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  Page 045 - 2007

       
   

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Freedom knows no compromise !

       
       

Robin Renitent, 10. Oktober 2007

 

 

 

 

   
 

Mutige Leute ? (2)

Vater sagte immer: „Junge, Leichtsinn ist kein Mut!“ Das habe ich mir gemerkt. Unangeschnallt mit 220 Sachen über die Autobahn wäre also Leichtsinn. Mit Mut hat das nichts zu tun. Wenn ich durch Amerika fahre sehe ich hunderte Motorradfahrer ohne Helm. Die sind nicht leichtsinnig, die sind nicht mutig. Die gehen ein genau kalkuliertes Risiko ein. Fast alle sind über 50 und tuckern auf ihren Harleys durch Wyoming oder South Dakota. Einwohner pro Quadratkilometer: Unter 10.

Mutig waren für mich die Geschwister Scholl. Obwohl neuere Forschungen an deren Bild erheblich herumdeuteln. Margret Bechler war vielleicht mutig, weil sie sich nicht von ihrem Mann, trotz erheblichen Drucks scheiden ließ. Sie hatte für diesen Mut zu bezahlen. Dr. Hannes Lindemann war mutig, als er in einem serienmäßigen Klepperfaltboot den Atlantik überquerte und Selbstversuche betrieb.

Und Ralph Giordano ist mutig. Weil er sich gegen die öffentliche und veröffentlichte Meinung stellt und den Moscheebau kritisiert. Mutig wäre es auch wenn, nicht irgendeiner, ein führender Wirtschaftskapitän sein Engagement im Iran einstellen und Mahmud Ahmadinedschad einen Verbrecher nennen würde.

Der „Mut gegen Rechts“ ist deshalb kein Mut, weil die „Mutigen“ im Sessel sitzen und Onlinezustimmung bekunden, oder allenfalls im Meer eines geschützten Masse demonstrieren. Mut gegen rechte Gewalt wäre es nur, wenn z.B. ein Gastwirt rechte Schläger aus seiner Kneipe weisen würde.

Claudia Roth ist das Gegenteil von mutig. Sie reißt nur dort die Klappe auf, wo sie sich der Zustimmung ihrer Anhänger sicher sein kann. Und es war auch nicht besonders mutig von Joschka Fischer einen Taxifahrer zu vermöbeln. Immerhin hatte er genug Sympathisanten um sich. Senta Berger’s Drohung „Ich gehe jetzt“ war auch nicht mutig, denn es blieb eine Drohung und sie ist nicht gegangen.

Mut haben für mich die Einwohner in den israelischen Orten nahe dem Gazastreifen. Der Einschlagsort der Kassam-Reaketen ist so schlecht vorherzusagen.

All die öffentlich-rechtlichen "Mutigen" sind eigentlich Waschlappen. Vom Mut so weit entfernt wie Sozialisten von der Einsicht. Hugo Chavez ist nicht mutig wenn er gegen Amerika lästert, und den Kommentatoren in den Kommentarspalten der Onlinezeitungen, die gegen Bush wettern, fehlt überhaupt jeder Mut.

 

Und dann gibt es noch die ganz Mutigen. Die ziehen sich nackert aus und posieren für PETA. Mann, das ist mutig. Meistens sind es drittklassige oder abgehalfterte Schauspielerinnen oder Soapsternchen.

Wie auch immer: Der Mangel an Mut wurde schon immer beklagt. Der Mutigen sind deswegen nicht mehr geworden.

Preisfrage: Sind die beiden Liebenden auf der Brücke mutig?


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Freedom knows no compromise !

       
       

Robin Renitent, 10. Oktober 2007

 

 

   
 

Mutige Leute! (1)

Wir haben in Deutschland viele mutige Menschen. Das beeindruckt. Besonders sie selbst. Natürlich ist das ein kontrollierter Mut. Ein genau abgewogener Mut. Ein Mut der zu keinem Verwicklungen führt und nicht schadet. Am wenigsten dem Mutigen selbst.

Johannes B. Kerner ist so ein mutiger Mann. Und Senta Berger ist eine mutige Frau, jedenfalls im Zeitgeist, ich weiß das, schließlich hat sie mal mit meinem Vater im gleichen Film gespielt…, und Margarete Schreinemakers war schon immer ungewöhnlich mutig. Besonders im Studio und mit impertinenten Fragen. Also alles Vorzeigedeutsche, Menschen auf die wir Stolz sein können. Ja, und der hessische Wirtschaftsminister Alois Rhiel ist ein ganz besonders ehrbarer Deutscher. Deutsche also, die man seinen Kinder als Vorbild zeigen kann.

Kann man? Werde ich dennoch nicht machen.

Das Eva Herman daneben liegt habe ich ja schon nachgewiesen. Das Familienbild der Nazi’s war nicht so, wie Frau Herman es darstellt. Es gibt genug Zeugnisse, Bücher, Ratgeber und Aussagen, die das Gegenteil belegen. Wer da lernen will, kann es tun, und sich sachkundig machen. Das Familienbild der Nazi’s war verlogen, es war ein sozialistisches Familienbild, und der Staat mischte mächtig mit und feilte an den Jungen Menschen in der HJ und im BDM in ganz schrecklicher und indoktrinativer Weise herum. Aufrechte Hitlerjungen haben ihre Väter denunziert, BDM-Mädchen waren glühende Hitler-Verehrerinnen. Familienidylle?

