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Freedom
knows no compromise !
Robin Renitent, 24.
Februar 2007
Meiner
ist der Längste
Geld spielt keine Rolle. Denn das Geld
für den Bau der
Europäischen Zentralbank wurde ja nicht durch Arbeit verdient.
Die EZB
wirtschaftet zwar autark, bekommt aber ihre Manövriermasse von den
einzelnen EU-Mitgliedsstaaten. Und es ist also nicht das eigene
Geld, sondern das Geld der europäischen Bürger. Aber die, die
bauen, sie erhoffen sich in die Geschichte (naja, die Bankgeschichte)
einzugehen, sich, wenn schon nicht unsterblich zu machen, so doch
wenigstens auf einer Bronzeplakette im Eingangsbereich sichtbar
verewigt zu werden. Der bisherige Eurotower in
Frankfurt mit seinen 148 m Höhe ist ja auch zu popelig. Der
neue Bau, und da wären wir sowohl beim Geld wie bei der Höhe, soll
eine halbe Milliarde Euro kosten und 180 Meter hoch sein. Und
weil doppelt besser hält, bzw. mehr beeindruckt, sollen es gleich 2
Türme werden. 2012 soll das alles fertig sein, zwei sich liebevoll
umarmende Türme, Arbeitsplatz für 2300 ganz wichtige Mitarbeiter und
natürlich terrorgeschützt. Dabei droht diesem Babylonischen
Turm wahrscheinlich weniger Terror als der Kollaps. Es gibt
nämlich einen Zusammenhang zwischen dem Streben nach Höhe und dem
inhärenten Größenwahn und einer Phase wirtschaftlicher
Rezession oder Depression. Es gibt zahlreiche historische
Beispiele dafür, zum Beispiel das
Manhattan Life Insurance Building, das erste Gebäude mit über
100 m Höhe, das 1891 in Euphorie begonnen wurde, aber 1894 nach dem
Zusammenbruch des Aktienmarktes in einer Phase der Depression
vollendet wurde. Seither haben wir einen Wettlauf um die höchsten
Gebäude der Welt. Oft endete deren Fertigstellung entweder in einem
wirtschaftlichen Desaster oder in einer Phase wirtschaftlicher
Depression oder nach einem Crash. Auch jahrelange Leerstände waren die
Folge. Dennoch der Wettlauf ist ungebremst und ob das „Burj
Dubai“ mit 705 m das Ende der Fahnenstange ist kann man noch
nicht absehen. (ein Lesebefehl:
Babylon und Börsenboom)
Projekte wie die in Dubai, die um die 20 Mrd. kosten, zum Vergleich
der deutsche Verteidigungshaushalt macht etwa 24 Mrd. Euro aus, sollen
eine Investition in die Zukunft sein. Aber was ist Dubai, wenn das Öl
versiegt? Sand, nicht als Sand, und neuerdings viel Beton.
Doch zurück zur EZB. Die
verbaut nur eine halbe Milliarde und auch nur 180 m hoch. Natürlich,
würde man die 2 Türme aufeinander stellen wären es auch 360 m. Ich
glaube nicht das die Zweiturmlösung sowas wie Bescheidenheit
vorgaukeln soll. Aber ich glaube, und daran glaube ich fest, dass die
Europäische Union auseinander fallen wird. Nicht morgen früh
natürlich, aber auch nicht erst in 100 Jahren. Sondern in einer
nahen und noch erlebbaren Zukunft. Denn die Geschichte lehrt, das
Kunstgebilde dieser Art keine Überlebenschancen haben. Jedenfalls dann
nicht, wenn es zu Krisen kommt.
Das es zu einer solchen Krise kommt, ist so sicher wie das Amen in
der Kirche. Alle Anzeichen deuten bereits jetzt darauf hin und
ernsthaft erwarten kann man einen Zusammenbruch des
Weltwirtschaftssystems bereits in nächster Zeit.
