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  Page 014 - 2005

       
   

Rebellog-The libertarian Cabinet is mainstream-resistent, unconventional, critical and straight forward.  We believe in the principle of self-ownership.  With regard to economic and political questions we hold radical-libertarian views.  We are pro-capitalist and believe that any form of socialism creates poverty.  Our position is clearly pro-American and pro-Israeli.  We resist left-wing and right-wing freedom enemies.  Our web pages have been on-line for about one and a half years.  We endeavour to design our web pages in bi-lingual format (English/German).  Blog.rebellog is the Blog page for Rebellog.

   
   

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Robin Renitent, 

   

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Robin Renitent,  11. November  2005

 

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Politically Incorrect wird 100!

Naja nicht ganz, aber immerhin 1 Jahr alt!

Anti-Amerikanismus ist ein Zeitgeistpferd auf dem es sich gut reiten läßt. Es verursacht, wie ich neulich las, inzwischen weniger Aufregung wenn man zugibt, daß man HIV infiziert ist, Pädo Neigungen hat oder 20 Jahre im Knast saß.

Aber Anti-Amerikanismus gibt dieses schöne Wir-Gefühl der Geborgenheit in der Ablehnung eines gemeinsamen Gegners. Und sie werfen ihrer Großelterngeneration vor, daß sie sich dem nazionalsiozialistischen Zeitgeist nicht entzogen hätten, sie wenig Widerstand und Bewußtsein entwickelt hätten. Lächerlich! Sie haben sich ähnlich indoktrinieren lassen vom 68er Meinungsdiktat. Unabhängige Geister gabs damals wenige und heute auch kaum, sich dem Massendruck zu entziehen und nicht im Sportpalast mitzugröhlen und nicht Farbbeutel gegen amerikanische Einrichtungen zu schmeißen erfordert eben mehr Kraft als die meisten aufbringen (wollen).

Und man kennt sich. Es sind die Gleichen die auch gegen Israel demonstrieren und den Islam verstehen. Man fährt komfortabel mit vom Vater gesponsorten Auto oder dem (in Ausnahmefällen) bei MacDonald selbst verdienten Geld zur Demo. Es ist ja so einfach gegen diejenigen zu opponieren die uns unseren Lebensstandard garantieren. Ich vermisse die Demonstranten vor der palästinensischen und iranischen Vertretung.

Wolfgang Herre and Friends sind die Lichtstrahlen im Dunkel der Undankbarkeit und Unsolidarität. Es ist gut das es ihren Blog gibt, und wenn auch nur als Gegengewicht gegen den TAZ-Virus. Wäre nur schön wenn es nicht soviel alberne (******======) und unsachliche Einträge gäbe.

Alles Gute, wir sind mit Euch!!!!

http://myblog.de/politicallyincorrect

         
                   
         

 

       
       

Robin Renitent,  11. November  2005

 

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Politically Incorrect

Französisches Wetter

Der Immigrant

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Von Honecker und Hoppe

Philosemiten sind Antisemiten im Schafspelz?

Michail Chordorkowski

Ihr Deutschen widert uns an

Der Nestbeschmutzer

Theo van Gogh in Memoriam

Jihad made in France

Religionsfreiheit im Islam

Ich nehme das persönlich!

 

     

         
          Vorschlag von R.M. Netzfundstück          
         

 

       
       

Robin Renitent,  11. November  2005

 

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Der Immigrant

Angeblich hat der Mann mit seinen auf den Punkt gebrachten Worten vom „Gesindel“ die französische „Intifada“ erst ausgelöst. In einer Zeit in der Versteher, Schönredner und Besänftiger jedem die Seele streicheln gelten die Worte Nikolas Sarkozy als unzeitgemäß. Aber wie soll man randalierende, erarbeitetes Eigentum vernichtende Horden sonst benennen? Nach meinem Verständnis gehören sie nicht auf die Couch eines Psychiaters, in den Selbstfindungszirkel eines Therapeuten, in die Beratungsstunde eines Sozialarbeiters. Sie gehören, und da stimme ich Sarkozy hundertprozentig zu, umgehend ausgewiesen. Wer sein Gastrecht missbraucht ist des Hauses zu verweisen. Mögen sie ihre überschüssigen Kräfte statt an französischen Familienvätern an algerischen oder marokkanischen Polizisten und Sozialarbeitern ausloten. Die machen weniger Umstände, haben im Schlepptau keine Sozialarbeiter.