Es gibt eben Dummansichten, gepflegte Märchen, die nicht auszurotten sind. Auch die Mär von den Autobahnen gehört dazu.

Dennoch, die Empörung über Eva Herman ist die reinste Heuchelei. Ekel erregend wie durchsichtig und berechnend sie der eigenen Profilierung als Gutmensch dienen muss. Abstoßend wie die Medien sich, wieder einmal, instrumentalisieren lassen. Endlich eine blonde (es würde die Lust noch steigern, wenn sie Zöpfe oder einen Dutt hätte) Deutsche, der man Nazisympathien nachweisen kann. Nachweisen? Eva Herman hat ja das Nazisystem gar nicht verteidigt, sondern unbedarft über Familie gefaselt. Wie Reichsfrauenratgeberinnen vor ihr.

Heuchelei ist die Empörung deshalb, weil auch Frau von der Leyen staatlicher Erziehung den Vorzug gibt. Weil in linken Kreisen laut über eine Intensivierung der Staatsfürsorge nachgedacht wird. Weil es keinen nachhaltigen Protest mehr hervorruft wenn bereits Kleinkinder von Staatserzieherinnen geformt werden sollen. Die Ähnlichkeiten zwischen einer nationalsozialistischen Erziehung und einer sozialistischen Erziehung im Deutschland von heute immer offensichtlicher zu Tage treten.
Mutig , oder mutiger, wäre es gewesen wenn Kerner Kardinal Meissner wegen seiner "entarteten Kunst" tausgeschmissen hätte. Oder Herrn Mixa. Aber das sind Männer. Da hackt man doch lieber zu viert auf einer Frau rum. Es gab mal ne Zeit, da war es Männern verboten die Hände in der Hosentasche zu haben. Als Teenager hatte ich das manchmal. Mein Vater sagte dann: "Nimm die Häönde aus den Taschen. 10 gegen 1 ist feige!" Daran muß ich gerade denken.


Mutig wäre es gewesen wenn einer, nur einer mal harsche Kritik an Frau Leyen, an Renate Künast oder allen, die sich an der Zerstörung der heutigen Familie beteiligen, geübt hätte. Mutig wäre es gewesen wenn man den rotlackierten Nazi Oskar Lafontaine mal rausgeschmissen hätte. (Aber Eva Herman?)

 

So deutlich, dass den Verantwortlichen im „Fernsehen“ die Luft weggeblieben wäre. Einen Rauswurf, eine fristlose Kündigung, hätte dennoch niemand zu befürchten gehabt.


Wirklich mutige Leute. Beeindruckend!

 
   

         

Photo © 2007 Cicero

         
 

     

Freedom knows no compromise !

       
       

Robin Renitent, 04. Oktober 2007

 

 

   
 

Burmesische Wünsche,

die Rückkehr der Blockwarte und Aufforderung zur Denunziantion

Heribert Seifert ist freier Journalist bei der NZZ. Da darf er seine Ansichten veröffentlichen. Und weil er einen gewissen Bekanntheitsgrad hat kann er das auch noch in anderen Medien. So, wie es aussieht, lebt er davon. Und seine Position erscheint besser als die eines angestellten Lohnschreibers. Nur, frei in dem was er schreibt ist er nicht. Denn, würde ihm eine „Entgleisung“ wie Eva Herman passieren, wäre er weg vom Fenster. Also achtet er sorgfältig darauf was er schreibt um immer noch möglichst viele zustimmende Kommentare zu erhalten. Und die erhält er, denn das Volk ist gespalten und für jede Position gibt es (mindestens) eine Gegenposition. Er kann also, weil er so radikal nicht denkt, sicher sein auch weiter publizieren zu dürfen. Denn er lebt vom Schreiben.

Für ihn ist das ein Vorteil. Für die Wahrheit ist das ein Nachteil. Denn er muss Kompromisse schließen. Und aufpassen, dass ihm niemand in die Suppe spuckt. Richtig frei wäre er nur, wenn er schreiben könnte ohne davon zu leben. Denn dann könnte ihn niemand feuern. Aber da wäre immer noch das Internet. Und da wären immer noch Leute die sich radikaler Ausdrücken würden als er es je könnte. Denn die, die Bösewichte da, die im Internet, die kann niemand feuern.

