| |
Reifeprüfung
Ich denke, das gilt für
mich, für uns, alle 10 Jahre sollte eine komplette Neuorientierung
fällig sein. Wenn andere Menschen das nicht so handhaben bedauere ich
sie für das was sie vermissen. Auch 10 Jahre halte ich für viel
zulange, aber natürlich kann man gewissen Umständen nicht ausweichen.
Dennoch wäre eine Neuorientierung alle 5 Jahre ideal. Und der Versuch
es zumindest so zu deichseln war in meinem Leben denn auch immer da.
Oft hat es geklappt die Vorstellungen zu verwirklichen, aber nicht
immer. Diesmal, wie gesagt, wird mit 10 Jahren die längst
Stagnationsperiode sei.
Ich spreche von
Ortsveränderungen. Das wir bei unseren politischen Standpunkten nicht
stagnieren und alle 5-10 Jahre unsere Positionen ändern ist
selbstverständlich. Nicht das wir nicht dazu lernen wollen und auch
würden. Aber die Grundpositionen und Überzeugungen sind bei mir, und
da ich in unserer Familie der Älteste bin spreche ich von mir, seit
Jahrzehnten unverändert. Ich habe deshalb auch Probleme Menschen zu
verstehen die alle möglichen Schlenker gemacht haben, sich glühend für
Sozialismen begeistert haben (ich spreche im Plural, denn ich meine
sowohl den linken wie den rechten Sozialismus) um sich dann doch
endlich im freiheitlich libertären Umfeld wiederzufinden. Dennoch
besser spät als nie. Noch mehr Probleme habe ich mit denen, die sich
dafür immer noch glühend begeistern.

Doch zurück zur
Ortsveränderung: Wir haben unseren Besitz in Kanada verkauft. Es war
der Zweitwohnsitz, aber weil meine Frau hier ein Studium aufnahm war
die Verweildauer länger als geplant. Es war stressig immer in den
Süden zu pendeln wenn auch der Grenzübertritt völlig unkompliziert
war. Dennoch zwei Haushalte zu unterhalten ist aufwendig. Es wird noch
bis April 2008 dauern bis wir uns hier endgültig abseilen.
Geplant ist dann ein
Jahr in Israel, ein Jahr in Mexiko und ein Jahr in Chile bevor wir uns
endgültig in unseren Wohnsitz, im ach so bösen Amerika verbuddeln.
Das war die Vorrede.
Kommen wir nun zu den Grundsatzüberlegungen die in den Emails unserer
Freunde und Bekannten angeschnitten werden und die wir uns natürlich
auch selbst gestellt haben. Nein zurück nach Deutschland möchten wir
zunächst nicht. Zunächst umfasst einen Zeitraum von 15 Jahren. Was
dann geschieht wissen die Götter.
Warum?
Wenn man jünger ist hat
man die Illusion das „alles nicht so schlimm ist“ oder, das, in meinem
Falle, eine „Wandlung zu einer freiheitlichen Gesellschaft, in der der
Einzelne bereit ist Verantwortung für sich selbst zu übernehmen ohne
nach „Vater“ Staat zu fragen“ letztlich erfolgt. Nicht das ich ein
Nihilist wäre der ewig düstere Szenarien zeichnet. Aber es kommt der
Punkt wo man, einem Kassensturz gleich, die Fakten (die für einen
selbst relevant sind) auf den Tisch legen muss.
Danach sieht es,
stichwortartig aufgeführt und unvollständig und an tagesaktuellen
Beispielen festgemacht, in Deutschland und Europa heute, (2007), so
aus:
·
Deutschland hat etliche (ETLICHE) Billionen (Eine 1 mit 12 Nullen:
1.000.000.000.000) Staatsschulden. Diese Staatsschulden sollen durch
die zu erwartende Arbeitsleistung künftiger Generationen gedeckt sein.
Bei einem Geburtenrückgang wie in den letzten Jahrzehnten zu
beobachten, der Trend ist ungebrochen, ist die Fixierung auf des noch
zu erwirtschaftende Steueraufkommen eine Milchmädchenrechnung. Die
Deckung in vorhandenen Anlagen und Infrastruktur ist nicht
kapitalisierbar. Schließlich können wir Deutschland nicht an die
Chinesen verkaufen. Eine Deckung durch einen Goldstandard ist
unverantwortlicherweise nicht gegeben. (Das Problem mit dem
Geburtenrückgang haben natürlich auch andere westliche Länder, nur
eben muslimische Ländern nicht, denen der weibliche Bauch als
Waffenproduktionsstätte dient.)
