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  Page 043 - 2007

       
   

Rebellog-The libertarian Cabinet is mainstream-resistent, unconventional, critical and straight forward.  We believe in the principle of self-ownership.  With regard to economic and political questions we hold radical-libertarian views.  We are pro-capitalist and believe that any form of socialism creates poverty.  Our position is clearly pro-American and pro-Israeli.  We resist left-wing and right-wing freedom enemies.  Our web pages have been on-line for about one and a half years.  We endeavour to design our web pages in bi-lingual format (English/German).  Blog.rebellog is the Blog page for Rebellog.

   
   

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Freedom is not negotiable !

       
       

 

   

 

   
 

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Freedom knows no compromise !

       
       

Robin Renitent 23. April 2007

 

 

 

 

 

 

   
 

Die Scham ist weg

Eine Gesellschaft muss mit Mördern leben. Sie ist nicht in der Lage, weder durch Erziehung, noch durch Gesetze, sich vor Mördern zu schützen. Diese Erkenntnis ist bitter. Also tun wir alles um vorzubeugen. Wir halten unsere Kinder dazu an nicht mit Fremden mitzugehen. Und doch ist der Täter oft ein Bekannter, ein Nachbar, ja ein Familienmitglied. Wir vermeiden als gefährlich bekannte Gegenden und gehen gewalttätigen Menschen aus dem Weg. Manche suchen natürlich die Gefahr, sie reisen nach Pakistan oder in den Irak. Und wundern sich dann, wenn sie erschossen wiederkommen.

Aber Ausweichen, dauerhaft ausweichen können wir nicht. Denn das Böse, das Leben Verachtende wohnt unter uns. Unerkannt. Bis zu dem Moment wo farblose, harmlose,“nette“ Mitmenschen zu Bestien werden. Cho Seung-Hui war so einer. Er war sicher ein netter Junge. Aus einer netten Familie wie wir inzwischen wissen. Bis sich etwas in seinem Kopf veränderte, so vor 2 bis 3 Jahren. Diese Veränderung war nicht die übliche des Erwachsenwerdens. Sie war krankhaft, unnormal. Der Mann wurde zum Killer. Er tötete 32 Menschen. Aber er war ein Kranker. Und, obwohl sich alles in uns sträubt, er sollte uns leid tun. Wer sucht sich seine Krankheiten schon aus? Ich bin sicher, wäre er gesund geblieben würde er mit Abscheu auf seine eigenen Amoklauf schauen. Aber er war nicht gesund, er war krank. Sehr krank sogar. Ein Nichtkranker wird ja nicht in Friedenszeiten 32 Menschen töten.

Markus Gäfgen war nicht krank. Er war geldgierig. Und er tötete nicht am Ende oder Ausbruch eines Leidens. Er tötete um sich einen Mercedes kaufen zu können. Wäre die Steigerung von Mörder doch Mistkerl. Er ist einer. Er hat einen elfjährigen Jungen kaltblütig ermordet - Jakob von Metzler, so alt wie mein Sohn jetzt ist war er. Gäfgen hat Bekannte beschuldigt, getrickst und gelogen um sein bisschen schäbige Haut zu retten. Als der Kleine gefunden wurde hat er keine Reue gezeigt, ist nicht in sich gegangen. Hat nicht in Demut und Scham geschwiegen. Weil sich, und das ist ein Zeitzeichen, heute niemand mehr schämt. Die Scham ist weg, perdü, flöten gegangen. Als meine Großmutter Anfang der 50iger, aus Not, ein Pfund Butter in einem HO-Laden stahl und erwischt wurde, da hat sie sich geschämt. Geschämt bis an ihr Lebensende. Also weitere 30 Jahre tiefe Scham empfunden.

Markus Gäfgen schämt sich nicht. Er will im Gespräch bleiben, er ist laut und medienpräsent. Er beschäftigt Anwälte, Gerichte, Behörden. Er sitzt nicht in seiner Zelle, er residiert. Und er hat willfährige Schranzen. Deren Charaktere so schlecht sind wie der ihres Mandanten. Die die Öffentlichkeit suchen, RECHT einfordern. RECHT für den Täter, eine zweite Chance. Jakob von Metzler hat keine zweite Chance. Er ist zur Nebenfigur verkommen. Er hat keinen Anwalt.

Markus Gäfgen ist ein Mörder. (Mal sehen wie lange wir ihn so nennen dürfen...Guten Tag Frau Mohnhaupt) Das ist schlimm. Aber schlimmer ist: Er ist ein Mistkerl. Und seine geldgierigen, medien- und karrieregeilen Anwälte auch. Sonst würden sie ihm mal sacht auf die Schulter klopfen und ihm den zarten Hinweis geben, dass in seinem Fall vor allem Demut, Scham und Schweigen angesagt wäre.