Also nutzt man erstmal die markierende Vokabel die brandmarken soll „Stammtisch“. Das ist eine allseits beliebter Ausdruck, angewendet auf alle mit etwas bodenständiger oder abweichender oder radikalerer Meinung, jedenfalls einer Meinung die sich im gutmenschlichen Mainstream nicht finden lässt. Nach Wikipedia mangelt es denen, die dieses Niveau haben an Bildung. Zum Beispiel. Das auch und gerade Akademiker zu deckungsgleichen Ansichten kommen wird unterschlagen. Nach Heribert Seifert wäre zum Beispiel Hans-Hermann Hoppe „Stammtisch“. Dabei hat nie jemand überprüft ob die, die sich unangepasst äußern überhaupt jemals an einem Stammtisch gesessen haben. Auf mich trifft es, zum Beispiel, nicht zu. So haben alle die, die sich in ihrer Ausdrucksweise, ihrer Einstellung und ihren Vorgehensvorschlägen in den Kommentarspalten nicht an die Vorgaben des Mainstream und des Common Sense halten, Stammtischniveau. Da Tische so um die 80 cm hoch sind, warum sollte das bei einem Stammtisch anders sein, bewegen sich also die Kommentatoren auf sehr niedrigem Niveau, sie erreichen niemals die abgehobenen Höhen der festen oder freien Lohnschreiber. Denen ja schon während ihrer Ausbildung beigebracht wurde vor allem so zu schreiben das die politische Korrektheit nicht leidet.

Natürlich haben solche Schreiber sich einer Armee von Hilfswilligen versichert. Die können, wenn sie die Ansichten des Autors teilen und etwas stammtischartiges entdeckt haben eine Taste drücken und „Report this Comment“ auslösen. Mit dieser wunderbaren Einrichtung wird jeder treue Leser zum Aufpasser ernannt und darf nach Herzenslust denunzieren. Jeder ein kleiner Blockwart eben.

Die nächste Stufe ist der Ärger über Blockbetreiber. Auf die einzudreschen ist schon Pflicht, jedenfalls dann, wenn sie Meinungen ein Forum geben die in den Mainstreammedien nicht zu finden sind. PI ist ein solches Beispiel. Aus dem empörten Ärger über die unbotmäßige Themenwahl und das Spektrum der Kommentatoren dort klingt auch die Sorge um die Vormachtstellung der eigenen Onlineausgaben der Zeitschriften durch. Wo kommen wir denn hin, wenn plötzlich Sportlehrer, pensionierte Beamte, ehemalige oder aktive Unternehmer sich politisch äußern und auch publizieren können. Es kotzt die Seiferts,k Leichts, Preuß an. Und es ist lesbar: Sie wünschen sich burmesische Verhältnisse. Wo man das Internet einfach abstellen kann. Dabei erstaunt, mich nicht, dass zum Beispiel PI gebrandmarkt wird und von Stammtischniveau geschrieben wird. Aber zum Beispiel ein Watchblog einer gewissen Bigberta, deren Lebensaufgabe es sein zu scheint sich über PI zu ereifern und den Islam lang un d breit zu verteidigen (wogegen eigentlich?) ist natürlich über jede Niederung erhaben. Ich habe noch nie gesehen, dass dieser Gutmenschenblog kritisiert wurde. Dabei sind, sowohl die Beiträge, als auch die Kommentare absolut verachtend. Ein aktuelles Beispiel ist die Häme über Hirsi Ali.

Dabei ist dort bestens ablesbar wie Faschismus und Islam Kongruenzen aufweisen.

Großes Publikum bedarf vor Veröffentlichung seiner Meinung vernünftig abwägender Beratung unter Anleitung verantwortlicher Meinungsführer.“ Schreibt Seifert.

 

Ein solcher zensierender Meinungsführer ist wer? Natürlich er!

(gefunden bei Gudrun Eussner)

 
   

         

 

         
 

     

Freedom knows no compromise !

       
       

Robin Renitent, 04. Oktober 2007

 

 

 

 

   
 

Libertäre haben manchmal Hunger

Dann kochen sie oder machen Salate. Wie Nichtlibertäre auch. Da die Zeit ganz ökonomischen Regeln unterworfen ist, schließlich haben wir sie aufzuteilen zwischen Bettenmachen, Staubsaugen, Kinder zum Schulbus bringen, Hausarbeiten beaufsichtigen, Nachrichten lesen, auf anderen Blogs (very rare) zu kommentieren und den eigenen Blog zu updaten, ist immer zu wenig davon da. Gibt auch noch eheliche Pflichten und, eben, Essen machen. Genug Zeit für alle Notwendigkeiten und Wünsche ist eh nie, deshalb habe ich nun mal wieder, nach mehr als einem Jahr, aus unserer Küche geplaudert. Machen Sie’s doch einfach nach, wie haben es ja auch überlebt:

 

Chicorée - Salat

Chicorée war schon immer eines meiner Lieblingsgemüse. Ich mochte es schon als Kind, obwohl ich da sicherlich eine Ausnahme war, denn der leicht bittere Geschmack macht, dass Chicorée nicht gerade ein „Kindergemüse“ ist. Allerdings habe ich Chicorée auch noch nie anders als Salat gegessen, schon meine Mutter bereitete ihn so zu. Hier in Nordamerika heißt er Belgian Endives und ist nicht so populär. Ich werde mich aber, jetzt wo ich das schreibe, noch mal auf eine andere Weise dem Chicorée nähern. Hier gehts weiter

 

Gefüllte Paprikaschoten

Waschen sie, je nach Bedarf, 4 bis 8 Paprikaschoten und schneiden sie um den Stiel ein 2 Euro großes Loch. Es können auch 2 Dollar sein, es kommt wirklich nicht darauf an. Der Euro ist eine ideologisch-politische Kunstwährung, und ich hoffe auf seinen Zusammenbruch und der Dollar ist, zwar nicht als 2 Dollarstück, aber ansonsten nicht das Papier wert auf dem er gedruckt wurde. Nachdem Nixon, ja der, den Dollar 1971 vom Goldstandard gelöst hat ist er verfallen und verfallen und sie können sich die Wände damit tapezieren. Er wird demnächst zusammenbrechen und dann ist es gut, wenn sie noch einige gefüllte Paprikaschoten eingefroren haben. Noch besser ist es sie haben sie im Garten, das macht unabhängig und der Dollar kann sie mal. Doch zurück zum Loch. Stellen sie sich, damit es leichter geht, also die Größe eines Goldtalers vor.