Jetzt rächt sich die von den Linken vor Jahren gemachte Gehirnakrobatik das „Gewalt gegen Sachen erlaubt, gegen Menschen abzulehnen sei.“ Es gab und gibt genügend linke „Denker“ die auch heute noch so argumentieren, und daß unser Ex-Außenminister es später unterlassen hat Steine zu werfen und Taxifahrer anzugreifen ist vermutlich der Tatsache zu verdanken, daß er erkannte, daß ihn sein rhetorisches Talent auf Parlamentsbänke statt auf Zellenpritschen befördern würde. Der physischen Auseinandersetzung geht er wohl auch heute nur altersbedingt aus dem Wege, sie sprachlich zu ächten, fällt ihm, zumindest wenn es um palästinensische Attentäter geht immer noch schwer.

Sarkozy selbst ist das lebende Beispiel eines erfolgreichen Immigrantenkindes. Mag sein, daß sein ungarischer Vater und seine griechische Mutter ihrem Sohn einen besseren Start ermöglichen konnten als die aus Algerien, Marokko oder Schwarzafrika legal oder illegal Eingewanderten. Dennoch ohne eigenes Wollen, ohne Engagement und Fleiß wäre Sarkozy wohl nicht der, der er heute ist. Ihm Rassismus vorwerfen zu wollen ist absurd. Sarkozy hat den Muslimen die Anerkennung als zweite Religion neben der katholischen Kirche durch die Schaffung eines Islamischen Rates ermöglicht. Es hat sich für Minderheiten eingesetzt, sie gefördert und zahlreiche Vorschläge zur Verbesserung ihrer Situation gemacht.

Es gibt zahlreiche andere Minderheiten die ebenfalls nicht den ersten Platz an der Sonne belegen. Die Chinatowns in Europa und Nordamerika sind jedem ein Begriff, Russen haben ihre Stadtviertel, Polen, Inder, Pakistani und, nach dem Balkankrieg, Bosnier und Albaner. Mag sein, daß sie in besonderen Branchen mafiöse Strukturen etabliert haben. Aber selbst diese sind, positive gesehen Ausdruck zielstrebigen erfolgsorientierten Handelns. Als Mob ihre Viertel zu zerstören, das Eigentum ihrer Nachbarn, käme ihnen kaum in den Sinn.

Sarkozy hat offensichtlich eine klare Linie. Er reicht einerseits die Hand, verlangt anderseits ein Minimum an Disziplin. Obwohl das Wort in Verruf geraten ist und Primärtugenden dieser Art in der Werteskala therapierender Gutmenschen ganz unten angesiedelt sind, wäre das als Dank an die Aufnahmebereitschaft der Franzosen (oder Deutschen etc.) nicht zu viel verlangt. Wenn die Nachricht stimmt, daß Sarkozy jetzt Chaoten nicht nur rechtsstaatlich verurteilen, sondern auch umgehend abschieben lässt, wäre das eine gute Nachricht

http://www.sarkozynicolas.com/

         
          Bild von Sarkozy's Webpage          
         

 

       
       

Robin Renitent,  10. November  2005

 

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      From THE LIBERATOR ONLINE

Denver Votes to End Marijuana Use and Possession Penalties

Are we seeing, as one prominent activist predicts, "the beginning of the end of marijuana prohibition in the U.S."?

On November 1, Denver became the second major city in less than a year to eliminate all civil and criminal penalties for the possession of up to one ounce of marijuana by citizens age 21 and older.

