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Robin Renitent,  14. März 2005

   

 

We seem to have overcome

Soviet fascism, though the heirs

of Nazi-fascism live; but the biggest threat

to freedom lies

in Islamic fascism.

 

  Freedom is not

self-evident. 

 

We are at war – and we have to defend ourselves. 

 For the sake of

our children.

 

   
 

Die Grünen

Sie haben eine verstaubte, intolerante, miefige Nachkriegsideologie durch eine andere, noch intolerantere, noch konformistischere, neue Ideologie ersetzt. Sie haben Teile meiner Generation, in jedem Fall aber die Generation unserer Kinder zu staatsgläubigen, systemkonformen Weicheiern und Mitläufern geformt. Sie haben Gutmenschen gezüchtet, in Kinderläden in denen krauslockige birkenstockbewehrte Neu-Feministinnen Kinder indoktrinierten und z. T. gegen die Eltern einnahmen. Sie haben, und das wiegt eben besonders schwer, es dabei verstanden sich in der öffentlichen Wahrnehmung als fortschrittlich und individualistisch zu verkaufen. Als ob das Häkeln von Socken und das Stillen von Babys in der Öffentlichkeit nun schon ein besonderer Akt des Widerstandes wäre, oder schneidenden Individualismus verriete. Mit dieser schlabbrigen Turnschuhmentalität haben sie mit ihrer Unordnung und Unausgegorenheit seit 30 Jahren jungen Menschen das Gehirn verdreht. Gegen die Auswirkungen ihrer Ideologie ist die Abhängigkeit von Hasch geradezu harmlos. Mit ihrer ideologischen Einäugigkeit haben sie zu linken Menschenrechtsverletzungen geschwiegen, haben sich auf antisemitischem Terrain bewegt und doch alles als "Fortschritt" und aufgeklärten Zeitgeist verkauft. Sie haben alle Themen zu Religionen stilisiert und damit jeder einzelnen Sache an sich geschadet. Sie versuchten den Marsch durch die Institutionen, er ist ihnen gelungen, ihr Guru ist heute Außenminister, der selbst Gewalt gegen Sachen geübt hat, sie wollten regeln und verordnen, umverteilen und nivellieren. Und sie haben es geschafft. Heute vergeht kein Tag an dem nicht in unserem rot-grünen Staat irgendein blödsinniges Gesetz verabschiedet wird. Sie haben Deutschland so nachhaltig geprägt und verändert wie das Ergebnis des Zweiten Weltkrieges.

Wat'n Zufall, da finde ich heute einen wirklich intelligenten Artikel in der Finacial Times Deutschland:

Aus der FTD vom 14.3.2005 www.ftd.de/buttlar
Kolumne: Grüne? Nein danke!
Von Horst von Buttlar

Die Grünen haben eine ganze Generation großgezogen. Ihr jetziges Gebaren zeigt endgültig: Höchste Zeit, die nervige Öko-Gouvernante zu entlassen. Hier sind sieben Gründe.
http://www.ftd.de/pw/de/1110611608405.html?nv=sky  

 

 

Aus der FTD vom 14.3.2005 www.ftd.de/buttlar
Kolumne: Grüne? Nein danke!
Von Horst von Buttlar

Die Grünen haben eine ganze Generation großgezogen. Ihr jetziges Gebaren zeigt endgültig: Höchste Zeit, die nervige Öko-Gouvernante zu entlassen. Hier sind sieben Gründe.

Grün ist der Morgen, grün ist der Abend. Grün, grün, grün sind alle meine Leiden. Ach ja, die Grünen. Ihr seid die Hand, die im Bad die Spülstopptaste drückt. Ihr seid das Gesicht, das beim Mülltrennen über unsere Schulter schaut. Ihr seid die Tempo-30-Zone, wenn wir Auto fahren. Ihr drosselt uns, ihr erzieht uns, ihr diktiert uns. Doch jetzt nicht mehr. Es reicht.

Wir, die Generation der heute 30-Jährigen, haben auf euren Befehl hin Joghurtaludeckel abgespült und mit der Folie unserer Pausenbrote zu den Sammelstellen neben dem Milchverkauf getragen. Wir haben Altbatterien-Initiativen für euch gegründet. Wir haben auf dem Schulhof "Bäume für mehr Toleranz" gepflanzt.

Grün war das, was von oben gelehrt wurde, was besser war, sonniger, nachhaltiger. Ihr seid die Gouvernante unserer Generation. Ihr wart erfolgreich. Auch für die, die euch nicht wählen, gilt: Unsere Jugend war grün. Unsere Pose war der Sitzstreik. Wenn wir Zeugnis ablegen, schreiben wir auf grauem Recyclingpapier. Wir kleben "Nein danke!"-Sticker an Meinungen, die uns nicht passen.

