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Persilschein für die Hamas
Caroline Glick,
Jerusalem Post, 1. Mai 2008
Eine weitere ganz gewöhnliche Woche ist im südlichen Israel
vergangen. Beschossen von Raketen aus Hamastan im Gazastreifen,
haben die Einwohner von Sderot, Aschkelon und den nahe gelegenen
Städten zugesehen, wie ihre nationalen Führer über
Stellvertreter Verhandlungen mit der Hamas führten, um hunderte
Terroristen aus israelischen Gefängnissen frei zu lassen und die
Waffen-Versorgungslinien der Hamas zu konsolidieren, indem
israelische Antiterror-Operationen während einer „Waffenruhe“
eingestellt werden. Zwischen ihren Trips zum örtlichen Bunker
sahen sie zu, wie israelische Lastwagen am Morgen Treibstoff und
andere Versorgungsgüter an die Hamas lieferten und sie sahen zu,
wie die Hamas am Nachmittag den Treibstoff und die
Versorgungsgüter in Depots an der Grenze einlagerte. Am Abend
sahen sie dann in den Nachrichten Berichte, die die Behauptung
der Hamas nachplapperten, dass Israel den Krankenhäusern im
Gazastreifen Treibstoff und Zivilisten im Gazastreifen die
Grundnahrungsmittel vorenthält.
Mittwochabend versuchten sie in Sderot den Holocaust-Gedenktag
zu begehen, wurden aber von einfliegenden Raketen unterbrochen.
Die Hamas ihrerseits beging den Holocaust mit einer
Dokumentarreihe, in der behauptet wurde, der Völkermord am
europäischen Judentum sei ein satanisches jüdisches Komplott, um
die jüdische Bevölkerung ihrer Behinderten zu entledigen und die
Weltmedien zu manipulieren.
Die Hamas bestimmte die Schlagzeilen dieser Woche mit dem
Vorwurf, Israel sei verantwortlich für den Tod einer
palästinensischen Frau und vier ihrer Kinder durch eine
Explosion in Beit Hanun im Gazastreifen, als die IDF
Hamas-Terroristen aus der Luft beschoss. Die IDF unternahm zwei
Untersuchungen, die zeigten, dass die Frau und ihre Kinder durch
etwas anderes getötet wurden: eine Nachfolge-Explosion, die von
den Bomben verursacht wurde, die die Hamas-Terroristen – einer
davon war ihr Ehemann – zu dem Zeitpunkt mit sich führten, als
die IDF sie beschoss.
Die Vorwürfe der Hamas, dass die IDF vier Kinder und ihre Mutter
tötete, wurde von den internationalen wie den israelischen
Meiden als Tatsache berichtet. Diese „Tatsache“ wurde erst in
Frage gestellt, als die IDF ihre Untersuchungen begann. Weder
die örtlichen noch die internationalen Medien fanden, dass die
Tatsache, dass die Quelle ihrer Berichte die Hamas war, ein
Grund wäre die Richtigkeit ihrer ersten Berichte in Frage zu
stellen.
Wenn ihre Sprecher nicht damit beschäftigt sind die Juden der
Planung von Völkermord und die Israelis der Ermordung von
Müttern und Kindern zu beschuldigen, widmet die Hamas ihre
Bemühungen der Beschuldigung, Israel töte kranke Palästinenser,
indem es ihnen verwehrt nach Israel zu kommen, um dort
kostenlose medizinische Versorgung zu erhalten. Da keine gute
Tat der Juden von der UNO unbestraft bleibt, strafte die
Weltgesundheits-Organisation (WHO) Israel im letzten Monat ab,
weil es mehr als 7.000 Palästinensern aus dem Gazastreifen im
Jahr 2007 kostenlose medizinische Versorgung gewährte. Indem sie
die Hamas-Propaganda nachplapperte, beschuldigte die WHO Israel,
es habe zwischen Oktober 2007 und März 2008 den Tod von 33
kranken Palästinensern verursacht. Sie starben, so die WHO,
wegen der herzlosen Weigerung des jüdischen Staates sie in seine
Krankenhäuser aufzunehmen.