Fully 54 percent of voters passed "I-100: The Alcohol-Marijuana Equalization Initiative." This initiative, led by the organization SAFER (Safer Alternative For Enjoyable Recreation), argued that local laws should treat the private adult use and possession of marijuana in a manner similar to alcohol, and that its use by adults should not be subject to criminal penalties. There's more. Last fall Oakland, California voters approved a similar initiative to "tax and regulate the sale of cannabis for adult use." And on November 1 a proposal in Telluride, Colorado to make "the investigation, arrest, and prosecution of marijuana offenses ... the town's lowest law enforcement priority" missed winning by only 24 votes.

"A few years from now, this [Denver] vote may well be seen as the proverbial 'tipping point,' the beginning of the end of marijuana
prohibition in the U.S.," said Rob Kampia, executive director of the Marijuana Policy Project in Washington, D.C. "Replacing the failed policy of prohibition with common-sense taxation and regulation of marijuana has become a thoroughly mainstream issue, with the votersof two major U.S. cities endorsing such an approach within one year.

"Last year, there were more than three-quarters of a million marijuana arrests, an all-time record," Kampia added. "That's equivalent to arresting every man, woman, and child in the state of Wyoming plus every man, woman, and child in St. Paul, Minnesota.

 

"The public understands that this simply makes no sense. Regulating marijuana will take money out of the pockets of criminals and free police to go after violent crime, and the voters of Denver took their first step in that direction today."

Ironically, Denver was the site of the very first federal marijuana arrest in American history. On October 2, 1937, Samuel R. Caldwell, a 58-year-old unemployed laborer, was arrested by the FBI and Denver police for selling two marijuana cigarettes to a 26-year-old man. For this dastardly act, Caldwell was sentenced to four years' hard labor at Leavenworth Prison, and fined the then-enormous sum of $1,000.Caldwell served every day of the sentence, and died a year after´release.

Of course, local measures like the Denver one don't override state and federal prohibitions against marijuana. But they give citizens enormous and very real protection at the local level. Such measures also very strongly catch the ear of federal politicians.

This may be part of a growing trend: pro-liberty communities defying unjust federal laws by passing local legislation. It's quite similar to the nationwide revolt against the Patriot Act by local and state governments, which we've reported on in past issues.

Which city is next?
(Sources: Marijuana Policy Project (MPP):

http://www.mpp.org/

releases/nr20051101.html
NORML on the Samuel Caldwell tragedy:
http://www.mapinc.org/

newsnorml/v05/n1732/a02.html )

         
                   
         

 

       
       

Robin Renitent,  08. November 2005

Update 21. November 2005  

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Jihad made in France

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Von Honecker und Hoppe

"Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf." Dieser Ausspruch einer der größten "Lichtgestalten unter den deutschen Kommunisten", der "leider viel zu früh und im Ausland verstorbene Politiker, Dichter und Denker" Erich Honecker ist uns ja allen noch gegenwärtig. Und was haben wir uns im Westen besonders, aber auch im Osten amüsiert und auf die Schenkel gehauen.

Dann fiel die Mauer, und mit jedem absplitternden Bröckchen des Betons sahen wir nicht nur die Teilung Deutschlands zersplittern, sondern auch den Sozialismus zerbersten. Wir Deutschen waren so besessen davon die Erinnerung an den ersten sozialistischen Staat auf deutschem Boden auszulöschen, daß wir die Mauer so gründlich entsorgten, daß man Mühe hat den eigenen Kindern oder Enkelkindern seine Jugend zu erklären. Man muss inzwischen nach Dayton Ohio ins Air-Force Museum oder nach Lunenburg, am Allerwertesten der Welt, in Nova Scotia, Kanada fahren um noch ein Mauerelement zu finden.

Die Demokratie in der Deutschen Demokratischen Republik wurde ersetzt durch die Demokratie der Bundesrepublik Deutschland. Nun, das war eine richtige Demokratie zum anfassen, eine Demokratie mit ihren wirklichen demokratischen Elementen, freien und nicht gefakten Wahlen, Reisefreiheit, Meinungsfreiheit, Mitbestimmung und freiem wirtschaftlichen Handeln. Und während in den neuen Bundesländern der Exodus ungebrochen weiter in Richtung Westen ging, zahlreiche Nostalgiker dem heimeligen Mief vergangener SED-Zeiten nachtrauerten, kommunistische Altkader zu akzeptablen Talkshowgästen einer „neuen“ PDS mutierten, schwappte die mentale sozialistische Bodendüngung verstärkt in die alten Bundesländer um sich hier mit der westlich sozialistischen Umverteilungsmentalität zu verbinden.

