.
Al-Zawahri also warned the US that Iraq would be worse than Vietnam.
Downing Street refused to comment on the latest al-Qaeda tape.
Some critics, including MP George Galloway, said the war in Iraq had helped to spark the attacks on London.
But Mr Blair has said the Iraq war is merely an excuse for those who want to attack the UK.
He has acknowledged Iraq is being used to recruit terrorists, but insisted the roots of extremism were much deeper.
In the tape al-Zawahri - who wore a white tunic with black turban and posed next to a rifle - also warned other nations to leave Muslim lands to avoid further violence.
And he said: "What you have seen, O Americans, in New York and Washington and the losses you are having in Afghanistan and Iraq, in spite of all the media blackout, are only the losses of the initial clashes.
"If you continue the same policy of aggression against Muslims, God willing, you will see the horror that will make you forget what you had seen in Vietnam."
'Dark vision'
President Bush said al-Zawahri's comments would not prompt the US to withdraw from Iraq.
"We will stay on the offense against these people.
"They're terrorists and they're killers and they will kill innocent people... so they can impose their dark vision on the world," he said.
Police are still investigating the bombings on Tube trains at Aldgate, Russell Square and Edgware Road, as well as a bus in Tavistock Square, and are also holding 15 people over the failed 21 July attacks.
Police presence
There is a massive police presence on London's streets, with 6,000 officers watching for a repeat of the attacks two and four weeks ago.
A high-visibility police presence in the capital is aimed at making the public feel safe, while undercover officers are mingling with passengers on Tubes and buses trying to spot would-be bombers.
Although police have received no intelligence about another attack, all leave has been cancelled and detectives drafted into uniform.
Extra officers have also been brought in from outside the capital and retired officers persuaded to return to help with the anti-terror work.
Thursday also saw the first person charged over the 21 July attacks appear in court. Ismael Abdurahman, 23, of Kennington, London, is charged with failing to disclose information about suspected Shepherd's Bush bomber Hussain Osman.
He has been remanded in custody for a week.
Al-Zawahri last appeared in a video in June, saying Muslims should not rely on peaceful protests but should also use violence. He also appeared in a video in February.
The Egyptian-born mastermind is thought to be Bin Laden's deputy and to have been hiding in the rugged border areas of either Pakistan or Afghanistan.
Story from BBC NEWS:
http://news.bbc.co.uk/go/pr/fr/-/1/hi/uk/4745639.stm
Published: 2005/08/04 17:44:10 GMT
© BBC MMV
|
|