Jeder Regierung wird zunächst das eigene
Wohl am nächsten sein. Geld, um eine von den Bürgern nicht
gewollte übernationale Institution zu unterhalten, wird man, schon
mangels Masse, nicht mehr aufbringen können. Und, wenn das Fiat Money
gerade noch dazu gut ist die feuchten Schuhe zu stopfen, oder, weil
billiger, als Brennmaterial, den Ofen zu befeuern, wird auch keine
Regierung mehr ein unterstützendes Interesse daran haben Mittel
für die EZB bereit zu stellen.
Bis 2012 ist eine lange Zeit. Nicht im geschichtlichen Rückblick sind
5 Jahre viel, aber in einer finanz- und marktpolitischen Vorschau
durchaus. Bei den Unwägbarkeiten denen sich die Weltwirtschaft
ausgesetzt sieht, bei den, im Bereich des Wahrscheinlichen liegenden
absehbaren präventiven Militärschlägen, die finanziert werden
müssen, für deren Finanzierung aber kein anderer Gegenwert als
wertloses Papier, zwar nachdruckbar, aber eben wertlos, zur
Verfügung steht, ist es realistisch anzunehmen, das Frankfurt über
Jahrzehnte eine Skelettskulptur zieren wird.
Die braucht man denn auch nicht vor Terrorattacken zu schützen,
weder durch Betonklötze, dicke Bäume oder Gräben.
James Turk, The Coming Collapse of the
Dollar and How to Profit from It: Make a Fortune by Investing in Gold
and Other Hard Assets
Sie ist offensichtlich so eine Art
amerikanische Sabine Christiansen. Blond, gut aussehend und mit
dem unwiderstehlichen Charme einer kalten Dose Bier: Diane Sawyer.
Eine Erfolgs-immer-Top-auf-alles-eine-Antwort-Frau. Die Amis
scheinen sie zu mögen. Aber was sagt das, sie ist Mainstream durch
und durch und so sind auch ihre Fragen. Dennoch, sie kommt, im
Gegensatz zu unserer blauen Kugelfrau Christiansen, mit ihrem, na Sie
wissen schon, ….worauf sie sitzt…., mal in die Höhe und fliegt
sogar um die Welt um andere Leute zu interviewen. Castro, General
Manuel Noriega, Präsident Saddam Hussein, Bush sowieso und eben auch
Präsident Mahmoud Ahmadinejad. Da musste sie ein Kopftuch
tragen. Warum? „It’s the law, Mam“.
Das hat sie dann offensichtlich so begeistert, dass sie gleich noch
einen Bericht über die fröhlichen Iranierinnen nachschob. Da
wir mit Iranern befreundet sind besitze ich mehrere Stunden
Videomaterial, das Iranerinnen in ihrem privaten Umfeld zeigt.
Ich kann es hier natürlich nicht zeigen, es würde unsere Freundschaft
gefährden. Zugegeben, das Leben unterscheidet sich fast nicht von
dem Leben wie meine Eltern es in Berlin lebten, mit uns als
Kindern und ihren Freunden. Allerdings-und das vergisst „dear Diane“
zu sagen: Es ist das Leben einer ganz kleinen Minderheit der
oberen Gesellschaftsschicht in Teheran. Aber es zeigt auch, dass
noch einmal Welten zwischen den aufgeschlossenen und weitgehend
selbstständigen iranischen Kopftuchträgerinnen, dieser Schichten in
Teheran, und ihren Geschlechtsgenossinnen in Saudi Arabien
liegen. So gesehen, kann man wirklich sagen glückliche Iranerinnen.
Und viele, wie unsere Freundin Sepideh sind trotzdem froh, kaum
im Ausland, sich des Kopftuches entledigen
zu können. Aber bei allen Bemühungen, westlicher Frauen, die uns von
dem angenehmen Schutz erzählen, die sich im Fernsehen, als
Menschenrechtsbeauftragte oder in der Modewelt austoben: Ich
möchte dennoch nicht meine Tochter oder Enkeltöchter eines
Tages mit einem Kopftuch sehen.