Die erste große sozialistische Umverteilung im wiedervereinigten Deutschland war denn auch der Geldtransfer von West nach Ost um auf sozialistische Weise den sozialistischen Brüdern unter die Arme zu greifen.
 Wo noch hingegriffen wurde lesen Sie hier

         
                   
         

 

       
       

Robin Renitent,  08. November  2005

 

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Philosemiten sind Antisemiten im Schafspelz?

Ich vergleiche gerade spaßeshalber mein Emailaufkommen von heute mit dem Eingang vor der Zeit unserer Webpages vor 2 Jahren. Was für ein Unterschied. Natürlich freut mich der üppige Eingang, denn ich sehe, daß unsere Seiten gelesen werden. Ich sortiere die Emails in verschiedene Ordner und versuche so viele wie möglich zu beantworten. Die positiven und negativen Mails halten sich etwa die Waage, mit inzwischen vermehrt positiver Tendenz. Das war auch schon anders. Mit einigen Mailern habe ich inzwischen ganz reizende und wertvolle Kontakte aufgebaut. Ein Surfer aus Europa hat mich sogar schon einmal besucht, zwei andere habe ich eingeladen. Diese, zum Teil sehr konstruktiven Kontakte sind mir wichtig und ich pflege sie. Die Menschen kommen über die unterschiedlichsten Seiten zu uns, z.B.: Blog-Diary, Libertarian Cabinet, Luigi Pepperoni, Sveta's  Art Studio, Alexander's Webpage oder die Reiseseiten.

 

Aber es gibt eben auch andere Mails. Negative. Damit kann ich gut leben, sofern in ihnen eine einigermaßen geordnete Sprache verwendet wird und die Kritik inhaltsreich und/oder sachlich ist. Aber es gibt eben auch analsprachliche, beschimpfende und echte Hassemails. Die hebe ich zur Sicherheit auch auf, lese sie aber schon gar nicht mehr richtig durch. Besonders beschäftigen tun mich eigentlich nur negative Emails die mich wegen meiner amerika- und israelfreundlichen Einstellung angreifen. In letzter Zeit kommen Emails hinzu die auf meine Ablehnung des Islam eingehen. Eingehen ist allerdings nett formuliert.

Alle Emails zu veröffentlichen oder als Anhänge einzubauen würde einen halben Tag dauern und nicht viel bringen. Sollte mal ein Schmankerl dabei sein werde ich es niemandem vorenthalten.

Vor drei Tagen erhielt ich eins. (Als Reaktion auf den Steinberg Artikel Das möchte ich doch auszugsweise wiedergeben. Ich lasse die Mail unkommentiert, verändere weder Rechtschreibung noch
Orthografie, jeder darf sich seinen Teil dabei denken:


"...das israelische besatzerregime kann sich gerade auch auf leute wie Sie
verlassen, die schweigen, wenn internationales Recht gebrochen wird,
die nicht darauf bestehen, dass UN-resolutionen umgesetzt werden und
dass die genfer konventionen beachtet werden.

das alles ist den komplizen der israelischen unrechtspolitik egal, weil
sie ihren judenhass auf die araber und den islam projiziert haben, denn:
philosemiten sind antisemiten im schafspelz !
..."

         
                   
         

 

       
       

Robin Renitent,   07. November  2005

 

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Philosemiten sind Antisemiten im Schafspelz?

Michail Chordorkowski

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Michail Chordorkowski

A Statement by Mikhail Khodorkovsky

TO EVERYONE WHO HAS SUPPORTED ME AND CONTINUES TO SUPPORT ME

As of October 16, 2005, I have been in the land of Decembrists, political nearest city, and 6,500 km from Moscow.