Nun durch das Loch die Kerne und die weißen Innenhäute entfernen. Mixen sie jetzt Schweinehack und Rinderhack zu gleichen teilen. Ich hoffe sie hatten es rechtzeitig aus dem Kühlschrank genommen sonst frieren ihnen die Pfoten ab. Sollten sie etwas gekochten Reis vom Vortag haben mischen sie einige Löffel in die Masse, geben sie Salz und Pfeffer hinzu. Haben sie keinen Reis nehmen sie einige Löffel Semmelbrösel. Aber bitte keine ganzen Brötchen wie in manchen Rezepten empfohlen. Das ist was für Restaurants, die rechnen müssen. Wir wollen ja Fleisch auf dem Teller haben und keine Brötchen. Laden sie übrigens keine Musels ein, es ist ja Schweinefleisch drin. Möglichweise geht reines Rinderhack und die Sache ist dann halal. Jetzt stopfen sie die ganze Pampe in die Paprikaschoten. Vorsichtig nicht zu hart, sonst reißen die Außenwände. Stellen sie sich einfach vor sie führen einen Daumen bei ihrer Frau ein. Der wollen sie ja auch nicht wehtun, gelle? So geht es auch unserer Schote, die nun in allen Ecken gefüllt ist. und hier gehts weiter

 
   
          Photos © 2007 rebellog          
 

     

Freedom knows no compromise !

       
       

Robin Renitent, 01.Oktober 2007

 

 

   
 

Tut Gutes! Sofort!

Nach dem Kriege hatte man nur ein Ziel: Etwas Gutes zu tun. Und zwar für sich selbst. Vielleicht noch für seine Familie. Dieses Tun, das einem zuerst mal selbst zugute kam, nannte man erst Überleben, dann Wiederaufbau. Jeder hatte Probleme. Seine Eigenen. Nicht die der Anderen. In dieser Zeit waren die meisten Menschen umsichtig, motiviert etwas zu tun und ihr Schrei nach Fremdhilfe war noch nicht entwickelt. Ich erinnere mich als Kind Kriegsversehrte gesehen zu haben, z.B. einen Mann am damaligen DEFAKA-Kaufhaus am Tauentzien, der saß, weil er keine Beine hatte, auf einem Brett mit vier Räderchen, sauste damit durch die Gegend, bettelte um Geld, aber er putzte den Leuten auch die Schuhe dafür. Ein klarer Fall von Gegenleistung.

Dann kam der Wohlstand und die Sozialsysteme wurden ausgebaut. Nicht etwa, das die Menschen dazu angehalten wurden sich um ihre eigene soziale Sicherheit zu bemühen, nein, es wurde versprochen und „in Aussicht gestellt“ und von der politischen Schlaukaste verbreitet, dass es „allen“ eines Tages zugute kommt. (Kam es ja dann später auch, besonders an die, die nix eingezahlt hatten). Noch später kamen Oberquatschköppe, studierte Leute natürlich, die sprachen vom „Generationenvertrag“. Dabei ist ja schon einem Grundschüler klar, dass zu einem Vertrag immer wenigsten zwei gehören und mit Babys, weil geschäftsunmüdig, kann man noch gar keinen Vertrag schließen. Norbert Blüm war einer von diesen Quatschköppen. Heute ist er „Spezialist“ für Israelfragen und quatscht dort ebenfalls blödes Zeug.

Doch zurück zum Gutestun. Etwa Anfang der 70iger Jahre, nach meiner Erinnerung, wurde es wichtig auch zu zeigen wie gut man ist. Es reichte plötzlich nicht mehr etwas für sich selbst zu tun und damit weiterhin von anderen -guterweise- nichts zu fordern. Nun musste man auch für andere etwas tun. Und sei es nur verbal. Mit dem aufkommenden Fernsehen konnte man ja was bewegen, konnte dickbäuchige hungernde Kinder aus Afrika zeigen, Erdbebenopfer und Sturmflutgeschädigte. Man konnte sowohl an das Mitleid, wie auch an das Gewissen appellieren und den Leuten eintrichtern, dass es nicht reicht etwas für sich selbst zu tun.

Dabei war die Zeit vorher ja nicht ohne Mitmenschlichkeit gewesen. Wer wirklich in Not war, mit dem teilte der edle Deutsche ohnehin seinen Mantel wie St. Martin. Aber es war eine Direkthilfe und keine losgelöste, anonymisierte und aus enteigneten Umverteilungsmitteln gewährte an Unbekannte.