·
Frau von der Leyen verschuldet Deutschland weiter um Kinder
staatskonform zu erziehen. Ein sozialistisches Erziehungsmodell, dass
den Bürger von der Erziehungsverantwortung entlastet. Fazit: Die
Deutsche mögen Frau von der Leyen, sie ist auf Platz 4 im
Beliebtheitsranking. Frau Leyen ist unwichtig aber der Zuspruch ist
verräterisch. Die Deutsche möchten, daß sich der Staat kümmert. Nicht
mein Ding!
·
Die Volksdeputierten der SU-Nachfolgeorganisation auf westeuropäischem
Boden, der EU sind ein elitärer Klub abgehalfterter und weggelobter
Lokal- oder auch Landespolitiker denen jede Beziehung zur Realität
fehlt. Sie stützen sich auf einen arroganten, überheblichen
Beamtenapparat. Die Kosten sind derart immens und werden auch durch
eine „Buchhaltung“ verschleiert die jeder Beschreibung spottet. Warum
ein EU-Bürger jährlich 3000 Euro zum Unterhalt dieser undemokratischen
Maschinerie zahlen soll ist nicht ersichtlich. Mir jedenfalls nicht.
Ich teile auch nicht die Auffassung, das Deutschland ins Chaos stürzen
würde wenn es die EU verließe, sowenig wie jede andere Volkswirtschaft
auf europäischem Boden. Auch vor der EU gab es bilaterale
Handelsverträge und Zollschranken können sehr wohl auf
zwischenstaatlichem Verhandlungswege abgebaut oder ausgesetzt werden.
Eine Rückführung auf den ursprünglichen europäischen Gedanken wäre
kein Rückfall in Kleinstaaterei, sondern eine Aufwertung des
Wesentlichen.
·
Es
deprimiert zutiefst, jedenfalls mich/uns, und nun schreibe ich doch
bei einer grundsätzlich positiven Einstellung von Depression, dass der
europäische Steuerzahler zur Subventionierung israelfeindlicher
Terrororganisationen herangezogen wird. Wenn heute jeder sein
„Gewissen“ bei der „Abwehr“ einer „Gefahr von Rechts“ ausleben darf
und damit auch gleich konservative Positivwerte und Primärtugenden als
„rechts“, „rassistisch“ oder „faschistoid“ bekämpft und ausgegrenzt
werden, darf man wohl fragen ob man nicht sein eigenes Gewissen
aktivieren kann und eine Unterstützung der Hamas (als ein Beispiel)
als für unvereinbar mit eigenen Grundüberzeugungen hält.
·
Die nun auch auf europäischer Ebene in Gesetzesform gegossene
politische Korrektheit läuft auf ein Meinungsdiktat hinaus wie wir es
aus Diktaturen kennen. Genau genommen wäre ich bei gezielter Anwendung
der betreffenden Paragrafen schon jetzt straffällig. Kinder, die
freiheitlich erzogen und denen in ihrer Artikulation keinerlei
Beschränkungen auferlegt wurden, in Schulsysteme zu geben, die sich
letztlich auf diese gutmenschlichen Regeln und Gesetze berufen wäre
ein Problem. Verstöße führen, wenn schon nicht zur Ahndung, was
zunehmend wahrscheinlicher wird, zumindest zur Ausgrenzung. Die
Konformität und Egalisierung findet nun nicht mehr nur nationenweit
sondern kontinentweit statt.
·
Es
ist nicht zu übersehen, dass die Integration muslimischer Einwanderer
in europäische Lande völlig zu unrecht so bezeichnet wird. Von
Integration, von Ausnahmefällen abgesehen, kann keine Rede sein. Die
Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Integration, das
Beherrschen der Sprache des Aufnahmelandes, das Bekenntnis zu seiner
Verfassung, der Respekt vor den Traditionen und Werten der neuen
Heimat wird nicht einmal verlangt. Als Aufnahmevoraussetzung von
linker Seite aus populistischen Erwägungen in Frage gestellt, man
möchte ja künftige Wähler an sich binden, werden alle, in anderen
Ländern teils selbstverständliche, Einwanderungs- und Bekenntnistests
torpediert und völlig zu Unrecht als Gesinnungstest diskreditiert.