The Kremlin tried to isolate me completely from my country and its people; furthermore - to physically destroy me. By so doing, today's Russian government has proven once again that it's not ready for an open and honest discussion with me (or for any straight talk with the opposition).

 

They hope Khodorkovsky will soon be forgotten. They are trying to convince you, my friends, that the fight is over, that we must resign ourselves to the supremacy of self-serving Russian bureaucrats. That's not true - the fight is just beginning.

 

Our country faces enormous challenges. We need to formulate Russia's development to the 21st century. We need to build the Army and the legal system. Create from scratch a new breed of officials - those interested in the fate of the country its people, not their own unbridled personal enrichment. We need to step off the dead-end path to making Russia a simple source of raw-materials, to make a decisive turn in the direction of a new knowledge-based economy. We need to preserve the Far East and Siberia as part of Russia. We must restore Russia's international position and prestige - lost due to lack of strong democratic values and corruption.

 

In order to achieve such comprehensive goals, the country needs a new political elite - heroes, not mediocrity. People are courageous, honest and consistent. These people are you, my fellow citizens and like-minded people. He who is not afraid today to support political prisoners and say "no" to the repressive machinery of a criminal bureaucracy earns the right to be called a Human Being.

The time of mediocrity is past - the era of heroes dawns.

 

Sicher die feinen Details und das genaue Prozeßwissen fehlen uns hier im Westen. Niemand wird alle Akten kennen und diejenigen die Verbindungen haben und Einblick nehmen können werden sich nicht hundertprozentig sicher sein können, ob sie nicht in gefälschte und manipulierte Akten geschaut haben. Deshalb kann ich mich zu den Details der Anklage natürlich nicht äußern, aber als aufmerksamer Beobachter kann ich, wie jeder andere der sich aus allgemein zugänglichen Quellen unterrichtet und ergänzt aus zahlreichen eigenen Beobachtungen wie folgt feststellen:

 

Das Alltagsleben in Moskau (die Provinz kenne ich weniger) ist freiheitlich, konsumorientiert und "westlich" entspannt. Das Leben der Menschen unterscheidet sich, von Komfortmängeln und gewissen "typisch russischen" Unzulänglichkeiten einmal abgesehen, nicht wesentlich von dem Leben in anderen europäischen Metropolen. Es ist möglich Geld zu verdienen, gutes Geld und es gibt einen neue Mittelschicht fleißiger und flexibler jüngerer Menschen, die z:B. Eigentumswohnungen, Autos und Mobiliar kaufen und auch noch ihre Datschen ausbauen können. Das sind nicht nur alles Geschäftsleute, auch Staatsangestellte und nachrangig in der Wirtschaft beschäftigte haben ein deutlich "besseres" Leben als noch vor Jahren. Es gibt westliche Kaufketten und IKEA ist gleich mehrfach vertreten. Inzwischen gibt es sogar ein Qualitätsbewußtsein und viele haben gelernt eine Grohe-Armatur von einem Billigprodukt zu unterscheiden. Man kann einige Tage Urlaub machen und auch anspruchsvollere Getränke als Billigwodka werden getrunken.

 

Schlecht geht es vor allem den Rentnern. Deren Pensionen sind teilweise katastrophal niedrig. Mein Schwiegervater bekommt, nach einem Leben als Satelliteningenieur, umgerechnet 60 US$ im Monat. Damit kann selbst bei bescheidenster Lebensweise kaum überleben, ein richtiges Geschenk für die Enkelkinder ist denn auch nicht drin. Bitte hier weiterlesen

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck-383278,00.html

http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/wirtschaft/unternehmen/ausland/54804

http://www.russland.ru/mainmore.php?tpl=Michail+Chodorkowski&iditem=41

http://wirtschaft.russland.ru/jukos/morenews.php?iditem=708

   
                   
         

 

       
       

Robin Renitent,  05. November  2005

 

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Ihr Deutschen widert uns an
Der Artikel ist zwar schon etwas länger her aber dennoch aktuell. Er erschien am 15.05.2003 in der FAZ. (Dort ist er noch für 1.50 € als FAZ-Abruf zu haben). Die FAZ möge mir verzeihen, daß ich soviel daraus zitiere, aber der Artikel b ringt die Dinge so auf den Punkt, spricht mir so aus der Seele, daß ich nicht anders kann:

Der amerikanische Autor und Offizier a.D. Ralph Peters rechnet mit den Deutschen ab: Das Land sei „machtlos und unfähig”, seine Gesellschaft schizophren und Bundeskanzler Schröder ein Demagoge und Scharlatan.