Als das Fernsehen bunt wurde, konnte man auch sehen, dass Negerkinder wirklich schwarz sind und Palmen braun, wenn sie vertrocknen. Das Spendenaufkommen stieg entsprechend. Aber, auch die Überweisung oder Einzahlung ist natürlich anonym. Und sie blieb sie den „kleinen“ Leuten vorbehalten. Wer etwas auf sich hielt zeigte, dass er ein begnadeter Helfer war. Es war die Schiene für Prominente Betroffenheit ausdrücken zu können, und noch der schlechteste Schauspieler lernte geschwind entsetzt, zerknirscht oder eben betroffen in die Kamera zu schauen.

Die entsprechenden Statements dazu kamen auch bald wie vorgestanzt und konnten nach Beliebigkeit abgerufen werden. Schauspieler, Schriftsteller, Bildhauer, Popmusiker, Politiker so wie so, jeder hatte seine Bühne, seinen Auftritt. Wenigstens dann. Aber damit nicht genug. Es kam der Zweitberuf. Wer jetzt im Gespräch bleiben wollte musste auch eine helfende Funktion haben. Entweder man gründete die Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen oder ein Kinderhilfswerk oder man sammelte TV-wirksam Minen ein, die andere, böse Menschen, verbuddelt hatten. Nun wenigstens vor der Kamera ausbuddeln und zwar die, von denen man wusste, dass sie gerade nicht explodieren würden. Wer jetzt keine Aufgabe hatte war selber schuld.

Meine Mutter, Ehefrau eines sehr beschäftigten Mannes und mit etwas exklusiverem gesellschaftlichen Umgang, hatte oft die Frage zu hören: „Und was machen sie sonst so?“ Es reichte nicht zu sagen:“Oh, ich habe einen Mann und drei Söhne, ein großes Haus und einen Garten.“ Das war es nicht was der Frager hören wollte. Die Antwort hatte zu lauten: „Ich bin 1. Vorsitzende des Vereins zum Schutze der Musca Domestica“. Also eines Vereins der sich zum Ziel setzte die gemeine Stubenfliege zu schützen. Denn es war egal was man schütze. Hauptsache man schützte. Und tat Gutes.

Dieser inflationäre Trend Gutes tun zu wollen war und ist nicht aufzuhalten. Letztlich gibt es nur noch Gutmenschen. Dabei ist der Einstieg relativ leicht. Zuerst verkündet man jedem der es, und auch dem, der es nicht hören will, das man „antifaschistisch“ ist. Selbstverständlichkeiten gehören eben besonders breit ausgewalzt. Dann macht es sich gut für den „Klimaschutz“ zu sein, man muss aber davon nicht unbedingt was verstehen. Gegen die Amerikaner zu sein ist populär, man macht da nicht viel falsch. Auch die armen geschundenen Palästinenser kann man immer unterstützen ohne das eigene Image zu beschädigen. Wer wirklich engagiert ist zieht sich aus. Und lässt sich als Kotlett bei PETA abbilden. Eignet sich besonders für Schauspielerinnen der 2.und 3. Riege. Und jede Schnulzensängerin und jede gerade gekürte Schönheitskönigin verkündet mehr oder weniger lispelnd, das sie ja auch für den Frieden und gegen den Hunger ist.

Bin ich ja auch. Vorallem gegen den Hunger in meinem Magen und den Ehefrieden. Deshalb denke ich, das ich ein guter Menschen bin. Etwa nicht?

Nur eines mache ich vorläufig nicht. Ich fliege nicht nach Afrika und adoptiere auch keine schwarzen, gelben oder grünen Kinder. Ich gebe zu, ein schwarzes Kind würde sich zwischen unseren eigenen beiden Blondschöpfen sehr dekorativ machen. Aber ich lasse das erst mal. Es gibt ja genug Popsängerinnen und Schauspielerinnen die am Ticketschalter Schlange stehen. Ich würde da nur stören.

 
   
         

 

         
 

     

Freedom knows no compromise !

       
       

Robin Renitent, 29. September 2007

 

 

   
 

Frau muss sein zuhause...

Unsere Sommerreise beinhaltete auch 33 Hotelwechsel. Noch immer sind die USA das bequemste Reiseland. Mit 2 Kindern fragt man einfach nach einem Hotelzimmer. Die enthalten, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, 2 Kingsize-Betten, also genug Platz für die Eltern und die Kinder. Die wollen, weil das im täglichen Leben ja nicht vorkommt, mal bei Papa, mal bei Mama schlafen. So ist für ständige Abwechslung gesorgt. Nur Teile des Ehelebens sind in diesen 70 Tagen schlecht realisierbar….