Begeistert, befremdet und genervt

Ihr habt begeistert, ihr habt befremdet, ihr habt gewarnt - und ihr habt garantiert genervt. Wie habt ihr das geschafft? Ihr konntet das, weil ihr an eure Ziele immer diese schöne Sonnenblume geheftet habt. Weil ihr erzählt habt, dass nur ihr unseren Planeten retten könnt. Ihr habt gerufen, dass ihr es seid, die uns in eine lebenswerte Zukunft führen (solange dem nicht eine wandernde Kröte oder ein nistender Kranich entgegensteht).

Wer grün war, der brauchte nichts weiter zu erklären. Wer nicht grün war, zollte zumindest Respekt, dass Claudia Roths Tränen authentisch kullerten. Deswegen durftet ihr euch verdammt viel erlauben.

Das ist vorbei. Das wird nie wieder so sein. Warum? Hier sind sieben Gründe:

Der erste: Es geht nicht mehr darum, ob die Grünen eine normale Partei geworden sind oder noch gebraucht werden. Es geht darum, welche Kraft unsere Generation künftig führen wird. Die grüne Kraft ist erloschen. Die Führung einer Generation übernimmt der, dessen Habitus und Ideen die größte Ausstrahlung besitzen und deswegen zum Modell werden. Kaum vorstellbar, dass nach der Visa-Affäre der grüne Habitus noch mal ein Werther-Fieber auslösen wird. Allenfalls eine erhöhte Temperatur.

Der zweite: Nicht pubertäre Enttäuschung treibt uns, seit wir entdeckt haben, dass die Eltern selbst rauchen und Alkohol trinken. Wir müssen von zu Hause ausziehen. Die grüne Parole ist nicht unsere, wir müssen Antworten auf andere Fragen geben. Zum Beispiel: Wie kann sich die blockierte Generation helfen? Und nicht: Wie blockiere ich Gleise nach Gorleben?

Der dritte: Die Grünen haben sich verrannt. Eine Politik, die Freiheit zum Ziel hat und zu Unfreiheit führt, führt sich selbst ad absurdum. Die Antwort, wie sie aus dieser Sackgasse herauskommen wollen, wird gar nicht gesucht. Die Grünen fordern die Umkehr der Beweislast: Beweist uns erst mal, dass Schaden entstanden ist! So haben die argumentiert, die sie früher einmal bekämpft haben.

"Schuld und Grüne"

Der vierte: Das unwürdige Epos "Schuld und Grüne", das in Berlin erzählt wird, erinnert an die literarische Vorlage von Dostojewski: Es riecht auf jeder fünften Seite nach Krankenhaus. Nicht zu vergessen der Schuss Großmannssucht. Tenor: Wir würden ja zurücktreten, wären wir nicht unersetzlich. Wir werden noch gebraucht. Doch wir brauchen keine Erzieher, für die der kategorische Konjunktiv gilt. Wie wollt ihr künftig den Rücktritt eines Ministers fordern? Ihr habt keine moralische Autorität mehr.

Der fünfte: Das unwürdige Schauspiel, das im Norden Deutschlands aufgeführt wird, ist die andere Hälfte der grünen Grimasse. Die Grünen kleben und klammern an der Kieler Macht. Kein erhobenes Haupt, keine putzmuntere Opposition. Gummiweich pressen sie sich in eine Koalition der unwilligen Verlierer. Beim nächsten Aufstand sind sie keine Partner mehr.

Der sechste: Sie sind auch keine strategischen Partner mehr. Die Grünen waren erfolgreich, weil sie Narrenfreiheit hatten. Der politische Spielraum polarisierte und sorgte dafür, dass im Arbeitszimmer grüner Politik immer genügend Durchzug herrschte. Sie haben sich ausgetobt in diesem Land. In jedem Politikfeld durften sie ein Windrad aufstellen. Auch das ist vorbei. Die grüne Manege, in der sie als Dompteur die großen Parteien dressiert haben, weicht dem kleinen Wanderzirkus des Mehrheitsbeschaffers. Die junge Generation aber braucht Macht, um sich in einer Gesellschaft voller Rentner zu behaupten.

Der siebte: Den grünen Grundgedanken haben wir begriffen, die Projekte können wir auch alleine fortführen - sofern wir es wollen. Atomausstieg? Ist beschlossen (und kann jenseits der Dogmen sinnvoll nachjustiert werden). Ökosteuer? Ist eingeführt. Homoehe? Es wird schon eifrig rosa geheiratet. Alles, was wir für richtig und nachhaltig für dieses Land halten, können wir auch ohne moralisch übersteigerte grüne Pose machen. Zumal: Eine Gouvernante soll zeigen, wie man sich richtig anzieht. Jetzt sehen wir, dass sie selbst schlampig herumläuft.

Liebe Grüne, das war’s. Ihr könnt gehen. Ihr habt uns erzogen, einiges haben wir gelernt. Doch ihr seid unglaubwürdig und kraftlos geworden. Für so etwas spülen wir keine Joghurtdeckel mehr ab.

P. S. Wenn ihr geht - könnt ihr bitte den Müll mit rausnehmen? Ist Sondermüll. Also: Trennen nicht vergessen. Danke.

© 2005 Financial Times Deutschland

 
   

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