Und keine große Fresse.

 
   

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Freedom knows no compromise !

       
       

Robin Renitent 19. April 2007

 

 

   
 

Zur Hilflosigkeit verdammt

Zunächst und vorab. Der Amoklauf von Virginia erschüttert mich, uns, wie jeden anderen auch. Mich besonders, habe ich doch 4 Kinder. Und natürlich stelle ich mir vor wie es ist ein Kind in Liebe, mit Engagement und Fürsorge 20, 22 Jahre groß zu ziehen, es auszubilden, es hoffnungsvoll auf eine Uni zu geben und es dann so sinnlos zu verlieren. Meine Gedanken kreisen in diesen Tagen um die Eltern und Geschwister der Opfer, draußen regnet es und meine Stimmung ist schlecht. Es fällt schwer sich nicht von Depressionen übermannen zu lassen. Besondere Hochachtung empfinde ich vor dem israelischen Professor. Der Mann war mutig.

32 Menschen in Virginia, 32 auf einen Streich. In Irak explodiert eine Autobombe. Es trifft um die 200 Menschen. Menschenleben scheinen nichts wert. Dabei liebt doch jeder Einzelne so sehr das Leben. Bis auf die, die es nicht lieben. Cho Seung-Hui war einer von ihnen. In seinem Kopf war was nicht richtig. Umgangssprachlich formuliert. Wissenschaftler formulieren das anders, aber trotz langer Erklärungen bleibt es schwierig. Einen Armbruch kann man erkennen, Krebs oder Nierenversagen kennen wir und ist uns erklärlich. Was im Kopf abläuft nicht. Macken gibt es, kleine, jeder hat welche. Gegen die ganz großen Macken gibt es keine Vorhersage, keine Gesetze können sie einschränken, kein Wissenschaftler sie aufhalten.

Keine Freundin soll er gehabt haben. Nur eine imaginäre. Das ist bitter. Aber kein Grund 32 Leute zu killen. Sollte man meinen. Ein Spanner war er, Fotohandy mit heimlich geschossenen Mädchenbildern sind auf die Dauer kein Ersatz. Pornos haben in seinem Fall auch nicht geholfen. Dennoch möchte ich nicht wissen wie viel Frustrierte gewalttätig würden wenn es Pornos nicht gäbe. Das den ewigen Verbotsforderern in Stammbuch geschrieben. Auch eine Kriminologe hat sich gleich wieder gemeldet und ein Spieleverbot gefordert. Dabei hat Cho, jedenfalls nach Aussagen seiner Kommilitonen, nur Musik aus dem Netz geladen. Es schlägt die Stunde der Moralisten, Besserwisser und „Experten“. Verbote sollen helfen. Dabei weiß schon meine Tochter mit 7 wie man Verbote umgehen kann.

Und es schlägt die Stunde der Waffengegner. Die, denen es schon immer ein Dorn im Auge war, dass die amerikanische Verfassung das Recht auf Selbstverteidigung ausdrücklich garantiert. Diese Freiheit ist ihnen suspekt, denn, und es sind vor allem Europäer die sich da dicke tun, so viel Freiheit ist ihnen ungewohnt. Und deshalb unheimlich. Zwar hat man es geschätzt das Amerika Europa aus der Tyrannei mit Waffen befreit hat, (damals, die andere Generation...) gutes Zureden hätte wohl bei der Landung in der Normandie auch nicht genützt, aber man verdrängt geflissentlich das Diktatoren zunächst Waffen kassieren. Aus Angst. Wäre ja noch schöner, wenn sich einer selbst verteidigen würde. Das deutsche Vertrauen, und erweitert das europäische Vertrauen, in den Staat (ich wüßte nicht womit so viel Vertrauen gerechtfertigt wäre...) spricht Bände und ist entlarvend. Gun ownership is for responsible government agencies. Such as GESTAPO, or KGB or STASI. They know better, right?”