Unsere Preisklasse schwankt, je nach Gegend zwischen 55 und 140 Dollar die Nacht. Wobei es vorkommen kann, das ein Zimmer für 69 Dollar hervorragend ist und eins für 120 Dollar total mies. Es hängt halt von der Gegend ab und davon, wie überlaufen sie touristisch ist. Wenn man länger als 4 Nächte bleibt ist es schon ungewöhnlich, Amerikaner kennen keine langen Urlaube. Jedenfalls nicht vor der Pensionierung und auch dann nur maximal 14 Tage. Und das wir insgesamt 18 000 km mit 4 Fahrrädern und einem Zodiac Boot auf dem Dach, und dem Motor dazu im Kofferraum, fahren erregt schon Aufmerksamkeit. Die Leute freuen sich, dass wir Interesse an ihrem Land zeigen und wir treffen auf keine Ressentiments. Man ist interessiert zu hören wie wir über Amerika, den Irakkrieg und Bush denken. Wir sagen viel wahres und freundliches, aber auch manches kritische. Wir kritisieren die Abkoppelung des Dollars vom Goldstandard und die Housing Bubble. Über Bush sagen wir nichts schlechtes, das tun ja schon alle anderen Deutschen und es würde langweilig. Erstaunlich viel Menschen stimmen uns zu. Und vom Goldstandard, man höre und staune, haben fast alle schon mal gehört. Oft gibt es anregende, längere Konversationen und manches Mal tauschen wir Visitenkarten.

Was uns aber auffällt ist, das die Roommates , also die Zimmermädchen, früher alle, fast ausnahmslos, Schwarze waren. Jetzt sind es ganz überwiegend Russinnen, Ukrainerinnen und (deutlich weniger) andere Osteuropäerinnen. Wir kommen natürlich gut ins Gespräch, denn meine Frau spricht fließend russisch. Alle Mädchen sind, (davon abgesehen, dass sie überwiegend auch sehr hübsch sind), ausnahmslos Studentinnen. Sie kommen mit einem speziellen Visum und inzwischen hat sich der ganze Genehmigungsablauf an den Universitäten von Minsk bis Chabarowsk, von Moskau bis Komsomol an Amur hervorragend eingespielt. Auch als Serviererinnen findet man sie sehr häufig, neben weißen Amerikanerinnen. Da sieht man den Unterschied, die Amerikanerinnen sehen abgearbeitet aus, Unterschicht, die Russinnen sind Studentinnen gepflegt und schlank.

Wir konnten nicht herausfinden wo all die schwarzen Zimmermädchen und Serviererinnen geblieben sind.

In Pigeon Forge, einer Vergügungsstadt für den 2 Tage-Urlaub des Proletariats, gehen wir ins „Golden Corral“. Das ist eine Fresskette mit „All-You-Can-Eat-Buffet“ und einem Einheitspreis. Entsprechend dick und überfressen sind die Gäste. Man isst hier nicht, man frisst. Man schaufelt in sich hinein, bis die Unterhose platzt. Die Getränke werden serviert, die Teller abgeräumt. Unsere Serviererin heißt Jana und ist, natürlich, Russin. Hinreißend hübsch, charmant und aufgeschlossen. Wir kommen ins Gespräch. Am Ende frage ich sie, was sie von der „amerikanischen Esskultur“ hält. Immerhin sieht sie ja Schicht für Schicht, nur fressende Menschen. „There is no culture“ sagt sie etwas irritiert und leise. Das ist wahr, und ich bedaure, dass sie nichts anderes in den Monaten ihrer Sommerarbeit kennen lernen wird. Denn, gelegentlich, ganz ganz gelegentlich, kann man sie doch finden: Die amerikanische Esskultur. Übrigens auf den 80m hohen "Screaming Swing", einer Kotzschleuder (siehe Foto) auf dem Nachbargrundstück, kann man sich gleich anschließend erleichtern...

Mexikaner sind sehr präsent, und je weiter südlich man kommt um so mehr gibt es. Manche freut das, die lassen sie für sich arbeiten, manche ärgert es. Man findet sie inzwischen auch in den Nordstaaten. In Kanada leben unzählige Großfamilien von der Sozialhilfe und sind zu nichts zu bewegen. In der Erntesaison, z.B. in Leamington der Tomatenstadt, in der HEINZ - ja die Ketschupfritzen - ihre Fabrik haben, fehlt es trotzdem an Erntehelfern. So bringt man Off-Shore-Erntehelfer rein. Von wo? Aus Mexiko. Die arbeiten wie verrückt und senden ihr Geld nach Hause. Wir kennen das aus Deutschland bei der Spargel und Weinernte und den helfenden Polen. Deutsche Sozialhilfeempfänger sind ja dazu nicht zu bewegen.

So gibt es durchaus Parallelen. Und mir kommt das kalte Kotzen, wenn ich Aussagen wie diese von Naomi Klein im Spiegel lese.

Vor zwei Wochen in Deutschland dann. Ein Hotel am Bahnhof. Ausnahmslos alle Zimmermädchen aus Kroatien. Am zweiten Morgen macht ein Mann mein Zimmer sauber. Ich frage ihn woher er kommt.
„Ich aus Pakistan.“
Und auf meine Nachfrage:
„Ich fünf Jahre hier. Nein ich nicht verheiratet, ich gehen immer zu Freunde, Kartenspielen.“
Er ist sehr nett und freundlich und strahlt, weil ich mich mit ihm unterhalte. Seine Zähne sprießen in alle Himmelsrichtungen. Vermutlich ist er noch nicht dahintergekommenen, wie man die deutsche Krankenkasse da mit einbinden kann. Er zeigt auf mein Laptop und das Desktopbild:
„Das Deine Frau?“ Ich bejahe. „Wo ist sie“ will er wissen. „Zuhause“ sage ich und denke dabei eher daran, dass sie im Moment wahrscheinlich im Hause ist, bei den Kindern als in der Uni. Er greift das begeistert auf:
„Das richtig so. Frau muss sein zuhause, muss kochen und Wohnung machen. Nix gut, wenn Frau nicht zuhause, nix gut wenn Frau arbeiten.“

Was sagte er, wie lange ist er in Deutschland? 5 Jahre?

