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Die bösen Kapitalisten....... hat Michael Kastner in einem grandiosen Artikel aufs Korn genommen: .
"Egal, ob sie nun dem BDI, dem Arbeitgeber- oder sonst einem Verband angehören, keiner möchte ein Kapitalist sein.
Und es stimmt ja auch. Keiner von denen ist wirklich ein Kapitalist. Es sind Leute, die die Nähe zur Politik und zur staatlichen Protektion mehr schätzen als Unternehmergeist und eigenes Schaffen." (Zitat)
Ja, und weil sie kein Hank Rerden's sind, sondern sie sich anschleimen, bei denen die sie jetzt beschimpfen, knicken sie ein und weisen die bodenlose Frechheit Lafontaines und Münteferings nicht zurück. Sie gleichen James Taggart und füllen kaum mehr ihre Anzüge. Der lesenswerte Artikel von
Michael Kastner hier:
http://www.freiheitsfabrik.de/?p=100#more-100 29.April 2005
Brothers, you asked for it: Warum Atlas nicht mit der Schulter zuckt
[von Michael T. H. Kastner]
Vollkommen naiv und kopflos hüpfen die Verbandschechfs der deutschen Industrie und der Arbeitgeber derzeit durch Zeitungen und Talkshows. Mit beleidigten Minen fühlen sich die Manager und Unternehmenschefs als Kapitalisten denunziert.
Eines ist der SPD gelungen: sie hat den wunden Punkt der deutschen Wirtschaftsbürokraten erwischt, nämlich die Prinzipien- und Rückgratlosigkeit. Egal, ob sie nun dem BDI, dem Arbeitgeber- oder sonst einem Verband angehören, keiner möchte ein Kapitalist sein.
Und es stimmt ja auch. Keiner von denen ist wirklich ein Kapitalist. Es sind Leute, die die Nähe zur Politik und zur staatlichen Protektion mehr schätzen als Unternehmergeist und eigenes Schaffen.
Auf den großen Banketts, bei Gesprächsrunden der Regierung, beim Lobbying, bei Auslandsreisen des Kanzlers und allen möglichen und unmöglichen offiziellen Angelegenheiten sind die Verbandschefs als “Vertreter der Wirtschaft” dabei. Sie kuschen, sie schleimen und sie biedern sich an. Sie wissen, um wieviel angenehmer es ist, im Rausch der Macht zu
leben, als einsam an der heimischen Werkbank oder am Schreibtisch einer drögen produktiven Arbeit nachzugehen.
Allzu gern lassen sie sich von den politisch Mächtigen als “Vertreter der Wirtschaft” hätscheln. Und allzu gern nimmt man öffentliche Aufträge an, die weitaus lukrativer sind als Aufträge am freien Markt.
Doch die wahre Wirtschaft, das wirklich waghalsige und riskante Unternehmertum findet in Deutschland längst nicht mehr in den Firmen mit den großen Namen statt. Es findet in Dönerbuden, in schwarzarbeitenden Putz- und Baukollonnen, auf illegalen Zigarettenmärkten, bei Schleuserbanden, bei illegalem privatem Schulunterricht und in vielen anderen
“informellen” Bereichen der Wirtschaft statt.
Man kann davon ausgehen, daß die legalen produktiven Tätigkeiten in Deutschland zu einer aussterbenden Gattung gehören.
Der brutale Interventionismus, der vom Staat ausgeübt wird, findet auf der Seite der deutschen Verbandsvertreter keinerlei fundierten Widerstand. Der Widerstand findet dort statt, wo internationale Investmentfonds und -gesellschaften und Arbitrageure die deutschen Hätschelbetriebe aufkaufen und zerschlagen. Und er findet dort statt, wo illegale
Schwarzarbeit blüht.
Das paßt auch den, auf weichgepolsterten Sesseln sitzenden, Verbandsbossen nicht. Sie fühlen sich im gegenwärtigen Zustand des Korporatismus wohl, der ihre saft- und kraftlosen Entscheidungen auch noch mit Steuermitteln durchfüttert.
Daß sie jetzt von jenen, denen sie jahrelang nach dem Mund geredet haben und an deren machtvollen Auftritten sie beiwohnen durften, in den Hintern getreten bekommen, verstehen die Verbandsbürokraten nicht. Daß sie als Kapitalisten beschimpft werden, noch weniger.
Sie, die selbst jahrelang daran gearbeitet haben, aus ihren Verbandsmitgliedern unternehmerische Eunuchen zu machen, wollen nichts mit selbstverantwortlichen Eigentümern an Produktionsmitteln, mit Kapitalisten aus Schrot und Korn, zu tun haben. Sie wollen keine Kapitaleigner, die den Gewerkschaften die Tür zeigen und von Enteignung in Form
betrieblicher Mitbestimmung nichts wissen wollen.
In den meisten deutschen Firmen ist die Staatstreue wichtiger als der freie Wettbewerb. Die Chefs haben sich zu Sklaven der Politik gemacht und wundern sich jetzt, daß sie als solche behandelt werden.
Kapitalisten wollten sie nie sein. Sie wollten lieber das Loblied auf den sozialen Frieden singen und mehr sozial als marktwirtschaftlich handeln.
Für dieses Anbiedern und für diese kurzfristige Sicht der wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge erhalten sie jetzt die Rechnung. Und sie wissen nicht, wie sie sich dagegen verteidigen sollen.
Einerseits möchten sie die Vertreter der Wirtschaft sein. Aber andererseits ist die Wirtschaft tatsächlich nur dann funktionsfähig, wenn sie kapitalistisch ist. Doch Wirtschaft solcher Art findet nicht im Rahmen von Verbänden statt. Diese sind gerade dazu da, um Wettbewerb zu verhinden. Ihre Privilegien wollen sie nicht verlieren und pochen
gleichtzeitg auf etwas, das sie Eigentum nennen.
Aber dieses Eigentum haben sie schon längst dem Staat als sozialpolitische Verfügungsmasse übereignet. Sie wissen, daß sie faktisch kein Eigentum besitzen. Sie sind dem Wohlwollen des Staates ausgeliefert, dem sie ihr Schicksal für das Privileg der Teilhabe an den Machtspielchen aussgeliefert haben.
In dieser Truppe der Schlipstragenden wird sich kein John Galt finden, der aufsteht und mit den Schultern zuckt. Dies sind keine Atlanten, die die Welt tragen - dies sind muskellose Skelette, die nicht einmal die Kraft besitzen, um sich selbst aufrecht zu halten. Beim ersten Zucken würden sie in sich zusammenfallen.
Da stehen sie nun auf wackligen Beinen und verstehen die Welt nicht mehr: Brothers, you asked for it! |
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