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Karin Quade und ihre Anti-Anti-Amerikanismus-Seite www.anti-anti-americanism.com
Wenn ich eins nie verstanden habe, dann war es jede Art von Antiamerikanismus und Antizionismus.
Ich habe in diesem Punkt weder meine Klassenkameraden, noch meine Brüder verstanden. Diese Gehirnerweichung, die mainstreamkongruente Haltung (ist es eine Haltung und nicht eher eine Anpassung?) von großen Teilen meiner Generation und der Generation meiner Kinder ist mir fremd und nicht nach zu vollziehen. Selbst meine Patentante wurde von diesem Virus erfasst
obwohl sie nach dem Kriege von den Amis ganz begeistert war und mit großer Freude bei Gillette als Dolmetscherin arbeitete. Ich bin den Amerikanern zutiefst dankbar, daß ich in Freiheit und weitgehender Selbstbestimmung in West-Berlin aufwachsen durfte. Und ich kann keinen Unterschied sehen zwischen den Gefühlen der Befriedigung die ich darüber
habe und den Gefühlen die vielleicht ein junger Iraker haben wird. (siehe auch:
www.democracyiniraq.blogspot.com)
Wie auch immer, viele die ich gesprochen habe sind und die sich anti-amerikanisch geäußert haben sind nie in Amerika gewesen und kultivieren ihre Vorurteile um nicht ausgegrenzt zu sein, wenn es zu einem allgemeinen Dummgefasel und dem Aufwärmen von Allgemeinplätzen kommt. Was auch auffällt, selbst wenn es Gründe gibt Herr Bush nicht zu mögen, wir kennen ihn ja alle nur über das von den Medien transportierte Bild, ist es unfair alle Amerikaner in "einen Topf" zu
werfen. Wir möchten im Ausland auch nicht als Nazis beschimpft werden, nur weil man uns an unserer Sprache oder besser großen Klappe als Deutsche erkennt. In diesem dumpfen Zeitgeistsumpf unreflektierter Ablehnung des amerikanischen und damit oft einhergehend, des jüdischen Wesens, fallen zwei Menschen in Deutschland besonders positiv durch
eine faire proamerikanische Haltung auf. Der eine ist der wortgewaltige Henrik M. Broder, der gerade den Schubart-Literaturpreis bekam und den ich sehr verehre. Die andere Persönlichkeit ist eine junge Dame namens Karin Quade, die in ihrem Ausdruck, der zurückhaltenden Gestaltung ihrer Webseite, aber vor allem in ihrem Stil einen großen
Eindruck hinterlässt. Ihre an eine, nicht mehr vorhandene, Freundin in Amerika geschriebenen Briefe greifen aktuelle Themen auf und transportieren ein positives und wirklichkeitsnahes Amerikabild. Das liegt auch an ihrem ausgezeichneten Englisch um das ich sie aufrichtig beneide.
Karin Quade dated ihre Seite nicht täglich ab, aber es ist stets ein Gewinn hier zu lesen. Aber es ist wie es ist: Lesen tun hier wahrscheinlich eh nur die, die schon ihre (oder meine) Meinung teilen und
gelernt haben aus eigener Beobachtung und Information Schlüsse zu ziehen. Diejenigen die eh nur Zeitgeistgequatsche absondern werden sich vermutlich leider nicht auf Karins Seite verirren: Ich erlaube mir aus der Frontpage die englischen Einleitungsworte zu übernehmen um auch unsere amerikanischen und kanadischen rebellog-Freunde neugierig zu
machen:
Webseite www.anti-anti-americanism.com
Welcome on my website anti-anti-americanism.com! My name is Karin Quade, I am German, 36-years old and deeply worried by growing anti-Americanism in Germany and Europe, especially because I do not understand it - neither intellectually, nor
emotionally. These days, I am often thinking of a friend I used to have in the United States. Her name was Debbie, but unfortunately we lost contact. On the following pages of my website you will find the letters I would write to her today. Not only to her, but in a larger sense, to all the Americans. So everybody interested is invited to
read these letters! |
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