Was dabei herauskommt wenn man auf den Staat (und seine Organe) vertraut, auch dafür ist Virginia ein Beispiel. Es ist eine Unverfrorenheit von jemandem zu erwarten sich wie ein Haase abknallen zu lassen. Wenn man schon sterben soll, dann bitte in Gegenwehr. Die Chance sein Schicksal selbst wenden zu dürfen darf einem nicht genommen werden. Aber es wird. Und weil die Amerikaner am deutschen Wesen noch immer nicht genesen sind, ergießt sich die Welle der Empörung immer aufs Neue. Der SPIEGEL ist ein gutes Beispiel scheinheiliger Verlogenheit. (Der STERN und andere Mainstreammediennicht minder). Er wird das als (journalistische) Ausgeglichenheit anerkannt wissen wollen. Aber kaum war die Nachricht des Massakers publik wusste ich wie es kommen würde. So sicher wie das Amen in der Kirche. Erst die moralische Entrüstung, die immer auch als moralische Überlegenheit verkauft wird. Und dann scheinheilig, just um die „Ausgeglichenheit“ zu demonstrieren, einige Protestmails amerikanischer Bürger hinterher. Ich schäme mich einmal mehr und fühle mich aufgerufen meinen amerikanischen Freunden zu erklären, das es einige Ausnahmen in Deutschland gibt, wenige, die aber die Entscheidungsfreiheit noch zu schätze wissen und für die staatliche Autorität nicht das Non plus Ultra ist.

Und so fühle ich mich bestärkt in der Erziehung zum Waffengebrauch. Man kann Fehler beim Klavierspiel machen, und darüber hinweg gehen. Man kann sich am PC vertippen, im Verkehr falsch abbiegen. Beim Gebrauch einer Waffe darf man keine Fehler machen. Es wäre der Letzte. Das zu lernen, diese Disziplin aufzubringen verantwortlich umzugehen und Verantwortung für den Nächsten zu empfinden, ist prägend. Nirgendwo kann Disziplin besser erlernt werden als hier. Es ist nicht der Kadavergehorsam, die Disziplin von außen. Es ist das, was man gemeinhin Selbstdisziplin nennt. Und wo eindeutig Erziehungskompetenz und Anleitung zum Erlernen fehlt.

Ja ich glaube daran. Wären einige der Studenten ausgebildet und bewaffnet gewesen hätten sie sich verteidigen können. Es hätten sicher Opfer gegeben – mit Sicherheit nicht so viele. Auch das Bewusstsein nicht hilflos ausgeliefert zu sein, selbst im Angesicht des Todes, ist von Wert. Ob das die Schreibtischempörten je verstehen werden? Ob sie je begreifen werden, dass man bestimmte Rechte niemals delegieren darf. Etwa an subalterne, staatsbezahlte Uniformträger? Man putzt sich seine Zähne selber und lässt nicht putzen. Man kümmert sich selbst um seine Arbeit und wird nicht abhängig von staatlichen Wohlfahrtsgaben. Und im Notfall, und nur dann, verteidigt man sich selbst.

Das die menschliche Gemeinschaft unerkannte Kranke in ihrer Mitte hat ist nicht zu verhindern. Aber, dass die, die nicht krank sind

zur Hilflosigkeit verdammt sind ist schrecklich.

 

(Ich bin mir darüber im Klaren, daß einige, mir sonst wohl gesonnene, (Internet-)Freunde hier eine andere Auffassung haben.)

 
   

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Der schnellste Weg

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Wer noch Wut und Stolz empfinden kann:lesen

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Photos © 2006 rebellog und SPIEGEL

         
 

     

Freedom knows no compromise !

       
       

Sveta Renitent 18. April 2007

 

 

   
 

About coming problems

We all have a comfortable life. Some less, some more. But compare to 60 – 70 years ago it is much more better - for everybody. And think about the time one- or two hundred years ago. Or think about my childhood in the former Sovjet Union. How I grow up under the communistic dictatorship. It is so much more comfortable today. Our life standard is high, even for those they are still not always in the shine of the sun. "Thanks"to redistribution and the welfare state...

But will this continue? What is with the future? Have you ever thought about it. I do. And this are my thoughts and suggestions for you:

There is a lot of information about coming problems. I chose these interviews, becouse in my opinion all of them combined show you a "Big Picture", the connection between gold, money, governments, financial system, and etc. I strongly recommend that you sit and listen carefully. Take your time (the sooner the better), may be two evenings in a row (each interview is about an hour) and think about your future. You have really only two choices: believe the main stream (remember dot.com cheerleading) or believe those interviews; either we can spend our way to prosperity and borrow into richness or we can not.


The interviews are about dollar problems, but I read the same about Euro in German (I think Euro will fall apart, creating all sorts of problems). Every western government is up to their ears in debt and soaring obligations. That is a result of our democratically structures, at last a rule of mob.