 

Ich möchte daran erinnern weil Schröders Tage gezählt sind und es nicht sicher ist ob ein Richtungswechsel bei der kommenden Mixed-Pickel-Regierung erfolgt. Wenn man die Überschrift liest ist man natürlich geschockt. Und ich glaube die Reaktionen zu kennen. Die eine Gruppe wird sich empören und (ohne den Artikel gelesen zu haben) sofort und reflexartig alle angeblichen Abscheulichkeiten Amerikas aufzählen. Sie werden sich in ihrem Antiamerikanismus bestärkt sehen, weiter Bush einen Mörder und die Amerikaner Expansionisten nennen. Das sind die Linken, die nicht an der Befriedung Interessierten, sondern die die sich Pazifisten nennen und das Wort wie einen Schild vor sich herschieben. Es werden die sein, die in den von ihren Vätern bezahlten Autos, zu einer Anti-Amerikademo fahren und große Reden schwingen, dem Zeitgeist verpflichtet nachplappern was ihre Kommilitonen oder Genossen sagen.

 

Und es wird andere geben die sich erschüttert fragen wie es mit Deutschland so weit kommen konnte, was das Wort Dankbarkeit oder Solidarität uns bedeutet, sich der Bilder der Landung in der Normandie erinnern, realisieren, daß unsere Lebensqualität von den Amerikanern garantiert wird und beschämt den Kopf senken. Und wenn sie die Chance haben auf einen Amerikaner zu treffen werden sie versuchen das Bild zu korrigieren und versichern "wir sind nicht all so".

Jeder wird seine Wahrheit herauslesen. Aber die Wenigsten werden über Amerika aus eigenem Erleben urteilen. Und die Worte von Peters werden in den seltensten Fällen ins Gehirn dringen. Denn schon der Versuch sich diesem Thema emotionsarm zu nähern wird vielen als Zumutung erscheinen. Dabei hat der Mann so recht:

 

"Sie reden viel, (die Europäer) tun wenig und machen die Vereinigten Staaten für ihre eigenen Mißstände verantwortlich. Die Sprechchöre, die man kürzlich auf den Straßen Berlins hören konnte, unterschieden sich kaum von denen, die bis vor kurzem in Bagdad zu hören waren. Das Jammern und Klagen in Europa, die Begeisterung, mit der man den Amerikanern jede erdenkliche Bosheit unterstellt, während man alle Tugenden für sich beansprucht, und der erstaunliche Mangel an Selbstkritik lösen bei den Amerikanern Bestürzung aus. Wir dachten, ihr wäret erwachsen, aber von der anderen Seite des Atlantiks aus wirkt ihr wie verzogene Kinder."

 

Der Mann ist enttäuscht keine Frage und er ist das Sprachrohr aller die enttäuscht sind in Amerika. Schließlich hat die amerikanische Nation für Deutschland geblutet und der amerikanische Steuerzahler hat von seinem Eigentum abgegeben um Deutschland zu helfen.