Deutsches Recht wird bereits jetzt ausgehebelt und es gibt mehrfache
Ansätze auf Umwegen oder über das Einklagen von „Menschenrechten“ ein
Schariarecht zu etablieren. Das der unbotmäßigen Raumnahme
integrationsunwilliger Einwanderer eine deutsche und europäische
Unterwerfung ohne Not Vorschub leistet ist das eigentlich
frustrierende. Diese Unterwerfung und Anbiederung an eine
freiheitsfeindliche, gewalttätige, prüde und unaufgeschlossenen
Ideologie hat nichts mit Religionsfreiheit zu tun. Es wird, in
Deutschland, das schlechte Gewissen mit dem auch die
Nachkriegsgeneration aufgewachsen ist funktionalisiert, das „nie
wieder“ und „gegen rechts“ zu einer Rundumkeule benutzt um linken,
linkssozialistischen und damit linksfaschistischen Vorstellungen durch
die Hintertür Zugang zum Bewusstsein auch der nächsten Generation zu
schaffen. Die Sympathien der Linken und Rechten, also der
Freiheitsfeinde, für die ihnen genehme Kongruenz mit dem Islam ist
unübersehbar.
·
Diese Gruppen haben seit Jahrzehnten Einfluss auf die öffentliche
Meinung. Ihre zersetzende Influenz auf das Schul- und Bildungssystem
ist kann man nachweisen. Diejenigen die das überstehen ohne
staatshörig und staatsvertrauend zu sein, sondern unabhängig und
selbstversorgend sind, kann man mit der Lupe suchen. Die bewusst in
den Köpfen der Menschen verankerte Erwartungshaltung schafft Gruppen
neuer Abhängigkeit und Gruppen die man alimentieren kann um die
Zukunft einer bestimmten Politkaste zu sichern.
·
Nachdem die Juden als Feindbild zur Zeit nicht taugen, man schmückt
sich gerne mit Juden um seine Aufgeschlossenheit zu demonstrieren und
erinnert bevorzugt an bereits verstorbene Juden, hat Israel den Platz
eingenommen der zum Feindbild taugt. Nicht der einzelne Jude wird
jetzt aufs Podest gezerrt, sondern eine ganze Nation. Indem man Israel
das vorwirft was man an den Nazi’s (im nachherein) so schrecklich
fand, kann man sich hervorragend als Gutmensch profilieren. Die armen
Palästinenser, wirklich, so konstruktiv, so willig sich aus dem Elend
zu entfernen und von den hohen europäischen Subventionsleistungen zu
befreien, so motiviert etwas für den Frieden zu tun. Ihnen gehört
jetzt die offizielle europäische Solidarität. Sind sie nicht
geknechtet und unterdrückt und ausgebeutet (von Israelis) wie einst
die Juden von Deutschen?
·
Aber es gibt natürlich noch ein weiteres Feindbild: AMERIKA. Europäer
und besonders Deutsche können es nun mal nicht überwinden dass
Amerikanern ihre Regierung kritischer sehen, eher auf sich, als auf
den Staat vertrauen. Kulturlosigkeit wirft man den Amis auch vor und
vergisst, das auch in Kölle oder Neukölln Menschen leben, denen Kultur
nichts, aber auch gar nichts bedeutet. Anstatt Amerika, bei allen
zugegebenen Unzulänglichkeiten und den erkannten großen Fehlern in der
Politik, dennoch dankbar zu sein, nicht nur für die Befreiung vom
Naziterror, sondern auch z.B. für die Installierung eines neuen
Abwehrraketensystems, macht man Antiamerikanismus attraktiv. Dass das
System ABWEHR heißt und nicht Angriff wird bewusst unterschlagen und
die lauten Windbeutel die sich an der Ablehnung profilieren wollen tun
gerade so, als seien die Raketen auf ihre Köpfe gerichtet.
Amerikanische Sicherheitsgarantien lassen uns immer noch ganz
wesentlich so leben wie wir es möchten, mit wesentlicher Denk- Rede –
und Ausdrucksfreiheit. Weder rechte Nazis noch linke Nostalgiker eines
menschenverachtenden Sozialismus konnten diese individuelle Freiheit
bisher garantieren. Und die Masse derer die Islam predigen, und im
Namen Allahs die Welt der Ungläubigen unterwerfen wollen, können und
wollen erst recht nicht das garantieren was uns lieb und teuer:
Toleranz und Bewegungsfreiheit. Es ist auch einfacher sich bei jeder
Grill- und
Gartenparty über Guantanamo zu echauffieren als gegen den, seine Frau
schlagenden und sie einsperrenden, muslimischen Nachbarn vorzugehen.
Deren gibt es Millionen, in Guantanamo nicht mal 500 Insassen.
Beschwert haben sich überwiegend die Leute draußen.