Ferdinand Lips, Swiss banker (he just died). Interview from 2003 about gold and history. The deflation he is referring to was the collapse of the stocks and following mass bankruptcies. That was a collapse of a financial bubble, by lowering interest rates afterward Greenspan and FED created even bigger bubble--the housing bubble. That is a monster, that will kill the US economy and damage the world economy too.
Financial Sense Newshour's Ask The Expert: Ferdinand Lips (book)
http://www.netcastdaily.com/1experts/2003/exp030803.mp3 (interview)
James Turk (Goldmoney.com) and John Rubino abou gold, money and investing strategies
Book "The Coming Collapse of the Dollar and How to Profit From It "
http://www.financialsense.com/Experts/2005/Turk_Rubino.html (book)
http://www.netcastdaily.com/broadcast/fsn2005-0108-2.mp3 (interview)
Peter Shiff book"Crash Proof: How to Profit from the Coming Economic Collapse"
about economy and etc.
http://www.financialsense.com/Experts/2007/Schiff.html (book)
(interview)
Michael J. Panzner Book "Financial Armageddon: Protecting Your Future From Four Impending Catastrophes"
About what is coming

http://www.financialsense.com/Experts/2007/Panzner.html (book)
http://www.netcastdaily.com/broadcast/fsn2007-0303-2.mp3 (interview)
Two short interviews:
James Turk for British Radio
http://cheetah.fileburst.com/minesite/goldCWRadio2.mp3
and with
Nick Barisheff fron the Canadian Gold Fond
http://www.bmsinc.ca/videos/barisheff_fsn_jan20.mp3

 
   

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Eine der beeindruckensten Frauen unserer Zeit

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Photos ©  http://www.financialsense.com/Experts/2003/Lips.html

         
 

     

Freedom knows no compromise !

       
       

Robin Renitent 17. April 2007

 

 

   
 

Die Unterwerfung

Ich bin ja so naiv. Ich hatte immer geglaubt, dass Mut etwas besonderes sei. Das zum Beispiel Oskar Schindler mutig war als er Juden rettet in dem er ihnen in seiner Firma Arbeit gab. Immerhin gefährdete der Mut sein eigenes Leben. Oder das Angeklagte Roland Freisler die Stirn boten und zu dem standen was man ihnen vorwarf. Oder das Menschen, mutige Menschen, Tunnel gruben und nach Ostberlin gingen um anderen zur Flucht zu verhelfen. Auch Hannes Lindemann ist ein mutiger Mann gewesen als er vor etwa 30 Jahren in einem Klepperfaltboot den Atlantik überquerte um im Selbstversuch Überlebenstechniken zu probieren. Amundsen und Scott waren mutig auf dem Wege durch die Antarktis.

Heute ist man schon mutig wenn man jemanden zur Ordnung ruft. Zitat:
„Merkel hatte mit ähnlichen Worten schon am vergangenen Freitag eingegriffen. Das war mutig - nie zuvor hatte sie einen Ministerpräsidenten öffentlich so vorgeführt.“

Ich bin beeindruckt. Weniger beeindruckt mich ein Umfaller wie Oettinger. Ich habe zwar kürzlich vertreten und gepostet, dass in der Kommentarsektion eines Blogs nicht alles druckreif sein muss. Es würde die Spontaneität darunter leiden und letztlich gleicht ein Kommentieren in einem Blog einem Gespräch, einer Konversation mit großer geografischer Distanz. Aber wer eine Trauerrede verfasst sollte das vorher durchdacht haben und dazu stehen. Ein Ministerpräsident ist ja auch kein Konfirmand, also einer der sich in der Sprache, in der freien Rede, im Ausdruck, noch in der Such- und Findephase befindet und noch bewähren muss. Ein Ministerpräsident ist soweit fortgeschritten, sollte man meinen – aber wir sehen, dass wir uns hier irren, dass ein jedes Wort, welches er (zusammen mit seinen Redenschreibern) letztendlich verfasst und vorgetragen hat von Dauer ist. Die Dauer heute währt gerade 3 Tage. Das hat nichts mit der Schnelllebigkeit der Zeit zu tun, sondern mit einem Mangel an Standhaftigkeit der heute als politisches Zeichen und als Einsichtigkeit verkauft wird. Auch in pädagogischer Hinsicht, als Signal an unsere Jugend, ein Desaster. Es geht nämlich nicht darum Fehler zu überdenken und Fehlverhalten zuzugeben zu lernen. Es geht darum in der politischen Diskussion einerseits den Kotau zu erzwingen und andererseits mit Unterwerfungsgesten eigenes Überleben zu sichern.

Dieses Verhalten führt zu genau der Austauschbarkeit und Beliebigkeit die unsere politischen Eliten so unerträglich machen. Der Verlust von Charakter und Stil ist offensichtlich und mit jeder Wendung rutscht die Persönlichkeitsdecke weiter fort und es wird mehr Blöße sichtbar.