Und ich werde alles dafür tun, dass
es soweit nicht kommt.
Das Video konnte ich
bei YouTube nicht finden, deshalb click auf das Bild und direkt linked zu ABC-News. Leider wie immer
erstmal Werbung.
Und hier das Interview
mit Onkel Mahmoud. Die Fragen nicht wirklich überraschend, aber das
Minenspiel des Onkels schon. Sawyer interviewed Ahmadinejad
3 Tage war der
Robin krank. Jetzt bloggt er wieder. Gott sei Dank: Und liest, zum
Beispiel in alten
Tagesspiegel. Als oller Berliner muss man sich so was von Zeit
zu Zeit antun.
Heute: Justizsenatorin sagt jungen Gewalttätern den Kampf an
Na, das lässt hoffen. Doch der Bericht Von Katja Füchsel und Lars v.
Törne gibt lediglich eine Zusammenfassung der Vorhaben der
Berliner Justizsenatorin wieder. Kritische Kommentare oder wenigstens
Anmerkungen gibt es nicht. Es bleibt unverständlich wieso an den
wenigen Zeilen gleich 2 Lohnschreiber werkeln.
Was also hat die Senatorin vor:
„Ab sofort soll für jeden Jugendlichen, der mehr als fünf Mal
zugeschlagen oder andere beraubt hat, ein Staatsanwalt zuständig sein,
wie Justizsenatorin Gisela von der Aue im Gespräch mit dem
Tagesspiegel ankündigt. Diese Jugendlichen gelten als
„Schwellentäter“…“
Ach Du meine Güte. Die Frau hat selbst 3 Kinder. So sieht Ihre
Erziehung zuhause also aus. Wenn sie ihren Kindern etwas
verbietet, und dieses Verbot wird übertreten, hat das keine
Konsequenzen. Nicht beim ersten Mal. Nicht beim zweiten Mal. Nicht
beim dritten Mal Nicht beim vierten Mal. Nicht beim fünften Mal. Erst
jetzt, beim sechsten Mal, legt sie eine härtere Gangart ein.
Mit anderen Worten die Schwellentäter, Intensivtäter
sind sie ja erst ab dem sechsten Mal, dürfen erst fünf Mal so richtig
zuschlagen. Da haben sie die Schwelle noch nicht überschritten. Wie
ernst nimmt ein Jugendlicher einen Erwachsenen, oder die Regeln
der Erwachsenen, wenn er ihnen 5 Mal auf der Nase rumtanzen darf?
Eine Erziehung die derart inkonsequent ist, hat nicht das Recht
sich Erziehung zu nennen.
„Rund 80 Prozent der
jugendlichen Serientäter sind nichtdeutscher Herkunft: Araber stellen
die größte Gruppe, gefolgt von Türken.“
Sollte es sie jemals gewundert haben, dass bestimmte Gruppen
wohlfahrtsabhängiger Migranten uns in unserem
Haus nicht ernst nehmen, hier haben sie die Antwort. Politiker, wie
Gisela von der Aue sind selbst Kinder einer Phase in der
deutschen Geschichte, als Primärtugenden wie Gehorsam,
Ordnung, Fleiß und Pünktlichkeit lächerlich gemacht und für
nachrangig erklärt wurden. Nun, da sich (wie zu erwarten)
herausstellt, dass diese Tugend nicht ganz so wertlos sind,
erweisen sich die Anhänger dieser Einstellung als unfähig einen
Schritt zurück zu tun und diese Selbstverständlichkeiten, ohne die
keine Gesellschaft, egal wie ausgerichtet, dauerhaft überleben kann,
wieder zu beleben. Nein, es wäre kein Schritt zurück.
Es wäre ein Schritt vorwärts.
