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Robin Renitent,  12. März 2005

   

 

We seem to have overcome

Soviet fascism, though the heirs

of Nazi-fascism live; but the biggest threat

to freedom lies

in Islamic fascism.

 

  Freedom is not

self-evident. 

 

We are at war – and we have to defend ourselves. 

 For the sake of

our children.

 

   
 

Corporate Governance Kodex

Da sind sie wieder, die Neidbolzen und Gleichmacher. Das was das Privatrecht jeder Putzfrau, jedes Handwerkers oder Buchhalters ist, nämlich sein Einkommen und seine eventuellen Nebenverdienste vor seinem Nachbarn geheim halten zu können, soll jetzt durch den "Corporate Governance Kodex", natürlich ganz "freiwillig" unterlaufen werden. Das ist ein weiterer schamloser Angriff auf die Individualität und das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen. So, also ob Topmanager etwa Freiwild wären. Sie, deren Bezahlung einer freien Leistungsvereinbarung entspringt, also einem frei ausgehandelten und an ihrem Markt- und Leistungswert gemessenen Wert entspricht, dürfen künftig nicht mehr die Rechte beanspruchen die jedem "Otto" Normalbürger zustehen. Porsche-Chef Wiedeking spricht dann auch zu Recht von einem diffusen Tranzparenzbedürfnis einer selbsternannten Öffentlichkeit. "Porsche halte an der Überzeugung fest, dass ein gesetzlicher Zwang zur Offenlegung der Vorstandsgehälter gegen die Verfassung verstoße. Sowohl das Grundgesetz als auch die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte garantierten jedem Bürger das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Schlichte Neugier und diffuse Transparenzbedürfnisse einer selbst ernannten kritischen Öffentlichkeit rechtfertigten einen Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung nicht."(managermagazin)
Der Kodex, der angeblich in Vernunft und freiwillig verbindlich für alle Topmanager entwickelt wurde fußt auf einem veränderten Rechtskonsens an dem Neider und Umverteiler kräftig gebastelt haben und der leicht unter Neidgesichtspunkten zu verankern war. Hoffentlich verweigern sich (schon aus Prinzip) einige der Wirtschaftsführer dauerhaft und nicht nur vorübergehend. Der Hinweis, daß Länder wie Kanada die Offenlegung schon praktiziren ist nicht ermutigend: Kanada ist schließlich ein zutiefst sozialistisches Land und im Aufbau einer konformistischen Gesellschaft schon weit fortgeschritten.

Wer mehr lesen will hier ein Artikel im Managermagazin: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,345934,00.html

Den Corporate Governance Kodex in deutsch gibts hier als pdf: http://www.corporate-governance-code.de/ger/download/DCG_K_D200305m.pdf

undd in englischer Sprache hier:  http://www.corporate-governance-code.de/eng/download/DCG_K_E200305.pdf

Der Link zur Regierungskommision ist hier: http://www.corporate-governance-code.de/ger/kodex/index.html

 

manager-magazin.de, 11.03.2005, 17:57 Uhr
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,345934,00.html
MANAGERGEHÄLTER

Porsche sieht Angriff auf Menschenrechte

Wer einen Topmanager zur Offenlegung seines Gehaltes zwingen will, verstößt nach Ansicht von Porsche gegen die Konvention zum Schutz der Menschenrechte. Ein "diffuses Transparenzbedürfnis" einer selbst ernannten kritischen Öffentlichkeit rechtfertige einen Eingriff in die Selbstbestimmungsrechte der Topmanager nicht.

Berlin - Das Gehalt von Bernd Pischetsrieder, Vorstandschef von Volkswagen , kann seit dieser Woche jeder nachlesen. Genau 2.631.479 Euro hat der Topmanager aus Wolfsburg im vergangenen Jahr verdient. Mit der Offenlegung seiner Bezüge ist Pischetsrieder im Kreis der deutschen Autobosse aber die Ausnahme.

Die Kollegen von BMW , DaimlerChrysler und Porsche betreiben immer noch eine arge Geheimniskrämerei, wenn es um ihre individuellen Einkommen geht. Vielleicht der entscheidende Grund, warum es jetzt dafür ein Gesetz geben soll: Das Justizministerium hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, demzufolge alle börsennotierten deutschen Unternehmen künftig einmal pro Jahr die genauen Gehälter der Vorstände nennen müssen.

Eigentlich haben die rot-grüne Bundesregierung und die von ihr eingesetzte Kommission für gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Corporate Governance) in Sachen Transparenz bei den 30 Dax-Firmen ziemlich viel vorangebracht. Von 72 Richtlinien werden inzwischen fast alle befolgt. Nur eben eine nicht: die freiwillige Selbstverpflichtung, die Gehälter der Vorstandsmitglieder einzeln und im Detail offen zu legen. Bislang gibt es die Zahlen nur im Paket.

Autobranche ist besonders schweigsam

Im vergangenen Jahr erfüllten erst neun Dax-Firmen die Empfehlung, die individuellen Bezüge der Topmanager zu veröffentlichen. Inzwischen haben elf weitere angekündigt, dies noch in diesem Jahr zu tun.

Zu den hartnäckigen Auskunftsverweigerern gehören allerdings mehrere Dax-Schwergewichte. Und zwar aus Prinzip. Der Chef des weltgrößten Chemiekonzerns BASF , Jürgen Hambrecht (geschätztes Gehalt: 2,2 Millionen Euro), erklärte erst diese Woche wieder: "Das trägt nur zur Neiddebatte bei."

Besonders schweigsam ist man in der Autobranche. Die Topmanager von BMW und DaimlerChrysler , Helmut Panke (geschätzt: 2,8 Millionen) und Jürgen Schrempp (geschätzt: 5,2 Millionen), lehnen weiterhin jede Auskunft ab.

Porsche sieht Verstoß gegen die Verfassung

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking ließ sogar ein Gutachten anfertigen, wonach die Veröffentlichungspflicht gegen sein Recht auf "informationelle Selbstbestimmung" verstößt. "Wenn die Republik daran genesen soll, dass Deutschland das Gehalt von Wiedeking kennt, dann steht es schlimm um unser Land", so der Chef von Porsche .

Der Stuttgarter Autobauer lehnt den Gesetzentwurf weiterhin ab, weil "die Offenlegung keinen Erkenntnisgewinn für die Anleger mit sich bringt", heißt es in einer Mitteilung von Porsche. Für den Aktionär sei lediglich relevant, ob die Vorstandsbezüge insgesamt in einem angemessenen Verhältnis zum Unternehmenserfolg stehen. Dazu genüge die Angabe der Gesamtsumme der Bezüge sowie deren Zusammensetzung aus fixen und erfolgsabhängigen Anteilen, die Porsche in seinem Geschäftsbericht auch so vornehme.

Porsche halte an der Überzeugung fest, dass ein gesetzlicher Zwang zur Offenlegung der Vorstandsgehälter gegen die Verfassung verstoße. Sowohl das Grundgesetz als auch die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte garantierten jedem Bürger das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Schlichte Neugier und diffuse Transparenzbedürfnisse einer selbst ernannten kritischen Öffentlichkeit rechtfertigten einen Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung nicht.

 

Den Corporate Governance Kodex in deutsch gibts hier als pdf: http://www.corporate-governance-code.de/ger/download/DCG_K_D200305m.pdf

undd in englischer Sprache hier:  http://www.corporate-governance-code.de/eng/download/DCG_K_E200305.pdf

Der Link zur Regierungskommision ist hier: http://www.corporate-governance-code.de/ger/kodex/index.html

 
   

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