Der WHO-Bericht enthielt keine Erwähnung der Tatsache, dass die
Hamas jetzt die Krankenhäuser und Kliniken im Gazastreifen
kontrolliert. Nicht erwähnt wurde die Tatsache, dass Israel
keine Verantwortung für die gesundheitliche Versorgung von nicht
seinen eigenen Bürgern aus Feindgebiet trägt; oder die Tatsache,
dass es keinen Ort auf der Welt gibt, wo solche Versorgung
geleistet wird – außer in Israel. Nicht erwähnt wurde, dass die
Hamas aus Propagandagründen Güter für die Krankenhäuser abfängt
und hortet. Ägypten wurde keine Verantwortung zugewiesen – das
ist das zweite Land, das an den Gazastreifen grenzt und das
keinerlei palästinensische Patienten ins Land lässt. Der Bericht
stellt an keiner Stelle die Glaubwürdigkeit seiner Quellen aus
dem Gazastreifen in Frage.
Andrea Levin, Geschäftsführerin des Committee for Accuracy in
Middle East Reporting in America (CAMERA) stellte diese Woche in
der Jerusalem Post fest, dass es nur der schnellen und
detaillierten Antwort israelischer Offizieller bei der
Zurückweisung der Vorwürfe der Hamas zu verdanken ist, dass
Israel nicht weithin dafür verurteilt wurde kranke Menschen zu
ermorden.
Der interessanteste Aspekt dieser Medienberichte besteht darin,
dass die Nachrichtenagenturen, die die wilden Vorwürfe der Hamas
berichten, zum größten Teil nicht einmal Korrespondenten im
Gazastreifen haben. Die Angewohnheit der Hamas westliche
Journalisten zu kidnappen – selbst wenn sie pro-Hamas sind –
veranlasste die meisten westlichen Medienorgane ihre
Korrespondenten vor mehr als einem Jahr aus dem Gazastreifen
abzuziehen. Die israelischen Medien hatten keine Korrespondenten
mehr vor Ort, seit Israel sich im September 2005 aus dem
Streifen zurückzog.
Doch dieselben Medienorgane, die erkannten, dass die Hamas zu
radikal ist, als dass man ihnen trauen könnte, sie würden das
Leben der Reporter respektieren, lehnen es ab die Wahrheitsliebe
der Geschichten der Hamas in Frage zu stellen und sind mehr als
bereit diese Stories deutlich über den Punkt professioneller
Peinlichkeit hinaus als glaubwürdige Fakten zu betrachten. In
der Tat hat kein Medienorgan – weder israelisch noch aus dem
Ausland – je gefragt, ob es Sinn macht, die Hamas-Propaganda
überhaupt zu bringen. Sie haben sich auf jeden Fall nicht die
Mühe gemacht ihr Publikum darüber zu informieren, dass die
Quelle ihrer Geschichten eine völkermörderische Terrorgruppe
ist, die derzeit einen Raketenfeldzug gegen israelische
Zivilisten führt – deren Ziel es ist diese zu terrorisieren und
zu töten, nur weil sie Juden sind.
Aber den Medien kann vielleicht vergeben werden, dass sie sich
weigern zuzugeben, dass ihre Berichte aus dem Gazastreifen
allgemein nicht mehr sind als terroristische Propaganda, denn
sie sind bei weitem nicht allein in ihrer Ablehnung der
Anerkennung der Bedeutung des Regimes der Hamas. Von Jimmy
Carter über die Bush-Administration bis hin zur Regierung
Olmert-Livni-Barak lautet der Tagesbefehl: Leugnung.
Carter verteidigt seine Haltung sich mit Hamas-Führern in Syrien
und Judäa zu treffen mit der Feststellung, dass die
jihadistische, völkermörderische, vom Iran gesponserte
Terrorgruppe die palästinensischen Wahlen gewonnen hat. Da die
Mehrheit der Palästinenser für die Hamas stimmte und sie immer
noch unterstützt, ist die jihadistische, völkermörderische, vom
Iran gesponserte Terrorgruppe legitim, argumentiert Carter. Ohne
sie kann sicher keine Friedensvereinbarung getroffen werden.
