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Robin Renitent,  25. April 2005

   

 

We seem to have overcome

Soviet fascism, though the heirs

of Nazi-fascism live; but the biggest threat

to freedom lies

in Islamic fascism.

 

  Freedom is not

self-evident. 

 

We are at war – and we have to defend ourselves. 

 For the sake of

our children.

 

   
 

Über Tantrasalz und Aktmodelle

Viele äußern sich über den sozialen Wohlfahrtsstaat, wie man ihn umbauen könnte, warum er soviel kostet; wenige wissen wovon sie reden. Das liegt oft daran, daß die Entscheider, als so die Klasse der Umverteiler, ihre Mercedesse nicht verlassen und mal durch die Straßen laufen. Und natürlich durch Zuwendungen sich, bei allem Sparzwang, den Wählerwillen für die nächste Wahl kaufen. Und die „Vor-Ort-Sozial-Arbeiter“ machen auch nicht viel Gedöns, weil sie wenig Interesse daran haben am Abbau ihres Arbeitsplatzes mitzuwirken.

 

Drei Fälle aus den letzten Tagen, die zum Nachdenken anregen sollen.

 

Fall 1:

Nach 3 Monaten rufe ich meinen Sohn, verheiratet, 1 Kind von 1 ½ Jahren mal wieder an. Er wohnt in Dänemark, also einem Land mit besonders hohen Steuern und besonders hohem sozialen Standard. Im letzten Sommer hatte ich ihn nach 5 Jahren besucht. Ich lernte seine Frau, die er einige Tage nach meiner Abreise heiratete, kennen und mein Enkelkind. Mit dieser Frau war er bereits etwa 7 Jahre „zusammen“, angeblich war es Liebe auf beiden Seiten und nun sollte also in Kürze geheiratet werden.

 

Ich sah sie mir an. http://www.rebellog.com/text/portrait/port21.htm Ich hörte ihr zu. Begeistert war ich nicht. Aber schließlich sollte er mit ihr glücklich werden und nicht ich. Also ließ ich mir nichts anmerken und zeigte mich von der besten Seite. Zwischendurch warf ich einen Blick in ihr Bücherregal: Tantra-Bücher, spirituelle Selbsterfahrung, Esoterik usw. AHA! Beim Essen bat ich um etwas Salz: Himalajasalz, handgebrochen, handgemahlen, irgendwas um 5 € für 50 Gramm. Birkenstocksandalen und Schlabberkleid. So weit so schlecht, schließlich muss er ja nicht meinen Geschmack haben. Sohnemann war jedenfalls voller Pläne für die Zukunft – sie träumten von einem Hof mit Pavillons aus Stroh und Lehm und wollten Selbsterfahrungskurse und Therapien, mit Landluft- und Aufenthalt, anbieten.

 

Ich rufe also an und höre: Sie ist davon und will sich scheiden lassen. (5 Monate nach Eheschließung) Sie hat eine Wohnung in der Nachbarstadt, das Sorgerecht für das Kind will sie nicht teilen. Ein zweites Baby ist unterwegs. Eine Ausbildung hat sie nicht, sie ist 23 und sie sieht sich jetzt erstmal als Mutter. Mein Sohn soll Unterhalt zahlen, aber weil er auch noch in der Ausbildung ist, kommt der „Rest“ von der dänischen Kommune. In 16 Jahren, wenn die Kinder flügge werden, will sie ein kleines Haus kaufen. Ansonsten braucht sie auch Zeit für sich und will sich jetzt mit ihren 2 Kindern selbstverwirklichen. AHAAAA!.

 

Fazit: Sohn und Vater Staat zahlen. Vater Staat wahrscheinlich mehr, da Sohn noch in der Ausbildung und später durch 2 Haushalte wahrscheinlich doppelbelastet und deshalb steuerreduziert, wahrscheinlich weniger.

 

Fall 2:

Ich fotografiere ja gern. Manchmal mache ich Porträt- und manchmal Aktfotos. Aktfotomodelle zu bekommen ist nicht so einfach, schließlich lebe ich in Nordamerika und da ist man prüde. Neben dem reinen Fotohobby finde ich es stets besonders interessant die Modelle und ihr Umfeld kennen zu lernen. Das gibt tiefe Einblicke, die der Linse verschlossen bleiben. Also gebe ich eine Anzeige auf. Es meldet sich unter anderem Lucy. Wir machen Fotos. Und meine Frau und ich lernen sie näher kennen. Lucy ist 34, ohne Mann und Freund. Sie war hat angeblich eine Ausbildung als Webdesignerin, aber schon vor 10 Jahren gemacht. Dann war sie, angeblich, Pflegerin in einem Altersheim. Vor kurzem hat sie einen Ausbildung als Tischlerin abgeschlossen, eine Community-College Ausbildung, also eine Schreibtischausbildung ohne tatsächliche praktische Erfahrung. Meistens ist sie arbeitslos. Seit Monaten. Das liegt angeblich daran, daß die Frauen der Tischler nicht wollen, daß ihre Männer mit einer Frau zusammen arbeiten. Lucy geht täglich in die Bücherei und checkt den öffentlichen Computer nach Emails. Vielleicht, vielleicht kommt ja jemand und sendet ihr ein Arbeitsangebot. Aber es kommt nie was. Sie hat auch kein Auto und in einem Land ohne Nahverkehr kann sie nirgends hinfahren. Lucy hat, das merken wir bald, viele Macken. Sie gilt als exzentrisch. (Aber sie ist verdammt fotogen und kann gut posieren). http://www.rebellog.com/text/portrait/port54.htm  und  http://www.rebellog.com/text/erotik/lucy02.htm Die Ausbildung hat sie (ihr Vater) selbst bezahlt. D.h. der Vater hat gebürgt, der Staat hat einen Kredit gegeben. Lucy muss jetzt den Kredit zurückzahlen. Ohne Wenn und Aber. Sonst kommt sie auf eine schwarze Liste. Wovon lebt sie? vermutlich von Zuschüssen ihres 82 Jahre alten Vaters. Vom Staat bekommt sie nichts.

 

Fall 3:

Mindy meldet sich. http://www.rebellog.com/text/portrait/port62.htm Sie möchte Fotos von sich und ihren 3 Kindern. Buben. 7 Jahre, 2 Jahre, 9 Monate. Mindy kommt, sie ist reizend. Ich mache die Fotos, sie ist später begeistert. Sie erzählt mir, daß die 3 Kinder von 3 verschiedenen Männern sind. Mindy ist 25, lebt in einem Trailer und geht nachts im Supermarkt arbeiten. Nur ein Vater zahlt unregelmäßig etwas. Am Tage schaut sie selbst, in der Nacht ihre Mutter nach den Kindern. Mindy hat wenig Zeit. Vom Staat bekommt sie keinen Pfennig. Mindy ist scharf darauf auch Aktfotos zu machen. Sie braucht das Geld. Dringend.


Dänemark ist ein soziales Land. Hohe Steuern, hohe soziale Leistungen. Viele nutzen diese soziale Hängematte aus. Sie verwirklichen ihre privaten Vorstellungen nicht durch eigene Initiative, sondern bedienen sich aus dem Topf der Allgemeinheit. Sie finanzieren ihr Leben mit enteignetem Geld. Sie glauben ein Recht darauf zu haben. Und sie nennen das sozialen Fortschritt. Dieser soziale Fortschritt, diese Gefühl der Sicherheit, des Anspruchs auf Leistungen aus dem öffentlichen Topf, verführt allerdings zu unverantwortlichem und leichtsinnigem Handeln. Die unmittelbaren Folgen idiotischen Fehlverhaltens, unausgegorener Launen werden nicht in ihrer Schärfe erlebt und als existenzgefährdend angesehen. Die Politiker, die Verabschieder dieser Gesetze, brauchen um ihre Wiederwahl nicht zu fürchten. Sie handeln „sozial“, in dem sie das Geld, das aus dem Eigentum anderer stammt, „Bedürftigen“ zukommen lassen.

Kanada http://www.rebellog.com/text/country/kanad01.htm ist ein zutiefst sozialistisches Land. Jeder Furz ist reglementiert. Die Möglichkeiten Initiativen zu entwickeln begrenzt. Dennoch: Es hat keine Tradition Launen des Einzelnen oder sein Fehlverhalten zu finanzieren. Auch hier findet permanente Enteignung statt. Aber die Folgen von Fehltritten, unbedachtes Handeln, werden noch stärker erlebt. Klar, es verhungert keiner mehr auf der Straße. Aber sich zurückzulehnen und auf den monatlichen Sozialamts-Scheck zu warten ist hier nicht.

Noch Stärker in die Pflicht genommen für das eigene Handeln wird man einige Kilometer weiter südlich. Unsere amerikanischen Freunde sehen es zunächst nicht als ihre Pflicht an, ihren Bürger den Hintern mit Watte auszustopfen. Das dennoch die Sozialkosten explodieren hat hier andere Ursachen. Eine Automatik in der Scheckvergabe, an sich selbst verwirklichende Mütter, ist, erfreulicherweise, noch nicht Gang und Gebe.

Wenn die nächsten Generationen nicht wieder lernen Verantwortung als etwas unmittelbares zu erleben, etwas was nicht delegiert werden kann, dann werden wir die öffentlichen Haushalte nicht sanieren können und den Wettlauf mit weniger betulichen Nationen nicht gewinnen.

 

 
   

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