Wie auch immer, es bleibt die
grundsätzliche Überlegung, wie aus derart verzogenen Rüpeln, dereinst
deutsche Staatsbürger werden können, die auch noch ihren
Beitrag als Steuerzahler zum Sozialsysteme leisten sollen. Aber
natürlich ist diese Frage eigentlich müßig. Denn es wird in
absehbarer Zeit ohnehin kein Sozialsystem mehr geben. Und keinen
Topf aus dem irgendjemand, und unintegrierte Rüpel schon gar nicht,
noch irgendetwas entnehmen können. Das allerdings ist nicht nur
die Schuld der Migranten. Es ist eher die Schuld der linksliberalen
Politikerkaste, die mit dem erarbeiteten Volksvermögen so verfuhr
wie ihre Ideologie es ihnen vorgibt:
Heute. Sonnabend. Frühstückstisch.
Meine Frau und ich sprechen über Herrn Beck,
Frau
Leyen und Krippenplätze. Nach dem ersten Brötchen
fragte meine Tochter
Elaine, 7 Jahre alt:
„Papa, warum gibt so viele dumme
Menschen?“
Ich: „Mmhhm.---„
Elaine: „Papa, warum?“
Ich: Es gibt auch Schlaue…“
Elaine, hartnäckig: „Aber warum
so viele Dumme?“
Ich: „Weißt Du, es ist wie in einem Garten. Es gibt
wunderschöne Blumen, das sind die Schlauen.Und
tolle Nutzpflanzen, die reiche Ernte versprechen. Die
wurden gepflegt, gegossen, gedüngt. Das ist wie eine gute
Erziehung. Dann blühen sie und erfreuen uns…“
Elaine: „Und die Dummen sind das
Unkraut?“
Ich: „Kann man so sagen. Ungedüngt. Unerzogen. Ungepflegt. Ärgerlich.“
Alexander, mein Sohn, 11 Jahre:
„ Dafür gibt’s Unkrautvernichter…“
Ich: „Lass das keinen Ökofuzzi hören. Bei uns zupft Mutter…“
Dabei grinse ich entschuldigend in Richtung meiner Frau, denn
schließlich war das eine absolut chauvinistische Bemerkung.
Meine Frau: „Du begibst Dich auf
gefährliches Terrain!“
Ich, unschuldig: „Wieso, Du zupfst doch…… manchmal….“
Sie: „Das meine ich nicht. Ich
meine, wenn Du dumme Leute mit Unkraut vergleichst bleibt nur der
Schluss, daß Du sie vernichten musst…“
Ich: „Jetzt leg mir nur noch das Wort „ausrotten“ in den
Mund….“
Sie: „Das habe ich
ja nicht gesagt. Aber….“
Ich „Kein Aber. Ich habe ursprünglich von der Schönheit der
Blumen gesprochen um meiner Tochter ein Vergleichsbild
anzubieten.“
Sie: „UNSERE Tochter,
bitte sehr. Es ist ja gut, nur Du weißt wie das mit Vergleichen ist.“
Ich: "Yes,
Dear..."
Elaine: „Also was machen wir nun
mit den dummen Leuten, Papa?“
Ich: „Weißt Du, es ist wie in einem Garten. Das Unkraut vernichtet man
heute nicht mehr. (Zu meiner Frau: Das stehen die grünen Gutmenschen
vor) man DRÄNGT es zurück. Man muss sich des Unkrauts, wie
der Dummheit erwehren.“
Alexander: „Wie denn?“
Ich: „Geh ihnen aus dem Weg. Und wenn sie dir auf die Pelle rücken
DRÄNG sie zurück. Wehr Dich. Orientiere Dich an den Schlauen,
den schönen Blumen und ertragreichen Pflanzen.“
Alexander: „Mach ich ja.“
Elaine: „Ich auch. Deshalb will
ich auch nicht mehr mit Michaela spielen. Die ist wie Unkraut.“
Die Gutmenschen. Ja genau die.