Im Fall Oettinger gibt es genau zwei Möglichkeiten.
Die Erste: Er hat seine Rede nicht durchdacht/durchgelesen und sie trotzdem gehalten. Das wäre fatal. Bei Aussagen dieser Tragweite sollte man genau überlegen.
Die Zweite: Er glaubte das was er sagte und hat sich dann dem öffentlichen Meinungsdiktat unterworfen. Das wäre noch fataler. Denn es signalisiert uns seinen Mangel an Standfestigkeit.
Die denkbare dritte Möglichkeit, dass er in 3 Tagen zu der Einsicht gekommen ist, dass Filbinger doch kein NS-Gegner war, schließe ich aus. Hatte Oettinger nicht gesagt er wolle in keinen Historikerstreit eintreten?

Es ist derzeit gar nicht wichtig ob oder wie viel innere Ablehnung Filbinger gegen die Nazis letztlich empfand, warum er dann überhaupt bei ihnen eingetreten war und wie viel er an Schuld als Marinejurist auf sich geladen hat. Filbinger liegt ja unter der Erde, hat auch 35 Jahre positives für sein Land geleistet und die Auf- oder Abrechnung muss nicht gerade am Grabe stattfinden. Oettinger hatte ihn ehrenvoll zu „verabschieden“. Das hat er getan und zu seinen Zuhörern gehörte ja auch die Witwe, was offensichtlich vergessen wird. Es wäre ja unangemessen ausgerechnet bei einer Trauerfeier eine Filbingerbeschimpfung zu starten.

Wichtig ist, wie schnell einerseits unsere Ministerpräsidenten einknicken und wie schnell andere politische „Persönlichkeiten“ sich als Vertreter eines moralischen Gewissen verkaufen. Beide Seiten sind unehrenhaft, beiden Seiten ist nicht zu trauen.

Beide Seiten haben ein Defizit an Charakter.

 
   

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Photo © Wikipedia

         
 

     

Freedom knows no compromise !

       
       

Robin Renitent 15. April 2007

 

 

   
 

WINE = HEALTH

It has been scientifically proven that if we drink 1 liter of water each day, at the end of the year we would have absorbed more than 1 kilo of Escherichia coli (E. coli) bacteria found in feces. In other words, we are consuming 1 kilo of Poop.

 

However, we do not run that risk when drinking wine (or rum, whiskey, beer or other liquor) because alcohol has to go through a purification process of boiling, filtering and/or fermenting.

 

Therefore:

WATER = Poop
WINE = HEALTH
 

Therefore: It is better to drink wine and talk stupid than to drink water and be full of crap.
 

There is no need to thank me for this valuable information; I am doing it as a public service.

 
   

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Idee von Leser Sharri B.

         
 

     

Freedom knows no compromise !

       
       

Robin Renitent 15. April 2007

 

 

 

   
 

Wenn man nur einmal Tacheles redet

Als Einleitung auf den Fall Filbinger/Oettinger möchte ich zunächst über eine nordamerikanische Unsitte sprechen die auch in Europa, und hier wiederum in Deutschland, mehr und mehr um sich greift:

Did I hurt your feelings”. (Habe ich, - hat jemand-  Deine Gefühle verletzt?) Eine beliebte und ständig zu hörende Frage hier in Nordamerika. Es ist ein kleines Verbrechen jemandes Gefühle zu verletzten und Schande über den, der es tut. So wächst man schon von klein auf in eine Selbstkontrolle hinein, die, weil alle sich ihr unterwerfen, zu einer absoluten Verhaltens- und Aussagekonformität führen. Das ist in Kanada noch schlimmer als in den USA. Es ist schlicht unerträglich. Provokation um Menschen zum Denken zu bewegen ist verpönt, kontroverse politische Diskussionen im Privatleben auch, und sehr schnell sieht man sich allen möglichen Vorwürfen bis hin zum Rassismus ausgesetzt, wenn man nur einmal Tacheles redet. Oder schreibt. Meine Kinder werden es schwerer haben, halte ich sie doch ständig dazu an ihrem Gewissen (conscience) zu folgen und nicht einem allgemein verbindlichen, zeitgeistabhängigen Meinungsdiktat. Das hier die rotgrünen Gutmenschen seit Jahrzehnten den Rahmen für politisch korrekte Äußerungen vorgeben kann wohl nicht mehr bestritten werden.

