| |
Blogs, Blogger und das Impressum Jede Tageszeitung, jedes Magazin hat ein Impressum.
Das ist auch gut so, denn es ist schon interessant zu erfahren wer hinter einem Druckerzeugnis steht. Ein Zeichen guten Jounalismus ist auch den Leitartikel von der Nachricht, den Kommentar von der Agenturmeldung sauber zu trennen. Wer etwas schreibt oder veröffentlicht in der Presse oder den Öffentlich-rechtlichen- oder Privatmedien sollte sich
auch dazu bekennen. Allerdings gestehe ich jedem Verfasser brisanter Artikel, Kommentare oder Essays zu sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Das kann ganz praktische Gründe haben. Eine Überlegung könnte sein, daß man seine Kinder nicht für die Aussagen des Vaters oder der Mutter leiden sehen will. Auch die Wohnanschrift und die Telefonummer
sind natürlich Privatsache. Der Vorteil des Blog, des Weblogs oder des Online-Tagebuches ist natürlich, daß der Verfasser der veröffentlichen Beiträge am anderen Ende der Welt wohnen kann und so nicht so schnell persönlich zu greifen ist. Gerade bei politischen Webseiten ist auch in demokratischen Systemen äußerste Vorsicht angebracht. Gerade der
deutsche Gesetzgeber hat, in seiner Verordnungswut, das ursprünglich relativ freie Medium versucht zu gängeln und unter Kontrolle zu bekommen. Und es ist absolut legitim diesem Kontrollanspruch zunächst mit Fantasie auszuweichen. Bei wirklich krimineller Handlung wie Aufruf zum Mord, oder dem Angebot zur Tötung mit anschließendem Verzehr ist es
Experten ohnehin möglich den Betreiber ausfindig zu machen. Dennoch, die Vielzahl der Webseiten, die Weite des Web und die Tatsache, das es erfreulicherweise noch Länder gibt die sich nicht der deutschen Rechtsprechung angeschlossen haben, garantiert voräufig auch weiterhin die Möglichkeit unpopuläre und unkonventionelle Beiträge zu
veröffentlichen. Wer möchte schon gern die Steuerfahndung im Haus haben bloß weil er geschrieben hat, daß Steuern = Enteignung sind. Aber ein über ein Impressum sollte dennoch jedes Weblog verfügen. Selbst wenn der darin angegebene Name nur ein Pseudonym ist, also letztlich ein falscher Name. Es ist nämlich nicht uninteressant zu wissen wer der
Verzapfer des Beitrages ist: Männlich, weiblich, ungefähr wie alt, Name Fritz Meier, auch wenn er eigentlich Klaus Schulze heißt. Beispiel gefällig: Davids Medienkritik, eine Seite bei der man wirklich vorbei schauen sollte. Es gibt nirgends den geringsten Hinweis auf David..., anders bei David Harnasch. Da steht einer voll dahinter. Vermutlich
heißt er wirklich David Harnasch. Obwohl das auch wieder wurscht ist und ich die Seite auch mögen würde wenn er Goliath Harnisch heißen würde.
http://medienkritik.typepad.com/deutsch/
David Harnasch
http://medienkritik.typepad.com/
|
|