Das Wort soll ja geächtet werden, wussten Sie das? Ja, es ist
diskriminierend. Na, die können ächten was sie wollen. Ich
diskriminiere weiter. Jedenfalls dann, wenn
ich Lust dazu habe und wenn die „diskriminierte“ Gruppe
Gutmenschen sind. Das sind die, die einem plötzlich erklären wollen,
was man alles nicht mehr darf. Entweder weil es sich gerade,
also zeitgeistgemäß, nicht gehört, oder weil es politisch unkorrekt
ist, oder aber weil es entweder unsere Seelen, unsere Umwelt, oder die
Empfindlichkeiten irgendwelcher Minderheiten belastet.
Auch in der Kindererziehung haben die Gutmenschen
das Sagen. Und weil noch nicht genügend Menschen ihre Kinder in
Aufbewahrungsanstalten zur politischen Indoktrination
abliefern, will Tante
Ursula ein bisschen nachhelfen, mit 3 Milliarden. Ein
Klacks. Notfalls will sie das Grundgesetz ändern. Wundervoll, wenn man
Gesetzte so nach belieben ändern und der anvisierten Wirklichkeit
anpassen kann. So macht Demokratie den Politikern richtig Spaß.
Neben der Vermittlung des richtigen gutmenschlichen Weltbildes
an die lieben Kleinen, ist der wirkliche Grund aber ein ganz anderer.
Wer rechnen kann sieht, dass das Steueraufkommen bei einer
abnehmenden Bevölkerung nicht mehr ausreicht um der staatsbezahlten
Enteignerkaste die Taschen zu füllen. Und schon gar nicht um
hochfliegende Träume zu verwirklichen, die Hamas zu sponsern,
arbeitsunwillige Migranten zu integrieren und zahllose
Empfängergruppen zu alimentieren. Wenn also
leyenhaft 750 000 Krippenplätze für 3 Mrd. geschaffen werden
heißt das 750 000 mehr Frauen die Steuern erwirtschaften. Da
sind dann die 3 Mrd. allemal wieder drin und noch ein bisschen
Manövriermasse für die politische Klasse.
Aber eigentlich wollte ich über die neueste Aufrege der
Gutmenschen schreiben: Militär- und Kriegsspielzeug.
Das war ja jahrzehntelang aus (nicht nur) deutschen Kinderzimmern
verbannt. Eltern liefen so schamrot an, als ob man sie beim
Liebesakt in der Umkleidekabine erwischt hatte, wenn der liebe Kleine
plötzlich mit einer
Plastikgun vor den Gästen auftauchte. Kriegsspielzeug.
Es gab nichts widerwärtigeres, das war nicht zu toppen. Und so
saßen die gutmenschlichen Eltern bei Parteitagen strickten und
diskutierten Programme zur Antimachostrategie bei Jungen. Sogar ihres
Pimmels sollten sie sich schämen.
Denn, so der Schluss: Wer mit Soldaten, Panzern und Haubitzen spielt
wird gewalttätig und hat Lust auf Krieg. Deutsche aber
führten keinen Krieg, jedenfalls nicht nach 1945 und waren
allenfalls Händchenhalter und Gipsbindenbefeuchter im Sanizelt. Und
sie hatten einen
Friedenskanzler, der lieber einen Diktator noch einige
Hunderttausend in Abu Ghraib
(ja genau da, als von Lynndie England
noch keine Rede war…) zu Tode quälen ließ, als ihm das Handwerk zu
legen. Dafür wurden die Amerikaner gerne geschmäht, weil die etwas
besseres
Kriegsspielzeug hatten und, inzwischen den Kinderzimmern
entwachsen, auch einsetzten.