Aber dann klärte die Hamas, kurz nachdem sich ihre Führer mit
Carter getroffen haben, dass jeder Handel, den man mit Israel
erzielen würde, lediglich eine Taktik im fortgesetzten Krieg zur
Vernichtung Israel ist. Also mag es zwar wahr sein, dass ohne
die Hamas kein palästinensisch-israelischer Frieden möglich ist,
aber es ist absolut wahr, dass mit der Hamas kein
palästinensisch-israelischer Friedensschluss möglich ist.
Weit davon entfernt die Notwendigkeit von Verhandlungen mit der
Hamas zu demonstrieren, zeigt deren Popularität die
Vergeblichkeit einer palästinensischen Gesellschaft eine
friedliche Koexistenz abzuschmeicheln, die sich der Vernichtung
ihres Nachbarn verschrieben hat. doch so, wie die Medien und
Carter es ablehnen die Bedeutung des Terrorregimes der Hamas zu
erkennen, lehnt es die Bush-Administration ab die Bedeutung
ihres auf breiter öffentlicher Basis stehenden Unterstützung bei
den Palästinensern zu erkennen.
In ihren Äußerungen am Dienstag vor dem American Jewish
Committee gab Außenministerin Condoleezza Rice zu, dass die
palästinensische Gesellschaft heute überwiegend Israels
Auslöschung durch Terrorismus unterstützt, als sie sagte:
„Zunehmend sind Palästinenser, die von einer Zweistaaten-Lösung
sprechen, in meinem Alter. Und ich bin nicht sonderlich alt;
aber ich bin älter als die meisten der palästinensischen
Bevölkerung.“
Aber dann, nachdem sie zugab, dass die meisten Palästinenser die
friedliche Koexistenz mit Israel nicht unterstützen, vertrat sie
die Auffassung, dass Israel ihnen mehr Land geben muss, mehr
Waffen und mehr Geld, weil, wie sie es sieht, es jetzt and er
Zeit für einen palästinensischen Staat ist und die Führer „harte
Entscheidungen treffen müssen, mit Vertrauen zum Wohl des
Friedens und zum Wohl ihres Volkes“.
Weiter erklärte Rice, dass diese Beschwichtigung erfolgen muss,
während man es dem Hamas-Regime im Gazastreifen ermöglicht im
Amt zu bleiben. Sie formulierte es so: „Die einzig
verantwortliche Politik besteht darin die Hamas zu isolieren und
sich gegen ihre Bedrohungen zu verteidigen, bis die Hamas die
Wahl trifft den Frieden zu unterstützen.“
Aus der Perspektive von Rice darf nicht nur die Hamas nicht
besiegt werden, sondern es wäre unverantwortlich zu versuchen
sie zu besiegen. Die einzig „verantwortliche“ Politik wäre für
Israel der Hamas zu erlauben weiterhin Waffen anzuhäufen und
ihre Armee aufzubauen, während man versucht eine Waffenruhe mit
ihr zu erreichen. Und dann muss Israel, was Rice betrifft, seine
Antiterror-Operationen in Judäa und Samaria einschränken,
dortige israelische Gemeinden und die in den Jerusalemer
Stadtteilen aus der Zeit nach 1967 austrocknen und von den USA
ausgebildeten und bewaffneten Fatah-Milizen (die ebenfalls den
Terror unterstützen) erlauben zu tausenden in palästinensischen
Städten und Gemeinden stationiert zu werden. Dies, so glaubt
sie, ist der beste Weg die Hamas dazu zu bringen, sich in eine
friedfertige politische Partei zu verwandeln, die mit den Juden
in Frieden leben will.
Was Israel angeht, so stimmt die Regierung Olmert-Livni-Barak
eindeutig mit Rice überein, denn sie folgt deren Politik.
Am Mittwoch lehnte es Premierminister Ehud Olmert ab bei einem
Treffen des Sicherheitskabinetts die Beteiligung seiner
Regierung an Waffenstillstands-Verhandlungen mit der Hamas zu
kommentieren. Als er vom Minister für innere Sicherheit Avi
Dichter über seine offensichtliche Entscheidung der Hamas mit
ihrer vom Iran ausgebildeten und bewaffneten Terrorarmee zu
erlauben im Gazastreifen das Kommando zu behalten, sagte Olmert
einfach, dass es in angemessen sei solche Dinge zu diskutieren.