Wann wird er hier ankommen?

 
   

         

Photos © 2007 rebellog

         
 

     

Freedom knows no compromise !

       
       

Robin Renitent, 27. September 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

   
 

Frau Eva!

Ach ja, und dann war da noch die Eva. Herman heeßt se. Da ich schon vor 9 Jahren Deutschland verlassen habe kann ich mich an sie nur dunkel erinnern. Aber natürlich „kenne“ ich sie aus dem Internet. Nun hat sie aber ins Fettnäpfchen getreten. Dabei hat sie immer, so wie es sich heute gehört - als anständige Deutsche - , gegen „rechts“ gekämpft. Gegen Nazis Stellung bezogen. Gut so! Soweit nichts auszusetzen.  

 

Henryk M. Broder schreibt "Frau Herman ist sehr blond und nicht sehr helle". Wenn ich auch sonst seine Meinungen teile, ich kenne uns Eva zu wenig, also – ich habe kein Buch von ihr gelesen, um ihre „Helligkeit“ beurteilen zu können, kann ihm also da erstmal nicht zustimmen. Sicher ist nur, das der zur Diskussion stehende Satz offensichtlich eine Stegreifaussage war. Nur wenigen ist gegeben da auch immer grammatikalisch richtig zu formulieren.

 

Tatsache ist, und die Bemerkung sei mir als Mann und Liebhaber des Ansehnlichen, gegönnt, das Eva eine Eva ist. Und das punktet (bei mir...) Natürlich auch gegen Renate Kühnast, die ihren Mangel an Ausstrahlung mit dämlichen Bemerkungen zu kompensieren versucht. Dabei hat die kinderlose Kühnast von Familie soviel Ahnung wie ein  katholischer Priester vom G-Spot.

 

Doch was Eva hat gesagt? Und hat sie recht? Schauen wir uns mal die Nazi-Familie, beziehungsweise deren Familienbild, an: (ich zitiere aus einem meiner älteren Beiträge:)

 

"Von Zeit zu Zeit komme ich in eine Reihe kinderreicher Familien. Jedesmal sind mir die Besuche ein inneres Erlebnis. In Ehrfurcht neigt sich mein Herz vor den Leistungen dieser Mütter, vor ihrer Zufriedenheit und Anspruchslosigkeit. Mit jedem neuen Kind, das sie zur Welt bringen, wächst die Liebe und steigert sich ihr Mutterglück. Keine Mühsal ist ihnen zu schwer, kein Opfer zu groß. Wahrlich, Muttersein, es ist die höchste Leistung, die eine Frau für ihr Volk vollbringen kann, und diese Leistung ist der größten Ehre wahrhaft würdig.
 
 Da der nationalsozialistische Staat sich rückhaltlos zur Mutterschaft bekennt und dieses Bekenntnis sichtbar durch die Tat in beispiellosem Ausmaß in Erscheinung tritt, erwächst daraus andererseits der Mutter im neuen Reich, neben dem freudigen Willen zum Kinde, die verpflichtende Aufgabe zur Erziehung ihrer Kinder ganz im Geiste unserer großen Zeit und ihrer Bedeutung für die völkische Zukunft." (Elisabeth Bosch)

 

Wow, also mal abgesehen davon, dass Muttersein natürlich eine großartige Aufgabe ist, die heute leicht lächerlich gemacht wird oder mit der linken Hand abgetan…. welche Frau gibt denn bitte schön zu, dass sie sich in der Mutterolle glücklich fühlen würde, ist das Pathos dieser Zeilen umwerfend. Ich sehe vor meinem geistigen Auge lauter kleine Hitlerjungen und BDM-Mädchen, die freudestrahlend in Reih und Glied stehen während eine Dame mit blondem Dutt und verkniffenem Gesicht sie kritisch mustert. Ja, sich der Aufzucht (man beachte das Wort Zucht) von Kindern zu widmen ist heute keine Aufgabe mehr die ausfüllen kann, nicht wahr. Allenfalls eine Nebenaufgabe, denn wenn Frau gefragt wird „was sie so macht“ möchte sie wenigstens was anspruchsvolles antworten können: „Meine Kinder“ wäre da die falsche Antwort, „ich studiere, ich bin Logopädin, oder ursprünglich komme ich aus dem Soziologischen und habe gerade meinen Dipl.Soz. gemacht, erhöht natürlich mehr und macht akzeptabler.

Als Dipl.Soz. kann man dann Migrationsforschung betreiben oder das Bevölkerungswachstum analysieren, um dann erschrocken festzustellen: „Wir Deutschen sterben aus- es will ja auch keiner mehr Kinder haben!“ Dann weist man, natürlich je nach politischer Disposition, darauf hin, dass erschreckend viele Migrantenkinder unsere Städte unsicher machen oder aber, dass erfreulicherweise unser Straßenbild durch die kleinen Migranten jetzt so fröhlich bunt ist....