Rückblick: Mein Ururgroßvater war Wirklicher Geheimer
Ober-Justizrats und Oberlandeskulturgerichtsrats und hatte eine
wundervolle Zinnsoldatensammlung mit der auch seine Söhne spielten. Er
war im
Deutsch-Französischen Krieg von 1870–1871 Offizier. Und
natürlich hasste er den Krieg und wollte Heim zu meiner
Ururgroßmutter und den Kindern. Und mein Urgroßvater wurde, obwohl
er seine Kindheit lang mit
Zinnsoldaten spielte, Schlachten nachstellte und Ulanen auf
dem Teppich des Wohnzimmers massakrierte, Arzt und Sanitätsrat
und ein großer Humanist. Der allerdings, der Grausame,
Schmetterlinge aufspießte und in Glaskästen
sammelte und beerdigte. Mein Großvater dann, ein Studienrat, war total
gegen den Krieg, die Nazis, und alles militärische. Aber er schenkte
seinem Sohn, also meinem Vater, zahllose
Linolfiguren, fast die gesamte
preußische Armee, einschließlich des Alten Fritzen, der eine
Parade abnahm. Mit diesen Figuren spielte also mein Vater als Kind,
mit zahlreichen Kindern befreundeter jüdischer Familien, im Wohnzimmer
des Hauses Ringstrasse 4 in Berlin Steglitz. Es gab eine Haubitze, von
8
Pferden gezogen, die richtig funktionierte. Vater konnte mit kleinen
Zündsätzen Gummigranaten verschießen. Natürlich, der Lausbub, tauchte
er die Spitze der Geschosse in Tinte und schoss blaue Punkte an die
Zimmerdecke. Und sein großer Bruder hatte 150 Wikinger-Kriegsschiffe und
versenkte mit Vorliebe die englische Hood. Beide
gemeinsam hatten eine wundervolle
Eisenbahn, Spur „0“ die Truppen transportierte, zum Beispiel
in die Küche. Dort entlud meine Großmutter die Truppentransporte
stellte Apfelsaft und Kuchen in die Waggons, und ab und zurück ins
Wohnzimmer. Leider fiel in das Haus in den letzten Kriegstagen eine
britische Phosphorbombe.
Großvater übrigens, obwohl so antimilitärisch, meldete sich zum
pflichtbewußtVolkssturm und
wurde in Biesdorf bei Berlin 3 Tage vor Kriegsende von einem
Russen aus dem Hinterhalt erschossen. Vater
aber wurde Arzt. Und trotz seiner Kriegspiele in Feld und Flur und auf
dem Wohnzimmerteppich zu einem Kriegsgegner.
Die preußische Armee, die Ulanen, der Alte Fritz und die Haubitze und
Onkels 150 Schiffe hatten den Krieg, weil ausgelagert, überlebt.
Weil ich
der Erstgeborene in der Sippe war bekam ich das alles nach und nach.
Heute wäre es ein Vermögen, aber – wir, meine Brüder und ich, haben es
zerspielt. Zerschossen, zerschlagen, die Ulanen nochmals
massakriert.
Lineol ist nicht sehr haltbar und der
Kinderzimmerkrieg zeigte Folgen. Es ist nichts geblieben. Die Schiffe
habe ich vor dem Umzug für etliche tausend Mark verkauft.
Natürlich wollte ich als Nachkriegskind eine Cowboyausrüstung. Die
bekam ich auch, allerdings ohne Schießeisen. Mein Vater und
meine Mutter waren der Ansicht, dass, nach diesem mörderischen Krieg,
nie wieder eine Waffe in der Hand eines Kindes zu sein hat. Das
war grausam. Ein Cowboy ohne Knarre ist wie ein Auto Räder. Ich gab
alles um bei meinen Kumpels mal schießen zu dürfe. Als Westberliner
musste ich nicht zur Bundeswehr.
Ich bin ganz unbedarft. Und, als nach der Wende einige Bundeswehrler
in Uniform in der
Deutschen Oper auftauchten, hätte ich nie sagen können
welchen Rang sie bekleiden. Ich fand sie operettenhaft komisch.
Wie ich überhaupt Männer in Uniform immer zum lachen finde und
kaum ernst nehmen kann.
Zurück ins Heute des Jahres 2007. Hier in amerikanischen
Toys "R" Us sehe ich Kriegsspielzeug zuhauf.