Dann fallen mir zum Thema Filbinger/Oettinger zunächst eigen erlebte Beispiele ein die widersprüchliche Gedanken auslösen:

1. Gedanke:

Mein Großvater wurde, als Studienrat am Paulsen Gymnasium in Berlin, wegen nazikritischer Äußerungen zum Schulrat zitiert, gemaßregelt und hatte fortan Nachteile hinzunehmen. Nein, er war nicht im Widerstand, aber er sah, als Deutsch-Nationaler, die Nazis kritisch, hielt seine Freundschaft und Hausmusikabende mit jüdischen Familien aufrecht und wechselte, wie viele seiner Bekannten, nicht die Straßenseite wenn ihm, mit Kollegen verheiratete, Jüdinnen entgegenkamen. Seine in der Schule geäußerte Kritik am System und seine beibehaltenen Freundschaften waren seine kleine, (und zugegeben) bescheidene Form eines persönlichen Protestes. Der hatte keine nachhaltige öffentliche Wirkung, aber er diente, zusammen mit der entsprechenden Erziehung, charakter- stil- und gewissensprägend bei seinen Kindern. Mein Großvater und mein Vater dienen mir auch heute noch als Vorbild und die Nazis, wie die Kommunisten, für die größte Pest zu halten und ihre menschenverachtenden Ideologien hassen zu lernen, habe ich auch ganz wesentlich ihnen zu verdanken.

2. Gedanke

Mir persönlich ist der Fall eines berühmten Berliner Chefarztes geläufig, der als junger Mann bei den Nazis eintrat. Ein (zu diesem Zeitpunkt) mitlaufender junger Arzt, der hier seine Chance zum Aufstieg sah. Nach dem Kriege machte er dennoch weiter Karriere, wurde weit über Berlin hinaus bekannt und war in vielen ärztlichen Organisationen in leitender Funktion tätig. Zitat:
„Der Schwerpunkt seiner Arbeiten und Forschung lag in der Transfusionsmedizin und in der Schilddrüsenchirurgie. So regte er 1949 die Gründung des Berliner Blutspendedienstes an und schuf die Berliner Blutbank, die er bis 1966 leitete. Im Jahr 1961 wurde er Honorarprofessor für Krankenhausbau an der Technischen Universität Berlin. Trotz dieser immensen Belastung wurde er schon frühzeitig berufspolitisch aktiv. Bereits zur Zeit der Berliner ärztlichen Sektorenverbände Ende der 40er Jahre hielt er in "seinem" Krankenhaus Fortbildungsabende ab, die hohes Niveau hatten. Zeitlebens hat sich Prof. H. der ärztlichen Fortbildung verschrieben. Er war Mitbegründer der Akademie für ärztliche Fortbildung und deren Vorsitzender von 1958 bis 1975. Er widmete sich dem Austausch von chinesischen und deutschen Ärzten. Als Mitbegründer der Deutsch-Chinesischen Medizinischen Gesellschaft e.V. wirkte er darauf hin, daß zwischen der KaiserinFriedrich-Stiftung und der Jinan-Universität in Kanton ein Partnerschaftsvertrag geschlossen wurde. Nach diesem Vertrag, (…) kommen chinesische Ärzte für ein Jahr zur klinischen Fortbildung an Berliner Kliniken.“ Man kann das fortsetzen, wer es genauer wissen will klickt hier (nach unten scrollen) Prof. H. ist vielfach ausgezeichnet worden. Er hat sich um das Berliner und deutsche Gesundheitssystem sehr verdient gemacht. Entscheidend ist, in diesem Zusammenhang, das der Berliner Senat, für den er ja Jahrzehnte lang tätig war, ihm unter Hinweis auf seine politische Haltung von 1933 – 1945 jegliche Ehrung und Anerkennung verweigerte. Um es klar festzuhalten: Prof H. war weder als Nazi besonders exponiert noch hat er Menschen in Ausübung seiner Parteimitgliedschaft geschadet. Als er 1997 starb haben, und das zu recht, Prominente seine Verdienste gewürdigt.

3. Gedanke:

Ich lese zum Fall Oettinger und surfe im Internet. Meine sehr geschätzte und oft angeklickte Gudrun Eussner schreibt in einem Kommentar auf Fakten und Fiktionen, und zu der dort zitierten Argumentation auf dem Blog Zettels Raum, die folgenden Worte:
„Das ist die typische Argumentation der Nazis nach dem Kriege: wenn ich es nicht getan hätte, ein anderer hätte es getan. Wenn ich den Zug nach Auschwitz nicht gefahren hätte, mein Kollege wäre gefahren usw. Es hätte so viele Möglichkeiten gegeben, sich dem zu entziehen. Aber das wollten Menschen wie Filbinger nicht.“ (Zitat)

