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Von Denunzianten und Enteignern Zwei Meldungen die in die Zeit passen:
Der Irrsinn in Deutschland läßt nicht nach. Wäre ja auch zu schön gewesen. Das muß man sich vorstellen Da werden in einer funktionierenden (naja) Behörde Stempel, Schilder, Siegel weggeschmissen und neue angeschafft. Weil das angeblich
besser klingt. Für bisher 385000,.€, Ende noch nicht anzusehen. Trotz Sparvorgaben, Millionen von Arbeitslosen bräuchte man eine neue Bezeichnung: Agentur klinge ja auch viel besser als Amt oder Anstalt. Ich verwette mein letztes
Heftpflaster, daß das nicht einen einzigen Arbeitslosen in Lohn und Brot gebracht hat. Ein schönes Beispiel wie Politiker und Behördenchefs mit den Ihnen "anvertrauten" Steuergeldern umgehen. (Kein Steuerzahler hat z.B. Herrn Gerster Geld anvertraut, dazu hätte man ihm vertrauen müßen. Hätten Sie das getan? Das Geld stammt also nicht aus
Anvertrautem, sondern aus Enteignetem....) Und dann gibt es erfreulicherweise Menschen die sich wehren gegen diese Form von Enteignung und das Verschleuden ihres hart erarbeiteten Einkommen. Mit Phantasie und Kreativität. Sie
verlegen ihren Wohnsitz ins Ausland, was ja rechtens ist. Wenn nicht hätten wir DDR-Verhältnisse, wo man seinen Wohnsitz auch nicht verlegen durfte. Und umgehen die Enteigung. (Natürlich findet sich gleich ein mieser Denunziant der die Steuerfahnder weckt...) Und wenn es sonst auch ewig dauert bis der Staat reagiert, hier stehen sofort 70 Mann
Spalier, - was haben die bis dahin gemacht? - und durchkämmen Untermieterzimmer und addieren Aufenthaltsstunden. Man hat eben (höheren Ortes - wie es imnmer heißt) noch nicht begriffen,. daß es höchste Zeit ist nicht nur
Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern, sondern auch private Aufenthaltsorte. Es gibt nur wenige Möglichkeiten um zurückzuschlagen. Aber die sollte man nutzen. Es darf bezweifelt werden, daß da jemand aufwacht und Fluchtbewegungen entgegen wirkende Bedingungen schafft. Offensichtlich ist es einfacher das Rechtsbewußtsein per Propaganda und
Neiddiskussion zu beeinflußen und neue und schärfere Gesetze zu verabschieden. rebellog wird demnächst (nach den Ferien) Tipps zur Steuerrettung, zum Umzug und zum Fight-Back geben.
SPIEGEL ONLINE - 13. Mai 2005, 11:21
URL: http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,355994,00.html
Scheinumzug
Steuerfahnder ermitteln im großen Stil gegen Piloten
Eine WG von 70 Piloten in Dubai, ein Umzugsboom nach Thailand - die deutschen Finanzämter sind misstrauisch geworden. In mehreren Städten ermitteln Steuerfahnder zurzeit gegen Piloten und Flugbegleiter, die zum Schein ihren Wohnsitz ins Ausland verlegt haben und so in Deutschland kaum noch Einkommensteuer abführen.
Hamburg - Immer mehr Angestellte deutscher Luftfahrtgesellschaften geraten ins Visier der Finanzämter. Nach Informationen des SPIEGEL wurden bereits mehrere Hausdurchsuchungen durchgeführt. Aufgrund eines konkreten Falls "eines Kollegen" warnt seit wenigen Tagen sogar der Personaldienst der Lufthansa seine Piloten vor den gravierenden Folgen einer
Verurteilung in einem Steuerstrafverfahren. "In diesem Fall ist mit schwerwiegenden Konsequenzen im Rahmen der Zuverlässigkeitsüberprüfung zu rechnen", heißt es in einer internen Mitteilung.
Allein in Hamburg, wo sich die Gehaltsbuchhaltung der Lufthansa befindet, hat sich seit 1999 immer mehr Flugpersonal eine "Bescheinigung für beschränkt einkommensteuerpflichtige Arbeitnehmer" besorgt und damit die übliche Lohnsteuerkarte ersetzt. Grund für die Anträge war die angebliche Verlagerung des Wohnsitzes ins Ausland. In über 50 Fällen ging
es nach Thailand. Mehr als 70 Personen wohnen neuerdings offiziell in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Wer eine solche Bescheinigung hat, muss nur noch seine wenigen Flugminuten über deutschem Boden versteuern, was einer monatlichen Steuerbelastung von ein paar Euro entspricht.
Steuerersparnisse von 30.000 Euro und mehr sollen keine Seltenheit sein. Doch anonyme Anzeigen aus dem Lufthansa-Konzern haben die Fahnder auf die Spur gebracht. Darin ist zum Beispiel von 70 Piloten die Rede, die in Dubai in einer Wohngemeinschaft leben - "sehr beengt in einem Briefkasten". Tatsächlich verbringen die Großverdiener ihren Alltag
weiterhin heimlich in Deutschland und wohnen in der Regel als Untermieter. In einschlägigen Internet-Foren wird die dreiste Masche seit langem offen diskutiert - und empfohlen.
SPIEGEL ONLINE - 13. Mai 2005, 11:44
URL: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,355999,00.html
Bundesagentur für Arbeit
Namensänderung kostete bisher 358.000 Euro
Die Umbenennung der Bundesanstalt für Arbeit in Bundesagentur für Arbeit ist bislang mit rund 358.000 Euro zu Buche geschlagen. Da noch zahlreiche Schilder und Stempel erneuert werden müssen, rechnet die Behörde mit weiteren Kosten.
DPA
Bundesagentur für Arbeit. Allein das Redesign des Logos kostete rund 100.000 Euro
Nürnberg/Hamburg - Ein Sprecher der BA sagte, dies habe eine Umfrage bei den Arbeitsagenturen im Bundesgebiet ergeben. Er bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Die Kosten seien unter anderem beim Austausch von Schildern, Dienstsiegeln und Stempeln angefallen. Da die Umstellung noch nicht in allen Agenturen vollzogen sei, rechne die BA
mit weiteren Kosten. Schätzungen über die Höhe lägen nicht vor.
Der Sprecher erinnerte zugleich daran, dass es Wunsch des Gesetzgebers gewesen sei, die Arbeitsämter im Zuge der Hartz- Arbeitsmarkt-Reform in Agenturen umzubenennen. Dagegen führen BA- Insider ins Feld, die Umbenennung gehe auf den ausdrücklichen Wunsch des früheren BA-Vorstandschefs Florian Gerster zurück. Er hatte die Auffassung vertreten, die
Bezeichnungen Ämter und Bundesanstalt seien nicht mehr zeitgemäß. Mit dem Begriff Agentur sollte der von ihm propagierte Einzug einer neuen Dienstleistungskultur verdeutlicht werden. |
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