·
Auch der Kapitalismus taugt noch immer als Feindbild. Deutsche
Sozialträumer halten die Ziele, wenn auch nicht die Methoden der RAF
für hehr und begeistern sich an dem Stinkefinger den ein Hugo Chavez
oder ein Evo Morales den Amerikanern und dem Kapitalismus zeigen. Ist
ja klar, alle gescheiterten Sozialismusversuche waren Irrtümer.
Irrtümer die etliche zig Millionen Menschleben gekostet haben. Haben
wir nicht ein Recht auf Irrtum? Die Zukunft liegt vorn und der neue,
der wahre Sozialismus auch.
·
Aber es gibt noch was wo wir Deutschen wieder ganz vorbildlich und
gründlich sind und weit über das Ziel hinausschießen. Klima- und
Umweltschutz. Unbestritten ist das wir auf unsere Umwelt achten
müssen, das unsere Industrie sparsamere und effektivere
Verbrauchsmodelle entwickeln sollte. Allerdings ist die Hysterie, die
überbordende Begeisterung, die Absolutheit und die Perfektion mit der
diese Themen angegangen werden entlarvend. Entlarvend für den
deutschen Nationalcharakter. Wir sind halt immer einen Zacken
gründlicher. Wir wollen ja alles richtig machen, perfekt. Egal ob es
um die Anlage von KZ-Baracken, Gasöfen oder Menschentransporte geht.
Jetzt ist mal zur Abwechselung der Klimaschutz angesagt.
·
Man kann auch beobachten, dass es einen sich verstärkenden Trend gibt
Europa zu verlassen. Klein Fritzchen kann rechnen: Persönlichkeiten in
Bildung und Forschung gehen. Menschen mit Ersparnissen. Aufrechte
Menschen wie Hirsi Ali auch. Proleten, Sozialschmarotzer und
Unausgebildete kommen. Haufenweise.
Also gibt es in
Deutschland schöne Straßen, gepflegt und sauber, nicht in
Migrantenvierteln natürlich, da hat man noch nicht gelernt das es
Papierkörbe gibt und wofür sie da sind, aber man findet sie, die
Straßen. Noch! Auch eine tolle Infrastruktur ist da, Nahverkehr, ein
Bahnhof der über eine Milliarde gekostet hat, ein Bestand an
öffentlichen Gebäuden der in seiner Qualität weltweit keine Vergleiche
scheuen muss. Es gibt immer noch klassische Konzerte, jedes Kaff
leistet sich ein Orchester, die Museen haben schöne Bestände. Die
Bücherei haben eingeschränkte Dienste, seit einigen Jahren schon,
mancherorts reicht das Geld nicht mehr für den Betrieb der Fontänen.
Die Wirtschaft brummt wieder sagt man uns, die Zahl der Arbeitslosen
geht zurück. Angeblich, denn Zahlen kann man schönen und wer kann
alles, was ihm von den Mainstreammedien und den bezahlten
Lohnschreiber verklickert wird, schon nachprüfen.
Ja, zugegeben, woanders
ist es anders und nicht besser. Aber wenn man Deutschland und Europa
liebt, seine Landschaft, seine Menschen, seine Vielfalt, seine Kultur,
seine Traditionen, und sieht wie das zerstört wird, unnötig zerstört,
von Deutschen, von Europäer selbst, dann möchte man außen vor leiden.
Wenn man sieht wie das Erarbeitete, das Ersparte, das Wiederaufgebaute
verschleudert wird, dann stehen einem die Haare zu Berge und man denkt
an die nächste Generation und was sie vorfindet. Ja, die Plätze
bleiben, die ausgetrockneten Brunnen auch, die ja. Also bleibt man
außerhalb, auf Distanz, mit der Möglichkeit sich abzulenken. Wäre man
da würde man, würde ich es, nicht aushalten.
Es bleibt also
vorläufig dabei: Mein Ja zu Deutschland, mein Ja zu Europa. Im Urlaub.
Im längeren Urlaub. Ob ich die geistigen Verrenkungen dauerhaft meinen
Kindern zumuten will….ich bin da sehr im Zweifel!
Nur mal so, einige
Links, gibt natürlich mehr, aber was mir gerade so einfiel:
Die
Schreckensbilanz eines maroden Systems
Good Bye, Europe
Zeitbombe Euro
Financial Armageddon
Keynesianismus
http://www.thelongwaveanalyst.ca/cycle.html
Flucht aus dem Armenhaus
Babylon und Börsenboo
Goldene Jahre oder Goldene Bögen: Altersvorsorge II - Arbeiten bis ins
Grab?
Downloads |
|