Das bewegt zum Nachdenken. Es ist natürlich nicht nur die Argumentation von Nazis. Es ist die Argumentation eines jeden der sich zum Helfershelfer einer Diktatur gemacht hat. Es gibt dann Leute die das nachträglich bedauern und in etwa argumentieren: „Wissen Sie, ich hatte eine Frau und 5 Kinder. Zum Protest braucht man auch eine gewisse existenzielle Unabhängigkeit. Womit hätte ich meine Familie durchbringen sollen!“ Und obwohl ich, glücklicherweise, nie in einer solchen Situation war kann ich mich in sie durchaus gut hineinversetzen. Und ich halte es immer noch für einen Unterschied ob ich als Mauerschütze Menschen wie Hasen abknalle oder (nur) Spiegel unter Westautos schiebe und in Benzintanks stochere; - um mal von einer anderen Diktatur zu reden. Oder aber, als IM, meine Nachbarn zu denunzieren ob winzigster Vorteile willen.

Nun muss auch Gudrun Eussner natürlich sehen, dass nicht jeder Mensch zum Widerständler geboren ist. Wäre es so, hatten wir überhaupt keine Diktaturen. Aber wo fängt Widerstand an, wo ist die Grenze wo das revoltierende Gewissen zum aktiven Widerstand aufrufen darf. Bereits als Sachbearbeiter am Schreibtisch? Sicher auch da. Nicht umsonst gibt es den Begriff Schreibtischtäter. Und Eichmann hat denn ja auch nie einen Juden persönlich in die Gaskammer geschoben. Und wurde dennoch völlig zurecht hingerichtet. Ich stimme ihr zu: Es gibt viele Möglichkeiten sich zu entziehen. Aber nicht alle die es nicht taten haben es verdient das wir sie mit Verachtung strafen.

4. Gedanke:

Medienkritisch zu sein heißt auch, die Motivation der Schreibenden zu hinterfragen. Die mediale Empörung, die ausufernde Berichterstattung über die Rede von Günther Oettinger und die politische Empörung erscheint mir zweckorientiert und weit gehend geheuchelt. Sie wäre dann glaubwürdig wenn sich eine ähnliche Hype auch an anderen Deutschen, die verstrickt waren, entfaltet hätte. Hat sie aber nicht. Im Gegenteil, es scheint eine Frage der Farbe zu sein wo und bei wem es opportun erscheint sich durch Empörung in den Vordergrund und ins Bewusstsein drängen zu dürfen. Herr Krenz zum Beispiel erfreut sich ebenso gewisser wohlwollender Anerkennung wie Herr RA Wolf oder Herr Gysi. Rolf Hochhuth nehme ich seine Empörung schon deshalb nicht ab, weil sie nicht selbstlos daher kommt. Wäre sie selbstlos, würde er korrekt und sauber historische Untersuchungen zitieren und nicht ins polemische abgleiten. Und die Berufsempörten aus der Meinungsbildnerecke, die roten und grünen einäugigen Heuchler, halten es schon für Widerstand auf einer Trauerfeier NICHT zu erscheinen. Was für erbärmliche Kreaturen.

5. Gedanke:

Es gibt eine Lebenswaage. Auf ihr kann man sicherlich gutes gegen schlechtes Handeln, und umgekehrt, aufwiegen. Auch in der Religion kennen wir das. Es muss nicht so pervers ausarten, wie im katholischen Ablasshandel, wo man sich von seinen Sünden freikauft. Aber am Sarg eines Menschen kann man durchaus ein Fazit ziehen. Mit anderen Worten: Bei einer solchen Plus-Minus-Rechnung würde es, im Fall von Adolf Eichmann, nicht reichen, dass er auch nett und freundliche zu seinen Untergebenen gewesen wäre (war er?), seine Frau auf Händen getragen und seine Kinder in den Schlaf gesungen hätte (hat er?). Seine Schuld wäre so schwer, dass seine Waagschale nicht vom Boden gekommen wäre. Aber schauen wir den Fall des Berliner Chirurgen an. Sein positives Wirken für die Gesellschaft und die Menschen hat seine (schuldhafte) Unterstützung einer menschenfeindlichen Ideologie aufgewogen. Wahrscheinlich würde seine positive Waagschale weit höher hängen als im Gleichgewicht der Zunge.

Und Filbinger? Wenn er, wie die Historiker glauben beweisen zu können, im Falle Gröger keine Verhinderungsmöglichkeit hatte, ihm ein Gnadenakt oder ein anderes, als das bereits vorbereitete, Urteil nicht möglich war, dann hat er dennoch Schuld auf sich geladen. Aber in der Waagschale hat er, zum Zeitpunkt des Verfahrens war er 30 Jahre alt, in den folgenden 35 Jahren aktiven politischen Lebens, durch positives Handeln einen Teil seiner Schuld abtragen können. Es gibt sicher viele Menschen die weniger für die Gesellschaft getan haben. Von den Schreihälsen, die sich politisch einseitig in Empörung üben kenne ich keinen, dessen politisches Wirken über den Tag hinaus von Relevanz wäre.