 

Elisbeth Bosch: " In den Tempeln der Kunst, im Reiche des Märchens und des Volksliedes, in der Dichtung und Musik sehen wir immer wiederkehrend zwei Gestalten verherrlicht. Sie sind von Anmut und Schönheit, von Güte und Würde umstrahlt und heißen Mutter und Kind. Die entartete Kunst des Liberalismus ging auch hier Irrwege. Sie drückte diesen beiden Gestalten das Wahrzeichen ihrer Zeit auf, und diese Zeit hat, wie wir wissen, alles echte Weibtum, alles sich gegen den zersetzenden Vernichtungswillen bewusst auflehnende wahre Muttertum in den Schmutz gezerrt, sie hat das Muttersein mehr und mehr missachtet und entrechtet. Der Nationalsozialismus, der die Neu- und Umgestaltung alles Lebensgebiete unseres Volkes umfasst, gab uns die diesen beiden Begriffen innewohnende naturhaften Werte zurück. Er bekennt sich zum Muttertum. Er grüßt in ihm das wiederauferstehende Leben eines Volkes, das Leben einer großen deutschen Zukunft bis in die fernsten Geschlechter hinein. Mutter und Kind stehen im neuen Staate unter dessen besonderem Schutz. Sie werden seiner bevorzugten Unterstützung teilhaftig und stehen im Mittelpunkt bevölkerungspolitischer Gedankengänge, weil sie, wie Goebbels sagt, das Unterpfand für die Unsterblichkeit eines Volkes sind. "

 

Neugierig bin ich noch auf „Das Muttertum der Kinderlosen“. Auf Seite 34 geht zur Sache: „Das junge Frauengeschlecht möge es dem neuen Staate danken, daß überall im Reich Aufklärungsmöglichkeiten geschaffen worden sind, die unsere heranreifende Jugend frühzeitig die tiefe völkische Sinndeutung der Ehe klar machen und die ihr in verständlicherweise die zur Bejahung der nationalsozialistischen Weltanschauung unerlässlichen notwendigen Erkenntnisse der Vererbungslehre und Erbgesundheitsgesetze vermitteln, die nunmehr ausschlaggebend sein müssen bei der Wahl des Ehegatten, wodurch sehr viel späteres Leid und namenloses Unglück von Grund auf verhütet bleibt."

 

Na also, das ist der wahre Ratgeber für die junge Familie: Aufklärung wird auch getrieben, wenn auch natürlich nicht über verschiedenen Formen des Petting oder „wie verwende ich ein Kondom“. Dafür soll Frau aber bei der Annäherung an das andere Geschlecht an die Erbgesundheit denken.
 
Verschiedene Gedanken streichen mir ungeordnet durch den Kopf: Mein Amüsement über den schwülstigen pathosbeladenen Schreibstil, wie ein Eheratgeber doch in den Dienst einer Ideologie gestellt wurde und heute wieder, schauen wir zum Islam, wird, wie das Bild der Frau sich erfreulicherweise gewandelt hat und wie gut es ist, dass Frauen heute ausgebildet sind und nicht nur Gebärmaschinen. Wie sich faschistische Ideologie nun wiederholt, wie mit „Kinderkriegen“ wieder Politik gemacht und Expansionsträume geträumt und angestrebt werden. Wie andererseits unsere westlichen Gesellschaften immer mehr altern. Welche Zukunft meine Kinder haben werden. Wie unser eigenes Familienleben organisiert ist und meine Frau z.B. nur studieren kann weil wir eine ganz andere Rollenverteilung haben. Was wohl Frau Bosch gesagt hat, wenn sie den Krieg überlebt hat, was aus der deutschen Frau nach dem Kriege geworden ist, wie sie zunächst Trümmerfrau war und dann Sekretärin und heute Dipl. Soziologin, Friedenskämpferin oder Migrationsforscherin wurde. Wie unverständlich es mir ist das sich jemand hinsetzt und ein Buch schreibt in spürbarer, oder besser lesbarer, Hingabe an einen Führer.

 

Aber zurück zu Eva. Ihre Argumentation  ist also in großen Teilen falsch. Aber sie hat auch nicht unrecht. Es gibt Kongruenzen. Dem Absolutheitsanspruch der 68iger Generation ist ein faschistischer Totalitarismus inhärent. Und selbstverständlich hat sich die ideologiebefrachtete linke Pädagogik absolut zerstörerisch auf das Familienleben, den Zusammenhalt der Familie und eine anspruchsvolle Umsetzung der Entwicklung von Primärtugenden ausgewirkt. Ich kann, als Vater von 4 Kindern und 2 Enkeln, nur feststellen, daß Achtung, Respekt, Ordnung, Fleiss, Anstand und Disziplin Werte sind die geringgeschätz wurden und werden. Es wurden 2 Generationen junge Menschen verformt, sie wurden infantilisiert, in (Staats-) Abhängigkeiten gebracht, unfähig gemacht autonom zu entscheiden, zu handeln und Verantwortung zu tragen. Jedenfalls in  g