Aber lesen wir weiter:

   
                   
         

 

       
       

Robin Renitent,  04. November  2005

 

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Der Nestbeschmutzer*     
Ulbricht baute seine Mauer und ich war noch Schüler. Ich hörte die Rundfunkstationen aus Ost-Berlin und war, jungendlich, naiv und noch an Gerechtigkeit und Wahrheit glaubend, empört über die Lügen die von „drüben“ permanent verbreitet wurden. Ich fragte mich wie erwachsene Menschen so lügen können und begann mir die Namen der Sprecher und Kommentatoren aufzuschreiben. Ich glaubte fest daran, daß eines Tages der Freiheitswille siegen und die Mauer fallen würde. Dann, so mein Wunschtraum würde man die Bösewichte bestrafen. Ich war 12/13 und es dauerte 40 Jahre bis die Mauer fiel. Zur Rechenschaft gezogen wurde niemand. Im Gegenteil einige der Lügner machten im Westen Karriere und bekamen Sendungen (Carmen Nebel) arbeiteten bei Satire Magazinen (Karl-Eduard v. Schnitzler) oder tourten durch Talkshows.

Nun bin ich geringfügig älter, meine Illusionen von Gerechtigkeit heben gewaltige Löcher bekommen, und sind auch mit viel Wohlwollen schlecht zu stopfen. Die Lügner sind durch andere Lügner ersetzt und Lügen ist allgemein akzeptierter Standard. Politiker lügen, Journalisten lügen, Fernsehfritzen lügen und im Internet wird gelogen, daß sich die Monitore biegen. Gelogen wird ganz offiziell auf „amtlichen“ Webpages aber besonders auf privaten. Es wird gelogen von Spinnern, Verblendeten, Deutschen, Moslems, sexuell Verkorksten, Juden, Nichtjuden, Linken und Rechten, Geltungsbedürftigen und Bloggern.

Freiheitsfeinde unterhalten ihre Seiten und Freiheitsfreunde. Manche Seiten sind anspruchsvoll und lesenswert und manche der reinste Müll. Meistens klickt man weiter, die Zeit ist es nicht wert zu verweilen. Ich persönlich steuere bewusst bestimmte Seiten an, Seiten die sich seriös mit libertären Inhalten befassen, pro-amerikanisch, pro-israelisch sind, Literaturseiten, Politikseiten, Magazine und private Blogs. Auch die „Gegenseite“ steuere ich an, man will ja wissen was der „Gegner“ so denkt. Seiten auf deutsch und englisch, manchmal auch in anderen Sprachen, selbst wenn ich sie nicht verstehe.

Heute habe ich mal wieder eine Seite angesteuert die mir Übelkeit verursacht. Ab und zu mache ich das, anschließend drehe ich eine Runde auf dem Rad und fühle mich wieder wohler. Weil mal wieder alle auf Broder rumhacken und seinem hervorragenden Artikel heute auf der Achse des Guten bleibe ich bei Steinberg Recherche hängen. Auch Thomas Immanuel Steinberg ist Jude. Jude wie Broder, aber einer von der Sorte die den Antisemiten das Bett machen, ihnen ihre unterstützenden Argumente liefern. Natürlich lässt er die Tatsache jüdische Eltern und Großeltern (eigentlich logisch) zu haben auch sofort raushängen, viele sind im KZ umgekommen. Ihn hat das Schicksal verschont, erst ist Spätgeborener. Da er nun nur noch „halbauthentisch“ ist zählt er seine zahlreichen „jüdischen“ Aktivitäten in Kreisen gleich gesinnter Mitjuden auf:

 

Ich habe anderthalb Jahre meines Lebens in den USA verbracht und mich mit Juden zusammen gegen den US-amerikanischen Rassismus und den Vietnam-Krieg eingesetzt. In Deutschland war ich dreizehn Jahre lang Mitglied einer Partei, die politische Heimstatt war für zahlreiche jüdische Widerstandskämpfer und Verfolgte des Nazi-Regimes. Meine Tochter hat in Hamburg im einem Judaica-Verlag gearbeitet und in Berlin im Jüdischen Museum.“

 

hier gehts weiter. Erfahren Sie mehr über Steinberg und seine Recherche

* an dieser Stelle war ein Foto von Thomas Immanuel Steinberg. Klicken Sie auf unseren Pumpkin um zu dem Original zu gelangen. Ich hatte Herrn Steinberg in folgender Email um eine Nutzung zur Illustration gebeten: hier gehts weiter (unten auf der Seite)

   
                   
         

 

       
       

Robin Renitent, 

 

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