Die Empörung über Hans Filbinger ist also ein alter, aber neu aufgebürsteter Hut. Die Schmäh die sich über Günther Oettinger ergießt, die Rücktrittsforderung etc. sind so unaufrichtig wie durchsichtig. Sie ist das Benzin im Motor meinungsbildender Gutmenschen die solche Anlässe brauchen um von ihnen unliebsamen Themen abzulenken.

6. Gedanke:

Ich war immer dafür das man NS-Täter aufs Härteste bestraft. Jedes Mal wenn man ihrer habhaft wurde habe ich mich gefreut. Und ich war immer beschämt wie lange es dauerte und wie schwer sich die deutsche Justiz damit tat sie zur Rechenschaft zu ziehen. Ich bedauere heute noch, dass, nach den in den Nürnberger Prozessen zum Tode verurteilten, nur noch Adolf Eichmann mit dem Leben bezahlen musste. Jedem der Täter hätte ich den Tod gewünscht. Wenn sie denn Täter waren.

Unterstützer von Diktaturen rufen Ekel hervor. Jedenfalls bei mir. Mir fehlt die Gabe ihnen eine Mitgliedschaft in der NSDAP oder der SED verzeihen zu können. Wie man (überhaupt)  Organisationen wie NSDAP, SS, SA, SED oder STASI beitreten konnte fehlt mir jedes Verständnis. Und Gudrun hat recht. Es gab immer Möglichkeiten sich zu entziehen wenn man sich in der Unauffälligkeit versteckte. Es wäre auch nicht nötig mit ihnen an einem Tisch zu sitzen, freundschaftliche Gespräche zu führen oder ihnen die Hand zu schütteln. Eine knappe Verbeugung würde ja reichen.

Aber ich bin andererseits auch bereit anzuerkennen wenn jemand seine Leistung, sein Wissen, sein Talent und seine Fähigkeiten in eine Demokratie eingebracht hat und auf der Waage seine Schuldschale damit in Richtung Zunge bewegte. Wäre wir dazu nicht bereit müssten wir uns fragen, ob wir nicht ähnlich verbohrt sind wie diejenigen die Mühe haben sich offen zu ihrer schuldhaften Verstrickung zu bekennen.

7. Gedanke:

Wenn verlangt wird wir sollten nur nach unserem Gewissen handeln, ich schließe mich dieser Forderung unbedingt an, muss das aber immer und zu jeder Gelegenheit gelten. Das Gewissen ist so wenig“ teilbar wie die Menschenrechte“, um mal einen häufig zitierten Spruch zu wiederholen. Gewissen kann ja nicht nur auf die Vergangenheit bezogen sein, können wir nur von den Vorgängergenerationen (nachträglich) einfordern. Wenn lokale SPD-Größen und andere Berufsempörte, bei einer Einladung zu einer Trauerfeier plötzlich ihr (politisch gefärbtes) Gewissen entdecken haben, werden wir das (kopfschüttelnd) akzeptieren. Aber dann haben wir auch das Recht (nicht nur als Reaktion auf die SPD-Pfeifen, sondern generell) unserem Gewissen zu gehorchen und uns der Mitarbeit (das seltener) und der Mitfinanzierung (das sehr häufig) von Terrorgruppen zu verweigern. Das wir das tun, stößt selbst bei intelligenten Leuten, die ständig mit ihrem „Gewissen“ brillieren, auf Unverständnis. Wie wäre es sonst möglich, dass Steuerverweigerung aus Gewissensgründen nicht anerkannt wird? Mein Gewissen weigert sich standhaft die Hamas, die Palästinenser etc., via europäischer Steuerumlage zu finanzieren. Es gäbe der Beispiele mehrere...

Abschluß:

Günter Oettinger „had hurt somebodies feelings“ auf einer Trauerrede. Und das macht man nicht. Nicht in einem Land in dem nur noch ein egalisiertes Denken und Äußern möglich ist. Ohne Differenzierung. Und wo es bestimmten politischen Kreisen nicht passt, wenn ein Mann, der, bei aller Schuld, auch positive wirkte, ehrenvoll zu Grabe getragen wird.

Denn Filbinger mag alles gewesen sein. Ein schwacher Mensch, unaufrichtig sich selbst gegenüber, ein Marinerichter am falschen Ort. Ein Karrierist. Ein Kriegsverbrecher, ein Mörder, war er nicht.