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 Adrian Nakic: Of Croation blood born in Germany 1963. He studied photography in Munich and worked as assistant in Frankfurt and Munich before leaving for Paris at the age of 24. In Paris he assisted photographers Andre Rau, Michael Wirth and Ellen von Unwerth. His own work soon started taking him across Europe and the world. For the past five years he prefers travelling between Paris and Cape Town – working in the sun the whole year around.

     

Köche kochen. Es gibt Millionen von Köchen die in Eckkneipen, schummrigen Hinterhofrestaurants, wackligen Strandrestaurants oder Imbissbuden vor sich hin köcheln. Die Ergebnisse ihres Tuns: Verzehrt und ausgeschieden. Vergessen. Wenig bleibt in Erinnerung. Selten mal ein Highlight.

Fotografen fotografieren. Es gibt tausende von Fotografen, hunderte im Modebereich. Man sitzt beim Zahnarzt oder Friseur, blättert in Zeitschriften und Magazinen. Alles gleich, konsumierte Bilderflut, vergessen. Wenig bleibt in Erinnerung. Selten ein Highlight.

Köche und Modefotografen haben ein gemeinsames Leid: Das was sie produzieren unterliegt dem schnellen Verbrauch, wird konsumiert, vergessen. Ihre Produkte sind kurzlebig.

Gelegentlich, ganz selten, gibt es in ihren Reihen Künstler. Namen die sich einprägen. Bei den Köchen vielleicht Paul Bocuse, Eckart Witzigmann oder der tragisch ums Leben gekommene Siegfried Rockendorf. Besonders einprägsam sind solche Namen wenn man das Vergnügen hatte in ihren Restaurants zu essen und von ihnen verwöhnt wurde.

Die Beziehung des Konsumenten zu Modefotografen ist dagegen noch schwieriger zu realisieren. Schließlich kann man ihnen nicht bei ihren Aufnahmen auf die Pelle rücken, man ist auch kein Modell und kann sich nicht bewerben. Ihre Kunst „verdirbt“ so schnell wie ein Salzburger Nockerl zusammenfällt. Und dennoch, auch hier gibt es Namen die sich einprägen. Wenn man, ja wenn man ein Auge hat für ihre außergewöhnliche Arbeit. Die muss schon sehr außergewöhnlich sein um in der Masse der produzierten Bilder, in der „optischen Flut“ aufzufallen. Ellen von Unwerth ist so ein Name. Menschen die sich mit Mode beschäftigen kennen sicherlich noch weitere Namen die Bestand haben und mit anspruchsvoller Arbeit auffallen.

Porträt oder Aktfotografen unterhalten oft Webseiten, die sich direkt an ihre Bewunderer richten. Manchmal sind auch Bezahlseiten darunter. Modefotografen können, so mein Eindruck, auf soviel Zuwendung seitens des Endverbrauchers nicht hoffen. Ihre Seiten richten sich wohl ausschließlich an potenzielle Auftraggeber. Selten wird sich ein Surfer hier verirren und verweilen.

Mir fiel vor Jahren in einer Modezeitschrift ein Name auf:
Adrian Nakic. Seine Fotos zu einer Modeserie waren bestechend gut. (die ersten drei gescannten.) Es waren ästhetische Inszenierungen, Fotos die einem im Gedächtnis blieben. Ich riss die Seiten heraus und hob sie auf. Und künftig suchte mein Auge immer diesen Namen: Nakic. Selten, zu selten habe ich ihn wieder gesehen. Denn Modefotografen stehen klein gedruckt und ganz unten oder hinten. Aber man kann mit sich selbst Wetten abschließen. Hah, ist das der wiedererkennbare Stil, ist das ein Nakic-Foto?

Und dann besuchte ich seine Webseite. Eine Seite die sich wirklich nicht an Zeitschriftenblätterer richtet, sondern an Unternehmen und deren Agenten wie „Deutsche Bundesbahn“ oder „Elle“ oder „Kaufhof“, „Madame“ oder „Männer Vogue“. Und in der eigentlich kopiersicheren, mit Macromedia Flashplayer 7 gestalteten Seite findet man dann weitere fotografische Highlights. Porträts, Beauty, Fashion. Der Mann kann fotografieren! Aber das ist es nicht allein. Er hat diesen bestimmten Blick für interessante Gesichter. Er kann aus den oft langweiligen Modellgesichtern Ausdruck und Aussage herauszaubern. Umwerfend. Er sollte Ausstellungen machen. Porträt, Akt und Menschenaufnahmen in Bildbänden veröffentlichen. Er produziert zum Wegwerfen? Für den Augenblick? Ehrenhaft, als Existenzgrundlage. Schade, zu schade für Fotografieinteressierte. Das ist mehr als Gebrauchskunst. Das ist Fotografie in sauberster und inspirierendster Form. Möglicherweise hat ja schon jeder Mal ein Foto von ihm gesehen. Aber es ist nicht mit seinem Namen zu verbinden. Wäre schön, wenn
Adrian Nakic einem breiteren Publikum bekannter würde. Er hätte es verdient.

 
     
     
 
   

 

 

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The article about Adrian Nakic are written by Robin Renitent © 2005 rebellog

 
       

 

         
       

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