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Ladendiebstahl verboten!
Ist ja ganz klar: Ladendiebstahl gehört sich nicht, schädigt den Unternehmer und die Allgemeinheit und blah, blah.... wissen wir ja schließlich alle. Im Internet kann man noch Diskussionen finden ob einmaliger Ladendiebstahl ein Kavaliersdelikt ist, Menschen mit niedrigem Einkommen eine "milde"
Bestrafung erfahren sollen, (weil sie den Verführungen des Kapitalismus erliegen) und ob ein Erstdiebstahl ungestraft bleiben soll. So weit so gut, das Schild "Ladendiebstahl verboten!" ist aber typisch deutsch, denn was nicht erlaubt ist, ist armklar, verboten! "Rasen betreten (ist auch) verboten!" Auch das "Spielen in Haus
und Hof ist verboten!", "Rasenmähen und Kindergeschrei in der Zeit von 1-3 ist verboten! und das Mitnehmen von "Mehr als 3 Kleidungsstücke in die Umkleidekabine ist (auch) verboten!" Wir Deutschen lieben Verbotsschilder. Besonders bei Sachen die sich von selbst erklären. Andererseits was nicht verboten ist, ist erlaubt, nicht
wahr. Gegen eine flotte Nummer in der Umkleidekabine ist schließlich nichts zu sagen, oder haben Sie schon mal ein Schild gesehen: "Das Ausüben von Geschlechtsverkehr in unseren Umkleidekabinen ist verboten!" Na also.
Andere Nationen haben auch was gegen Ladendiebstahl. Aber sie fallen nicht gleich mit der Tür ins Haus und sprechen platt von Verboten. Im Gegenteil. Sie offerieren eine weitere Möglichkeit in der Kannform, die man, sofern man möchte wahrnehmen kann. Man hat also die Wahlfreiheit. Wie auf dem Schild
oben, das wir gerade in den USA sahen. Da wird einem potentiellen Ladendieb eine freie Fahrt im Polizeiauto angeboten. Man hat also die Qual der Wahl. Klaue ich nun, um einmal in den Genuß einer Freifahrt in einem amerikanischen Polizeiauto zu kommen? (Vielleicht ist der Officer so freundlich und schaltet mal die Sirene an...) oder verzichte
ich schweres Herzen und klaue lieber nicht. Es gibt ja in jeder Bürokratie Genies die durch sagenhafte Einfälle glänzen und damit ihren traurigen Büroalltag in ein
Erlebnis der besonderen Art verwandeln. In Deutschland kennen wir die ja zur Genüge. Man kann grüne Punkte erfinden und die Unternehmer zwingen alle Verpackungen damit zu verzieren. Im zweiten Schritt verankert man das dann gesetzlich und denkt sich eine Strafe bei Nichtbeachtung aus. Damit macht man sich in der Bürokratenwelt unsterblich und kann, wenn
man es nur geschickt genug anstellt, Millionen von Menschen umdrehen und irgendwas glauben machen. Was allen diesen grandiosen Einfällen zu eigen ist: Sie kosten Geld! Nicht das des Erfinders natürlich. Das Geld des Steuerzahlers. Aber den muß man nur lange genug beharken und er findet es selber gut, na jedenfalls stellt er es nicht mehr
in Frage. Wehren kann er sich eh nicht dagegen. Dafür hat man "höherenorts" schon vorgesorgt.
 Auch in Amerika gibts natürlich bürokratische Knalltüten die sich einen
Namen machen wollen. Na wenigstens einen lokalen Namen. In Virginia Beach z.B.. Da hat irgendein begnadetes Genie sich daran gestört das Jugendliche eine "coole" Jugendsprache sprechen und Fourletterwords benutzen. Das macht einen schlechten Eindruck auf Touristen. Wie regelt man sowas am besten? Ganz klar, mit einem Schild. Das hängt nun an allen Kreuzungen und Verkehrsampeln, ist auf
Broschüren und Karten zu finden. Hat wahrscheinlich ein Heidengeld gekostet. Als Nichtjugendlicher weiß man zwar nicht was es bedeutet, Hauptsache die Teenies wissen es. Die wissen es, weil es aus der Comixkultur stammt. Aber ob sie sich danach richten bleibt eine offene Frage. In jedem Fall ist es das berühmte Fourletterword, das nun überall zu
sehen ist, eben nur in Comix -Hieroglyphen. "Really, you shouldn't say fuck!" |
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