Am Donnerstag berichtete die Jerusalem Post, dass die Regierung
wegen des vorgeschlagenen Waffenstillstandsabkommens mit der
Hamas begeistert ist und seltsamerweise behauptet, dass dies den
Weg für eine zweite, damit nicht zusammenhängende Vereinbarung
bereiten könnte, bei der Israel die Geisel Gilad Shalit aus der
Gefangenschaft bei der Hamas auslösen kann, indem man hunderter
Terroristen frei lässt.
Außerdem behauptet die Regierung triumphierend, dass die Hamas
zugestimmt habe, dass Fatah-Streitkräftean der internationalen
Grenze zu Ägypten stationiert werden. Aber da sowohl die Hamas
wie auch die Fatah sich eines fast ungehinderten Zuflusses an
Waffen durch diese Grenze erfreuten, als die Fatah dafür
verantwortlich war, ist es alles andere als klar, warum das eine
positive Entwicklung sein sollte.
Die einfachen Wahrheiten, die die Medien, Jimmy Carter, die
Bush-Administration und die Regierung Olmert-Livni-Barak alles
nicht bereit sind zuzugeben, sind die, dass die Hamas eine
völkermörderische Terrorgruppe ist, die sich der Vernichtung
Israels verschworen hat und dass sie den Willen der Mehrheit der
Palästinenser repräsentiert, die sie 2006 ins Amt wählten und
sie heute weiter unterstützen.
Diese einfache Wirklichkeit demonstriert, dass es für Israel und
die internationale Gemeinschaft nur eine verantwortliche Politik
gibt, die es zu unterstützen gilt, wenn sie wirklich an Frieden
zwischen Israel und den Palästinensern interessiert sind. Diese
Politik besteht darin, dass Israel die Terrorarmee der Hamas im
Gazastreifen platt macht und ihre Regierung stürzt. Nur wenn sie
gezwungen werden einen echten Preis für ihrer Unterstützung von
Terror und Jihad zu zahlen – statt sie mit weiteren Übergaben
von Land durch Israel zu belohnen – werden die Palästinenser
gezwungen werden diese Unterstützung zu überdenken. Nur wenn sie
begreifen, dass Terror sie ins Nichts führt – statt überall hin,
wohin sie wollen – werden die Palästinenser gezwungen sein
Israel als unabänderliche Realität zu akzeptieren, mit der sie
in Frieden leben müssen.
Dichters Verurteilung der Pro-Hamas-Politik seiner Regierung am
Mittwoch war nicht das erste Mal, dass der Einwohner von
Aschkelon und ehemalige Kopf des Shin Bet darlegte, dass die
Politik der Regierung Olmert-Livni-Barak für das Land gefährlich
ist. Dichter könnte zusammen mit dem Verkehrsminister und
ehemaligen Verteidigungsminister Schaul Mofaz – der die
Regierungspolitik gleichermaßen als gefährlich kritisiert hat –
die jetzige Situation beenden, wenn die beiden den Mut hätten
entsprechend ihrer Überzeugungen zu handeln. Würden sie sich mit
acht ihrer Kolelgen aus der Kadima-Fraktion der Knesset
zusammentun und die Regierung verlassen, würden sie Neuwahlen
herbeiführen.
Bisher aber haben sie es abgelehnt zu handeln. Bis sie es tun,
ermöglichen es Dichter, Mofaz und ihre Kollegen Olmert,
Außenministerin Tzipi Livni und Verteidigungsminister Ehud Barak
weiterhin das Leben von Hunderttausenden von Israelis mit ihrem
Getöse und Appeasement der Hamas zu gefährden. Bis sie es tun
sind sie genauso wie die Medien, Carter, die Bush-Administration
und ihre Regierungskollegen schuldig, der Hamas einen
Persilschein auszustellen und sie zu schützen – zum Schaden
ihres eigenen Landes und des Friedens. |
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