Humvees, Tanks, Soldaten, braun uniformiert wie im
Irak. Oder
Flugzeugträger, die das halbe Kinderzimmer füllen. Und auf der
Spielzeugmesse in Nürnberg stellt Märklin, zaghaft,
und natürlich nur zum
Transportieren und nicht zum Kämpfen, einige Militärfahrzeuge
vor. Zitat:
"Das Unternehmen
Märklin, das seit 1859 Spielwaren produziert, hatte bis in den Zweiten
Weltkrieg hinein neben Eisenbahnen, Blechspielzeug aller Art und
Puppenstuben auch Militärspielzeug angeboten. Hohen Sammlerwert haben
unter anderem Kriegsschiffe aus der Zeit des Kaiserreichs sowie
Metall-Flugzeugmodelle aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, teils
mit Hakenkreuz-Hoheitszeichen.
Seit Kriegsende verfolgten die Familien-Eigentümer das Prinzip, kein
Militärspielzeug anzubieten, nicht einmal Spielzeugautos mit
Tarnanstrich. Interne Diskussionen gab es in der Firma bereits, als
vor Jahrzehnten der nie im Großen umgesetzte Entwurf einer Lokomotive
aus dem Jahr 1943 zur Versorgung der eroberten Gebiete in Osteuropa
und Asien im Modell gebaut wurde."
(Die WELT 05.02.2007)
Damit die Züge echter durch die
Wohnzimmerlandschaft rollen. Und prompt regen sich unsere
betulichen Bedenkenträger und Gutmenschen auf. Weil sie die
Wirklichkeit ausblenden. Weil sie nicht wahrhaben wollen, dass
Deutschland keine Touristenrundflüge in Süd-Afghanistan fliegt,
sondern im Krieg ist, wenn auch als Drückeberger.
Und weil sie nicht verstehen, dass es Momente gibt wo die Freiheit
nicht mit Worten verteidigt werden kann. Weil der Gegner
Argumenten nicht zugänglich ist und Freiheit für ihn ein geringer
Stellenwert hat. Diesen Gegnern imponiert nur die Überlegenheit,
Kampfeswille und ein angemessener Gegenschlag.
Unsere Kinder haben
weder Zinn- noch Lineolfiguren. Irgendwie ist es aus der Zeit auf dem
Boden rumzukrauchen und seinen Gegner hinter Mutters Nähkasten zu
verorten. Sie haben Computer. Da wird geballert. Ganz
gelegentlich. Und - zugegeben selbst das gefällt uns nicht. Wir
steuern das sanft, aber nachdrücklich. Es sei denn es ist ein
Schlachten-Strategiespiel. Das ähnelt dem Spiel mit
Zinnsoldaten. Ansonsten dürfen sie auch mal richtig
ballern und den verantwortunsvollen Umgang mit der
Waffe lernen. Denn wenn man weiß was man damit anrichten kann, bekommt
man Achtung und Respekt vorm Leben.
Es ist mir nicht ersichtlich, warum die Freiheit nicht auch auf dem
Teppichboden, zwischen Stuhlbeinen und Sofakissen verteidigt
werden darf. Oder am Computer.
Truppentransporte sind dagegen ein Klacks. Letztlich auch auf
der Modellbahn:
Unsere Ablehnung der EU
ist wesentlich weitergehend als die Initiatoren dieser Kampagne
es wollen, dennoch es ist ein Anfang. Wir sehen den
Freiheitsgedanken und die individuellen
Lebensgestaltungsmöglichkeiten der Bürger der europäischen
Nationalstaaten weitgehend gefährdet. Deshalb unterstützen wir die
Anstrengungen dieser kampagne, wie auch die gegen Europa gerichteteten
Initiativen anderer Organisationen.
The European No Campaign is a EU-wide
cross party network of organisations and individuals, that work
together to stop the proposed EU Constitution. We think that its
rejection will enable a wide-range reform debate about the future of
Europe and will be the first step to an EU that is supported by its
citizens.
It’s time for reform, NOT the EU
Constitution
The supporters of the network are
committed to EU membership. But we believe this Constitution
completely fails to live up to the expectations set up by the Laeken
Declaration.
No EU without real democracy
We are also united in the belief that
the EU status quo isn’t working. Only a wide-ranging reform deb